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Silvester und Neujahr stehen vor der Tür. Auf japanisch heißt Silvester übrigens auch Ōmisoka (大晦日). Diesen Anlass möchten wir nutzen, um euch zu zeigen, wie kulinarisch Japan an Silvester und Neujahr sein kann.

Wie zu fast allen Festlichkeiten, gibt es in Japan an Silvester und Neujahr auch traditionelle Gerichte. Beachtet, dass es in den verschiedenen Regionen in Japan Unterschiede und viele verschiedene Variationen der Speisen gibt. In diesem Artikel stellen wir euch eine kleine Auswahl an traditionellen japanischen Speisen rund um das Neujahrsfest vor.

Kagami-Mochi

Mochi sind traditionelle japanische Reiskuchen, die euch wahrscheinlich schon begegnet sind. In Japan werden diese an Silvester als essbare Dekoration verwendet. Speziell an Silvester werden sie auch als Kagami-Mochi bezeichnet, da sie etwas anders zubereitet werden als normale Mochi, die man so aus dem japanischen Supermarkt kennt. Dabei werden zwei runde Mochi geformt. Wichtig ist, dass diese nicht gleich groß sind. Diese zwei Mochi werden symbolisch betrachtet. Eins steht für das vergangene Jahr und eins für das kommende Jahr.

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Zudem soll dieser Reiskuchen den Geist der Götter beinhalten. Aus diesen Mochi wird anschließend ein kleiner Turm gebaut. Dabei werden die Mochi aufeinander platziert und oben drüber thront meist eine Blutorange oder eine Mandarine. Die Blutorange stellt den Wunsch der Familie nach einer langen und erfolgreichen Blutlinie dar. Demnach symbolisiert die Blutorange Gesundheit und Langlebigkeit für die Familie. Oftmals wird diese Blutorange durch eine Mandarine ersetzt, da sie sich besser für den Geschmack eignet. Die Blutorange ist eher bitter und die Mandarine süßlich, weswegen die Mandarine an Beliebtheit im Geschmack gewinnt. Die runde Form der Mochi ist eine Hommage an einen der heiligsten Gegenstände Japans, den Spiegel der Sonnengöttin Amaterasu. Kagami-Mochi symbolisiert mit seiner runden, spiegelartigen Form die Erneuerung von Licht und Energie zu Beginn eines neuen Jahres.

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Toshikoshi Soba

Japaner essen am Silvesterabend traditionell Soba-Nudeln. An Silvester heißen diese Toshikoshi Soba, was übersetzt so viel wie Silvester-Nudeln bedeutet. Dieses Gericht soll die Sorgen aus dem vergangenen Jahr in Vergessenheit geraten lassen und an die tollen Möglichkeiten im neuen Jahr erinnern. Die Nudeln sollen einem Kraft für das neue Jahr verleihen. Zusätzlich sollen sie ein gesundes und langes Leben verleihen. Dieser Glaube beruht auf der Tradition aus der Edo-Zeit. Die Buchweizenpflanze, aus der Soba-Nudeln hergestellt werden, ist stark, unnachgiebig und übersteht nahezu alles. Demnach sollen auch die Japaner, die diese Nudeln an Silvester essen, von dieser Stärke und dem Durchhaltevermögen profitieren.

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Auch hier gibt es kein genaues Rezept, da die Nudeln stets unterschiedlich zubereitet werden. Werft mal einen Blick in die Speisekarte des Soba-An in Düsseldorf. Dann bekommt ihr einen kleinen Eindruck davon, wie vielfältig Soba-Gerichte sein können. Gekocht werden die Soba in einer heißen Suppe. Auch hier gibt es Unterschiede. Diese Suppe kann beispielsweise aus Mirin, Sojasauce oder Dashi bestehen. Wichtig ist alles aufzuessen. Es bringt Pech für das nächste Jahr, wenn man die Toshikoshi Soba nicht aufisst.

Ozōni
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Die traditionelle japanische Neujahrssuppe wird Ozōni genannt. Diese wird in Japan zum Jahresbeginn gegessen. Vor allem in der Kantō-Region ist diese Suppe sehr verbreitet. Eine Dashi-Brühe bildet die Grundlage der Suppe. Hinzu kommen Mochi und Gemüse. Zusätzlich sollte erwähnt werden, dass der Inhalt der Suppe variiert. Oftmals werden auch Pilze hinzugegeben. Zusätzlich gibt es verschiedene vegane Varianten, aber auch Varianten mit Fisch oder Fleisch. Bei der Wahl des Gemüses hat man freien Spielraum und kann eigene Präferenzen anwenden. Die Suppe ist kräftig und klar. Sie wird am Morgen des Neujahrstags als Teil der Neujahrsgerichte gegessen.

Osechi-ryōri

Zusätzlich gibt es mit den Osechi-ryōri traditionelle japanische Neujahrsgerichte, die in einer großen Neujahrs-Bento Box serviert werden. Die zuvor erwähnte Ozōni gehört übrigens dazu und wird als Suppe zu diesen Neujahrsgerichten am Neujahrstag gegessen. In der Zusammenstellung dieser Neujahrsbox gibt es ebenfalls viele Unterschiede und Variationen. Ähnlich wie bei einer normalen Bentobox findet man auch hier einen Mix aus Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse vor. Zu Neujahr wird die Bentobox allerdings edler verziert und es werden hochwertigere Speisen verwendet. Dabei wird Wert auf die Optik gelegt. An Neujahr soll die Box nämlich besonders aussehen.

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Beliebte Osechi-ryōri Gerichte sind beispielsweise:

  • Datemaki
  • Tai
  • Daidai
  • Kamaboko
  • Kazunoko
  • Kuri kinton
  • Tazukuri
  • Kuromame
  • Tataki gobo
  • Kobumaki
  • Renkon namasu
  • Konbu

Im nächsten Artikel zum Thema Kulinarik werden wir euch mehr zum Osechi-ryōri erklären.

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Ich bin der Björn und schon seit 2018 Teil des Redaktionsteams von Animenachrichten. Ich kümmere mich hauptsächlich um die Themenbereiche Games, Events und Kulinarik.
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