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„Tsubasa Chronicle“ kam 2005 ursprünglich als Anime-Adaption der gleichnamigen Mangareihe heraus. 15 Jahre später hat Publisher KAZÉ beide Staffeln der Serie als Gesamtausgabe herausgebracht. Wir haben uns natürlich auch die Gesamtausgabe der zweiten Staffel für euch angeschaut und wie uns der Ausflug in die Welten, die Shaolan und seine Freunde bereisen, um Sakuras Federn zu finden, diesmal gefallen hat, das erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Ein heißes Rennen

Shaolan und seine Freunde reisen nach den Ereignissen am Ende von Staffel 1 weiter und landen zunächst in einer futuristischen Welt mit fliegenden Autos. In dieser Welt wird ein großes Wettrennen veranstaltet und dem Gewinner winkt ein ganz besonderer Preis: eine von Sakuras Federn. So nehmen Sakura, Shaolan, Fye und Kurogane an dem Rennen teil, doch schon in der Qualifikationsrunde wird klar, dass jemand das Rennen sabotiert. Trotzdem schaffen es alle, sich für das Finale zu qualifizieren. Doch auch dort müssen Fye, Kurogane und Shaolan passen, da sie durch Sabotageakte oder bei der Rettung anderer Teilnehmer ihr Gefährt verlieren. Nichtsdestotrotz schafft es Sakura am Ende zu gewinnen, doch bei der Siegerehrung taucht plötzlich der Arzt auf, der bereits in dem Land mit der geheimnisvollen Prinzessin nach einer Feder trachtete. Zusammen mit Mokona schaffen sie es, ihn am Diebstahl der Feder zu hindern, bevor er wieder durch einen Dimensionsriss verschwindet.

Bevor es in die nächste größere Welt geht, besuchen Shaolan und seine Kameraden drei Welten, die exklusiv im Anime vorkommen und nicht in der Mangavorlage. Zunächst besuchen sie die Welt erneut, die am Ende von Staffel 1 eine Rolle spielte. Damals gewährte ein Gott in einem Schloss am Himmel demjenigen einen Wunsch, der ihn erreicht. Dabei starben fast alle Dorfbewohner, als sie das Schloss erreichen wollten, doch Shaolan und seine Freunde schafften es zum Gott und wünschten sich die Wiederauferstehung der Gefallenen. So ein Wunsch ist allerdings unmöglich für immer zu erfüllen, daher kehren Shaolon und Co in diese Welt zurück und die Dorfbewohner leben wieder, doch der Gott kündigte an, dass es nicht von langer Dauer ist und selbst mit einer Feder von Sakura, die im Horn eines Drachen feststeckte, kann der Gott den Wunsch nicht verlängern und die Bewohner verschwinden. Im Anschluss besucht die Gruppe eine Welt, in der es sie auf eine mysteriöse Geisterinsel verschlägt, bevor sie in einer weiteren Welt die ewige Nacht beenden müssen, um den Bewohnern die Zauberkräfte zurückzugeben, die sie nur bei Sonnenschein haben. Dabei erfährt man etwas mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit von Fye.

