© 2011 Yomi Hirasaka / Media Factory / Haganai Project

Keine Freunde zu haben kann eine schwere Last sein. So geht es den Protagonisten von „Haganai“. Aus diesem Grund gründen sie einen Club, um neue Freundschaften zu schließen. Wie uns das zweite Volume zu diesem Anime gefallen hat, das erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

VR-Gaming

Kodaka hat bemerkt, dass Schwester Maria sehr ungesund isst. Sie wird lediglich von Yozora mit Kartoffelchips kulinarisch versorgt. Um das zu ändern, bereitet er ihr eine leckere Bentobox zu. Seine Schwester Kobato bemerkt das und ist daraufhin etwas eifersüchtig, was sie aber versucht zu verbergen, da sie sich immer noch für eine fiktive Dämonin aus ihrer Lieblingsserie hält. Nichtsdestotrotz macht sich Kodaka in den Club auf und Maria ist hellauf begeistert von dem neuen Essen. Zusammen spielen die Clubmitglieder dann ein VR-Rollenspiel, das Rika mitentwickelt hat und das sich noch in der Beta-Phase befindet. Nachdem die Outfits der meisten Charaktere nicht das sind, was bei der Klassenwahl erwartet wurde, kämpft sich die Gruppe bis zum Schloss des Dämonenkönigs vor, der den Abschluss des Tutorials darstellt. Mit Teamwork könnten sie ihn bezwingen, jedoch gibt es einige Probleme, die sich ungünstig auf den Kampf auswirken. So schläft Maria im Clubraum ein, sodass die Heilerin der Truppe fehlt und Yozora und Sena torpedieren sich gegenseitig, sodass am Ende nur noch Kodaka übrig ist und Maria, die wieder erwacht. Allerdings erkennt Kodaka nach der Niederlage, dass seine Schwester in den Clubraum kam und für Maria gespielt hat.

Karaoke

Nachdem Kobato den Freundeclub besucht hat, tritt sie diesem auch bei, denn sie hat ebenfalls wenig Freunde und keiner hat was dagegen, auch wenn sie sich oft mit Maria streitet, die Kodaka ebenfalls als Bruder ansieht und zu Kobatos Missgunst ihn auch Brüderchen nennt. Mit einem Mitglied mehr beschließen die Clubmitglieder Karaoke singen zu gehen, was einige wie Sena noch nie gemacht haben. Dort angekommen gibt es jedoch einige Missverständnisse beim Bezahlen, da Yozora sonst mit ihrer imaginären Freundin da war und für diese nie mitbezahlen musste. Am Ende buchen sie drei Karaokeräume. Einen für Kobato, Kodaka, Rika und Yukimura, während Yozora und Sena jeweils einen Raum für sich alleine buchen. Trotzdem können sie über eine Live-Rangliste miteinander wetteifern, obwohl sie in unterschiedlichen Räumen sind. Nach diesem tollen Tag nahen die Ferien und es droht wieder Einsamkeit für die Clubmitglieder.

Weiterhin verbunden

Um weiterhin den Club zu besuchen und zu planen, wann wer in den Ferien kommt, suchen die Mitglieder nach Möglichkeiten, das zu regeln. Nachdem das Internet und Foren abgelehnt wurde, einigen sie sich darauf, es per Mobiltelefon zu versuchen. Alle außer Sena haben eines, jedoch sind Kodaka und Yozora totale Laien und haben keine Ahnung, wie ihre Handys funktionieren. Die Mitglieder tauschen Nummern und auch Sena holt sich noch ein Handy und zwar das gleiche, das Kodaka hat. Als Sena wieder auf der Konsole ein Dating-Game spielt, was in einem Massaker im Schwimmbad endet, beschließt der Club, ebenfalls ins Schwimmbad zu fahren, da es auch sehr heiß draußen ist. Im Bus dahin wird Yozora und Rika jedoch schlecht und als sie ankommen, steht schon eine lange Schlange vor dem Schwimmbad. Werden es die Freunde noch reinschaffen und kann es gutgehen, wenn diese ungleichen Charaktere zusammen baden gehen wollen? Das wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Schaut dazu selbst Volume 2 von Haganai.

