© Taiki Kawakami, Fuse, KODANSHA/"Ten-Sura" Project
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Mitte Juni startete KAZÉ mit der Disc-Veröffentlichung der ersten Staffel der beliebten Serie “Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt”. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen und haben im Rahmen einer Rezension für euch in das erste Volume des Anime hineingeschaut. Was der Serienstart zu bieten hat, das erfahrt ihr in unserer nachfolgenden Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Wiedergeburt als Schleim

Satoru Mikami ist ein 37-jähriger Angestellter eines Bauunternehmens, bei dem er durchaus Karriere gemacht hat. Eigentlich geht es ihm gut, doch was ihm im Leben fehlt ist eine Frau an seiner Seite, denn eine Freundin hatte er noch nie. Dazu kommt es allerdings auch nicht mehr, denn als er sich mit seinem guten Kumpel Tamura und dessen neuer Flamme trifft, wird er auf offener Straße von einem dahergelaufenen Messerstecher tödlich verletzt. Doch noch während seines Ablebens hört er immer wieder eine Stimme, die davon berichtet, dass er neue Skills erlernt habe. Und als wäre das nicht verrückt genug, erlischt sein Bewusstsein nicht mit seinem Tod, sondern er findet sich plötzlich in einer anderen Welt wieder.

Dort kann er zunächst nichts sehen, nichts riechen und nichts schmecken und findet nach kurzer Zeit heraus, dass er offenbar nicht als Mensch, sondern als Schleim wiedergeboren wurde. Allerdings hat er all seine Erinnerungen an sein altes Leben behalten und macht sich zunächst daran die Umgebung und seine Fähigkeiten zu erkunden. Dabei gewinnt er die Erkenntnis, dass er mit seinem Skill “Raubtier” verschiedene Materialien verschlingen in seinem Magen aufnehmen kann. Dort können diese dann mit Hilfe seines Unique-Skills “Großer Weiser” analysiert werden. Zudem ist es ihm möglich, durch die Dinge, der er tut, aber auch durch das Verschlingen von besiegten Monstern neue Fähigkeiten zu erlernen.

Eine schicksalhafte Begegnung

Plötzlich trifft er in der Höhle, in der er sich offenbar befindet, auf eine Barriere aus der die Stimme des Sturmdrachen Veldora zu ihm dringt, der dort 300 Jahre zuvor durch eine Heldin mit dem Skill “Ewiger Kerker” versiegelt wurde. Dieser ist furchtbar einsam und freut sich über den ungewöhnlichen Besucher, dem er den Skill “Magische Wahrnehmung” beibringt, mit dem der Schleim endlich seine Umgebung sehen kann. Die beiden freunden sich an und geben sich gegenseitig einen Namen. So nennt Veldora seinen neuen Kumpel Rimuru und dieser gibt den beiden wiederum den Familiennamen Tempest.

© Taiki Kawakami, Fuse, KODANSHA/”Ten-Sura” Project

Natürlich möchte Rimuru die Außenwelt entdecken, doch da das bedeuten würde einen einsamen Veldora zurückzulassen kommt ihm die Idee, den Drachen samt seinem Kerker mit Raubtier zu verschlingen und in seinem Magen nach und nach die Barriere zu analysieren, um diese irgendwann auflösen zu können. Als das erledigt ist, macht er sich auf den Weg zum Ausgang der Grotte, wobei er die verschiedensten Monster besiegt und sich deren Skills aneignet, die es ihm nun u.a. auch ermöglichen zu sprechen. Vorher konnte er sich nur telepathisch unterhalten. Nach vielen Tagen endlich am Ausgang angekommen, trifft er dann auf drei Abenteurer – die ersten Menschen auf die Rimuru in dieser Welt trifft. Allerdings gibt er sich ihnen vorsichtshalber nicht zu erkennen und schleicht sich stattdessen an ihnen vorbei aus der Höhle hinaus.