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Der ewige Kampf

Nachdem das Sonnenlicht zurückgekehrt ist, reisen die Freunde weiter. Dabei landen Kurogane und Fye in einem Tempel, wo die Bewohner den Gott Yasha anbeten und Mokona, Sakura und Shaolan landen bei einer verfeindeten Frauenzirkustruppe, die den Gott Ashura verehren. Nach ein paar Reibereien zwischen den Gruppen öffnet sich plötzlich ein Spalt im Himmel und die Statuen beider Götter leuchten. Mokona bringt alle dann in eine neue Welt, die in diesem Spalt liegt. Dort sind die verehrten Götter lebendig und bekämpfen sich in einem fliegenden Schloss jede Nacht. Doch wenn der Mond den Zenit überschreitet, hört der Kampf auf, nur um am nächsten Abend erneut zu beginnen. Shaolan kämpft dabei gegen Kurogane, da die Gruppe auch in dieser Welt getrennt bei den jeweiligen Göttern zu finden ist. Fye und Kurogane haben pechschwarze Augen, wie es bei dem Yaksha-Clan üblich zu sein scheint und sind nicht Herr ihrer Sinne. Doch später stellt sich heraus, dass Kurogane Shaolan nur im Kampf testen wollte. Dabei regt sich jedoch auch der andere Shaolan, der in einem Wasserbehälter in der Welt des Bösewichts, Feiwan Reed, gefangen ist und schläft. Die Bewegungen, die dieser Shaolan im Wasser macht, übertragen sich auf den hiesigen Shaolan, sodass er Kurogane kurz Einhalt gebieten kann. Feiwan Reed hingegen ist darüber erbost, denn es stellt sich heraus, dass er die gesamte Reise und die besuchten Welten bisher gelenkt hat. Doch da einer der Götter der Hexe der Dimensionen einen Preis gezahlt hat, öffnete sich damals der Riss im Himmel und die Gruppe um Shaolan reiste in die Welt der Götter und entkam damit dem vorgegebenen Weg von Feiwan Reed. In der Welt der Götter kommt es jetzt zum Showdown und König Ashura tötet Yaksha. Danach halten sich beide im Arm und es zeigt sich, dass sie eigentlich Freunde und keine Feinde sind und der verstorbene Gott verwandelt sich in eine von Sakuras Federn. Nur diese konnte seine Seele noch in der Welt halten, denn eigentlich starb er schon vor langer Zeit. Zurück in der vorherigen Welt sind die beiden Clans nicht mehr verfeindet. Die Geschehnisse in der Welt der Götter haben die Vergangenheit geändert.

Kuroganes Vergangenheit

Nach dem ewigen Kampf der beiden Könige bereist die Truppe zwei kurze Welten, die erneut exklusiv im Anime vorkommen. In einer befinden sich alle außer Mokona in Chibi-Gestalt in einer Geschichte. Mokona befindet sich außerhalb der Geschichte und erfährt von einem Mädchen, dass eine Zeichenfeder, die in Wahrheit eine von Sakuras Federn beinhaltet, dazu fähig ist, die Welt der Geschichte zu verändern. Mokona nutzt die Gelegenheit und erfindet eine Story, in der Kurogane am Ende zu einem riesigen Godzilla-artigen Monstrum wird und Mokona in Robotergestalt ihn aufhält. In der darauffolgenden Welt ist eine von Sakuras Federn an einem LKW befestigt und die Gruppe steigt in einen Bus, um dem Fahrzeug zu folgen. Dort treffen sie mehrere Personen, die Charakteren ähneln, die sie in vorherigen Welten schon getroffen haben und am Ende hat jeder von ihnen eine eigene Geschichte, bei denen Shaolon und Co helfen können.

Danach geht es wieder analog zum Manga weiter in eine Welt voller Magie. Shaolan nimmt dort ein Buch, das Kurogane vorher in der Hand hielt, und kann dadurch seine traurige Vergangenheit sehen. Kurogane wuchs bei seiner Mutter auf, die Priesterin war und mit Bannkreisen Dämonen fernhielt, während sein Vater meist unterwegs war, um Dämonen zu bekämpfen, die den Schutzwall durchbrechen konnten. Eines Tages wurde seine Mutter jedoch von jemandem oder etwas getötet, das durch einen Riss der Raumzeit erschien und wieder verschwand. Kurogane konnte als Kind das Zeichen erkennen, das diese Person auf der Kleidung hatte und auch Shaolan erkannte dieses in seiner Vergangenheit wieder: Es war das Zeichen der Leute, die Shaolan in seiner und Sakuras Welt angegriffen haben. Nachdem Kurogane erkannte, dass sein Vater ebenfalls tot ist, da eines der Monster, die den Tempel angriffen, seine Schwester im Maul hatte, verlor er die Kontrolle und richtete gegen die Monster ein Massaker an.

