©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee

Im Oktober 2020 brachte peppermint anime bereits das dritte von insgesamt vier Volumes der ersten Staffel von „Fire Force“ auf DVD und Blu-Ray in den Handel. Wir hatten erneut Gelegenheit uns die Folgen für euch zu Gemüte zu führen und verraten euch in unserer nachfolgenden Review, was euch erwartet.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Kommandeur von Asakusa

Das dritte Volume von „Fire Force“ setzt mitten im Trubel an, der sich derzeit im Bezirk Asakusa ereignet. Dabei ist es den Anhängern des Predigers gelungen, mit Hilfe einer besonderen Feuerkraft, Abbilder verschiedenster Bewohner Asakusas aus ihren Gläubigen zu erschaffen, die im Bezirk für Verwirrung und Tumult sorgen. Derweil erfahren wir als Zuschauer mehr über die Vergangenheit von Hauptmann Konro und Benimaru Shinmon, des Kommandeurs der 7. Sondereinheit der Feuerwehrsoldaten. Nach diesem Rückblick machen sich die Mitglieder der 7. und 8. Einheit auf den Weg, um die Situation in Asakusa unter Kontrolle zu bringen. Dabei soll sich die 8. Sondereinheit primär um die Evakuierung der Bevölkerung und die Versorgung der Verletzten kümmern, während sich die 7. Einheit dem Chaos und dessen Ursache annehmen will.

©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee

Um die Menschen, die teils in Panik geraten sind, teils aber auch vor Schock wie erstarrt sind, zu beruhigen und in die richtigen Bahnen zu lenken, bittet Benimaru Konro darum das Wort zu ergreifen, der das jedoch ablehnt, da das nicht seine Aufgabe, sondern die Aufgabe von Benimaru selbst sei – Asakusa sei schließlich sein Viertel. Der Kommandeur lenkt ein und nutzt seine Feuerkräfte um sich Gehör unter der Bevölkerung zu verschaffen, die sich schnell fängt und Benimaru an den Lippen hängt. Ganz pragmatisch ruft dieser ein Prügelfest aus, bei dem sich die Bewohner von Asakusa mit den Hochstaplern schlagen sollen, da es keine klare Möglichkeit gibt, die echten Einwohner von den falschen zu unterscheiden. Doch er vertraut darauf, dass die Einwohner seines Bezirks nicht gegen die Hochstapler verlieren!

Ein Neuer in der 8. Einheit

Derweil versuchen die weißen Kapuzen, die Urheber der Unruhen sind, die Situation für sich zu nutzen und greifen die 8. Sondereinheit an. Dabei kann Shinra Maki in letzter Sekunde retten. Als es zum Kampf zwischen zwei der Anhänger des Predigers und Shinra und Arthur kommt, schluckt eine der weißen Kapuzen freiwillig ein Flammeninsekt, das ihn nicht nur in ein normales Flammenwesen, sondern gleich in einen Oger – eine noch mächtigere Form von Flammenwesen – verwandelt. Der einzige, der hier wohl etwas auszurichten vermag, ist Benimaru Shinmon, der nicht umsonst als der stärkste Feuerwehrsoldat gilt. Er schnappt sich den Oger und fliegt mit ihm mit Hilfe seiner Feuerkraft hoch in den Himmel über Asakusa, um die Bewohner und Gebäude nicht weiter in Mitleidenschaft zu ziehen. Während Shinra ihn vor Angriffen einer weiteren Anhängerin des Predigers schützt, gelingt es Benimaru mit seiner enormen Feuerkraft dem Oger das Handwerk zu legen und die weißen Kapuzen ziehen sich fürs Erste zurück. Daraufhin legen die 7. und 8. Einheit ihren Zwist entgültig bei und bieten sich gegenseitige Hilfe an.

Kurz darauf schickt Haijima einen Forscher namens Victor Licht zur 8. Sondereinheit, da diese bisher noch keine eigene Forschungseinheit besitzt und daher auf die Unterstützung von Kommandeurin Hibana und ihrer 5. Einheit angewiesen war. Auch wenn sie dem Neuling nicht direkt über den Weg trauen, gibt es noch ein weiteres Problem. Der Einheit fehlt derzeit auch noch ein guter Mechaniker, der sich um die Instandhaltung der Fahrzeuge und der Ausrüstung kümmert. Für diesen Posten hat es die 8. Einheit auf einen genialen Mechaniker namens Vulcan abgesehen. Das Problem: Schon viele Sondereinheiten und auch Haijima haben zuvor versucht Vulcan anzuwerben und sind stets kläglich gescheitert. Der Grund dafür ist, dass der junge Mechaniker beide Institutionen verabscheut. Dennoch beauftragt Kommandeur Obi Shinra, Arthur und Iris damit, Vulcan aufzusuchen, um herauszufinden, ob dieser zur 8. Sondereinheit passt.

