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Mit „Story of Seasons: Pioneers of Olive Town“ ist vor kurzem der direkte Konkurrent zu „Harvest Moon: Eine Welt“ erschienen, welches wir uns Anfang März angeschaut haben. Vorab möchten wir schon mal sagen, dass uns Story of Seasons viel mehr beeindruckt hat. In diesem Review erfahrt ihr die Gründe dafür. Zusätzlich ist es unser erstes Review der Story of Seasons-Spielereihe, weswegen wir keine Vergleiche zu älteren Ablegern ziehen können.

Eine Art Animal Crossing in Pokémon Grafik

Zu Beginn des Spiels mussten wir immer wieder schmunzeln, da wir viele Ähnlichkeiten zu „Animal Crossing“ feststellen konnten. Deswegen betiteln wir es als eine Art „Animal Crossing“ in Pokémon Grafik. In dem Spiel erben wir einen Bauernhof, den es gilt wieder aufzubauen. Natürlich kommt es auch hier zu einem bunten Dorfleben, in dem ebenfalls die Interaktionen mit den anderen Bewohnern eine Rolle spielen. Zusätzlich hat man die Möglichkeit eine Beziehung einzugehen und sogar zu heiraten. Ähnlich wie in „Animal Crossing“ kann man angeln, das Museum mit Leben erwecken, das Haus erweitern oder bessere Werkzeuge bekommen. Im Gegensatz zu „Animal Crossing“, ist das Museum aber sehr schlicht und eher lieblos gestaltet.

Der Grafikstil erinnert dabei sehr an Pokémon. Uns hat das sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu „Harvest Moon: Eine Welt“ ist die Grafik viel besser und es gibt keine komischen Szenen, wo Personen einfach aus dem nichts auftauchen und sich auflösen oder Körperteile beim Streicheln von Tieren verschwinden. Zudem gibt es manchmal kleine Cutscenes, welche Abwechslung ins Spiel bringen. Auch von der musikalischen Untermalung gefällt uns das Spiel gut. Die Soundeffekte sind passend und nerven nicht, ebenfalls die Musik. Insgesamt fühlt man sich durch die Grafik und die musikalische Untermalung im Spiel sehr wohl und das empfinden wir für ein Spiel in diesem Genre als sehr wichtig.

Das Spiel ist mit viel Leben gefüllt

Bei „Harvest Moon: Eine Welt“ hatten wir das Problem, dass uns dieses Spiel eher als kalt und wenig lebendig vorkam. In „Story of Seasons“ ist das ganz anders. Uns gefällt sehr gut, dass die Bewohner ähnlich wie in „Animal Crossing“ dynamisch sind, durch die Gegend laufen und Dinge unternehmen. Wenn man in der Stadt unterwegs ist, kann man die Bewohner sogar beobachten. Manchmal gehen sie mit anderen Bewohnern aus, essen zusammen oder führen Gespräche. Bei den Gesprächen mit den Dorfbewohnern empfanden wir allerdings als negativ, dass sich keine richtigen Konversationen erzwingen lassen. Wenn man sie anspricht, sagen sie meistens dasselbe. Jedoch bringen die Cutscenes manchmal neue Geschichten ins Spiel, weswegen man öfter mal eine Überraschung erlebt und sich auf neue Tage im Spiel freut.

Auch auf dem Bauernhof selbst und in der „Wildnis“ ist es durch die Tierwelt lebendig. Tiere können sogar fotografiert werden, um eine Statue für das Museum anfertigen zu lassen. Das Angeln bringt ebenfalls Abwechslung. Wie in „Animal Crossing“ gibt es eine artenreiche Pflanzenwelt, die sich je nach Saison und Wetter ändert. Manchmal findet ihr auf eurem Bauernhof neue Pflanzen, die ihr pflücken könnt. Zudem wachsen auch Bäume und Gräser nach. An zufälligen Tagen besuchen euch auch andere Bewohner und teilen euch Neuigkeiten mit. Nebenbei gibt es eine kleine Parallelwelt mit Helferlein, die euch ein paar Items bringen. Das ist zwar nicht schlecht gemacht, aber eigentlich empfinden wir diese Welt als unnötig. Jedoch bringt sie zusätzlich noch mehr Leben ins Spiel.

