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Da ihr mittlerweile bereits die neunte DVD-Box der Serie „Detektiv Conan“ im hiesigen Handel findet, ist es höchste Zeit, dass wir mal wieder ein wenig mit unseren Rezensionen aufholen. Aus diesem Grund haben wir uns für euch natürlich auch die insgesamt achte DVD-Box zu Gemüte geführt und verraten euch in der nachfolgenden Review, wie uns die darin enthaltenen Fälle rund um den kleinen Conan gefallen haben.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Schwächelnd im direkten Vergleich

Der schiere Umfang der Boxen von „Detektiv Conan“ macht es weiterhin unpraktikabel, in unserer Review auf jede einzelne der enthaltenen Episoden einzugehen. Aus diesem Grund orientieren wir uns an unseren vorangegangenen Reviews zu den ersten sieben DVD-Boxen des kleinen Meisterdetektivs und fokussieren uns auch diesmal wieder auf die Highlights.

Gleich zu Beginn von Box 7 erwartet die Zuschauer ein erstes Highlight. Dabei handelt es sich um die Doppelepisode „Die letzte Fahrt vom Chef“. In dieser hat Shinichi noch immer seine ursprüngliche Körpergröße und nutzt diesen Umstand, um Ran zu einem Abendessen in einem schicken Restaurant einzuladen. Dabei versucht er seiner Kindheitsfreundin die ganze Zeit etwas Wichtiges zu sagen. Doch noch bevor es dazu kommt, ereignet sich in dem Hochhaus, in dem auch das Restaurant gelegen ist, ein Mord in einem Fahrstuhl. Shinichi eilt natürlich sofort zum Tatort und unterstützt Inspektor Megure tatkräftig bei der Lösung des Falls.

Derweil wartet Ran im Restaurant und hört von einer Kellnerin die Geschichte, dass sich ein ähnlicher Vorfall vor vielen Jahren schon einmal ereignet hat und dass der junge Mann nach seiner Rückkehr vom Tatort seiner Begleitung damals einen Heiratsantrag gemacht hat. Das macht Ran doch ziemlich nervös, und das bereits ohne zu wissen, dass es sich bei dem Paar von damals um Shinichis Eltern gehandelt hat. Doch die Geschichte wiederholt sich nicht, denn kurz nach der Lösung des Falls verliert Shinichi seine aktuelle Gestalt und wird wieder zu Conan. Ein Umstand, den Ai offenbar bereits vorausgesehen hatte, ohne Conan darüber zu informieren, denn sie wartet mit seinen Kinderklamotten auf ihn.

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Bereits kurz darauf macht die Einzelepisode „Rans erster Fall“ ihrem Namen alle Ehre, denn in dieser Folge hat Ran ein komisches Gefühl, das am Ende zur Aufklärung eines Falls führt. Sie und Sonoko können sich zu Beginn gerade so vor einem Auto retten, das in Schlangenlinien fährt. Die Fahrerin ist offenbar weggenickt und entschuldigt sich vielmals bei den beiden Mädchen. Bei ihr daheim erfahren Ran und Sonoko dann, dass Chie, so heißt die Fahrerin des Wagens, solche Probleme in letzter Zeit häufiger hat. Da sich ihr Mann verdächtig verhält, stellt Ran die These auf, dass es sich bei Chies Problemen nicht um einfache Schwächeanfälle handelt, sondern, dass diese absichtlich von ihrem Ehegatten herbeigeführt werden. Tatsächlich gelingt es dem Mädchen so, einen Fall zu lösen, der zunächst gar nicht nach einem aussah.

In der Doppelfolge „Kogoro unter Verdacht“ gerät Rans Vater unter dringenden Mordverdacht. Das gab es zuvor zwar schon einmal, doch zu allem Überfluss ist diesmal auch noch seine Frau Eri Kisaki vor Ort. Was sich zunächst aufgrund der sehr angespannten Beziehung der beiden wie ein Problem anhört, erweist sich jedoch als Glücksfall. Neben Conan ist nämlich auch Eri absolut von der Unschuld ihres Ehemanns überzeugt und unterstützt unseren kleinen Detektiv bei dessen Ermittlungen. Gemeinsam gelingt es den beiden, Kogoro vom Tatverdacht zu befreien, indem sie den wahren Täter entlarven.

