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Balan Wonderworld” ist das neue Spiel aus dem Hause Square Enix. In den Trailern ist es uns immer wieder positiv aufgefallen. Nun ist es vor kurzem erschienen und wir teilen euch unsere Erlebnisse aus “Balan Wonderworld” mit. Um das bestmögliche grafische Erlebnis zu testen, haben wir uns diesmal für die PC-Version entschieden, welche es nur auf Steam gibt.

Das Abenteuer in der Wunderwelt

Zu Beginn des Spiels habt ihr die Wahl, ob ihr mit Leo oder Emma euer Abenteuer in “Balan Wonderworld” startet. Anschließend führt euch Meister Balan in seine Wunderwelt, wo es zwölf Geschichten zu entdecken gibt. Klingt zunächst echt interessant und macht Lust auf mehr. Im ersten Abenteuer, welches schon durch die Demo bekannt war, helft ihr einem Bauern bei seiner Ernte. Dazu gibt es immer kleine Cutscenes, welche uns beeindruckt haben. Allerdings wird da bereits ein echter Schwachpunkt deutlich. Das Storytelling kommt nicht wirklich gut rüber. Die Sequenzen erschlagen einen gefühlt und man fragt sich, was man gerade überhaupt getan hat. Generell empfinden wir die Einführung in die Handlung als eher lieblos gestaltet.

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Zu Beginn startet man auf der “Tim-Insel”- Diese ist ein zentraler Punkt im Spiel, von dem aus man in die einzelnen Welten startet. Darauf befinden sich kleine, bunte Wesen, welche “Tims” genannt werden und kleinen Küken ähneln. Zu Beginn weiß man auch nicht, was es mit diesen Wesen auf sich hat. Nach dem Start in ein Level, findet man bunte Edelsteine, welche es gilt einzusammeln. Später findet man heraus, dass man die Tims damit füttern kann und diese anschließend größer werden. Ein Ziel des Spiels ist aber nicht erkennbar. Aufgrund dessen ist es für den Spieler auch schwierig, sich in das Spiel hineinzuversetzen und erste Zielaufgaben ausfindig zu machen. Später fanden wir heraus, dass es eine kleine Nebenquest ist, diese Insel aufzubauen. Nette Idee, aber einige Erklärungen hierzu wären hilfreich gewesen.

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Insgesamt hatten wir bei dem Spiel das Gefühl, dass bestimmte Elemente aus Mario-Abenteuern verwendet wurden und man diesen Konkurrenz bieten wollte. Die Umsetzung hat uns allerdings etwas enttäuscht. In jedem Level sind verschiedene Balan Statuen versteckt, die es zu finden gilt, um neue Gebiete freizuschalten. Das hat uns sehr an die Sterne in Mario-Abenteuern erinnert. Zudem sind diese Statuen gut versteckt, wodurch die Suche teilweise zu einem kleinen Rätselabenteuer wird. Man hat wohl versucht diesen Suchfaktor aus den Mario-Abenteuern ebenfalls in diesem Spiel zu integrieren, unserer Meinung nach ist es aber nicht gut gelungen. Am Ende des Tages muss man aus den ganzen Kostümen immer rumprobieren, mit welchem sich das jeweilige Hindernis am besten bewältigen lässt. Und bei über 80 Kostümen ist das etwas viel Arbeit.

Hohe Ambitionen des Action-Plattformers ohne Wow-Effekt

In “Balan Wonderworld” erleben wir 12 verschiedene Geschichten und schlüpfen in über 80 unterschiedliche Kostüme. Das klingt zunächst sehr verlockend, ist aber dennoch ambitioniert. Wir stellten uns natürlich die Frage, wie die Entwickler so viele verschiedene Kostüme passend in ein Spiel integriert haben. Diese wirken aber sehr inflationär, da man fast an jeder Ecke ein neues Kostüm findet, aber nur drei Kostüme gleichzeitig dabei haben kann. Die überflüssigen lagert man, aber diese Funktion empfinden wir auch als etwas zu viel. Wenn man jedes Mal seine Kostüme durchgehen und diese womöglich nochmal ausprobieren muss, ist das etwas aufwendig. Natürlich ist man teilweise neugierig zu erfahren, welchen Skill das nächste Kostüm bereithält, jedoch ähneln diese sich öfter.