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Neue Welten

Prinzessin Tomoyo, die Kurogane später zu der Hexe der Dimensionen schickte und dafür sorgte, dass er Shaolan und die anderen getroffen hat, war in seiner Kindheit dafür verantwortlich, dass er wieder normal wurde und seine Wut zügeln konnte. Fortan lebte er in der Nähe der Prinzessin und trainierte hart, um alle beschützen zu können, die er liebt. In der Gegenwart sprechen Kurogane und Shaolan etwas über seine Vergangenheit und Shaolan entschuldigt sich, da er aus seinen Augen kein Recht hatte, die Vergangenheit, wenn auch ungewollt, zu sehen. Mokona, Sakura und Fye konnten währenddessen herausfinden, dass eine Feder von Sakura tief in der Staatsbibliothek des Landes versteckt ist, in einem Buch, das dem Buch der Erinnerungen, welches Kuroganes Vergangenheit zeigte, als Vorlage diente. Da es keinen Einlass in den Bibliotheksbereich des Buches gibt, schleichen sich die Freunde hinein und werden durch Magie in Sakuras Heimatwelt gebracht bzw. in einen Bereich, der so aussieht. Im Inneren der Ruine, wo alles begann, finden sie das Buch und können die Feder an sich nehmen, müssen im Anschluss jedoch vor den Wächtern fliehen, was Fye dazu veranlasst Magie zu benutzen, was er eigentlich nicht möchte, jedoch eine andere Art von Magie als üblich, wie er später erklärt.

Nach dieser Welt folgen wieder Anime-exklusive Welten. So landen sie zunächst in einer Welt, in der alle außer Mokona geschrumpft werden und mit Hilfe eines Gottes, der wie Kerberos aus Card Capture Sakura aussieht, schafft es Mokona alleine, die Feder zu finden und seine Freunde wieder auf Normalgröße zu bringen. Im Anschluss besuchen die Freunde eine Welt aus Staffel 1 erneut, in der sie den Feudalherren besiegt haben. Statt Frieden herrscht aber immer noch Krieg, da der Sohn des Feudalherren in der Welt der Magierin aus Staffel 1 sein Unwesen treibt und mit Hilfe einer Feder die Einwohner dort gegen die Menschen aufstachelt. In der nächsten Welt wurde die Feder in eine Brosche verarbeitet und Sakura und Co müssen arbeiten gehen, um genügend Geld zu verdienen, um dieses Schmuckstück zu kaufen. In der letzten Welt der zweiten Staffel findet sich Shaolan mit seinen Freunden in einer Welt wieder, in der die Menschen übernatürliche Fähigkeiten haben. Ein Herrscher der Welt besitzt einen Fächer aus Sakuras Federn, den er ihr direkt überlässt. Während Kurogane, Fye und Shaolan zu einem Ort geschickt wurden, wo weitere Federn sein sollen, sieht man, dass die Federn des Herrschers falsche Erinnerungen beinhalten, um Sakura zu manipulieren. Kann Sakura ihn durchschauen und seinen Plan vereiteln? Und wie ergeht es Shaolan, Kurogane und Fye, die sich nicht nur neuen Feinden, die der Herrscher entsandt hat, stellen müssen, sondern auch Illusionen von Vertrauten gegenüberstehen? Das wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Wenn ihr wissen wollt, wie die zweite Staffel endet, schaut sie am besten selbst.

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Das Alter der Serie merkt man dem Animationsstil auch in Staffel 2 deutlich an. Die Augen sind oft nicht immer gleich, die Körperproportionen sind des Öfteren anatomisch nicht ganz passend und auch die Schärfe und Detailgenauigkeit sind nicht auf dem aktuellen Stand. Auch wirken die Bewegungen oft nicht flüssig und etwas abgehackt. Aber für Fans der Serie machen diese Mankos auch einen Teil der Nostalgie aus. Für Personen, die ganz neu mit der Serie anfangen, könnte es anfangs eventuell etwas störend wirken, aber man gewöhnt sich schnell an die Animationen.