Die Doppelepisode „Der verliebte Kommissar“ rückt wieder einmal die Polizisten Takagi und Sato in den Mittelpunkt. Dabei treibt ein Brandstifter sein Unwesen in der Gegend und Ayumi bemerkt in diesem Zusammenhang einen verdächtigen Mann. Im Zuge der Ermittlungen erfahren wir als Zuschauer erstmals mehr über Satos Vergangenheit, denn ihr Vater war auch Polizist und wurde vor langer Zeit im Dienst getötet. Dieses Delikt kocht nun erneut hoch und im Mittelpunkt der Verdächtigen stehen auch ehemalige Bekannte von Satos Vater. Gemeinsam mit Conan gelingt es ihr, viele Jahre später den Tod ihres Vaters aufzuklären. Auch der Brandstifter kann dingfest gemacht werden, der es beinahe geschafft hätte, Kommissar Takagi das Leben zu nehmen…

In den zwei Episoden „Der Wald, die Bären, die Jäger“ sind die Detective Boys gemeinsam mit Professor Agasa auf Pilzsuche. Im Wald befindet sich jedoch auch ein angrenzendes Jagdgebiet. Als sie Genta verlieren, machen sich die restlichen Mitglieder der Detective Boys in Teams auf die Suche nach ihm. Mitsuhiko und Ai treffen dabei jedoch auf eine Leiche und werden mit einem Gewehr vom mutmaßlichen Täter attackiert. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als eine Spur zu hinterlassen, die vermutlich nur Conan und Co entschlüsseln können. Am Ende kommt es zum Showdown und es wird klar, dass an diesen Tag Menschen wegen der Liebe eines Mannes zu einem ganz besonderen Bären ihr Leben lassen mussten…

Insgesamt liefert auch Box 8 bezüglich der Unterhaltung wie gewohnt ab. Das Problem: Die Vorgängerbox 7 war einfach enorm stark und so schwächelt die achte DVD-Box im direkten Vergleich, obwohl sie alle Fans des kleinen Conan dennoch hervorragend unterhalten sollte. Hier haben wir es mit dem altbekannten Problem zu tun: Wer in große Fußstapfen tritt, hinterlässt keine eigenen!

Die wichtigsten Charaktere

An dieser Stelle würden wir euch normalerweise – wie auch schon in den vorherigen Rezensionen – kurz einen Überblick über die wichtigsten wiederkehrenden Charaktere geben, die in den Episoden 207 bis 230 ihren ersten Auftritt feiern. Infos über alle wichtigen Charaktere, die bereits in den vorangegangenen Episoden vorkamen, findet ihr in unseren Reviews zu den ersten sechs DVD-Boxen der Serie.

Diesmal gibt es jedoch keinen wichtigen Charakter, der nicht zuvor schon einmal einen Auftritt in der Serie gehabt hätte, weshalb eine Vorstellung an dieser Stelle entfällt. Das bestätigt nur noch einmal den fortgeschrittenen Entwicklungsstand der Serie hinsichtlich des Charakter-Portfolios.

Bild und Animation:

Natürlich kommt auch das Bild der Episoden 207 bis 230 noch immer im alten Standardformat von 4:3 daher. Im Prinzip kann man hier nur erneut betonen, dass das ein bekannter Fakt ist, der bei den meisten Fans eher zum Nostalgiefaktor beitragen wird, als beim Schauen zu stören.

Das Bild wurde dabei bestmöglich aufbereitet, hat aber weiterhin mit Grieseln und gelegentlichen Unschärfen zu kämpfen, was einzig und allein dem Alter der Serie geschuldet ist. Auch die Animationen würden in der heutigen Zeit ein wenig flüssiger aussehen, aber für damaligen Standard sind diese recht gut gelungen. Insgesamt trüben diese Punkte das Erlebnis beim Anschauen der Serie nur minimal.

Ton und Synchronisation:

Unverändert liegt auch der Ton der insgesamt achten DVD-Box rund um den kleinen Meisterdetektiv wieder im Dolby Digital-Format vor, das qualitativ nahezu mit neueren Veröffentlichungen mithalten kann. Über die Nachteile einer Stereotonspur haben wir uns bereits in vorangegangenen Reviews ausgelassen. Man muss hier aber weiter im Hinterkopf behalten, dass der hohe Anteil an Dialogen und Monologen dazu führt, dass eine Surroundtonspur im Prinzip keinen nennenswerten Mehrwert darstellen würde. Fans dürfen sich im Verlauf der achten Box übrigens auf ein neues Opening freuen. Dabei handelt es sich um den Song „Die Liebe kann nicht warten“, interpretiert von Eva Runkel.