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Die Hintergründe wirken oft etwas statisch und leer, aber das fällt nicht sonderlich negativ auf, da der Fokus bei den Charakteren liegt. Die Farben wurden hell und fröhlich gewählt. Auf CG-Elemente wurde komplett verzichtet. In der Szene nach dem Abspann hat man den Stil geändert, denn diese wird immer im Chibi-Format gezeigt, was gut passt und nochmal einen humorvollen Abschluss zu jeder Episode darstellt.

© 2011 Yomi Hirasaka / Media Factory / Haganai Project
Ton und Synchronisation

Wie bei den meisten Animes ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (DTS HD MA 2.0) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Auf eine Surroundtonspur wurde verzichtet, was man bei einem Anime ohne Actionszenen verschmerzen kann. Die deutsche Synchronisation ist derweil sehr gut gelungen und keine Stimme fiel beim ersten Hören als unpassend zu dem Charakter auf. Besonders die Hauptcharaktere, wie Sebastian Schulz als Kodaka, Laurine Betz als Yozora oder Nicole Hannak als Sena, bringen ihre Charaktere auch in Volume 2 gut zur Geltung. Das Dialogbuch, geschrieben von Julia Bautz und Marie-Jeanne Widera, ist wieder gut gelungen und kann vorallem bei den Streitgesprächen zwischen Sena und Yozora seine Kreativität zeigen.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von „Haganai“ Volume 2.

Der Anime kommt als Mediabook-Edition daher. Sena ziert dabei diesmal das Mediabook. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo wurde wieder verzichtet. Ein solches ist nur auf der Disc zu sehen und auf dem verlängerten Backflyer.

Als physisches Extra liegen drei herzförmige Artcards bei. Als digitale Extras sind die Credits und einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von AniMoon Publishing enthalten.

Fazit

Auch in Volume 2 geht es rasant her mit Witz und Humor. Die Story weist dabei weniger tiefgründigere Szenen auf als noch bei Volume 1 und ist eher humorvoll und leicht gehalten. Die Animationen sind nicht überragend, aber solide und die deutsche Synchronisation ist gut gelungen. Alles in allem handelt es sich um ein witziges, aber weniger ernstes Volume, das Fans der Reihe wieder gefallen wird. Wir freuen uns auf Volume 3 und hoffen, dass in die Handlung wieder etwas mehr Tiefe kommt.

Review: Haganai Vol. 2 [Blu-ray]
7.5 / 10 Team
Handlung6
Charakterentwicklung7
Animation7.5
Synchronisation9
Unterhaltung8

Allgemeine Daten

Erscheinungstermin: 09. Oktober 2020

Publisher: AniMoon Publishing

Genre: Comedy

Laufzeit: 100 min.

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und DTS HD MA 2.0 Japanisch

Bei Amazon bestellen
Handlung

Nachdem Sena ein weiteres Dating-Spiel beendet hat, wünscht sie sich, selbst in eine Spielewelt eintauchen zu können. Kurz darauf bringt Rika die Beta-Version eines Virtual-Reality-Games mit und die Klubmitglieder begeben sich gemeinsam auf ein neues Abenteuer. Unterdessen erinnert sich Kodaka wieder an seinen Freund aus Kindertagen. Was er wohl heute macht und wie war eigentlich sein Name…?


Alle Reviews auf AnimeNachrichten.de spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

Affiliate-Links

*Bei den Kauf-Angeboten in diesem Beitrag handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn ihr ein Produkt über einen solchen Link erwerbt, habt ihr dadurch keinerlei Nachteile. Wir erhalten vom Anbieter jedoch eine kleine Provision, wodurch ihr AnimeNachrichten unterstützt.

Die IP- sowie E-Mail Adresse wird aus Sicherheitsgründen dauerhaft gespeichert, aber nicht veröffentlicht. Das erfolgt zu unserer Sicherheit, falls jemand in Kommentaren und Beiträgen widerrechtliche Inhalte hinterlässt.
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments