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“Tsubasa Chronicle” kam ursprünglich 2005 als Animeadaption der gleichnamigen Mangareihe heraus. 15 Jahre später hat Publisher KAZÉ nun beide Staffeln der Serie als Gesamtausgabe auf Disc herausgebracht – erstmals auch auf Blu-Ray. Wir haben uns die Gesamtausgabe der ersten Staffel angeguckt und wie uns der Ausflug in die Welten, die Shaolan und seine Freunde bereisen, um Sakuras Federn zu finden, gefallen hat, das erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Ein großer Verlust

Shaolan ist ein junger Archäologe, der alte Ruinen ausgräbt, wie einst sein Vater. Eine ganz besondere Beziehung hat er zu Sakura, der Prinzessin des Landes und Schwester des aktuellen Königs. Insgeheim merkt man, dass beide füreinander Liebe empfinden, aber sie haben sich die Liebe noch nicht gestanden. Dazu kommt es leider auch nicht, denn eines Nachts greifen fremde Gestalten die Ruinen an, in denen sich Shaolan gerade befindet. Auch Sakura ist erstaunlicherweise dort, scheint aber nicht bei Verstand zu sein. Als sie vor einer leuchtenden Platte Flügel bekommt und eingesogen wird, rettet Shaolan sie. Die Flügel verschwinden und verwandeln sich in Federn, die direkt davon fliegen. Diese Federn sind in Wirklichkeit Teile von Sakuras Seele und so wird Shaolan mit Sakura zusammen zur Hexe der Dimensionen geschickt, um einen Weg zu finden, sie zu retten. Die Hexe offenbart ihm, dass Sakura sterben wird, wenn sie ihre Erinnerungen und damit ihre Seelenteile nicht zurück bekommt. So macht sich Shaolan zusammen mit Sakura und mit zwei Unbekannten, die ebenfalls bei der Hexe auftauchen, auf den Weg in fremde Welten. Die beiden Unbekannten sind zum einen der Schwertkämpfer Kurogane, der aus seiner Welt verbannt wurde, weil er der Stärkste von allen werden möchte und auch vor Mord nicht zurückgeschreckt ist und Fye, ein Magier, der einen mächtigen König in seiner Welt versiegelt hat und aus Angst nicht zurück in seine Welt möchte. Die Ziele der Reisenden sind also unterschiedlich, doch der Weg ist der gleiche. Mit Hilfe von Mokona, einem hasenähnlichen Wesen mit magischen Kräften, reist die Gruppe in neue Welten. Allerdings muss jeder im Austausch für diese Reise etwas Kostbares an die Hexe abgeben. Kurogane sein heiliges Schwert, Fye sein Tattoo auf dem Rücken, da die Quelle seiner Magie darstellt und Shaolan seine Beziehung zu Sakura, was bedeutet, wenn sie alle Erinnerungen zurück hat, wird sie sich trotzdem nicht an ihre Zeit mit Shaolan erinnern.

Sakura erwacht

Die erste Welt, die die Gruppe erreicht, ist eine, in der es Krieg zwischen Straßengangs gibt, die kleine Wesen (genannt Kudan) zum Kampf beschwören können und damit auch schießen. Shaolan träumte davon, dass der Herr der Flammen mit ihm einen Pakt eingehen möchte und in der Welt erkennt er, dass es kein Traum war und der Herr der Flammen, der als Wolf in Erscheinung tritt, sein magisches Tier wird. In dieser Welt finden sie die erste Feder an dem Mantel von Shaolan und geben sie Sakura, die danach schon etwas besser aussieht. Aber Mokona, die Riesenaugen bekommt, wenn eine Feder in der Nähe ist, hat noch eine weitere lokalisiert. Als sie diese suchen wollen kommt jedoch etwas dazwischen: Sakura ist verschwunden. Sie ist aufgewacht und spaziert alleine durch die neue Welt. Dabei schafft sie es, mit ihrer lieben Art, einen Anführer einer Straßengang wieder auf den Weg der Rechtschaffenheit zurückzuführen. Als Shaolan sie schließlich findet, erzählt ihr ein anderer Bandenchef, der ihr half, dass sie selbst davon sprach, ihre Federn zurückzuholen. Am nächsten Tag wird dann Mokona entführt zusammen mit einem Jungen, der Shaolan und den anderen half. Bei ihrer Rettungsmission müssen sie gegen ein Idol kämpfen, das sich die Entführung ausgedacht hat und mit einer der Gangs in Verbindung steht. Fye kann sie besiegen, doch es gibt noch immer keinen Hinweis auf Sakuras Feder, die in einem der beschworenen Wesen vermutet wird. Als Shaolan gegen den Anführer der Gang kämpft, spürt Mokona die Feder – nämlich als der Junge, der mit Mokona gefangen genommen wurde, in Gefahr ist. Sein Kudan hat diese Feder im Inneren und Shaolan schafft es mit Mühen, diese zu bergen, da der Kudan außer Kontrolle geraten ist und eine immense Kraft aus der Feder zog.