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Aufgrund dessen bleibt leider der Wow-Effekt aus und am Ende fühlt man sich mit der Masse an Kostümen einfach überflutet. Zudem sollte noch gesagt sein, dass man quasi mit fast jeder Aktionstaste auf dem Controller die gleiche Aktion ausführt. Egal ob man auf dem Playstation Controller beispielsweise auf den Kreis oder das Dreieck drückt, jede Taste führt die gleiche Aktion aus. Deswegen fehlt uns bei den Kostümen auch eine gewisse Besonderheit. Weniger Kostüme mit mehr und speziellen Fähigkeiten hätten da mehr Spaß gemacht. Somit heißt es nun aber eher Masse statt Klasse, wodurch die sich die Jagd auf die Kostüme als eher langweilig gestaltet.

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Ebenfalls empfinden wir die Welten als etwas leer gestaltet. Man sieht überall irgendwelche Figuren rumspringen und rumtanzen, aber diese verschwinden, wenn man sich ihnen nähert. Zudem zeigen diese nur die Kostüme, was relativ einfallslos wirkt. Es gibt keine NPCs, die man ansprechen kann oder die einem Tipps und Hinweise geben. Aufgrund dessen fühlen wir uns im Abenteuer etwas alleine und im Stich gelassen. Ebenfalls hätten Hinweisschilder oder irgendwelche Gedankenblasen helfen können, sich in der Spielwelt einzufinden. Insgesamt gibt es sehr wenig Erklärungen, worauf die Verwirrung der Spieler zurückzuführen ist. Zudem haben wir uns eigentlich schon sehr gespannt auf den lokalen Multiplayer im Spiel gefreut. In der PC-Version hat dieser bei uns allerdings nicht funktioniert. Egal welchen Controller man angeschlossen hat, man konnte mit jedem nur die gleiche Figur steuern und keine zusätzliche zweite Figur übernehmen. Zudem gab es keine weiteren Instruktionen, wie dieses Problem behoben werden kann.

Grafisch auf einem sehr hohen Niveau

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Wie bereits erwähnt, ist uns die Grafik des Spiels in den Trailern immer wieder in Erinnerung geblieben. Es handelt sich um einen bunten, kindlichen und sehr farbkräftigen Grafikstil, welcher auf einem sehr hohen Niveau ist. Dadurch erscheinen die Welten und Charaktere in einem lieblichen Design. Darüber lässt sich natürlich streiten, ob man Fan einer kindlichen Grafik ist oder nicht. Ebenfalls sind die Cutscenes grafisch sehr aufwendig gestaltet. Auf dem PC lässt sich die Grafik auf den maximalen Einstellungen gut genießen und dafür wird noch nicht mal ein High End PC benötigt. Bereits Mittelklasse PCs kommen mit den Anforderungen des Spiels bestens zurecht. In den Welten kommt es allerdings vor, dass diese im Hintergrund hin und her schaukeln. Das hat uns beim Spielen etwas gestört, da man dadurch schnell verwirrt wird.

Fazit

Irgendwie wissen wir auch nicht, was wir letztendlich von “Balan Wonderworld” halten sollen. Es ist eine Art Versuch von Square Enix in die richtige Richtung, aber es spielt sich auch etwas unfertig. Das Spiel ist jetzt nicht grottenschlecht, aber auch kein Meisterwerk. “Balan Wonderworld” soll eine verrückte und mysteriöse Spielwelt darstellen und so ist uns das Spiel auch in Erinnerungen geblieben. Als eine Reise in eine wirklich komische Welt, welche wir nicht besonders gut verstehen. Zum Ausprobieren und für einen Zeitvertreib ist das Spiel sicher nicht schlecht, wenn man eine niedliche Welt sucht, in der man vollkommen alleine durch die Gegend streift, aber ebenfalls grafische Ansprüche hat. Fans von komplexen Spielsystemen werden mit dem Spiel allerdings nicht warm, da es sehr einfach gestaltet ist. Somit stellt es aber für Kinder eine klare Empfehlung dar, da es eher ein Jump N’ Run mit einem hohen Sammelaufwand darstellt.

Spiele-Review: Balan Wonderworld [PC]
6.5 / 10 Team
Handlung4
Grafik8.5
Musik7.5
Spielspaß6

Trailer zum Spiel

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Ich bin der Björn und schon seit 2018 Teil des Redaktionsteams von Animenachrichten. Ich kümmere mich hauptsächlich um die Themenbereiche Games, Events und Kulinarik.
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