Angeschaut: Hinamatsuri Episoden 1-3

©2018 大武政夫・KADOKAWA刊/ヒナまつり製作委員会

Nachdem wir uns zuletzt Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online vorgenommen haben, ist es an der Zeit in unserem Format „Angeschaut“ eine weitere Serie der aktuellen Season zu behandeln. Dabei haben wir uns für die Anime-Adaption von Masao Ohtakes Manga „Hinamatsuri“ entschieden, die aktuell bei Streaming-Anbieter Crunchyroll im Simulcast läuft.

Anmerkung: Der Ersteindruck enthält Spoiler zu den ersten drei Folgen der Serie.

Nitta hat eigentlich alles: Eine schicke Wohnung, eine hohe Position innerhalb der Yakuza und sogar eine Sammlung luxuriöser Vasen nennt er sein Eigen. Da kann man es auch schon einmal ignorieren, wenn einem ein kleines Mädchen, eingepackt in eine Art Kokon, aus heiterem Himmel auf den Kopf fällt. Irgendwann gelingt es unserem Protagonisten jedoch nicht mehr, die Situation als Hirngespinst abzutun und er befreit das Mädchen namens Hina aus seiner „seltsamen Verpackung“. Dass das vielleicht keine sehr wohl überlegte Entscheidung war, wird Nitta schnell klar, als Hina mit ihren telekinetischen Kräften seine Keramiksammlung in Schutt und Asche zerlegt, doch den beiden gelingt es, sich zu arangieren. Eine sehr ungewöhnliche WG ist geboren!

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Dabei ist es aber vielleicht auch nicht ganz richtig, die Wohnsituation von Nitta und Hina als einfache WG abzutun. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden nämlich so etwas wie eine Vater-Tochter-Dynamik. Dabei bewegt sich Nitta durchgehend auf einem schmalen Grad zwischen geschickter Beeinflussung von Hina und absoluter Resignation im Angesicht der verrückten Ideen des Mädchens, die oft jeglichem gesunden Menschenverstand wiedersprechen. Wenn man sich als Zuschauer auf Hinamatsuri einlassen möchte, dann tut man jedoch ebenfalls gut daran, Logik schnell über Bord zu werfen, denn diese spielt in der Serie absolut keine Rolle. Dabei versucht der Anime seinen Witz aus den verrücktesten Ideen und Situationen zu ziehen. Gelingt dies in der ersten Episode zunächst nur bedingt, nimmt die Dynamik der humoristischen Elemente in den Episoden 2 bis 3 deutlich zu, so dass man einfach nicht anders kann als immer mal wieder laut loszulachen. Dass in Episode 1 noch nicht so viel Witz zum tragen kommt, ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass hier in atemberaubender aber dennoch angemessener Geschwindigkeit die Grundlagen für die weitere Handlung der Serie gelegt werden.

Interessant ist, dass im weiteren Verlauf des Anime nicht einmal unbedingt nur die Dynamik zwischen Nitta und Hina zu witzigen Situationen führt, sondern auch viele Nebencharaktere für den nötigen Humor sorgen. Sei es die etwas ungeschickte und naive Anzu, die ebenfalls besondere Kräfte besitzt und geschickt wurde, um Hina zu elimieren, nun jedoch in einer Kommune von Obdachlosen lebt. Oder auch Hinas Mittelschul-Klassenkameradin Hitomi, die dazu genötigt wird als Barkeeperin zu arbeiten und dabei auf ihren Klassenlehrer trifft. In Hinamatsuri scheint alles möglich!

Fazit:

Hinamatsuri fängt seltsam an… und geht mindestens ebenso seltsam weiter. Dabei beweist die Serie jedoch auch, das seltsam absolut nicht mit schlecht gleichzusetzen ist! Ganz im Gegenteil, denn Hinamatsuri schafft es auf eine ganz spezielle Weise den Zuschauer zum Lachen zu bringen. Auch wenn der Anime auf Grund der Einführung der Rahmenhandlung etwas weniger lustig startet und den Zuschauer nach der ersten Episode mit einem „Was zum Henker war das denn?!“-Gefühl zurücklässt, sollte man sich dadurch nicht abhalten lassen weiterzuschauen. Spätestens Episode 2 testet die Lachmuskeln dann nämlich ausgiebig. Dabei ist es zum einen die Dynamik zwischen Protagonist Nitta und der seltsamen Hina, die der Serie ihren Unterhaltungswert verleiht. Zum anderen gelingt es aber auch die Nebencharaktere geschickt zu nutzen, um humoristische Elemente beizusteuern. Das tolle an der Serie: Man hat keine Ahnung was einen wohl in der nächsten Episode erwartet, kann aber getrost davon ausgehen, dass man den Bildschirm nicht ohne mehrfaches Lachen wieder verlassen wird. Ist es nicht das, was einen guten Comedy-Anime ausmacht? Hinamatsuri ist jedenfalls trotz, oder gerade wegen seiner Verrücktheit und Unkonventionalität eine absolute Empfehlung für Comedy-Liebhaber, denen es gelingt, jegliche Logik über Bord zu werfen! Hoffen wir, dass der Anime sein aktuelles Humor-Niveau auch in den weiteren Episoden halten kann…

Hinamatsuri läuft aktuell immer freitags um 15:30 Uhr im Simulcast bei Crunchyroll

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