Haikyu!! ©H. Furudate / Shueisha, ”HAIKYU!!” Project, MBS
The Day I Became a God ©VISUAL ARTS / Key / 「神様になった日」Project
Our Last Crusade or the Rise of a New World ©2020 Kei Sazane. Ao Nekonabe/KADOKAWA/Kimisen Project
Wir haben ja bereits euch, unsere Leser*innen, darüber abstimmen lassen, auf welche Serien der kommenden Anime-Season ihr euch ganz besonders freut und euch das Ergebnis dieser Abstimmung in einem weiteren Artikel präsentiert. Doch nun stellen wir euch auch die persönlichen Favoriten unserer Redakteure vor, die sich selbst Gedanken gemacht haben, auf welche Serien sie sich ab Oktober besonders freuen und warum.

Nachfolgend verraten wir euch nun unsere Favoriten, wobei sich jeder Redakteur auf nur eine Serie beschränkt hat!


Steffens Favorit: Our Last Crusade or the Rise of a New World

©2020 Kei Sazane. Ao Nekonabe/KADOKAWA/Kimisen Project

Bei einer Anime-Season, die so vollgepackt ist, wie die kommende Herbst-Heason, fällt es mir normalerweise nicht gerade leicht, vorab den Anime zu bestimmen, auf den ich mich am meisten freue. Und zugegeben: Im Oktober starten wirklich jede Menge interessante Serien, so dass meine persönliche Watchlist schon einige Animes umfasst, sofern es diese denn auch direkt im Simulcast zu uns in den deutschprachigen Raum schaffen. Einer der Animes, bei dem das schon sicher ist, ist „Our Last Crusade or the Rise of a New World“. Dabei handelt es sich auch um meinen persönlichen Favoriten.

Der Grund hinter dieser Wahl ist eigentlich recht simpel, denn ich verfolge aktiv die Light-Novel-Vorlage der Geschichte, die in englischer Sprache erscheint. Besonders die beiden Hauptcharaktere Iska und Aliceliese haben es mir dabei angetan, denn der Unterhaltungswert der Story erwächst in erster Linie aus diesen beiden Charakteren und ihren Interaktionen, wenn man von den immer wieder eingestreuten Actionszenen einmal absieht, die auch überzeugen können. Wie gut die Anime-Adaption dieser Story aber im Endeffekt ausfällt, das bleibt abzuwarten. Für den Erfolg kritisch ist, dass die Erfolgsfaktoren der Novel entsprechend stark in der Serie umgesetzt werden. Das bedeutet, dass es interessant wird zu sehen, wie gut die Charaktereigenschaften von Iska, einem der stärksten Kämpfer des Imperiums, und Aliceliese Lou Nebulis IX, der starken und schönen Prinzessin der Astral-Magier-Nation Nebulis, eingefangen werden. Die beiden japanischen Sprecher Yusuke Kobayashi (u.a. Senku in Dr. Stone; Kaname Sudo in Darwin’s Game) und Sora Amamiya (u.a. Elizabeth in The Seven Deadly Sins; Aqua in KonoSuba), die den Protagonisten ihre Stimmen leihen, sind jedenfalls beide sehr erfahren, was zumindest darauf schließen lässt, dass die Synchronisation ein sehr gutes Niveau erreichen dürfte. Ebenfalls ein kritischer Punkt ist die Animationsleistung bei den actionlastigeren Szenen. Gerade Iskas schnelle Bewegungen mit seinen beiden Astral-Schwertern und Alicelieses Eis-Astralmagie bieten hervorragende Optionen für das Animationsstudio Silver Link, sich besonders hervorzutun. Gleichzeitig haben solche Szenen aber natürlich auch das Potenzial kläglich an der Animationsqualität zu scheitern. In welche dieser Gruppen sich „Our Last Crusade or the Rise of a New World“ einreihen wird, wird durchaus spannend zu sehen. So oder so freue ich mich bereits jetzt auf den Simulcast der Serie bei WAKANIM und erhoffe mir von dieser etwas anderen Interpretion von Shakespeares „Romeo und Julia“-Thematik genauso gute Unterhaltung, wie sie die Light-Novel-Vorlage von Kei Sazane liefert.

