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Im Januar 2021 veröffentlichte KAZÉ das insgesamt zweite Volume der Serie “Nicht schon wieder, Takagi-san” und schloss damit den Disc-Release der ersten Staffel des Anime ab. Wir haben Takagi-san und Nishikata für euch einmal mehr in ihrem Schulalltag begleitet und verraten euch in unserer Review, was das Staffelfinale zu bieten hat.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Weiterhin episodischer Aufbau

Dem grundsätzlichen Stil bezüglich des episodischen Aufbaus der einzelnen Serienfolgen bleibt der Anime auch im Verlauf des zweiten Volumes weiter treu. Das bedeutet, dass die einzelnen Folgen meist aus je vier getrennten Handlungsabschnitten bestehen, die zumindest oft auch nicht unbedingt direkt aufeinander aufbauen. Drei dieser Handlungsabschnitte beschäftigen sich dabei stets mit der namensgebenden Takagi-san und ihrem Klassenkamerad Nishikata, während sich die vierte kurze Geschichte dann auf deren drei Klassenkameradinnen Yukari, Mina und Sanae fokussiert. Manchmal entfällt die kurze Story rund um die drei Letztgenannten jedoch auch.

Dabei muss sich Nishikata auch in Volume 2 einmal mehr damit auseinandersetzen, dass Takagi-san ihn immer wieder drankriegt. Daran trägt er aber weiterhin eine Mitschuld, denn oft ist es er selbst, der Wettkämpfe oder Wetten zwischen den beiden initiiert, sich aufgrund seines Charakters aber immer leicht beeinflussen lässt und zudem meist mehr als durchschaubar ist, weshalb er es nicht mit Takagi-san aufnehmen kann. Eine Ausnahme ist es natürlich, wenn diese ihn tatsächlich mal absichtlich in dem Glauben lässt, gewonnen zu haben, wenn es ihrem eigentlichen Ziel dient, was innerhalb des zweiten Volumes tatsächlich einmal der Fall ist, als Nishikata bei Schere, Stein, Papier gewinnt und Takagi-san ihm dann beim Aufräumen helfen muss. Doch diese wollte eigentlich nur ein wenig mehr Zeit mit ihm verbringen.

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Nishikata hat’s nicht leicht

Ein andermal treffen sich die beiden zufällig im Shopping-Center. Dabei bemerkt Takagi-san Nishikata, als dieser gerade den Buchladen verlässt, in dem er sich den neuesten Manga-Band der Shojo-Reihe “100% unglücklich verliebt” gekauft hat. Da ihm das peinlich ist, versucht er das natürlich vor Takagi-san zu verheimlichen, doch diese hat ihn natürlich wieder durchschaut, da sie ja bereits weiß, dass Nishikata die Geschichte mag. Auch ein Bluff seinerseits fliegt sofort auf, sodass er bei einem Ratespiel gegen seine Klassenkameradin den Kürzeren zieht und nun machen muss, was diese ihm sagt. Das kommt Takagi-san gerade recht, denn sie hat von ihrer Mutter Geld bekommen, um sich einen neuen Badeanzug zu kaufen. Dazu schleppt sie Nishikata kurzerhand mit, der ihr seine Meinung zu den verschiedenen Badeanzügen mitteilen soll, was diesem aber sichtlich unangenehm ist. Da hilft es auch nicht, dass plötzlich Kouki Nakai und seine Freundin Mano, beides Klassenkameraden von Nishikata und Takagi-san, im Geschäft auftauchen.

Bei einer anderen Gelegenheit besucht Takagi-san Nishikata das erste Mal bei ihm daheim, um mit ihm gemeinsam zu lernen. Zu dieser Einladung hat sie Nishikata mit einem Trick gebracht, da sie ihm versprochen hat, dass er ihre Aufgaben abschreiben darf. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie nur die Katakana-Schreibübungen mit dabei hat, wo das natürlich nicht wirklich etwas bringt. In der Schule steht dann bald ein Marathon-Lauf an – natürlich wieder eine gute Gelegenheit für Takagi-san und Nishikata, um gegeneinander anzutreten. Dabei geht es darum, wer schneller ist. Takagi-san macht ihm dabei das Angebot, dass er gewinnt, wenn er sie berühren kann. Da Nishikata das aber natürlich nicht in aller Öffentlichkeit machen möchte, einigen sie sich darauf, dass derjenige gewinnt, der innerhalb einer zuvor ausgemachten Distanz schneller ist. Dabei ist Nishikata jedoch nicht bewusst, dass die Mädchen zwei Kilometer früher umkehren dürfen als die Jungs, weshalb er einmal mehr das Nachsehen hat.