Ein Schleim als Anführer

Dort erwarten den Schleim allerdings schon einige Goblins, die ihn als mächtiges Wesen wahrgenommen haben und ihn darum bitten, ihr Dorf vor dem Angriff der Wölfe der zu schützen. Diese sind wie viele andere Monster aktiv geworden, seitdem Veldora vor einem Monat verschwand, dessen Aura die Bewohner des Jura-Waldes, in dem die Siegelgrotte liegt, immer im Zaum gehalten hatte. Tatsächlich willigt Rimuru ein, den hoffnungslos unterlegenen Goblins zu helfen und es gelingt ihm nicht nur mit einem Heilmittel, dass er in seinem Magen aus dem seltenen Hipokte-Gras gewonnen hat, welches in der Siegelgrotte wuchs, die Verletzten der Goblins zu heilen, sondern auch durch Taktik und seine neuen Skills den Anführer der Wölfe im Kampf zu töten. Daraufhin unterwirft sich ihm der Rest des Rudels und die Goblins schwören ihm ihre ewige Treue, was dazu führt, dass er als Schleim nun der Anführer dieses neu zusammengewürfelten Haufens geworden ist.

Da er es praktischer findet, sie ansprechen zu können, möchte er allen einen Namen geben, da die einfachen Monster bisher noch keine Namen besitzen. Dabei ist Rimuru jedoch nicht bewusst, dass es unheimlich viel magische Kraft kostet einem Wesen in dieser Welt einen Namen zu geben. So kommt es, dass sich der Schleim am Ende dieser Prozedur erst einmal drei Tage regenerieren muss, da er sich aufgrund von Magiearmut nicht mehr rühren kann. Als er aus seinem Regenerationsmodus erwacht, traut er seinen Augen kaum, denn die Goblins wie auch die Wölfe haben sich durch ihre neuen Namen weiterentwickelt. So sind die männlichen Goblins zu Hobgoblins und die weiblichen zu Goblinas geworden, während sich die Wölfe zu Tempest Wölfen weiterentwickelt haben.

Im Angesicht dieser neuen Situation macht sich Rimuru daran die drängendsten Probleme zu lösen, die für ihn Unterkunft, Kleidung und Nahrung für die Goblins und Wölfe lauten. Da sich keiner der Goblins mit der Herstellung von Kleidung oder dem Bau von Häusern auskennt, beschließt Rimuru sich mit einer kleinen Gruppe nach Dwargon, dem Staat der Zwerge, aufzumachen, mit denen die Goblins bereits zuvor Handle getrieben haben und die handwerklich extrem begabt sind. Dort regiert der Heldenkönig Gazelle Dwargo, der in seinem Land alle Rassen und keinerlei Streitigkeiten duldet. Für Rimuru ist es jedoch mindestens ebenso interessant, dass es dort neben Zwergen auch Elfen geben soll, die er bisher natürlich auch nur aus Sagen kennt. Doch wird Rimuru in Dwargon einen Handwerksmeister finden, der bereit ist, seine Expertise mit den Goblins zu teilen? Und welche Abenteuer erwarten den Schleim sonst noch im Königreich der Zwerge? Das möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Schaut euch doch am besten selbst das erste Volume der Serie “Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt” an!

© Taiki Kawakami, Fuse, KODANSHA/”Ten-Sura” Project
Bild und Animation

Wenig überraschend liegt das Bildmaterial des Anime “Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt” im aktuellen Standardformat von 16:9 und der üblichen Full-HD-Auflösung von 1080p vor. Die Farben sind dabei vielfältig, jedoch hin und wieder weniger kräftig ausgeprägt. Das Bild ist im Prinzip jederzeit scharf – hier gibt es nichts zu bemängeln.

