Review: Attack on Titan Staffel 2 Vol. 1 [Blu-ray]

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©Hajime Isayama,Kodansha/“ATTACK ON TITAN“Production Committee

Die Titanen sind zurück! Jedenfalls auf DVD und Blu-ray, denn Publisher KAZÉ hat Volume 1 der zweiten Staffel von „Attack on Titan“ herausgebracht. Wir haben uns mit Eren und seinen Freunden in den Kampf gegen die monströsen Titanen gestürzt und wie uns der Anfang von Staffel 2 gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Das Geheimnis der Mauer

Der Kampf gegen den weiblichen Titan wurde am Ende von Staffel 1 gewonnen. Annie Leonart hat sich nach der Niederlage aus Schutz in eine Art unzerstörbaren Kristall eingeschlossen. Durch die Beschädigung an einer Stelle der Mauer wird jedoch eine Wahrheit offenbart, die diese Kristallfähigkeit in ein ganz neues Licht stellt. Denn aus der Mauer schaut ein Titan hervor und Priester Nick scheint schon lange zuvor gewusst zu haben, dass die Mauer im Inneren in Wirklichkeit aus Titanen besteht.

Doch viel Zeit darüber nachzudenken bleibt nicht, denn im Inneren des Menschengebiets sind erneut Titanen aufgetaucht, die sich vom Süden her nähern. Zum Glück sind dort bereits einige Rekruten wie Connie Springer und Sasha Blouse, die in dieser Gegend ihre Heimat haben und sich aufmachen, die benachbarten Dörfer zu warnen und zu evakuieren. Dort erfährt man dann auch mehr von Sashas Vergangenheit als Mitglied eines primitiv angesehenen Jägervolkes, das zunehmend Probleme bekam, als die Menschen nach dem Fall der ersten Mauer in ihre Heimat flohen und die Wälder abholzten, um Landwirtschaft zu betreiben. Während Sasha ihre Lebensweise und Traditionen wahren wollte, war ihrem Vater und den anderen das Überleben ihres Volkes wichtiger und nach Sashas Weggang haben sie sich auch angepasst, denn dort, wo einst Sashas Heimatwald war, befindet sich nun eine kleine Stadt. Dort rettet sie ein kleines Mädchen aus den Fängen eines Titanen.

Es ist nicht, wie es scheint

Während Sasha den Titanen aus ihrem Heimatdorf bekämpfte und ihre Familie wieder traf, begegnete Mike Zacharius dem Biest-Titan. Dieser konnte sprechen und schien intelligent zu sein. Zudem hatte er die Kontrolle über die normalen, instinktgesteuerten Titanen in seiner Nähe. Nach einem kurzen Gespräch und nachdem der Titan die ihm neuartige Kampfausrüstung von Mike mitnahm, zerfleischten ihn die anderen Titanen, da er durch dieses Erlebnis noch zu schockiert war, irgendetwas zu unternehmen.

Connie hingegen kam in seinem Heimatdorf an. Von den Bewohnern fehlte allerdings jede Spur, jedoch war es merkwürdig, dass beispielsweise die Pferde noch unversehrt im Stall standen. In seinem Haus war zudem ein etwas missgebildeter Titan eingeklemmt, der die gleiche Augenfarbe wie er hatte. Die Tatsache, dass die Aufklärungstrupps keine Beschädigungen der Mauer feststellen konnten, erhärtet den Verdacht, dass die Titanen gar nicht von außerhalb der Mauer kamen, sondern erst in den Dörfern irgendwie entstanden sind. Doch absolute Gewissheit gibt es nicht. Es bleibt auch nicht lange Zeit nachzudenken, denn die Burg, in der sich Connie und Co verschanzt haben, wird von eine Unmenge an Titanen angegriffen. Dabei werden die Mitglieder des Aufklärungstrupps komplett ausgelöscht. Als auch die Rekruten kurz vor einer Niederlage stehen, fasst sich Ymir ein Herz und offenbart ihr wahres Wesen.

Freund oder Feind?

Bevor Ymirs Kampf beginnt, sieht man in einem Rückblick noch ihre Beziehung zu Krista Lenz, die ihre wahre Identität verbirgt, da sie aus einem adeligen Haus stammt. Trotz der Unterschiede, wurden beide immer vertrauter miteinander. Umso überraschender ist es für sie und die anderen Rekruten, als sich Ymir in einen Titan verwandelt und gegen die angreifenden Riesen kämpft. Dabei droht der Turm einzustürzen, doch Ymir kann alle retten, bevor sich die Titanen dann auf sie stürzen. Kurz bevor alles verloren scheint, erreichen Eren und sein Trupp die Burg und retten die Rekruten. Ymir wird dabei schwer verletzt, aber sie überlebt. Als nach der Schlacht langsam etwas Ruhe einkehrt, machen Bertolt Hoover und Reiner Braun Eren ein Geständnis, das alles bisherige für ihn auf den Kopf stellt. Was haben die beiden ihm offenbart, das ihn so aus der Fassung bringt und wie geht der Kampf um das Überleben der Menschheit weiter? Das wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Dazu schaut euch Volume 1 der zweiten Staffel von „Attack on Titan“ am besten selbst an.