Doch auch wenn Nishikata versucht, keine falschen Gerüchte aufkommen zu lassen, so vermuten einige Klassenkameraden – Yukari ganz vorne mit dabei – dass er und Takagi-san ein Paar sind. Auch das führt immer wieder zu Situationen, die ihm peinlich sind und die Takagi-san als hervorragende Vorlagen dienen, um ihren Sitznachbarn zu foppen. Doch was hat sich die listige Takagi-san noch so alles für Nishikata einfallen lassen? Und wird es diesem am Ende gelingen, doch einmal einen Wettstreit für sich zu entscheiden? Das möchten wir an dieser Stelle noch nicht vorwegnehmen. Schaut euch das finale zweite Volume der ersten Staffel von “Nicht schon wieder, Takagi-san” doch einfach selbst an!

Bild und Animationen

An den grundlegenden Daten des Bilds ändert sich im zweiten Volume des Anime natürlich nichts, so dass die Serie weiterhin im aktuellen Standardformat von 16:9 bei einer Full-HD Auflösung von 1080p daherkommt. Die Farben sind ob des Comedy- und Romance-Charakters des Anime weiterhin passenderweise fröhlich gewählt und an der Bildschärfe gibt es bis zum Schluss nichts auszusetzen.

Auch bei den Animationen gibt es keine großen Auffälligkeiten zu berichten, wenn man diese mit den anfänglichen Episoden vergleicht. Dabei ist schnell klar, dass dies nicht unbedingt die große Stärke des Anime ist, egal ob es um die Bewegungsanimationen der Charaktere oder den Detailreichtum geht. Die relative Detailarmut des Anime, die immer wieder bei den Hintergründen oder beispielsweise auch bei den Haaren der Charaktere auffällt, entspricht aber im Grunde dem Stil des Mangas und stellt kein besonderes Manko dar, denn wichtig sind vor allem die Gesichtsausdrücke von Nishikata und Takagi-san, die stets gut umgesetzt wurden und deren Gefühle gut widerspiegeln.

Ton und Synchronisation

Auch bei den Fakten bezüglich des Tons hat sich im Verlauf des zweiten Volumes natürlich keine Änderung ergeben. Dieser kommt wieder im DTS-HD MA Format daher, das aktuellem Standard entspricht und bei dem es rein qualitativ nichts zu beanstanden gibt. Das Ganze wird wieder über eine 2.0 Stereotonspur ausgegeben, was kein echtes Manko darstellt, da sich der Anime aufgrund seines Genres primär auf die Dialoge fokussiert.

Auch die Synchronisation weist keinerlei große Veränderungen auf. Das liegt sicherlich auch daran, dass im Vergleich mit dem ersten Volume keine wirklich wichtigen Sprecher hinzukommen und der Fokus damit weiter auf dem bereits bekannten Cast liegt. Hin und wieder empfanden wir die Stimme von Lasse Dreyer (u.a. Gabiru in That Time I Got Reincarnated as a Slime) als Nishikata als etwas zu “quietschig”. Natürlich ist es nicht ganz einfach die Stimmfarbe eines Jungen in Nishikatas Alter zu imitieren. Hier hat sich Dreyer sehr bemüht, doch hin und wieder ist die Stimmlage, die dabei herauskommt, für den Hörer nicht besonders angenehm. Anna Gamburg (u.a. Haruna in Is This a Zombie?) als Takagi-san gefiel uns hier auf jeden Fall besser als ihr männlicher Counterpart. Diese Wertung basiert jedoch rein auf persönlichem Empfinden. Bezüglich der Performances ansich kann man keinem Cast-Mitglied einen Vorwurf machen. Diese sind zu jeder Zeit absolut einwandfrei.

