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Die Harvest Moon-Spielereihe ist uns noch aus Zeiten des Nintendo DS in Erinnerung. Nach langer Zeit wagen wir uns nun mal wieder an ein neues Harvest Moon-Spiel. Mit „Harvest Moon: Eine Welt“ ist der aktuelle Titel der Reihe für die Nintendo Switch verfügbar.

Farm in der Hosentasche

In „Harvest Moon: Eine Welt“ trefft ihr einen Erntegeist. Von diesem erhaltet ihr eine Medaille. Nun erfahrt ihr, dass euer Ziel ist, die Erntegöttin erwachen zu lassen, damit diese das Land wieder fruchtbar machen kann. Dies gelingt euch, indem ihr alle acht Erntegeister durch euren Spielfortschritt erweckt. Das ist also eure Mission in dem Spiel, die sich über die Haupthandlung erstreckt. Anschließend erinnert uns das Spiel an den Anfang von Pokémon, wo es dann auf große Weltreise geht, nachdem man in seinem Heimatdorf mit einer komischen Wissenschaftlerin spricht, die einem eine mobile Farm in die Hand drückt. Hinzu bekommen wir eine kleine Art Lexikon über die verschiedenen Obst- und Gemüsearten. Dieses ist zu Beginn leer, aber je mehr ihr entdeckt, desto voller wird es. Dann heißt es nicht, finde alle Pokémon, sondern finde alle Obst- und Gemüsearten und erhalte Informationen über diese.

Die mobile Farm könnt ihr anschließend in jedes neue Gebiet mitnehmen und dort aufbauen. Dadurch müsst ihr nicht immer wieder komplett neue Farmen bauen, sondern könnt eure bestehende Farm einfach mitnehmen und stetig erweitern. Im späteren Verlauf des Spiels schaltet ihr die Schnellreisefunktion frei, wodurch dieses Feature echt sinnvoll ist, um Dinge schnell zu erledigen. Saatgut erhaltet ihr von Erntegeistern, welche sich überall in der Spielwelt befinden. Teilweise kommen uns diese viel zu häufig vor, da man alle paar Meter einen neuen Erntegeist entdeckt. Gelangweilt hat uns auch die Musik, welche sehr eintönig und langweilig ist. Deswegen wird sie von uns auch kaum wahrgenommen.

Entspanntes Farmen für zwischendurch

Wer Harvest Moon kennt, weiß, dass es bei dem Spiel natürlich um das Farmen geht. In dem aktuellsten Teil wurde daran auch nichts verändert. Wir können unsere eigene Farm gestalten und verschiedene Obst- und Gemüsesorten anbauen. Das Pflegen der eigenen Plantage ist sehr wichtig. Dabei kümmern wir uns neben dem Einpflanzen der Samen auch um die Bewässerung oder um das Umgraben des Bodens. Manchmal ist der Boden nämlich mit Holz oder Steinen versperrt. Dazu bedarf es spezielles Werkzeug, mit dem wir neuen Platz schaffen. Zusätzlich steht uns ein Stall zur Verfügung, in dem wir verschiedene Tiere halten können. Vorteilhaft ist, dass ihr alles mit dem Drücken vom A-Knopf erledigen könnt und nicht ständig suchen müsst, auf welchem Knopf ihr die einzelnen Werkzeuge gelegt habt.

Nebenbei haben wir natürlich auch ein Haus, in dem wir wohnen und schlafen. Das erinnert manchmal ein wenig an Animal Crossing, da wir ebenfalls unseren eigenen Briefkasten haben und darüber nützliche Nachrichten erhalten oder Quests bekommen. Nebenbei haben wir im Haus ein kleines Lager, aber können ebenfalls unsere Ernte zu Speisen verarbeiten, welche verschiedene Effekte mit sich bringen oder verkauft werden können. Etwas nervig ist es allerdings, dass die Ernte teilweise mehrere Tage benötigt, um heranzureifen. Deswegen befinden wir uns in einem kontinuierlich wiederholenden Ablauf, der aus dem Bewässern und Schlafen besteht, wenn wir auf eine bestimmte Ernte warten. Insgesamt ist es also ein netter Bauernhof für zwischendurch.

Abwechslungsreiche Welten

Die größte Schwäche des Spiels ist die Grafik. Fans von hochauflösenden Texturen und innovativer Details wird das Spiel nicht ansprechen. Im Spiel treffen wir auf eine ganz simple Grafik mit teilweise verschwommenen Texturen. Innovativ ist da etwas anderes. Ebenfalls ist uns aufgefallen, dass beim Streicheln oder Melken von Tieren teilweise Körperteile im Tier verschwinden, was etwas komisch wirkt. Zudem tauchen manchmal Charaktere einfach so auf und verschwinden wieder anstatt angelaufen zu kommen und anschließend wieder wegzulaufen. Gefallen tut uns hingegen das Interface, welches nett und einfach gestaltet ist. Dort bekommt man einen guten Überblick über viele Dinge in der Welt.