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Das Böse lauert in vielen Welten

Nachdem die Feder geborgen wurde, macht sich die Gruppe in weitere Welten auf. Zunächst landen sie in einer altjapanischen Stadt, die von einem böse Feudalherren regiert wird, der ein Jahr zuvor enorme magische Kräfte erhalten hat. Shaolan und seine Freunde vermuten eine der Federn als Quelle dieser Macht. Mit Hilfe eines Mädchens, dessen Mutter eine mächtige Magierin war und im Kampf gegen den Feudalherren starb und durch einen magischen Gegenstand der Hexe der Dimensionen, den sie im Austausch für Fyes Zauberstab gab, schaffen es die Freunde ins Innere des Schlosses. Dort bekommen es Shaolan, Kurogane und Fye mit einer mächtigen Magierin namens Kiishimo zu tun, die vom Feudalherren dort eingesperrt wurde und durch ein magisches Item gezwungen ist, seinen Befehlen zu folgen. Diese verwandelt den gesamten Raum in einen Säuresee und attackiert die Gruppe auch mit Säureblasen. Während Fye Shaolan zur Flucht verhilft, so dass er den Feudalherren aufsuchen kann, besiegen Kurogane und Fye die Hexe, die sich danach bedankt, da sie nun nicht mehr dem Feudalherren dienen muss. Beim Feudalherren angekommen muss Shaolan gegen die Dorfbewohner kämpfen, die ins Schloss eindrangen, um ihm zu helfen, aber nun unter dem Bann des Feudalherren stehen. Er durchschaut seine List aber und kann ihn besiegen. Bevor er weiter vorgehen kann, erscheint Kiishimo und zieht den Feudalherren in ihre Welt. Sakura bekommt ihre Feder zurück und es geht in die nächste Welt. Diese hat einen großen See mit einer winzigen Stadt auf dessen Grund und einen leuchtenden Fisch, der die Sonne für die Stadt darstellt. Er gibt Shaolan eine seiner leuchtenden Schuppen ab, aber da keine Feder in der Welt spürbar ist, zieht die Gruppe weiter. In der nächsten Welt erwartet die Freunde dann eine Schneelandschaft und eine alte Legende, in der eine Prinzessin mit goldenen Haaren vor 300 Jahren eine Feder erhielt und daraufhin die Kinder der umliegenden Dörfer zu sich holte, die nie wieder gesehen wurden. Da in der Nähe des Schlosses erneut Kinder verschwinden, macht sich die ungleiche Truppe auf ins Dorf, wo sie feindselig empfangen werden.

Das Geheimnis des Schlosses

Bevor die Situation eskaliert, werden sie jedoch von dem Dorfarzt gerettet, der ihnen die Situation nochmal genau erklärt. Shaolan und seine Freunde dürfen in seinem Anwesen übernachten, doch in der ersten Nacht wacht Sakura auf und sieht die Prinzessin aus der Legende durch die Stadt streifen. Als die Gruppe am nächsten Tag das alles untersucht und auch zum Schloss geht, stellen sie fest, dass das Schloss mehr eine Ruine ist und der Zugang durch einen reißenden Fluss blockiert wird. Nachdem zunächst der Verpächter in den Fokus gerät, stellt sich später heraus, dass der bisher nett erscheinende Arzt hinter allem steckt, da er die Feder erhalten möchte. Nachdem sie ihn besiegt haben, landet die Truppe in einer Welt, wo es ein Kampfturnier zu gewinnen gibt. Diese Welt kommt nicht im Manga vor und ist auch recht kurzweilig, bevor es im Anschluss in eine neue Welt geht, die von Monstern, genannt Oni, heimgesucht wird. Shaolan und Kurogane lassen sich als Oni-Jäger eintragen und verdienen damit ihr Geld, während Sakura und Fye ein Café eröffnen. Nach einigen seltsamen Vorkommnissen erscheint ein Mensch, der anscheinend dazu in der Lage ist, die Oni zu kontrollieren. Dieser ist ein alter Bekannter von Shaolan, nämlich sein einstiger Kampftrainer, Seishirou. Shaolan stellt sich seinem alten Lehrmeister, nachdem dieser behauptet, Fye getötet zu haben, als er sein Café besucht hat. Kann Shaolan seinen einstigen Kampflehrer besiegen, der noch eine Feder von Sakura in seinem Besitz hat? Und was genau hat es mit den Oni auf sich und ist Fye wirklich tot? Das wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Dazu schaut euch am besten selbst die Gesamtausgabe der ersten Staffel von “Tsubasa Chronicle” an.

