Review: To Love-Ru – Darkness Vol. 2

To Love-Ru – Darkness
©KENTARO YABUKI, SAKI HASEMI / SHUEISHA Toloveru darkness Project

Weiter geht es mit To Love-Ru – Darkness Vol. 2 und damit mit weiteren vier Episoden des EroAnime. Gleich vorweg: Noch immer bekommt der Zuschauer genau das geliefert, was man erwartet. Da sich die Geschichte aber im Mittelteil der Staffel befindet, lässt man sich etwas Zeit und versucht mehr auf die einzelnen Charaktere einzugehen, aber ob das wirklich funktioniert? Zudem haben wir es mit neuen Gegneenspielern zu tun. Wer der Feind im Hintergrund ist, wurde aber noch immer nicht geklärt doch gegen Ende von Volume 2 wissen wir etwas mehr, man fühlt sich aber auch leicht gelangweilt. Grund ist, dass sich Einiges wiederholt und irgendwie scheint auch Stillstand zu herrschen. Wie üblich für die meisten Harem-Animes, muss sich der Hauptcharakter entscheiden, wie es hier jedoch weitergehen wird, das ist eine Frage, auf die es wohl nie eine Antwort geben wird.

Dieses Mal geht es um unseren Protagonist Rito und seine Beziehungen zu einigen Charakteren. Gleich zu Beginn taucht jedoch zunächst ein neuer Feind auf und versucht mit seinen Tentakeln die Freunde zu bedrohen, stellt aber im Endeffekt kein großes Problem dar. Im Nachhinein steht der fast schon übliche Körpertausch an und Rito wird zu einem Mädchen. Diese Geschichte zieht man gar über die Länge von zwei Folgen hinaus. Auch erfahren wir mehr über Geschwisterbeziehungen und irgendwie scheint man mit all dem auf ein dramatische Finale hinzuarbeiten.

Mit den Episoden fünf bis acht bekommt man als Fan wohl wieder die volle Ladung von To Love-Ru – Darkness, aber irgendwie will der Funke immer noch nicht überspringen. Man bekommt eine Handlung geboten, welche einfach extrem typisch für das Genre des EroAnime ist, darunter auch der klassische Harem. Rito steht zwischen den Mädchen und scheint sich in dieser verzwickten Situation langsam in alle zu verlieben. Doch auch wenn dieser Prozess dauert, ist der Gedanke einer polyamoröse Lebensgemeinschaft scheinbar immer interessanter für den Charakter. Wie reagieren aber die anderen darauf und was gibt es in diesen vier Folgen noch zu entdecken?

©KENTARO YABUKI, SAKI HASEMI / SHUEISHA Toloveru darkness Project

Rito und die Frauen, aber auch Familie in To Love-Ru – Darkness Vol. 2

Der Anime macht es einem nicht immer leicht: Immer wieder wird er dramatisch, doch genau in diesen Momenten wird er auch albern oder es passiert etwas, so das Rito als Perversling dasteht, was sich ständig wiederholt. Man kann schon fast die Uhr danach stellen, denn es passiert hier fast in jeder der vier Episoden. So ist es natürlich schwer, sich als Zuschauer tiefer in die Geschichte hineinzuversetzen. Das ist eigentlich sehr schade, denn es gibt immer noch interessante Ansatzpunkte in der Geschichte von To Love-Ru – Darkness.

Man versucht tatsächlich, den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen und das merkt man in diesen vier Episoden deutlich: Man lernt einige neue Details über die Charaktere, was aber auch wirklich wichtig für den Anime ist, denn Stillstand kann er sich nicht leisten. Auf der anderen Seite bringt nichts, was wir in den vier Folgen lernen, irgendwie die Handlung weiter. So kennt man nun neue Fakten über die Figuren, aber man hat sich storytechnisch kaum vom Fleck bewegt und alles wirkt ein wenig, als ob man sich viel Zeit lassen möchte. Für den Zuschauer wirkt dieses gemäßigte Tempo leider oft sehr langweilig und die vier Episoden von To Love-Ru – Darkness wirken dadurch länger, als sie es tatsächlich sind.

Wir lernen in diesen vier Folgen des Anime auch viel über die Beziehung der Geschwistern. Manchmal wirkt es schon so, als ob es sich dabei um das Hauptthema handelt, denn es zieht sich durch alle Episoden, auch wenn es nicht immer unbedingt lange angesprochen wird. Man versucht hier alles, um den Zuschauer bei Laune zu halten, was jedoch nicht immer so gut funktioniert. Grund ist auch, dass nicht alle Figuren zwingend interessant sind. Vor allem Rito als männlicher Hauptcharakter wirkt in der dritten Staffel immer noch so blass, wie am Anfang, und das, obwohl er nun tiefere Gefühle für einige Charaktere entwickelt.