Trailer:

Handlung der Serie:

„Our Last Crusade or the Rise of a New World“ erzählt die Geschichte eines in Ungnade gefallenen Ritters des Königreichs der Wissenschaft, der sich gegen die Eisprinzessin und Magierin des gegnerischen Königreichs beweisen muss. Das Problem: Sie verlieben sich unsterblich in einander…


Jamez Favorit: Jujutsu Kaisen

©芥見下々/集英社・呪術廻戦製作委員会

Als bekannt wurde, dass der „Jujutsu Kaisen“-Manga von Gege Akutami eine Anime-Adaption erhalten wird, war der Hype in den sozialen Medien enorm. Doch anders als bei anderen Ankündigungen war dieser Hype weitaus präsenter. An mir ging die Sache zunächst vollkommen vorbei, da ich weder den Manga-ka kannte, noch den Manga. Zwar ist die Reihe bei KAZÉ und in der „MANGA PLUS“-App erhältlich, aber wirklich interessiert hat mich das Ganze nicht.

Nach der Ankündigung verging eine Weile, so dass „Jujutsu Kaisen“ bei mir in Vergessenheit geriet. Dies änderte sich jedoch, als die ersten Bildmaterialien und Details zur Umsetzung enthüllt wurden. Der Cast, die Visuals und die Trailer deuten daraufhin, dass „Jujutsu Kaisen“ ein echter Hit werden kann. Hinzu kommt das renommierte Studio MAPPA, dass bereits in der Vergangenheit mit „Kakegurui“, „Banana Fish“ und „Dororo“ beeindruckende und gute Anime-Adaptionen auf die Beine gestellt hat. Obwohl die Begeisterung und die Vorfreude groß ist, die Serie im Simulcast bei Crunchyroll zu verfolgen, habe ich mich bewusst dazu entschieden, den Manga vorerst nicht zu lesen. Ich will mir einen ersten Eindruck von der Anime-Adaption machen. Da es sich bei „Jujutsu Kaisen“ um einen Shonen-Anime handelt, kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Serie uns über zwei Seasons begleiten wird. Zwar gibt es einige Gerüchte, aber eine offizielle Bestätigung bleibt bislang aus.

OmU-Trailer:
Handlung der Serie:

Oberschüler Yuji ist eher unauffällig, aber hinter seiner unscheinbaren Fassade verbirgt sich eine ungeheure Kraft. Die Sportklubs der Schule träumen davon, dass Yuji bei ihnen Mitglied wird, doch der hängt lieber mit den Spinnern vom Klub für Paranormales ab, damit er mehr Zeit hat, sich um seinen bettlägerigen Opa zu kümmern. Eines Tages bekommen die Mitglieder des Klubs ein versiegeltes, verfluchtes Objekt in die Finger. Als sie das Siegel öffnen, ahnen sie nicht, welchen Horror sie damit heraufbeschwören …


Noés Favorit: Higurashi (2020)

©2020竜騎士07/ひぐらしのなく頃に製作委員会

Mein Favorit dieser Herbst-Season ist das Remake einer meiner Lieblings-Anime aller Zeiten: „Higurashi (2020)“. Der originale Anime wurde im Jahr 2006 ausgestrahlt und von Studio Deen produziert. Dieser basierte auf dem gleichnamigen Spiel aus dem Jahre 2002 und streckte sich über zwei Seasons und eine OVA-Reihe. Leider ist der Anime schon etwas in die Jahre gekommen und hatte, trotz vieler wunderschön gemalter Hintergründe einige animationstechnische Schwierigkeiten. Diese Probleme wird das Studio Passione, bekannt für Highschool DXD Hero, versuchen in dieser Neuadaption zu beseitigen. Ich freue mich besonders auf diese Neuumsetzung, habe ich doch im letzten Jahr das Dorf Shirakawago besucht, welches die Vorlage für das Dorf Hinamizawa in „Higurashi“ ist. Auch bin ich sehr gespannt wie brutal die Neuadaption gegenüber dem Original ist, welches als einer der brutalsten Anime aller Zeiten gilt. Da die Geschichte von „Higurashi“ außerdem sehr komplex ist, wird es interessant zu sehen, wie Studio Passione hier vorgehen wird. Der einzige Aspekt, der mir etwas Sorgen bereitet, ist der Soundtrack. „Higurashi“ hatte einen unvergesslich schaurig-schönen Soundtrack, der, meiner Meinung nach, von keinem anderen Horror oder Mystery-Anime übertroffen wurde. Ob die Neuadaption dieses Level halten kann wird sich zeigen müssen. Ich habe bewusst darauf verzichtet Trailer zu schauen, um mir meinen ersten Eindruck für Episode 1 aufzuheben. Ob und wo der Anime im Simulcast laufen wird, ist zu diesem Zeitpunkt jedoch leider noch nicht bekannt.

