Review: And You Thought There Is Never a Girl Online? – Vol. 2 [Blu-Ray]

©2015 Kineko Shibai/Published by Kadokawa Corporation ASCII Media Works/LA Operation Team

Seit dem 22. Februar 2019 ist dank Nipponart nun auch das zweite Volume der Serie „And You Thought There Is Never a Girl Online?“ auf DVD und Blu-Ray im hiesigen Handel verfügbar. Natürlich haben wir uns mit Rusian, Ako und Co. erneut ins MMORPG Legendary Age gestürzt. Wie uns die Gaming-Session diesmal gefallen hat, das verraten wir euch natürlich in unserer Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Akos Rückfall

Eigentlich schien es, als hätte sich Akos Wahrnehmung von Spiel und Realität zumindest ein wenig verbessert. Es zeigt sich jedoch schnell, dass sie noch einen langen Weg vor sich hat, bis sie beide Welten voneinander trennen kann. Grund ist diesmal die neue Legendary Age Spielerin Sette, die sich von Rusian in das Spiel einführen lässt. Als sich herausstellt, dass es sich dabei um Akanes gute Freundin Nanako handelt, ist Erstere zunächst einmal geschockt, da sie ihr Zockerleben schließlich vor ihren Schulfreunden geheim halten wollte. Als Nanako dann aber noch scherzhaft darauf anspielt, Ako ihren Rusian ausspannen zu wollen, stürmt Ako aus dem Clubraum und kommt zunächst einmal nicht mehr zur Schule.

Sie erklärt Hideki anschließend, dass sie von nun an nur noch in Legendary Age leben möchte. Dort möchte sie ihren Charakter auf das maximale Level bringen, um als neuer Charakter wiedergeboren zu werden. Da sie von nun an auch den Chat mit Rusian blockt, macht sich Hideki zu ihr nach Hause auf, wo er unter anderem auch auf Akos Mutter trifft. Erst als er Ako vorschlägt, dass er selbst die Schule abbrechen möchte, um sich ebenfalls auf das Spiel zu konzentrieren, lässt sich diese überreden, fortan wieder zur Schule zu kommen.

Liebespaar < Ehe

In der Schule warten allerdings die unliebsamen Prüfungen auf unseren Gaming-Club, an denen es kein Vorbei gibt, bevor die Sommerferien starten. Da auch die Prüfungen nicht unbedingt zu Akos Stärken zählen, tun sich die Freunde zusammen und zwingen sie zum Lernen. Durch diesen Schritt schafft es Ako zumindest die Prüfungen zu bestehen. Hideki plagen zur gleichen Zeit aber noch ganz andere Gedanken: Er möchte Ako, für die er auch in der realen Welt Gefühle entwickelt hat, seine Liebe gestehen. Dafür sucht er Rat bei Akane und Kyoh, die jedoch keine wirkliche Hilfe sind.

Als sich Hideki im Park endlich zu einem Liebesgeständnis durchringen kann, lässt ihn Ako eiskalt abblitzen. Erst als sich die beiden anderen Mädels einmischen wird klar, dass es sich dabei um ein Ako-typisches Missverständnis handelt. Diese hält das Ausgehen mit Hideki für eine Degradierung der beider Beziehung, da sie ja schließlich bereits Eheleute sind! Dass das natürlich eigentlich nur im Spiel der Fall ist, ignoriert Ako wieder einmal gekonnt.

©2015 Kineko Shibai/Published by Kadokawa Corporation ASCII Media Works/LA Operation Team
Das Trainingscamp

Zum Start der Sommerferien steht für den Online Game Club ein Trainingslager an. Dieses läuft komplett anders ab, als man es vielleicht meinen könnte, denn statt von morgens bis abends im Clubraum die Charaktere zu leveln, fahren die Mitglieder des Clubs mit ihrer Betreuungslehrerin ans Meer – und das 24 Stunden ohne Internet! Ziel ist es, Ako dazu zu bringen, gerne in der realen Welt leben zu wollen. Das gelingt soweit ganz gut, denn Ako hat gemeinsam mit den restlichen Clubmitgliedern tatsächlich sehr viel Spaß am Strand und in einem geeigneten Moment gesteht Hideki ihr erneut seine Liebe, die Ako freudig erwidert. Von ihrer Position, dass beide ja sowieso verheiratet sind, rückt sie aber natürlich nicht ab.

Kurz darauf fährt der Club weiter in ein Hotel, das ein spezielles Kollaborationsevent mit dem Online-Spiel Legendary Age anbietet. Dabei kommt es allerdings zu Komplikationen, denn Hidekis Account Rusian wird gehackt. Ob der Gaming-Club dem Hacker auf die Schliche kommen kann?

Bild und Animationen

Zum Bild lässt sich im Grunde nicht viel Neues feststellen. Natürlich kommen auch die Episoden 5 bis 8 im Standardformat von 16:9 und einer Auflösung von 1080p daher. Auch die fröhlichen und eher kräftigen Farbtöne bewahrt sich die Serie. Diese sind zudem sehr vielfältig und passen sehr gut zum RomCom-Charakter des Anime. Gleichzeitig unterstreichen sie das Geschehen passend.

Auf die Animationen wurde auch diesmal wieder kein allzu großer Fokus gelegt. Da „Netoge“ zu einem enormen Teil aus Alltagssituationen oder Chibi-Gamegrafik besteht, stellt die Serie im Grunde auch keine besonderen Ansprüche an die Animatoren, weshalb man es durchaus einmal ignorieren kann, wenn die Animationen beispielsweise beim Schwimmen der Gildenmeisterin ein wenig seltsam wirken. Gesamthaft sind diese dennoch gut gelungen und für eine RomCom völlig ausreichend.