Giovanni und Vulcan

Als sie bei dessen Schrottplatz auftauchen, reagiert er allerdings wie erwartet extrem ablehnend und möchte sie eigentlich nicht einmal anhören. Glücklicherweise taucht in diesem Moment ein Junge namens Yu auf, der so etwas wie Vulcans Schüler zu sein scheint, und die Feuerwehrsoldaten anhört. Kurz darauf bittet er sie auch herein, was Vulcan allerdings deutlich missfällt. Noch während Shinra und Co. anwesen sind, taucht plötzlich Dr. Giovanni, der Kommandeur der 3. Sondereinheit, die mit Haijima kooperiert, auf dem Schrottplatz auf, um mit Vulcan zu reden. Offenbar versucht auch er den Mechaniker auf seine Seite zu ziehen, ist in der Auswahl seiner Methoden aber weniger zimperlich. Glaubt man Vulcans Theorien sind Dr. Giovanni und die 3. Einheit nicht nur dafür verantwortlich, dass er in der jüngeren Vergangenheit keine Teilelieferungen mehr erhält, sondern hatten ihre Finger auch beim Tod seines Großvaters und Vaters im Spiel, die sich gleichzeitig in Flammenwesen verwandelten – und das, obwohl wie Vulcan auch Dr. Giovanni ein Lehrling von Vulcans Vater war!

Nachdem Giovanni wieder verschwunden ist, lehnt Vulcan das Angebot der 8. Sondereinheit beizutreten zwar weiterhin ab, möchte die jungen Soldaten, die er für einen ziemlich verrückten Haufen hält, allerdings nicht einfach so gehen lassen und zeigt ihnen eine Apparatur, die Bilder von längst ausgestorbenen Tieren, wie Walen, Zugvögeln und Elefanten, in die Umgebung projiziert und Shinra und Co. in Erstaunen versetzt. Daraufhin verrät Vulcan ihnen seinen Traum: Der junge Mechaniker möchte unbedingt eine bessere Energiequelle als Amaterasu erschaffen, um den Lebensraum zurückzugewinnen, der nötig ist, um einige der ausgestorbenen Tiere vielleicht wieder auf das Antlitz der Erde zurückzuholen.

©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee

Als Shinra, Arthur und Iris den Schrottplatz gerade verlassen wollen, baut sich plötzlich ein Adora Link auf und Shinra spürt Dr. Giovannis Mordlust, der Vulcan umbringen möchte. Natürlich setzen die drei alles daran, Vulcan zu schützen. Das ist auch gut so, denn es zeigt sich, dass Dr. Giovanni mit den weißen Kapuzen unter einer Decke steckt. Gerade als Shinra es mit dem Kommandeur der 3. Sondereinheit selbst zu tun bekommt, scheint es so, als hätten die Anhänger des Predigers Vulcans Schrottplatz umstellt. Werden Shinra und Arthur Vulcan und seine Freunde beschützen können? Und was hat Shinras Bruder Shou mit der ganzen Sache zu tun? Das möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Schaut euch das dritte Volume der Serie doch einfach selbst an.

Bild und Animation

Wenig überraschend hat sich an den Basisdaten des Bilds von „Fire Force“ nichts geändert. Dieses liegt auch weiterhin im Standardformat von 16:9 bei einer Auflösung von 1080p vor. Die Farbgebung ist ebenfalls wieder sehr gut an die entsprechende Stimmung in der Serie angepasst, die außerdem mit ihrer stets sehr guten Bildschärfe punkten kann.

Die Animationen präsentieren sich auch im dritten Volume erneut inkonsistent. In vielen Alltagsszenen, gerade in den Totalen, hat man auf detaillierte Ausarbeitungen der Gesichter der Charaktere verzichtet. Zudem sind auch die Flammen-Animationen nicht immer von der gleichen Güte. Während diese in vielen Szenen durchaus überzeugen, gibt es jedoch auch oft sehr einfach gehaltene Animationen in diesem Bereich. Die Bewegungen – gerade in den actionlastigeren Szenen – sind dafür meist sehr dynamisch und gefällig umgesetzt worden, sodass sich die Animationen gesamthaft auf einem recht guten Niveau bewegen.

©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee
Ton und Synchronisation

Natürlich liegt der Ton des Anime auch beim dritten Volume einmal mehr im qualitativ hervorragenden DTS HD Master Audio Format vor. Tonfehler konnten wir nicht feststellen. Die Stereotonspur ist wieder ein Manko, denn die Vertonung der Serie ist gelungen und hätte bei den vielen Actionszenen vom Surroundsound profitieren können, sofern ein geeignetes Soundsystem vorhanden ist. Im Verlauf des dritten Volumes startet auch erstmals das neue Opening-Theme „MAYDAY“ von coldrain und Ryo von der Band Crystal Lake. Dabei handelt es sich um eines der rockigsten Anime-Openings, die wir bis dato gehört haben, passt dabei aber zugleich sehr gut zu „Fire Force“ und stimmt zum Beginn einer neuen Episode bereits immer hervorragend auf die meist actionreiche Handlung ein.