Ton und Synchronisation

Wie bei den meisten Animes ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (DTS HD MA) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist dabei gut gelungen und die Stimmen der meisten Charaktere passen auch zu diesen. Jedoch ist es störend, dass einige Synchronsprecher ausgetauscht wurden. So wird der Hauptcharakter Shaolan nicht mehr von Konrad Bösherz gesprochen, sondern von David Turba, der seine Sache gut macht, aber sich an neue Stimmen zu gewöhnen, ist oft kein Pluspunkt. Dass auch das Dialogbuch und die Dialogregie gewechselt haben, merkt man dem Anime auch deutlich an. So wird Shaolan plötzlich von Sakura immer mit der Endung „-kun“ angesprochen, was in Staffel 1 nie der Fall war und für Kenner der ersten Staffel störend wirkt. Zudem ist die Aussprache einiger Namen inkonsistent und die einzelnen Silben werden oft unterschiedlich betont.

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Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version der Gesamtausgabe der zweiten Staffel von „Tsubasa Chronicles“.

Der Anime kommt in drei Standard-Amarayhüllen daher. Als Illustrationsmotiv für den Schuber wurden Sakura, Shaolan und Mokona gewählt. Das FSK-Logo wurde nur aufgeklebt und lässt sich problemlos entfernen.

Als physische Extras sind ein Sammelschuber und ein Booklet dabei. Als digitale Extras sind die Credits, das Clean Opening und Ending sowie einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von KAZÉ enthalten.

Fazit

„Tsubasa Chronicle“ bietet auch in Staffel 2 gute Unterhaltung. Die Charaktere sind sympathisch und die vielen Welten, die sie durchstreifen, halten vielfältige Abenteuer bereit. Den Animationen sieht man das Alter der Serie weiterhin an und die Synchronisation und das Dialogbuch haben sich im Vergleich zur ersten Staffel merkbar geändert. Trotzdem weiß der Anime weiterhin zu unterhalten und Fans der ersten Staffel können auch hier beherzt zugreifen. Für Kenner des Mangas bietet die zweite Staffel ebenfalls Anreize, da gut die Hälfte der Folgen Welten beinhaltet, die nicht im Manga vorkommen und somit neue Abenteuer umfassen, auch wenn diese teilweise den Geschehnissen im Manga widersprechen.

Review: Tsubasa Chronicle – Staffel 2 – Gesamtausgabe [Blu-ray]
7.7 / 10 Team
Handlung8.5
Charakterentwicklung8.5
Animation6.5
Synchronisation7
Unterhaltung8

Allgemeine Daten

Erscheinungstermin:  03. September 2020

Publisher:  KAZÉ

Genre: Fantasy

Laufzeit: 650 min.

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: Dolby Digital 2.0 Deutsch und Dolby Digital 2.0 Japanisch

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  • Tsubasa Chronicle – Staffel 2 Gesamtausgabe (Blu-Ray/DVD)
Handlung

Die Suche nach den Federn geht weiter!
Shaolan, Sakura und ihre Freunde sind auf der Suche nach den in Federn zersplitterten Erinnerungen der Prinzessin in einer neuen Welt gelandet. Diesmal müssen sie die Feder allerdings nicht lange suchen – sie ist öffentlich als Preis bei einem Flugwettbewerb ausgeschrieben. Alle trainieren hart, um das Rennen für sich entscheiden zu können; besonders Fye und Kurogane erweisen sich als geschickte Piloten. Als das Rennen startet und die Freunde auf ihre Gegner treffen, wartet eine Überraschung auf sie: Zum großen Erstaunen der Dimensionsreisenden kommen ihnen ihre Konkurrenten alle sehr bekannt vor…


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