Trailer:
Handlung der Serie:

Keiichi Maebara ist erst vor kurzem in das ländliche Dorf Hinamizawa gezogen. In seinen Klassenkameradinnen Rena, Mion, Satoko, und Rika findet er schnell neue Freunde. Doch als Keiichi von einem Mord erfährt, entpuppt sich die vermeintliche Idylle allmählich als der blanke Horror. Niemandem kann er trauen, besonders nicht seinen neuen „Freundinnen“, die plötzlich eine ganz andere Seite von sich zeigen…


Franks Favorit: Haikyu!!: To the Top (Cour 2)

©H. Furudate / Shueisha, ”HAIKYU!!” Project, MBS

Mein Favorit der kommenden Herbst-Saison ist definitiv „Haikyu!!“. Durch die Corona-Pandemie wurde der Start des zweiten Cour der vierten Staffel dieses tollen Sport-Animes auf den Herbst verschoben und so wurde ich noch länger auf eine Geduldsprobe gestellt, bis ich endlich die neuen Folgen sehen kann. Neben den spannenden Matches, die immer einige Überraschungen parat haben, finde ich die zwischenmenschlichen Beziehungen der einzelnen Charaktere sehr spannend. Egal ob Konkurrent oder Freund, jeder Charakter hat seine ganz eigene Geschichte und ich freue mich, endlich zu erfahren, wie die Geschichten rund um Hinata und Co weiter gehen werden. Dabei möchte ich in engen Partien wieder eifrig mitfiebern können und bin gespannt, wie einige starke gegnerische Angreifer oder Abwehrspezialisten überwunden werden sollen. Da ich sehr sportaffin bin, sind Sportanimes immer interessant für mich. Wenn dann noch Story, Animationsqualität und Synchronisation stimmen, wie es bei „Haikyu!!“ der Fall ist, steht einer tollen Herbst-Season nichts mehr im Wege.

Trailer:
Handlung der Serie:

Der Mittelschüler Hinata ist begeistert vom Volleyballspielen. Obwohl er für den Sport eigentlich etwas zu klein geraten ist, legt er sich mächtig ins Zeug, den Volleyballclub an seiner Schule wieder aufleben zu lassen. Voller Euphorie treten die Jungs bei ihrem ersten Turnier an und werden von Kageyama und seinem Team gnadenlos vernichtet. Doch Hinata will nicht aufgeben und schwört, ihn eines Tages zu besiegen. Leider macht ihm der Wechsel auf die Oberschule aber einen Strich durch die Rechnung: Plötzlich findet er sich nämlich im gleichen Team wie sein „Erzfeind“ wieder. So müssen aus den Rivalen in kürzester Zeit Kameraden werden, was sich aufgrund der Ausgangslage schwieriger gestaltet, als man denkt. Das andauernde Wetteifern der beiden führt mehr als einmal zu aberwitzigen Momenten, welche die restlichen Spieler immer wieder an den Rande eines Nervenzusammenbruchs führen…


Karuyakas Favorit: The Day I Became a God

©VISUAL ARTS / Key / 「神様になった日」Project

Ich muss sagen, dass es mir schwer fällt nur einen Favoriten für die kommende Herbst-Season zu nennen. Allerdings entscheide ich mich für „The Day I Became a God“ und behaupte sogar, dass der Anime Potenzial hat, der beste dieses Jahres zu werden.

Als ich vom Titel hörte und die Handlung gelesen habe, war ich zunächst desinteressiert. Zum Glück habe ich mir den Trailer angeschaut und meine Meinung rasch geändert, denn mit Jun Maeda (Clannad, Kanon, Air) vom Spieleentwickler-Studio Key als Original Creator kann man sich sicher sein, dass die Geschichte nicht eintönig wird. „Clannad: After Story“ gehört zu meinen Lieblingsanimes und hat mich einige Male zum Heulen gebracht. Ich liebe sentimentale Ereignisse in Serien und Filmen und auch wenn „The Day I Became a God“ viele lustige Szenen beinhalten wird, scheint der Anime im späteren Verlauf in eine ernste Richtung zu gehen. Ebenso bin ich ein Fan von den Animationen von Studio P.A. Works (Angel Beats!, Maquia: When the Promised Flower Blooms). Im Trailer bekommt man einen Einblick über einige Charaktere, aber vor allem gefällt mir Hina. Das kleine Mädchen, das sich selber Gott nennt, das aber keiner ernst nehmen kann. Sie scheint sowohl eine kindische, als auch eine leicht dunkle Persönlichkeit zu haben, weshalb ich sie interessant finde. Die beiden Hauptcharaktere werden von Ayane Sakura (Nao Tomori aus Charlotte) und Natsuki Hanae (Tanjirou Kamado aus Kimetsu no Yaiba) gesprochen, die meiner Meinung nach gut zu den Charakteren passen. Die bereits veröffentlichten Soundtracks gefallen mir sehr und ich freue mich schon den Anime bald sehen zu dürfen. Die Serie startet ab dem 10. Okotober 2020 in Japan, jedoch wurde hierzulande noch kein Simulcast bestätigt.