Schaut man auf die Animationen der Serie, dann wird schnell klar, dass der Anime hier keine neuen Maßstäbe setzt. Grundsätzlich ist die Animationsqualität durch die Bank weg in Ordnung, was auch für actionreichere Szenen gilt, die meist dynamisch wirken, sich jedoch nicht besonders hervortun – gerade im Vergleich mit anderen Genre-Vertretern oder weiteren Serien im Allgemeinen. Mit Details, vor allem bei den Hintergründen, die oft zudem etwas statisch wirken, hat man sich auch etwas zurückgehalten. Zu Beginn, als sich Satoru im Körper eines Schleims wiederfindet, gibt es zudem kurze Szenen, die animationstechnisch überhaupt nicht in das Gesamtgefüge der Serie hineinpassen. Warum man sich hier für dieses “Stilmittel” (wir gestehen den Machern der Serie einfach einmal zu, dass es sich dabei wohl um ein solches handelt) entschieden hat, ist nicht wirklich klar. Insgesamt wäre im Hinblick auf die Animationen der Serie sicher noch etwas mehr möglich gewesen, auch wenn man die Animationsqualität des Anime alles in allem natürlich nicht als schlecht bezeichnen kann.

Ton und Synchronisation

Die Serie kommt natürlich mit deutscher Synchronisation daher, bietet Fans der Originalvertonung aber auch die japanische Sprache mit deutschen Untertiteln, wobei beide Tonspuren im Format DTS HD Master Audio 2.0 vorliegen. Dass es sich dabei um Stereoton handelt, ist ein kleines Manko, denn Raumklang hätte in diversen Szenen des Anime Sinn gemacht. Dabei fallen einem als Zuschauer nicht nur die actionlastigen Sequenzen ein, sondern beispielsweise auch Rimurus anfängliche Erkundung der Siegelgrotte. Qualitativ gibt es am Ton jedoch nichts auszusetzen.

Die deutsche Synchronisation des Anime ist bereits durch die TV-Ausstrahlung auf dem Sender TNT Comedy sowie den Stream bei Crunchyroll bekannt und entstand 2020 unter der Dialogregie von Velin Marcone bei der TNT Media GmbH in Berlin. Die deutschen Dialoge wirken dabei natürlich und können dadurch überzeugen. Bezüglich der Sprecherwahl gilt natürlich wie immer, dass das Ganze Geschmackssache ist. Als Kenner der japanischen Tonspur haben wir bei der ein oder anderen Stimme eine kleine Weile benötigt, bis wir uns an sie gewöhnt hatten. Dazu zählten beispielsweise auch Peggy Pollow als Rimuru und Sven Plate als Gobuta. Rein unter Berücksichtigung, ob die gewählten Stimmen zum jeweiligen Charakter passten, konnten wir uns aber an die Auswahl gewöhnen und uns auf die Performances konzentrieren, die in den meisten Szenen und durch die Bank weg gelungen sind. Es mag die ein oder andere Sequenz geben, aus der man mehr hätte herausholen können. So hat uns beispielsweise in einer Szene im Zwergenkönigreich Dwargon ein wenig der Nachdruck in den Stimmen gefehlt, der gut zur entsprechenden Situation gepasst hätte. Das sind allerdings geringe Makel. Insgesamt wirkt die hiesige Vertonung somit grundsolide.

© Taiki Kawakami, Fuse, KODANSHA/”Ten-Sura” Project
Physische Umsetzung

Ihr kennt es natürlich schon aus unseren anderen Anime-Reviews: Auch diesmal hat die physische Ausgestaltung des Produkts keinerlei Einfluss auf die Gesamtwertung unserer Rezension. Wir geben euch natürlich dennoch wieder einen entsprechenden Überblick, um euch ein Bild von dem zu vermitteln, was euch bei einem Kauf erwartet. Die nachfolgenden Bilder sowie die Informationen beziehen sich dabei auf die limitierte Blu-Ray-Version des ersten Volumes der Serie “Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt”.

Für diese Veröffentlichung hat KAZÉ als Form ein Digipack gewählt, das im eigenen Pappschuber daherkommt. Dieser Pappschuber wirkt von seiner Stabilität ausreichend, bei einem Postversand oder unvorsichtiger Behandlung kann es hier aber auch schnell einmal zu Beschädigungen kommen. Im Falle des ersten Volumes dürfte das jedoch seltener der Fall sein, da dieses mit einem zusätzlichen Hardcover-Sammelschuber daherkommt, der am Ende Platz für alle vier Volumes der ersten Serienstaffel bieten wird und auf dessen Front und Rückseite jeweils die wichtigsten Charaktere aus der Serie abgebildet sind. Auf dem Pappschuber des Volumes sind hingegen Rimuru als Schleim, Gobuta auf seinem Wolf sowie Shizue Izawa zu sehen. Das Digipack selbst wird von zwei lustigen Comics geziert. Auf aufgedruckte FSK-Kennzeichnungen wurde auf beiden Schubern, nicht jedoch auf dem Digipack verzichtet.