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Somit haben wir in diesem Spiel beispielsweise abwechslungsreiche Welten. Das Spiel führt uns beispielsweise mal durch eine Eislandschaft oder eine Vulkangegend, was dem Spiel Dynamik verleiht. Dadurch entsteht ebenfalls eine Varianz in der Vielzahl der Obst- und Gemüsesorten. Jede neue Sorte die ihr entdeckt, erhält einen Eintrag und ihr könnt euch nützliche Informationen darüber anschauen. Zusätzlich gibt es Mutationen der verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, welche euch weitere Kenntnisse über diese Sorten vermitteln. Ein kleiner Kritikpunkt hierbei ist, dass die Welt teilweise nicht sehr lebendig wirkt. Die Dynamik der Charaktere hätte man stattdessen nicht an Tageszeiten binden sollen. Viel besser würden umherlaufende NPCs zu einer lebendigen Atmosphäre im Spiel beitragen. Deswegen ist es insgesamt etwas statisch.

Charaktere im Anime-Stil

Ein wenig Grund zur Freude bei der Grafik haben allerdings Anime-Fans. Die Charaktere sind nämlich im Anime-Stil gehalten und bieten dementsprechend ein süßes und kindliches Erscheinungsbild. Die fällt besonders bei den Dialogen auf, wo die Charaktere wie in vielen japanischen Spielen groß eingeblendet werden. Schwächen fallen uns hier jedoch bei der Charaktergestaltung auf. Diese ist sehr limitiert und es gibt nur wenige Gestaltungsfunktionen. Dort habt ihr nur einfachste Optionen zur Auswahl. Ebenfalls die Frisur des Charakters ist unveränderlich, lediglich die Haarfarbe könnt ihr auswählen. Dort stehen allerdings nur wenige Farben zur Auswahl. Fans von einer detaillierten Charaktererstellung, werden hier Abstriche hinnehmen müssen. Insgesamt passt das Design der Charaktere jedoch gut zum Spiel und trägt bei den Dialogen positiv zur Atmosphäre bei.

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Aufdringliche Tutorials

Uns ist aufgefallen, dass die Tutorialfunktionen uns einfach nicht in Ruhe lassen möchten. Fast an jeder Ecke des Spiels beginnt ein neues Tutorial, was ganz logische Funktionen bis ins kleinste Detail erklärt. Daran hätte man etwas sparen können und stattdessen Punkte die man nicht genauer versteht, besser erklären können. Bei den Charakteren und Tieren ist es anscheinend so, dass diese bestimmte Zeiten haben an denen sie an bestimmten Orten sind. Leider werden uns diese nicht wirklich konkret dargestellt, sodass es manchmal ein Glücksspiel ist, wenn man einen bestimmten NPC zum Abgeben einer Quest sucht. Insgesamt ist uns das Tutorial viel zu aufdringlich und deckt teilweise wichtige Funktionen nicht ab. Hier wäre ein kleines Taschenbuch-Tutorial auf Abruf, wie in vielen anderen Spielen üblich, die bessere Option gewesen.

Fazit

„Harvest Moon: Eine Welt“ ist insgesamt kein wirklich besonderes Spiel. Stattdessen ist es ein Standardspiel im Bereich Farmen, was sehr entspannt ist und sicherlich den ein oder anderen Fan des Genres glücklich machen wird. Zu den größten Schwächen des Spiels zählen Grafik, Sound und das Tutorial. Nebenbei gibt es viel zu entdecken, was das Spiel im Bereich Umfang sehr interessant macht. Die unterschiedlichen Landschaften und die Vielzahl an Samen, Gerichte, Obst und Gemüse weckt letztendlich eine kleine Sammellust in uns. Letztendlich ist man trotz der Abstriche in den Bereichen Grafik und Sound durch das Sammeln gewillt, das Spiel weiterzuspielen. Das wird auch belohnt!

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Die ersten Spielstunden gestalten sich eher etwas eintönig. Wer den holprigen Start jedoch überwunden hat, bekommt ein spannendes Abenteuer geboten, welches sich Schritt für Schritt entfaltet. Den ganzen Umfang des Spiels kann man erst gegen Ende voll ausnutzen, wodurch der Spielspaß auch mit neuen Erkundungen steigt. Das Spiel eignet sich am besten für Spieler, die gerne ein Spiel zum entspannen suchen und dort einfachen Tätigkeiten nachgehen möchten. In dieser aktuell schwierigen Zeit, bietet das Spiel also gute Ablenkung und eine gute Möglichkeit, von einem normalen und entspannten Leben zu träumen.

Spiele-Review: Harvest Moon: Eine Welt [Nintendo Switch]
6 / 10 Team
Handlung6
Grafik5.5
Musik5.5
Spielspaß7

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