Ton und Synchronisation

Wie bereits aus den ersten Folgen der Serie bekannt liegt der Ton von „And You Thought There Is Never a Girl Online?“ in der deutschen und in der japanischen Fassung in zwei unterschiedlichen Formaten vor. Während sich Fans der deutschen Vertonung auf das DTS HD MA Format freuen dürfen, dass über eine 5.1 Surroundtonspur wiedergegeben wird, liegt die japanische Synchronisation im PCM-Stereoformat vor. Qualitativ sind beide Formate sehr gut und schenken sich im Grunde nichts. Ob man von der deutschen Surroundtonspur profitiert, hängt natürlich sehr stark von der Ausstattung des eigenen Heimkinos ab. Insgesamt lässt sich aber auch sagen, dass die Serie aufgrund ihres Genres eher weniger anspruchsvoll daherkommt, wenn es um den Ton geht, so dass hier durch die Stereotonspur des Originaltons im Grunde keine Nachteile entstehen.

Die deutsche Synchronisation kann bei der Vertonung der Hauptcharaktere weiter punkten, deren Sprecher ihre Sache – wie aus den ersten Episoden gewohnt – weiterhin gut machen. Bei einigen Nebencharakteren hat man ab und an aber das Gefühl, dass man hier passendere Stimmen hätte finden können oder dass ein gewisses Leistungsgefälle besteht, wenn man deren Vertonung mit der Synchronisation der wichtigeren Figuren vergleicht – was freilich nicht unbedingt ungewöhnlich ist. Insgesamt ist die deutsche Umsetzung bisher aber ganz gut gelungen, was auch dem gefälligen Dialogbuch geschuldet ist, das bisher ohne große Schwächen auskommt.

Physische Umsetzung

Natürlich seid ihr es bereits gewöhnt: Auch diesmal hat die physische Umsetzung des Produkts keinen Einfluss auf die Gesamtwertung unserer Review. Dennoch möchten wir euch dahingehend einige Informationen und Bilder liefern, die euch eine Vorstellung davon vermitteln sollen, was euch bei einem Kauf erwartet. Die nachfolgenden Details beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Variante des zweiten Volumes von „And You Thought There Is Never a Girl Online?“.

Auch das zweite Volume von „Netoge“ kommt wieder in einer Standard-Amaray-Hülle daher. Auf dem Cover ist diesmal eine Illustration von Akane Segawa abgebildet. Zudem befindet sich darauf ein aufgedrucktes FSK-Zeichen, das aber glücklicherweise ignoriert werden kann, denn Nipponart hat auch diesmal wieder an ein Wendecover gedacht! Neben der Disc, die im Grunde nur die Episoden 5 bis 8, jedoch keinerlei digitale Extras umfasst, befinden sich im Inneren der Hülle auch wieder ein Sticker und ein Booklet im Magazin-Stil. Auf dem Sticker ist diesmal Ako abgebildet.

Fazit

Das zweite Volume von „Netoge“ knüpft genau dort an, wo uns die ersten Episoden zurückgelassen haben. Das gilt aber nicht nur für die Handlung, sondern auch für die weiteren Aspekte, wie die durchschnittliche Animationsqualität oder die im Grunde recht gelungene Synchronisation. Dabei startet das Volume allerdings ein wenig schwächer als der Vorgänger, denn zum einen fällt es schwer, Akos Beweggründe für ihr Handeln in Episode fünf nachzuvollziehen und zum anderen entwickeln sich Hidekis Gefühle für seine Ingame-Frau in der realen Welt ein wenig sehr plötzlich. Hier hätte durch die vorigen Folgen vielleicht noch ein wenig Aufbauarbeit geleistet werden sollen.

Gerade gegen Ende hin kann das zweite Volume von „Netoge“ aber wieder eher überzeugen, was auch an der ganz interessanten Story rund um den Hackerangriff liegt. Gesamthaft sollte die Serie RomCom-Fans somit weiterhin ganz gut unterhalten. Besonders aus dem großen Feld ähnlicher Animes abgrenzen, kann sie sich jedoch leider immer noch nicht.

Review: And You Thought There Is Never a Girl Online? – Vol. 2 [Blu-Ray]
7 Team
Handlung6.5
Charakterentwicklung6.5
Animation7
Synchronisation7.5
Unterhaltung7.5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 22. Februar 2019

Publisher:  Nipponart

Genre: Comedy, Ecchi, Romance

Laufzeit: ca. 100 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD MA 5.1 Deutsch & PCM Stereo Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Im Internet weiß man nie, wer sich im Chat oder in einem Online-Game hinter einem Nickname oder Avatar verbirgt. Diese Erfahrung muss auch der Oberschüler Hideki machen, der im Online-RPG „Legendary Age” gemeinsam mit drei weiteren Gamern einer Gilde namens Alley Cats angehört. Und da die vier sich bestens verstehen, hat sich Hideki sogar dazu verleiten lassen, die Heilerin Ako zu ehelichen – wohlgemerkt nur im Game und im Rahmen einer kitschigen Fantasy-Hochzeit. Als das Quartett beschließt, sich erstmals auch im echten Leben zu treffen, bemerkt der Junge allerdings schnell, dass Ako zwischen Spiel und Wirklichkeit nicht unterscheiden kann und sich tatsächlich für seine Ehefrau hält! Dies stellt den verdutzten Hideki fortan vor allerlei Probleme…


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