Im Verlauf des dritten Volumes gelingt es den bereits bekannten Sprechern ihr schon zuvor sehr gutes Performance-Niveau weiter zu halten. Dabei gefiel uns neben Dennis Saemann als Shinra Kusakabe auch diesmal wieder Tim Knauer als Benimaru Shinmon besonders gut. Doch auch die neuen Stimmen, beispielsweise von Nico Sablik als Vulcan oder Julien Haggège als Victor Licht passten sehr gut in das Line-Up. Einzig Jaro Haggège als Shou Kusakabe fanden wir zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, was jedoch eher an der Stimmauswahl als der Performance lag. Letztere war einwandfrei. Gesamthaft präsentiert sich die Synchronisation somit weiterhin stark und ist durchaus empfehlenswert.

©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee
Physische Umsetzung

Wie gehabt spielt die physische Aufmachung des Produkts erneut keine Rolle bei unserer Review-Gesamtwertung. Unser nachfolgender Überblick soll euch daher einfach präsentieren, was euch bei einem Kauf erwartet. Dabei beziehen sich die nachfolgenden Informationen und Bilder auf die Blu-Ray-Version des dritten Volumes von „Fire Force“.

Natürlich kommt auch das dritte Volume der Serie einmal mehr als Digipack im eigenen Pappschuber daher. Letzterer zeigt auf der Front Benimaru Shinmon und Hauptmann Konro von der 7. Sondereinheit und ist wieder einigermaßen instabil, weshalb er mit der nötigen Vorsicht behandelt werden sollte. Dafür ist das FSK-Logo wieder nur aufgeklebt und lässt sich recht gut ablösen. Auf dem Digipack selbst, das diesmal das Hauptquartier der 7. Einheit in Asakusa zeigt, ist das FSK-Logo dafür erneut fest aufgedruckt.

Auf physische Extras hat man – wie üblich – einmal mehr verzichtet. Digital sind erneut das Clean Opening und Ending sowie Trailer zu weiteren Veröffentlichungen von peppermint anime mit an Bord.

Fazit

Im Verlauf des dritten Volumes von „Fire Force“ machen die weißen Kapuzen, die Anhänger des Predigers, Shinra und Co. weiter das Leben schwer. Das gilt nicht nur für den Tumult in Asakusa, sondern auch für die Episoden, die sich handlungsmäßig auf Vulcans Schrottplatz zutragen. Dabei kommt es unweigerlich zu vielen actionreichen Szenen, die bei „Fire Force“ sowohl von der Vertonung als auch visuell meist gut umgesetzt wurden.

Dabei ist es schade, dass der Anime zwischen den einzelnen Handlungsabschnitten oft recht sprunghaft wechselt, ohne wirklich so etwas wie den Eindruck eines roten Fadens zu vermitteln. Das trübt die sonst sehr unterhaltsame Serie ein wenig. Punkten kann dafür weiterhin die deutsche Synchronisation, die sich nur wenige Schwächen leistet. Insgesamt bleibt „Fire Force“ damit auch im dritten Volume eine klare Empfehlung für Shonen-Fans, die sich mal ein etwas anderes Setting wünschen. Fans der ersten beiden Volumes dürfen natürlich sowieso erneut bedenkenlos zugreifen!

Review: Fire Force Vol. 3 [Blu-Ray]
7.6 / 10 Team
Handlung7
Charakterentwicklung6.5
Animation8
Synchronisation8.5
Unterhaltung8
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 19. Oktober 2020

Publisher: peppermint anime

Genre: Action, Shonen

Laufzeit: ca. 150 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Shinra Kusakabe will ein Held werden! Endlich ist der Tag gekommen, an dem er der 8. Sondereinheit der Feuerwehr beitreten kann. Denn in einer Welt, in der Menschen spontan in Flammen aufgehen und durch die Verwandlung in gefährliche Flammenwesen jegliche Menschlichkeit verlieren, ist dieser Job einer der wichtigsten überhaupt. Unverzichtbar sind daher auch diejenigen, die wie Shinra Feuer selbst erschaffen oder kontrollieren können. Doch bald zeichnet sich ab, dass sich die Sondereinheiten nicht alle für das Wohl der Menschen einsetzen und außerdem eine mysteriöse Organisation in den Schatten der Stadt ihre Ränke schmiedet…


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