Review: Rosario + Vampire Vol. 2 [Blu-Ray]

©Akihisa Ikeda / Shueisha. Rosario+Vampire Project

Bereits am 30. August 2018 veröffentlichte Publisher peppermint anime das zweite Volume der Animeserie „Rosario + Vampire“ im hiesigen Handel. Durch unseren Japan-Aufenthalt im September hat sich die entsprechende Rezension zwar ein wenig verzögert, doch natürlich haben wir es uns im Endeffekt nicht nehmen lassen, erneut mit Tsukune an die Yokai-Akademie zurückzukehren. Was uns dort erwartet hat und ob das zweite Volume der Serie überzeugen kann, das erfahrt ihr in unserer Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Ein neues Mitglied für Tsukunes Harem

Natürlich bleibt „Rosario + Vampire“ dem Harem-Comedy-Genre auch im zweiten Volume treu. Das wird gleich zu Beginn deutlich, als Mizore Shirayuki als neuer Charakter eingeführt wird. Die Schneefrau konnte zuvor nicht am Unterricht teilnehmen und kaum ist sie dann doch endlich in der Schule, schon hat sie es auf Tsukune abgesehen. Plötzlich gerät sie jedoch in Verdacht grundlos einen Lehrer eingefroren zu haben. Es stellt sich allerdings heraus, dass dieser sie missbrauchen wollte. Moka und der Rest der Schülerzeitung bieten Mizore die Freundschaft an, doch als diese ungewollt die Kontrolle verliert, muss mal wieder die „wahre Moka“ eingreifen, um den Tag zu retten.

Kurz darauf stehen die Prüfungen an und Tsukune hat echte Probleme mit den Aufgaben in Mathematik. Die Freunde bilden also eine Lerngruppe, um sich gegenseitig zu helfen. Die Mathe-Lehrerin Ririko-sensei nutzt Tsukunes Probleme jedoch aus, um ihm nach dem Unterricht Einzelnachhilfe aufzubrummen. Dabei zeigt sie ihre wahre Gestalt als Schlangenfrau und bringt Tsukune unter ihre Kontrolle. Dieser erwacht jedoch beim Anblick von Mokas handgefertigten Lernnotizen und die „wahre Moka“ gewinnt erwartungsgemäß problemlos gegen Ririko-sensei.

Das Feriencamp

Die Sommerferien stehen an und damit auch das Feriencamp der Schülerzeitung, das diesmal in der Menschenwelt stattfinden wird. Bis auf Gin-senpai, der noch in seinen Nachhilfestunden gefangen ist, sind alle Mitglieder des Clubs sowie Nekonome-sensei mit dabei. Die Schüler schlagen ihr Camp an einem hübschen Strand auf und vergnügen sich dort. Tsukune fällt dabei ein naher Hügel auf, der ein riesiges Sonnenblumenfeld beherbergt und um den sich eine Legende rankt: Eine dort lebende Hexe soll Menschen, die sich auf den Hügel wagen, verschwinden lassen.

Als es abends an die Vorbereitungen der Übernachtungsmöglichkeiten und des Essens geht wird Yukari von den anderen Clubmitgliedern wie ein kleines Kind behandelt, als sie ihre Hilfe anbietet. Ein wenig gekränkt macht sie sich auf zum Sonnenblumenfeld, wo sie auf Ruby trifft, die ebenfalls eine Hexe ist. Ruby versucht Yukari für ihre Sache zu begeistern: den Kampf gegen die Menschen, die den Hügel samt Sonnenblumenfeld erschließen möchten und damit das Zuhause ihrer Meisterin und von ihr selbst bedrohen. Tsukune, der auf der Suche nach Yukari den Hügel betritt, soll dabei ebenfalls zu einem ihrer Opfer werden, doch Yukari stellt sich ihr entschlossen in den Weg und kann den Kampf zwischen Hexen für sich entscheiden. Im Endeffekt wird Tsukune dennoch verletzt, was die anderen Yokai-Mädchen, die gerade den Hügel betreten haben, völlig ausrasten lässt.

Die Scheinherrin

Als Tsukune wieder geheilt ist erzählt Ruby ihre Geschichte und über die Sorge des Verlusts ihres geliebten Zuhauses. Der Schülerzeitungs-Club lädt sie jedoch ein, sie an die Yokai-Akademie zu begleiten, wo sie ein neues Zuhause hätte und auch nicht mehr alleine wäre. Ruby macht sich jedoch alleine auf den Weg zurück zum Sonnenblumenfeld und greift Tsukune und Co. erneut an, als diese nach ihr suchen. Dabei redet sie stets vom Gehorsam ihrer Herrin gegenüber, die Tsukune im einzigen Haus auf dem Hügel vermutet. Daher macht er sich mit ein wenig Schützenhilfe der Mädels auf den Weg dorthin, während es die „wahre Moka“ mit Rubys Monsterpflanzen aufzunehmen versucht, jedoch echte Probleme bekommt.