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Physische Umsetzung

Wie gehabt hat die physische Aufmachung des Produkts auf unsere Review-Gesamtwertung keinen Einfluss. Nachfolgend geben wir euch dennoch einen entsprechenden Überblick, um euch einen Eindruck von dem zu vermitteln, was euch bei einem Kauf erwartet. Die Bilder und Informationen beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version des zweiten Volumes der Serie „Nicht schon wieder, Takagi-san.“

Ganz im bekannten Stil des ersten Volumes kommt auch Volume 2 von „Nicht schon wieder, Takagi-san“ in einer Standard-Amaray-Hülle daher, die in einer Papp-O-Card ausgeliefert wird. Letztere ist dabei wieder einigermaßen instabil, was eine vorsichtige Handhabe voraussetzt. Dabei ist auf der O-Card und dem Cover des Volumes jeweils das gleiche Motiv von Nishikata und Takagi-san zu sehen. Auf der O-Card konnte man dabei wieder auf ein aufgedrucktes FSK-Kennzeichen verzichten, welches dafür auf dem Amaray-Cover prangt. Das kann aber nach Wunsch durch ein Wendecover versteckt werden.

Bezüglich der Extras sieht es auch diesmal wieder eher mau aus. Physisch finden Käufer nur eine kostenlose Leseprobe der Mangavorlage, die in deutscher Sprache bei altraverse erscheint, im Volume vor. Digital sind zudem wieder vier Clean Endings mit an Bord.

Fazit

“Nicht schon wieder, Takagi-san” bleibt dem episodischen Aufbau der einzelnen Folgen bis zum Ende der ersten Staffel treu. Aus diesem Grund präsentiert sich die Serie weiterhin als ein Anime für Zwischendurch, von dem man sehr gut auch einfach mal eine Folge schauen kann, um dann erst nach einer Pause zu einem späteren Zeitpunkt weiterzuschauen. Das hat unbestreitbare Vorteile, nimmt dem Zuschauer aber zugleich auch das Gefühl, unbedingt sofort wissen zu wollen, wie es nun weitergeht. Auf Basis des Ursprungsmaterials aus der Mangavorlage von Soichiro Yamamoto, war dieser Aufbau des Animes aber sicherlich die sinnvollste Entscheidung für das Produktionsteam.

Insgesamt weiß “Nicht schon wieder, Takagi-san” dabei auch in der zweiten Hälfte durch ansprechenden Humor und das herzerwärmende Setting rund um Nishikata und seine Klassenkameradin Takagi zu überzeugen. Die Animationen sind dabei eher einfach und oft auch recht detailarm gehalten, was jedoch dem Stil der Vorlage nahekommt. Der Fokus liegt aber auf den Gesichtsausdrücken der Charaktere, die deren Emotionen gelungen widerspiegeln. Die deutsche Synchronisation ist dabei solide, auch wenn uns die Stimmfarbe von Lasse Dreyer als Nishikata leider nicht immer überzeugen konnte.

Insgesamt dürfen Comedy-Fans aber gerne zugreifen und können mit einem Blick in die Serie nicht allzu viel falsch machen.

Review: Nicht schon wieder, Takagi-san Vol. 2 [Blu-Ray]
7.3 / 10 Team
Handlung7
Charakterentwicklung6.5
Animation7.5
Synchronisation7
Unterhaltung8.5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 14. Januar 2021

Publisher: KAZÉ

Genre: Comedy, Romance, Slice of Life

Laufzeit: ca. 150 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Obwohl die Sommerferien begonnen haben, ist Nishikata auch jetzt nicht sicher vor Takagis Neckereien. Denn die beiden üben nun jeden Vormittag gemeinsam auf einem Fahrrad zu fahren, wobei sich mehr als genügend Gelegenheiten bieten, Nishikatas Gesicht rot anlaufen zu lassen. Warum er sich überhaupt darauf eingelassen hat, ist ihm jedoch selbst nicht wirklich klar. Zu Beginn des neuen Schuljahrs werden dann Gerüchte laut, dass Takagi und er ein Paar seien, da sie so vertraut miteinander umgehen, was Nishikata überhaupt nicht nachvollziehen kann. Als dann jedoch die Sitzordnung im Klassenzimmer geändert wird und die beiden nicht mehr nebeneinandersitzen, wird selbst ihm langsam klar, dass er Takagi trotz all ihrer Streiche doch nicht missen möchte …


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Ich bin Steffen, seit 2016 Teil des AnimeNachrichten-Teams und nur wenig kürzer auch als Chefredakteur tätig. Aus diesem Grund habe ich meine Finger eigentlich in allen Themengebieten im Spiel, kümmere mich jedoch inbesondere um Anime, Manga, Light Novels, Interviews sowie um die Kommunikation mit unseren Partnern aus der Branche.
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