Wie nicht anders zu erwarten liefern die deutschen Sprecher der wichtigsten Charaktere auch weiterhin eine hervorragende Leistung ab, die sich nur wenige Fehler gönnt. Da im Verlauf der achten Box kein weiterer wichtiger Charakter hinzukam, sind auch bereits alle Stimmen aus vorherigen Episoden bekannt. Bei den Nebencharakteren ist die Schwankungsbreite der Synchronleistung weiterhin deutlich größer, was aber zu verschmerzen ist.

Wichtig: Es ist nur die deutsche Synchronisation und nicht der japanische Originalton vorhanden, da es sich bei dem gezeigten Material um die Synchronisation und die Schnittfassung handelt, die aus dem deutschen TV bekannt ist. Da diese aber nicht zwingend deckungsgleich mit dem japanischen Original ist, ist die japanische Tonspur nicht vorhanden!

Physische Umsetzung:

Ihr wisst natürlich bereits Bescheid: Die physische Aufmachung des Produkts zählt auch diesmal nicht in die Gesamtwertung unserer Review. Um allen Interessierten die Kaufentscheidung zu erleichtern, stellen wir euch nachfolgend dennoch vor, auf was ihr euch bei einem Erwerb des Produkts einstellen könnt.

Natürlich kommt auch Box 8 der „Detektiv Conan“-TV-Serie wieder in einem aufklappbaren Digipack im eigenen Schuber daher. Darin enthalten sind wieder einmal fünf DVDs, auf denen der Käufer die Episoden 207 bis 230 vorfindet. Wie gehabt hat man auf jegliche digitale Extras verzichtet, als physischer Bonus liegt dem Ganzen aber natürlich wieder ein Booklet bei, das die interessantesten Informationen zu den enthaltenen Folgen enthält. Auf dem Cover des Schubers und des Digipacks steht diesmal Conan in Denkerpose im Fokus. Auch diesmal ist auf dem Digipack wieder ein aufgedrucktes FSK-Logo zu finden, aber auf dem Schuber konnte darauf erneut verzichtet werden.

Fazit:

Auch die achte Box der TV-Serie zu „Detektiv Conan“ liefert allen Krimi-Fans wieder hervorragende Unterhaltung. Das wird schnell deutlich, wenn man sich die wieder recht lange Liste an Highlight-Episoden anschaut, die die Box zu bieten hat. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Im direkten Vergleich mit der vorangegangenen siebten DVD-Box kann Box 8 einfach nicht mithalten. Das liegt aber nicht etwa daran, dass Box 8 nicht gut ist, sondern dass die siebte Box einfach ungewöhnlich viele Highlights zu bieten hatte, die das Fan-Herz höherschlagen lassen.

Dem Unterhaltungswert der Episoden 207 bis 230 tut dies aber keinen Abbruch, so dass sich alle Fans des kleinen Detektivs auch diesmal wieder auf den gewohnten Unterhaltungswert freuen dürfen.

Review: Detektiv Conan – Die TV-Serie Box 8
7.6 Team
Handlung8
Charakterentwicklung7
Animation7
Synchronisation8
Unterhaltung8

Allgemeine Daten:

 

Veröffentlichung: 31. Mai 2019
Publisher:  KAZÉ
Genre: Mystery
Episoden: 207 – 230
Laufzeit: ca. 600 Min
FSK: 12
Format: 4:3
Ton/Sprache:  Dolby Digital 2.0 Deutsch
Untertitel:

 

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Handlung:

Unverhofft trifft Kogoro in einem Hotel in Karuizawa auf seine getrennt lebende Frau, Eri Kisaki. Auch ihre Anwaltskollegen gesellen sich hinzu und gemeinsam beschließen sie, etwas trinken zu gehen. Wie immer schaut der berühmte Detektiv zu tief ins Glas und beginnt, mit Eris Kollegin Ritsuko zu flirten. Einige Zeit später wird er schlafend neben ihrer Leiche gefunden, das Zimmer von innen verriegelt … Doch Kogoro ist nicht der Einzige in einer brenzligen Situation – auch die Detektive Boys begeben sich diesmal ungewollt in Gefahr! Auf einem Ausflug zum Pilzesammeln verlaufen sie sich in ein Jagdgebiet. Als Ai und Mitsuhiko dort eine Leiche entdecken und unter Beschuss geraten, wissen sie: Der Mörder hat es nun auf sie abgesehen!


Alle Reviews auf AnimeNachrichten.de spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

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