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Das Alter der Serie merkt man dem Animationsstil deutlich an. Die Augen sind oft nicht immer gleich, die Körperproportionen sind des Öfteren anatomisch nicht ganz passend und auch die Schärfe und Detailgenauigkeit ist nicht auf dem aktuellen Stand. Aber für Fans der Serie machen diese Mankos auch einen Teil der Nostalgie aus. Für Personen, die ganz neu mit der Serie anfangen, könnte es anfangs eventuell etwas störend wirken, aber man gewöhnt sich schnell an die Animationen.

Ton und Synchronisation

Wie in den meisten Anime ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (DTS HD MA) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist dabei sehr gut gelungen und die Stimmen der meisten Charaktere passen exzellent. Lediglich ein paar Nebencharaktere, die nur wenige Sätze sprechen, sind nicht optimal besetzt worden. Die Musik ist derweil sehr gut gelungen und weist zwischen epochalen Soundtracks in wichtigen Szenen und ruhigen, an RPG-erinnernden Melodien, in besinnlichen Szenen alles auf, um den Anime musikalisch optimal zu begleiten. Die Ausgabe ist lediglich in Stereo und aufgrund einiger Actionszenen wäre eine Surroundtonspur wünschenswert gewesen, sofern das Equipment dafür beim Zuschauer vorhanden ist. Gesamthaft stellt das aber nur einen kleinen Makel dar.

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Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version der Gesamtausgabe der ersten Staffel von “Tsubasa Chronicle”.

Der Anime kommt in drei Standard-Amarayhüllen daher. Als Illustrationsmotiv für den zugehörigen Schuber wurden alle wichtigen Charaktere der ersten Staffel gewählt, wobei Shaolan und Sakura am größten abgebildet sind. Das FSK-Logo wurde nur aufgeklebt und lässt sich probemlos entfernen.

Als physische Extras sind ein Sammelschuber und ein Booklet dabei. Als digitale Extras sind die Credits, Clean Opening und Ending sowie einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von KAZÉ enthalten.

Fazit

“Tsubasa Chronicle” ist eine Serie mit viel Story, Humor und doch einer gewissen Ernsthaftigkeit, die fesseln kann. Der Anime hält sich recht nah an die Story des Mangas und weist nur einige zusätzliche Szenen und Welten auf, die in der Mangavorlage nicht vorkamen. Optisch ist der Anime durch sein Alter nicht auf der Höhe der Zeit, aber Fans der Serie können darüber sicherlich hinweg sehen. Die deutsche Synchronisation ist gut gelungen und vorallem die markanten Musikstücke werten einige Szenen enorm auf. Insgesamt handelt es sich um eine spannende Serie mit vielen Wendungen, aber auch noch vielen offenen Fragen, die Lust auf Staffel 2 macht.

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Allgemeine Daten

Erscheinungstermin:  06. August 2020

Publisher:  KAZÉ

Genre: Fantasy

Laufzeit: 650 min.

FSK: 12 (ein Volume 6)

Bild: 1080p

Ton/Sprache: Dolby Digital 2.0 Deutsch und Dolby Digital 2.0 Japanisch

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Handlung

Die Prinzessin des Landes Clow, Sakura, und Shaolan, der Sohn eines Archäologen, sind trotz ihres Standesunterschiedes bereits seit der Kindheit eng befreundet. Als Sakura Shaolan ihre Liebe gestehen will, geschieht jedoch das Unfassbare: Sakuras Erinnerungen zersplittern in unzählige Federn, die in die verschiedensten Dimensionen verstreut werden. Sakura liegt im Sterben! Um ihr Leben zu retten, hat Shaolan keine andere Wahl als einen Pakt mit der Hexe Yuuko einzugehen. Im Austausch für Sakuras Erinnerung an Shaolan gewährt Yuuko ihm die Hilfe von Mokona und zwei Begleitern. So beginnt für Shaolan und seine neuen Freunde eine abenteuerliche Reise durch Raum und Zeit..


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Ich bin Frank und seit 2018 bei AnimeNachrichten als Redakteur tätig. Neben des Verfassens von News bin ich stark in das Korrekturlesen von Rezensionen und News eingebunden. Mich interessieren vor allem die Bereiche Anime und Gaming, aber ein paar wenige Mangareihen verfolge ich ebenso aktiv.
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