Randbemerkungen

Ein EroAnime lebt natürlich von den erotischen Szenen, das sagt der Name schon aus. Dazu ist To Love-Ru auch bekannt dafür sehr Edgy zu sein und man deutet vieles nicht nur an, sondern schlägt mit dem Holzhammer zu. Es gibt dabei aber auch einige Momente, die sogar moralisch fragwürdig sind. Als Rito noch eine Frau ist, wird er augenscheinlich vergewaltig. Man spielt das natürlich runter, weil diese Versuche nichts neues sind, aber gefangen im Körper der Frau geht der Charakter sogar weiter als gewöhnlich. Das ist für den Zuschauer eine Frage der eigenen Moral und Ehtik, denn diese Szenen könnten für den ein oder anderen sicher schon Grenzen überschreiten.

Ansonsten gibt es bei To Love-Ru – Darkness Vol. 2, wie schon beim Vorgänger, Szenen, die typisch für das Genre sind. Als Kenner und Fan der Reihe weiß man natürlich auch, was passiert. So gibt es die typischen Unfälle mit Rito und immer wieder streut man Nacktheit ein. Wie schon erwähnt kann das auch in unpassenden Momenten passieren, was die Handlung immer wieder ruiniert. Hier und da wäre etwas weniger vielleicht tatsächlich mehr gewesen…

©KENTARO YABUKI, SAKI HASEMI / SHUEISHA Toloveru darkness Project

Optik

Bei der Optik hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel geändert, da wir uns schließlich innrerhalb einer Staffel bewegen. So ändert sich auch die Qualität der Zeichnungen nicht. Immer noch sind die Hintergründe zwar vorhanden, aber die Details werden für andere Dinge gebraucht und hier überlässt man meist nichts der Fantasie des Zuschauers. Einige Dinge werden dabei sehr detailliert gezeigt und bei anderen muss man dann doch noch sehr kreativ sein. Alleine wenn Rito wieder einmal hinfällt und das Mädchen dabei auch ihren Slip verloren hat und dann plötzlich auf seinem Gesicht sitzt, braucht man jedoch wenig Fantasie, um sich denken zu können, was da gerade passiert und was man andeutet.

Es gibt zwar ein paar neue Gegenspieler bei To Love-Ru – Darkness Vol. 2, aber die halten sich insgesamt in Grenzen und so gibt es hier auch nichts wirklich Neues zu berichten. Auch Rito als Frau gab es in den Vorgänger-Staffeln schon zu sehen. Interessant ist dann eher eine Szene, in der die Charaktere ihre Oberweite tauschen und man dadurch sieht, wie diese mit Brüsten anderer Größe aussehen, aber in einem Anime der so voller Fanservice steckt, wirkt auch das auch nicht so erfischend neu.

©KENTARO YABUKI, SAKI HASEMI / SHUEISHA Toloveru darkness Project

Fazit:

To Love-Ru – Darkness Vol. 2 macht dort weiter, wo das erste Volume aufhörte. Man lernt als Zuschauer einige neue Details über die Charakter, aber man wird auch schnell ein wenig gelangweilt, sollte man nicht grundsätzlich Fan des Genre sein. Klar, die Serie ist immer noch ein sehr genretypischer Anime und man sollte daher nicht die ausgeklügelsten Geschichten oder allzu gute Action erwarten. Stattdessen plätschert alles ein wenig vor sich hin.

Review: To Love-Ru – Darkness Vol. 2
6.3 Team
Handlung5
Charakterentwicklung6
Animation7.5
Synchronisation8
Unterhaltung5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 18. Mai 2018

Publisher:  FilmConfect Anime

Genre: Ecchi, Harem, Comedy, Action

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: Deutsch & Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Seit Ritos unfreiwilligem Liebesgeständnis an die Mehrzahl seiner weiblichen Bekannten ist noch gar nicht viel Zeit vergangen, schon ziehen neue Wolken am Horizont seines einstmals unbeschwerlichen Single-Daseins auf. Momo, die jüngste Schwester seiner selbsternannten Verlobten, der außerirdischen Prinzessin Lala, plant einen Harem für Rito zu errichten und scheut dabei weder Intrigen noch körperliche Nähe. Währenddessen taucht eine mysteriöse Fremde auf, die versucht, die ehemalige Killerin Golden Darkness aus ihrem irdischen Freundeskreis zu reißen und wieder auf den Pfad der Dunkelheit zu führen. Der Kampf der beiden Mädchen um ihr ultimatives Ziel nimmt seinen Lauf und Rito gerät zwischen die spärlich bekleideten Fronten…

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