Englischer OmU-Trailer:
Handlung der Serie:

Yōta Narukami ist in seinem letzten Jahr der Oberschule und bereitet sich für die Aufnahmeprüfungen für die Universität vor. Während den Sommerferien taucht plötzlich ein kleines Mädchen namens Hina auf. Sie behauptet „der allwissende Gott“ zu sein und erklärt, die Welt werde in 30 Tagen untergehen. Yōta wird anschließend Zeuge von Hinas gottgleichen Prophezeiungskräften, die ihn davon überzeugen, dass ihre Kräfte real sind. Trotz ihrer übernatürlichen Kräfte wirkt das Mädchen unschuldig und sie entscheidet sich aus irgendeinem Grund, bei Yōta zu wohnen. Somit beginnt ein ereignisreicher Sommer noch vor dem Ende der Welt.


Miyus Favorit: Moriarty the Patriot

©竹内良輔・三好 輝/集英社・憂国のモリアーティ製作委員会

Tatsächlich gehört die kommende Anime-Season zu einer, die für meinen Geschmack viele gute Anime verspricht und so fiel mir die Wahl, mich auf einen Anime zu beschränken eher schwer. Aber es gab dennoch einen Anime unter allen anderen, an dem ich einfach nicht vorbei kommen werde. „Moriarty the Patriot“ gehört für mich eindeutig zu meinen Favoriten und warum meine Wahl auf genau diesen Anime gefallen ist, ist letzten Endes einfach zu erklären. Bereits als Kind habe ich von meiner Mutter, nach langem Betteln, die Bücher von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes“ vorgelesen bekommen, denn sie war ein großer Fan von Krimi-Romanen und Detektiv-Geschichten. Mag ich damals von der Geschichte und den Fällen von Sherlock Holmes auch vielleicht noch nicht alles verstanden haben, so hat er mich dennoch fasziniert. Neben Sherlock Holmes war es jedoch vor allem sein Gegenspieler Moriarty der mich noch viel mehr in seinen Bann gezogen hat. Denn jeder braucht doch seinen perfekten Gegenspieler und den hat für mich eindeutig Sherlock Holmes in Moriarty gefunden. Als ich dann von der Veröffentlichung des Manga vom Carlsen Verlag, zunächst von „Sherlock Holmes“ und anschließend auch von der Reihe „Moriarty the Patriot“ erfahren habe, war ich überglücklich.  

Dass nun diese Season auch der Anime zum Manga ausgestrahlt wird, kann da natürlich nur das Tüpfelchen auf dem i für mich sein. Ich liebe es, wenn die Bösewichte eine Stimme bekommen und ihre Geschichte und ihre Vergangenheit gezeigt wird, man sich in sie hineinversetzen kann und so mit ihnen mitfiebert, wie man es sonst üblicherweise mit den Helden der Geschichte tut. Ich hatte schon immer den Hang Bösewichte als meine persönlichen Favoriten auszuwählen und so war es auch mit Moriarty. Der Anime zeigt ein liebevolles Artwork und mich spricht das Charakterdesign von Moriarty besonders an. Aber nicht nur das Charakterdesign, sondern auch der Sprechercast, vor allem auch hier die japanische Stimme von Moriarty, konnten mich allein mit dem Trailer überzeugen. All das zusammen macht „Moriarty the Patriot“ für mich wirklich sehenswert. Auch wenn ich weiß, dass er derzeit sehr unterschätzt wird, sehe ich viel Potenzial in dem Anime und freue mich auf den Weg, den der gute Bürger James zu dem Schurken Moriarty nimmt!

Trailer:
Handlung der Serie:

Der junge James Moriarty ist Professor für Mathematik im London der 1870iger Jahre und mit den gesellschaftlichen Unterschieden dieser Zeit ganz und gar nicht zufrieden. Aus dieser Unzufriedenheit entsteht die Idee einer Bürgerwehr – eine Art private Armee zum Kampf gegen Diskriminierung, die allerdings nicht immer legale Mittel zum Erreichen ihrer Ziele einsetzt.

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