Das Dorf braucht eure Items

In „Story of Seasons: Pioneers of Olive Town“ geht es darum viele Dinge herzustellen und diese gewinnbringend zu verkaufen. Dabei werden euch zahlreiche Möglichkeiten, wie das Anpflanzen auf eurem Bauernhof, das Angeln, das Holzhacken, die Suche nach Erzen oder das Kochen geboten. Zudem lassen sich aus den Materialien verschiedene Dinge craften. Dabei spürten wir teilweise eine gewisse Verbindung zu Minecraft, was uns ebenfalls positiv in Erinnerung bleibt. Insgesamt sind die Herstellungsketten teilweise sehr lang. So für gewisse Dinge verarbeitete Materialien. Am Beispiel von Erzen ist es ähnlich wie in Minecraft. Ihr geht in die Mine, hakt das Erz, craftet daraus eine Maschine und in dieser wird es verarbeitet. Für bessere Items werden verschiedene verarbeitete Produkte benötigt, weswegen das zeitintensiv ist. Aber das macht diese Art von Spiel aus. Es wäre ja langweilig, wenn alles sofort fertig wäre.

Die verschiedenen Crafting Möglichkeiten sind zwar nicht wirklich innovativ, aber bieten Spielspaß und Abwechslung. So versorgt ihr mit der Zeit irgendwie das ganze Dorf mit euren Items. Im Rathaus gibt es immer wieder Aufträge von anderen Bewohnern. Dort könnt ihr nicht nur Kohle scheffeln sondern bei Aufträgen des Bürgermeisters ebenfalls zur Verschönerung der Stadt beitragen. Nebenbei braucht ihr Items, um euer Haus zu erweitern. Das erinnert ein wenig an „Animal Crossing“, da das Haus ebenfalls immer größer wird. Zunächst verwandelt es sich von einem kleinen Zelt in ein Haus und erhält mehr Funktionen. Die Ähnlichkeit zum neuesten „Animal Crossing“ Ableger ist gegeben. Den Innenraum des Hauses könnt ihr mit verschiedenen Möbeln dekorieren. Allerdings ist es etwas schade, dass man den Vorgarten und das Areal rund um das Haus nicht bebauen kann. Dieses ist nämlich separat von dem Farmbereich getrennt.

Jeden Tag passiert etwas Neues

Die größte Stärke des Spiels ist die Abwechslung. Es gibt verschiedene Events und Ereignisse. Es gibt zwar einen Kalender, wo Ereignisse wie Wettbewerbe oder Geburtstage drinstehen, aber das ist noch längst nicht alles. Manchmal treffen die Ereignisse sogar spontan ein. Dies bedeutet, dass plötzlich mal wieder der Bürgermeister vor deiner Tür steht und dich um einen Gefallen bittet. Oder man betritt einen Laden und es ereignet sich ein Vorfall. Öfter sind das familiäre Probleme, die man dann live miterlebt. Das Skillsystem und die verschiedenen Beziehungen zu den Bewohnern schaffen zusätzliche Abwechslung. Insgesamt ist die Spielwelt eher klein im Gegensatz zu „Harvest Moon: Eine Welt“, aber wir haben lieber eine lebendige und abwechslungsreiche Spielwelt als eine riesige Spielwelt, die lieblos gestaltet ist. Am Ende ist man froh sich diese kleine aber feine Spielwelt Schritt für Schritt aufzubauen und freizuspielen.

Fazit

Insgesamt ist „Story of Seasons: Pioneers of Olive Town“ ein tolles Spiel zum Entspannen und zum Träumen in dieser schwierigen Zeit der Pandemie. Dort kann man ein normales und unbeschwertes Leben führen. Zudem baut man sich mit einigen netten Features, die wir schon aus anderen Spielen wie „Animal Crossing“ kennen, einen kleinen Bauernhof auf. Letztendlich fühlt es sich an als ob das Spiel vieles aus anderen Genreveteranen kopieren wollte. Dies ist jedoch in positiver Weise gelungen und hat das Spielerlebnis verbessert. Wer ein friedliches Spiel für einen entspannten Zeitvertreib sucht, macht mit „Story of Seasons: Pioneers of Olive Town“ alles richtig. Insgesamt ist das Spiel deutlich besser als „Harvest Moon: Eine Welt“. Wenn ihr euch also zwischen beiden Spielen entscheiden müsst, macht ihr mit „Story of Seasons“ nichts falsch.

Spiele-Review: Story of Seasons: Pioneers of Olive Town [Nintendo Switch]
7.9 / 10 Team
Handlung7.5
Grafik7.5
Musik8
Spielspaß8.5

Launch-Trailer zum Spiel

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