Auch mit physischen Extras hat sich KAZÉ bei dem Release nicht zurückgehalten. Zunächst einmal finden Käufer einen Plüschschleim vor, der als Anhänger genutzt werden kann und in einer von vier Farben daherkommt. Welche Farbe dem eigenen Volume beiliegt erfährt man allerdings erst nach dem Auspacken. Bei uns war der Schleim grünlich. Zudem dürfen sich Käufer auf ein schickes Poster, einen kleinen Stickerbogen, ein Booklet, einen Aufsteller von Rimuru sowie einen Schleim-Puffy-Sticker freuen.

Fazit

Mit dem ersten Volume der Serie “Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt” liefert uns KAZÉ den Start in eine etwas andere Isekai-Geschichte, in der sich unser Protagonist plötzlich als Schleim in einer Fantasy-Welt wiederfindet. Dabei dürfen sich die Zuschauer auf solide Animationsqualität freuen, aus der man jedoch nicht das letzte herausgekitzelt hat, denn sich von anderen Genre-Vertretern abheben, das gelingt dem Anime nicht. Die deutsche Synchronisation der Serie wirkt solide und weist nur wenige Schwächen auf. Die Auswahl der Stimmen ist dabei wie gehabt Geschmackssache.

Wer bei der Serie auf die große Action aus ist, der dürfte enttäuscht sein, denn auch wenn der Anime durchaus die ein oder andere actionreiche Szene bietet, so liegt der Fokus doch ganz klar auf der Entwicklung des Schleims Rimuru sowie seinen Ideen für sein Leben in und seine Adaption an die fremde Welt. Wer damit rechnet und sich auf den Serienstart einlässt, der bekommt eine Story geliefert, die Lust auf mehr macht, denn natürlich möchte man als Zuschauer wissen, wie es wohl mit Rimuru und Plänen weitergeht. Fantasy- und Isekai-Fans sollten also allemal einen Blick riskieren.

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ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 17. Juni 2021

Publisher: KAZÉ

Genre: Fantasy, Isekai, Abenteuer

Laufzeit: ca. 150 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

Im Handel bestellen:
  • Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt – Vol. 1 [KAZÉ] (Blu-Ray/DVD) / [Amazon] (Blu-Ray/DVD)
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Handlung:

Gerade ist der erfolgreiche und gut aussehende Satoru Mikami noch mit seinen Firmenkollegen unterwegs – da wird er von einem Verrückten mit Messer auf offener Straße erstochen. Während der Unglückliche langsam das Bewusstsein verliert, vernimmt er eine Stimme, die wirres Zeug daherredet, und ehe er sich’s versieht, scheint er wiedergeboren worden zu sein: nur leider als Schleim, dem niedersten und schwächsten Monster einer typischen Fantasiewelt. Ohne sehen zu können, wabbelt er tagelang durch eine Höhle, bis er auf den dort versiegelten Sturmdrachen Veldora trifft. Die beiden freunden sich an und der Schleim erhält einen Namen: Rimuru Tempest. Zudem hat sich die seltsame Stimme unterdessen als „Großer Weiser“ herausgestellt – ein Unique-Skill, der Rimuru über die Welt und seine Fähigkeiten aufklärt. Denn in ihm schlummert eine unglaubliche Macht …


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Ich bin Steffen, seit 2016 Teil des AnimeNachrichten-Teams und nur wenig kürzer auch als Chefredakteur tätig. Aus diesem Grund habe ich meine Finger eigentlich in allen Themengebieten im Spiel, kümmere mich jedoch inbesondere um Anime, Manga, Light Novels, Interviews sowie um die Kommunikation mit unseren Partnern aus der Branche.
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