Als Tsukune zurückkehrt und Ruby mit der Wahrheit konfrontiert, dass ihre Herrin bereits lange verstorben sei, verliert diese die Kontrolle und verwandelt sich in ein fürchterliches Monster. Moka und Yukari schaffen es jedoch gemeinsam Ruby ihren Stab zu entwenden, ohne den Hexen keine Zauber wirken können. Dadurch ist der Bann gebrochen, doch von Ruby fehlt zunächst jede Spur – zumindest bis Gin-senpai auftaucht, der endlich seine Nachhilfestunden abgesessen hat und die bewusstlose Hexe im Meer aufgelesen hat. Das nehmen die Mitglieder der Schülerzeitung zum Anlass Ruby einfach mit zur Yokai-Akademie zu nehmen.

©Akihisa Ikeda / Shueisha. Rosario+Vampire Project
Der Ausschuss für öffentliche Sicherheit

Zurück an der Schule kann der Club endlich eine neue Ausgabe der Schülerzeitung veröffentlichen. Wie sich herausstellt ist mittlerweile jedoch Konkurrenz in Form einer alternativen Schülerzeitung aufgetaucht, die offenbar in Verbindung mit dem ominösen Ausschuss für öffentliche Sicherheit steht. Eigentlich ein Disziplinarkomitee, missbraucht der Ausschuss seine Macht um ungewollte Clubs zu schikanieren und Gelder einzutreiben. Durch die steigende Beliebtheit der Yokai-Zeitung sind nun auch Tsukune, Moka und der Rest des Clubs in das Visier dieses Ausschusses geraten.

Obwohl Gin-senpai strikt dagegen ist, beschließen die restlichen Clubmitglieder gegen den Ausschuss für öffentliche Sicherheit vorzugehen und dessen dunkle Machenschaften öffentlich aufzudecken. Als der Ausschuss davon jedoch Wind bekommt wird Tsukune vorgeworfen ein Mensch zu sein. Im Verhör kommt es schließlich dazu, dass er sein Menschsein zugibt und es wird klar, dass Moka die Wahrheit die ganze Zeit über als einzige kannte. Tsukune wird zum Tode durch öffentliche Hinrichtung verurteilt. Werden sich Kurumu, die sich durch ihre Freunde hintergangen fühlt, und die anderen zusammenrotten und können sie Tsukune doch noch vor dem nahen Tod bewahren?

Kontinuität in der Handlung als rettendes Element

Eine der großen Schwächen, die uns beim ersten Volume von „Rosario + Vampire“ aufgefallen waren, war die unzusammenhängende Handlung der einzelnen Episoden, die mehr oder minder kleine Einzelgeschichten erzählt haben. Dabei hat man sich mehr auf Comedy und Fanservice fokussiert, konnte in diesen Bereichen jedoch nicht genug überzeugen, um die fehlende Handlung auszugleichen.

In Volume zwei gelingt es den Machern nun, in den finalen fünf bis sechs Episoden eine gewisse Kontinuität in die Geschichte zu bringen, was den Anime im Vergleich zu seinem Start unheimlich nach vorne bringt und sich sehr positiv auf den Unterhaltungswert auswirkt. Natürlich kann auch das nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Rosario + Vampire“ weiterhin mit Schwächen zu kämpfen hat, ist jedoch ein unerwarteter Lichtblick, den man auf jeden Fall erwähnen sollte!

©Akihisa Ikeda / Shueisha. Rosario+Vampire Project
Bild und Animationen

Beim Bild bleibt sich die Serie treu und kommt natürlich auch bei den Episoden 7 bis 13 im Standardformat von 16:9 bei einer Auflösung von 1080p daher. Der Eindruck eines sehr farbenfrohen Bildes aus den ersten Episoden bestätigt sich ebenfalls weiterhin. Gleichzeitig überzeugt die stets scharfe Linienführung.

Die Animationen sind jedoch weiterhin eher wenig spektakulär. Das gilt für Kampf- oder Magieanimationen genauso, wie für die Hintergründe, die oft statisch und detailarm wirken können. In einigen Szenen wird zudem deutlich, dass man sich bestimmter Sequenzen mehrmals bedient, was den repetitiven Eindruck ein wenig verstärkt. Insgesamt bewegt sich das Bild weiterhin auf durchschnittlichem Niveau.

Ton und Synchronisation

Wie bereits beim ersten Volume haben wir es auch diesmal wieder mit dem DTS HD MA Tonformat zu tun, das rein qualitativ absolut überzeugen kann und eigentlich keine Schwächen aufweist. Dass der Ton im Stereoformat daherkommt ist weiterhin zu verschmerzen, da sich der Anime treu bleibt und trotz einiger Kampfszenen primär auf Fanservice und Comedy-Elemente setzt.