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Auch in den hitzigen Gefechten gegen die Titanen bleibt das Bild stets scharf und die Animationen auf einem guten Niveau. Lediglich in einigen Szenen wird mit Standbildern und unschöneren Texturen gearbeitet, was gesamthaft aber wenig auffällt, da diese nur vereinzelt vorkommen. Die Farbwahl kommt eher mit bedeckten und düsteren Farbtönen daher, was auch gut zu der oft angespannten Stimmung des Anime passt.

©Hajime Isayama,Kodansha/“ATTACK ON TITAN“Production Committee
Ton und Synchronisation

Wie in den meisten Animes ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (DTS HD MA) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut gelungen und steht Staffel 1 in Nichts nach. Die Sprecher schaffen es von Freude bis zu Schmerz und Verzweiflung jede Gefühlsregung gut zu untermalen. Selbst die verzweifelten Schreie, wenn man von einem Titanen gefressen wird, sind gut synchronisiert und können sanften Gemütern einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Die wichtigsten Rollen sind dabei mit den gleichen Sprechern besetzt, die auch schon bei Staffel 1 dabei waren wie Christian Zeiger als Armin, Max Felder als Eren oder auch Nicole Hannak als Mikasa.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von Attack in Titan Staffel 2 Vol. 1.

Der Anime kommt in einer aufklappbaren Hülle (Digipack) daher, die im eigenen Pappschuber steckt. Leider ist diese Art von Schuber gewohnt instabil und muss daher mit der nötigen Vorsicht behandelt werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Als Illustrationsmotiv für den Schuber wurden Eren, Armin und Mikasa verwendet . Das FSK-Logo ist nur auf der aufklappbaren Hülle zu sehen und nicht auf dem Schuber. Auf der Hülle lässt es sich allerdings nicht entfernen. Auf dem Sammelschuber für alle Volumes ist ebenfalls kein FSK-Logo zu sehen.

Als physische Extras ist ein Magnet und ein 24-seitiges Booklet enthalten. Als digitale Extras sind weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von KAZÉ enthalten.

Fazit

Staffel 2 von „Attack on Titan“ geht rasant los. Es gibt zwar ein paar Rückblenden, die geben aber interessante Hintergrundinformationen zu einzelnen Personen und sind zwischen den actionreichen Kämpfen eine angenehme Pause. Die Story wird komplizierter und einige schockierende Dinge offenbaren sich, auch wenn Vieles zunächst noch im Unklaren bleibt. Die Animationen und die Synchronisation sind auf einem guten Niveau und so kann man Volume 1 von „Attack on Titan Season 2“ jedem ans Herz legen, der schon die erste Staffel gemocht hat. Es wird nicht lange gefackelt, sondern es geht intensiv und actiongeladen los.

Review: Attack on Titan Staffel 2 Vol. 1 [Blu-ray]
8.1 Team
Handlung8
Charakterentwicklung8
Animation8
Synchronisation8.5
Unterhaltung8
Allgemeine Daten

Erscheinungstermin: 19. August 2019

Publisher: KAZÉ

Genre: Fantasy, Action

Laufzeit: 150 min.

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

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Attack on Titan Staffel 2 Vol. 1 [Blu-ray]
Attack on Titan Staffel 2 Vol. 1 [DVD]

Volume 2 erscheint voraussichtlich am 21. Oktober 2019.

Handlung

Noch immer wird die Menschheit von riesigen Titanen beherrscht. Trotz der Gefangennahme von Annie Leonhardt bleibt das Rätsel um ihr Auftauchen weiterhin ungelöst. Und obwohl die Mauerkirche tatsächlich zu wissen scheint, warum auch in den Mauern Titanen existieren, gibt sie ihre Geheimnisse nicht preis. Die einzige Spur führt zu einem weiteren Mitglied des 104. Trainingskorps. Währenddessen gehen auch die blutigen Kämpfe in die nächste Runde, als plötzlich wieder Titanen innerhalb des Menschengebiets auftauchen. Die Lage auf Burg Utgard scheint aussichtslos – bis sich erneut ein Mensch in einen Titanen verwandelt. Doch das ist noch nicht alles: Erens Freunde Reiner und Berthold haben ihm ein schockierendes Geständnis zu machen, das jede Vorstellungskraft übersteigt …


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