©Kyoto Animation
Nachdem bei einem Brandanschlag mehrere Mitarbeiter des renommierten Animationsstudios Kyoto Animation ums Leben gekommen sind, hat sich nun Hideaki Hatta, seines Zeichens Präsident des Studios, in einem Interview über mögliche Pläne für das zerstörte Studiogebäude geäußert.

Laut Hatta befürworte man einen Abriss des zerstörten Gebäudes, um einen öffentlichen Park mit einem Denkmal zu errichten. Auch zieht er in Erwägung eine Gedenkfeier für die Opfer abzuhalten. Darüber hinaus bedankte er sich für die weltweite Unterstützung, die in dieser schweren Zeit zu einer ,,emotionalen Stütze“ wurde.

34 Menschen kamen ums Leben, sämtliche Animationsmaterialien und Computer sind zerstört

Die Polizei der Kyoto-Präfektur hat mittlerweile einen 41-Jährigen Mann festgenommen, der das Feuer mit Hilfe einer Benzin-ähnlichen Flüssigkeit gestartet haben soll. Laut einer Augenzeugin, so berichtet die „The Asahi Shimbun“ , soll der Täter behauptet haben, dass Kyoto Animation ihn betrogen und plagiiert hätte. Zudem soll der Täter „Sterbt!“ gerufen und mehrere Messer mit an den Tatort gebracht haben. Bei dem Brand kamen 34  Menschen ums Leben.

In einer aktuellen Stellungnahme ließ Studio-Präsident Hideaki Hatta verlauten, dass neben den vielen menschlichen Opfern, die die Tragödie gefordert hat, auch alle vergangenen Animationsmaterialien und Computer im Studio 1 in Kyoto bei dem Brand zerstört worden sind.

Fans trauern in den sozialen Netzwerken

Mit über 300.000 Tweets belegte der Hashtag #PrayForKyoani kurzzeitig den ersten Platz der weltweiten Trends auf Twitter. Zahlreiche Fans veröffentlichten Bilder ihrer Lieblingsfiguren und sprachen dabei ihr Mitgefühl aus. Neben den Fans zeigten sich auch zahlreiche Publisher sowie Verlage aus aller Welt betroffen. Mittlerweile hat der englische Publisher „Sentai Filmworks“ eine Spendenkampagne für Kyoto Animation aufgerufen. Bislang wurden mehr als 1.700.000 US-Dollar gesammelt.

Berichterstattung von ,,Welt.de“ stößt auf Unverständnis

Der Brandanschlag sorgte weltweit für Trauer, Unverständnis und Wut. Obwohl das Motiv des Täters noch nicht ganz geklärt ist, scheint wohl das deutsche Nachrichtenportal ,,welt.de“ einen möglichen Einflussfaktor gefunden zu haben: Die vermeintlich schlechte Wirkung von Anime und Manga.

In einem knapp 40 Sekunden langen Video-Beitrag von,,Welt.de“ wird behauptet, dass das Filmstudio Manga-Serien für junge Menschen produziert. Diese seien jedoch teils sehr brutal, sodass einige ,,Kenner“ davon ausgehen, dass sich der ,,Täter davon beeinflussen ließ.“ Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Über Kyoto Animation

Das von Yōko Hatta gegründete Unternehmen „Kyoto Animation“ zählt in Japan zu den bekanntesten und zugleich renommiertesten Animationsstudios überhaupt. Seit dessen Gründung im Jahr 1981 wurden zahlreiche OVAs, Filme sowie Anime-Serien produziert. Zu den bekanntesten Werken zählen unter anderem „K-ON!“, „A Silent Voice“ und „Violet Evergarden“.

Quelle:

ANN

1 KOMMENTAR

  1. Zum Glück war es nur welt.de, die diesen Schwachsinn auf die Welt losgelassen haben. Andere Nachrichtenportale scheinen wenigstens einigermaßen vernünftig recherchiert zu haben. Zumindest die, die ich durchgegangen bin. Keiner hat berichtet, dass es sich um einen geisteskranken Hardcore-Otaku gehandelt hat, der sich von Animes & Mangas beeinflussen ließ. Bisher steht der Scheiß nur auf welt.de, aber es dauert nicht lange, da werden andere Nachrichtenportale auch darauf aufsteigen. Die BLÖD-Zeitung wird’s mit Sicherheit machen. Oder sie haben es schon getan.

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