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„Final Fantasy VII“ wurde ursprünglich 1997 für die PlayStation veröffentlicht und galt als Meilenstein der Videospielhistorie. Seither erhielt das von Square Enix entwickelte Spiel zahlreiche Spinoffs, Sequels und sogar Animationsfilme, die bis heute noch Kult sind. Diese ungebrochene Faszination an „Final Fantasy 7“ hatte sich Square Enix zu Nutze gemacht und kündigte im Rahmen der E3 2015 ein Remake für die PlayStation 4 an.

Nach jahrelangen Warten, Hoffen und Bangen erschien mit „Final Fantasy 7 Remake“ vor knapp zwei Wochen eines der wohl langersehntesten Remakes überhaupt. Ob uns das Spiel auch nach knapp zwei Jahrzehnten in seinen Bann ziehen kann, erfährt ihr in unserer Review. 


David gegen Goliath

Die „Shinra Electric Power Company“ ist ein Mega-Konzern, der die Metropole Midgar mit Mako-Energie versorgt. Allerdings beutet der Energieversorger den Planeten gnadenlos aus und zeigt dabei keinerlei Skrupel. Diese Monopolisierung führte letztendlich dazu, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wurde. Während die höher gestellte Bevölkerungsschicht auf einer riesigen Metallplatte über der Stadt in Saus und Braus lebt, frachtet die Mehrheit ihr Dasein in den verdreckten Slums. Um dieser Ungerechtigkeit entgegen zu wirken, schließt sich Protagonist Cloud Strife, ein ehemaliges Mitglied der Eliteeinheit SOLDAT, der Öko-Rebellengruppe „Avalanche“ an und jagt einen Mako-Reaktor nach dem anderen in die Luft.

Das Spiel folgt einem strengen und linearen Handlungsstrang. Insbesondere Anfänger bzw. diejenigen, die nicht mit dem „Final Fantasy“-Franchise vertraut sind, können dem Geschehen sehr leicht folgen ohne dafür irgendwelches Vorwissen zu haben. Begleitet werden wir auf unserem Abenteuer von zahlreichen Nebencharakteren, die uns im Laufe des Spiels sehr schnell ans Herz gewachsen sind. Dies wird unter anderem durch die zahlreichen Dialoge gewährleistet, die die unterschiedlichen Charaktere tiefgründig machen.

Neben der Hauptstory gibt es auch zahlreiche Nebenmissionen, die das ganze Spiel noch mal etwas auflockern und Abwechslung reinbringen. Hier sollen unter anderem die Suche nach einer verschollenen Katze, ein Dance-Battle oder ein kurioser Kniebeugenwettkampf gegen einen Muskelprotz im Fitnessstudio genannt werden.

Mehr Film als Spiel

,,Final Fantasy VII Remake“ ist eine Augenweide. Insbesondere bei den filmischen Zwischensequenzen merkt man die Liebe zum Detail. Allerdings ist diese Liebe ein zweischneidiges Schwert, denn „FF7 Remake“ ist mehr Film als Spiel. So kann während des Spielens schnell der Eindruck entstehen, dass die vielen Zwischensequenzen den Spielfluss stören und daher an einigen Stellen eher als unnötig empfunden werden. Uns hat es hat nicht sonderlich gestört, aber es sollte dennoch erwähnt werden. Neben den beeindruckenden Zwischensequenzen müssen auch die ansehnlichen Schauplätze betont werden, wobei die Slums und der Wallmarkt besonders ins Auge gefallen sind.

Ein weiteres Highlight ist die musikalische Untermalung, die sich immer der Atmosphäre anpasst und keineswegs komisch anhört. Neben einer gelungenen deutschen Synchronisation kommt das Spiel auch mit englischer Sprachausgabe daher, die ebenfalls sehr solide ist. Präferiert haben wir jedoch die deutsche Vertonung.

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Einfaches Gamplay

Das Kämpfen ist sehr simpel gehalten. Bereits durch einfaches Knöpfe drücken können Angriffe ausgeführt werden. Neben den Standardangriffen gibt es auch die Spezialattacken, die erst bei voll geladener ATB-Leiste (Active Time Battle-System) ausgeführt können. Das Besondere: Beim Ausführen dieser Spezial-Attacke friert das Geschehen ein und wir können uns in Ruhe entscheiden, wie wir unseren Gegnern den Garaus machen. Des Weiteren können wir zwischen den Gruppenmitgliedern während des Kampfes hin und her wechseln, was zur einer gewissen Dynamik und Abwechslung beiträgt. Besonders beeindruckt haben uns die ,,Esperbeschwörungen“ bei der wir Monster, wie den Feuerdämon Ifrit, beschwören konnten. Diese Monster unterstützen uns im Kampf für einen kurzen Zeitraum und richten verheerenden Schaden beim Gegner an.

Wie es sich zu einem RPG gehört, steht auch das Verbessern von Waffen im Vordergrund. Hierfür steht uns „Materia“ zur Verfügung. Doch nicht jede Materia ist gleich, denn die bunten Energiekugeln verfügen über unterschiedliche Fähigkeiten. So können wir mit grüner Materia Blitze oder Glut abfeuern, mit lila Materia fördern wir unsere Trefferpunkte (TP) beziehungsweise Manapunkte (MP) und zur gelben Materia gehört die Analyse. Mit der roten Materia können wir die bereits erwähnten Esperbeschwörungen durchführen.

FF7 Remake, ein komplettes Spiel?

Bereits im Vorfeld sorgte der „Final Fantasy 7 Remake“ für heftige Kontroversen im Netz, denn das Spiel deckt nur den ersten Abschnitt des Originals ab. Die restlichen Episoden sollen nach und nach veröffentlicht werden. Wann genau diese erscheinen werden und wie viele es überhaupt geben wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Laut Square Enix habe man sich bewusst für diesen Schritt entschieden, da der Aufwand immens sei ein ,,komplettes Remake“ auf die Beine zu stellen. Wer allerdings befürchtet, dass „FF7 Remake“ nur von kurzer Dauer ist, den können wir an dieser Stelle beruhigen: Wir haben knapp 40 Stunden investiert. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei ,,nur“ um den ersten Abschnitt handelt, bietet das Remake eine sehr lange Spieldauer.

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Fazit:

„Final Fantasy VII Remake“ ist ein sehr guter Einstieg für diejenigen, die nicht mit dem Franchise vertraut sind. Die Story wird gut erzählt und in punkto Animation kann der Titel auf ganzer Linie überzeugen. Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass es bei „Final Fantasy VII Remake“ nicht um ein ,,komplettes Remake“ handelt, da nur der erste Abschnitt des Originals abgedeckt wird. Nichtsdestotrotz sollte man sich davon nicht abschrecken, denn der Titel hat uns über einen sehr langen Zeitraum unterhalten.

Spiele-Review: Final Fantasy VII Remake [Playstation 4]
8.4 / 10 Team
Handlung8
Grafik10
Musik8
Spielspaß7.5
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