Auch die deutsche Synchronisation behält das Niveau der ersten Episoden bei, was in diesem Fall jedoch bedeutet, dass sie weiterhin nur durchschnittlich ist. Das gilt sowohl für die bereits bekannten Charaktere, als auch für die Neuzugänge der Episoden 7 bis 13. Grund sind die immer wieder aufflackernden Intonationsschwächen, gerade was Namen oder deren japanische Endungen angeht. Eine Lippensynchronität ist auch nicht immer gegeben, was jedoch manchmal an den recht einfachen und repetitiven Animationen der Serie liegen mag.

Physische Umsetzung

Typisch für unsere Rezensionen: Die physische Umsetzung des Produkts lassen wir für unsere Review-Gesamtwertung wieder einmal außer Acht. Dennoch möchten wir euch mit unserer Beschreibung und den zugehörigen Bildern einen Eindruck vermitteln, was euch bei einem Kauf erwartet. Die nachfolgenden Informationen beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Variante des zweiten Volumes von „Rosario + Vampire“.

Stilistisch an das Design des ersten Volumes angelehnt, kommt auch das zweite Volume der Serie in einer Standard-Amaray-Hülle daher, die in einer O-Card (ein nach oben und unten offener Pappschuber) steckt. Dieser Schuber ist leider wieder gewohnt instabil und muss daher vorsichtig behandelt werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Positiv ist hingegen das nur aufgeklebte FSK-Logo, das sich auch recht leicht ablösen lässt.

Ist auf der O-Card diesmal Kurumu abgebildet, so hat man sich auf dem eigentlichen Cover und dessen Rückseite für ein Motiv von Mizore Shirayuki entschieden, die erst im zweiten Volume zu den wichtigsten Charakteren hinzustößt. Im Inneren der Hülle verbirgt sich auch diesmal nur die eigentliche Disc mit den Episoden 7 bis 13, jedoch keinerlei physische Extras. Als digitale Extras gibt es nur einige Trailer zu weiteren Veröffentlichungen von peppermint anime sowie erneut das Clean Opening und Ending.

Fazit

Eins ist klar: Dem zweiten Volume von „Rosario + Vampire“ gelingt es bei weitem nicht, alle Schwächen der ersten Episoden abzustellen. So haben wir es weiterhin mit durchschnittlicher Bildqualität und einer gleichsam durchschnittlichen deutschen Synchronisation zu tun. Auch die Charaktere wirken weiterhin recht generisch, was auch für die Neuzugänge gilt, die erst in den Episoden 7 bis 13 hinzustoßen.

Dennoch gibt es positiv hervorzuheben, dass man es durch eine gewisse Kontinuität im Handlungsverlauf der finalen fünf Episoden geschafft hat, den Unterhaltungswert der Serie zum Ende hin merklich zu steigern. Der Schritt weg von nahezu unzusammenhängenden Einzelepisoden hin zu einer klareren Handlungsstruktur hilft „Rosario + Vampire“ enorm.

Gesamthaft lässt sich somit festhalten, dass wir es zwar weiterhin mit einer eher durchschnittlichen Serie zu tun haben, die durch den Fokus auf Fanservice und Comedy zu punkten versucht, hier jedoch gegen viele weitere Genre-Vertreter verliert, aber auch, dass sich der Anime zumindest steigern konnte. Man darf also gespannt sein, was die zweite Staffel für uns bereithält, deren Veröffentlichung vor wenigen Tagen startete.

Review: Rosario + Vampire Vol. 2 [Blu-Ray]
6.6 Team
Handlung6.5
Charakterentwicklung6
Animation7
Synchronisation6.5
Unterhaltung7
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 31. August 2018

Publisher:  peppermint anime

Genre: Shonen, Ecchi, Comedy, Romance, School

Laufzeit: ca. 175 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

 

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Handlung:

Durch ein Versehen ist Tsukune an der Yokai-Akademie gelandet, einer Schule für übernatürliche Wesen, wo Menschen eigentlich keinen Zutritt haben. Als schwächster Schüler hat er es dort nicht leicht: Erst will die einsame Schneefrau Mizore ihn für sich beanspruchen, dann hat es eine Mathelehrerin auf ihn abgesehen und zur Krönung wird er auf einem Ausflug von einer Hexe mit Pflanzenmonstern angegriffen. Nur gut, dass die hübsche Vampirin Moka, das warmherzige Sukkubus-Mädchen Kurumu und die schlaue Hexe Yukari ihrem Liebling in allen Situationen zur Seite stehen. Doch dann wird Tsukune vom böswilligen Fuchsdämon Kuyo als Mensch enttarnt und zum Tode verurteilt …


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