©Hiro Mashima, Atsuo Ueda/KODANSHA
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Kürzlich startete Carlsen Manga hierzulande mit der Veröffentlichung des vielerwarteten „Fairy Tail“-Sequels „100 Years Quest“. Wir haben in den ersten Band der Nachfolgereihe reingelesen und verraten euch, ob Fans auch weiterhin auf ihre Kosten kommen.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Die Handlung

Für die Gilde Fairy Tail ist nach dem großen Sieg über Zeref und Acnologia so langsam der Alltag eingekehrt. Doch wer glaubt, dass Natsu und Co. sich auf die faule Haut legen würden, der hat weit gefehlt! Der hitzige Dragon Slayer und seine Gruppe rund um Waffenmagierin Erza, den Eismagier Gray, die Stellarmagierin Lucy, die Dragon Slayerin Wendy und die beiden Exceed Happy und Carla ist nämlich bereits zu ihrem nächsten großen Abenteuer aufgebrochen.

Dabei verschlägt es die Truppe diesmal auf den fremden Kontinent Guiltina. Dort erwartet sie ihr Auftraggeber in der ältesten aller Magiergilden, um sie mit einem 100-Jahre-Auftrag zu betrauen – einer Quest, die so schwierig ist, dass sie in einem Zeitraum von über 100 Jahren niemand bewältigen konnte. Und dass es dieser Auftrag wirklich in sich hat, beweist noch eine weitere Tatsache, denn der letzte Magier, der sich dieser Quest geschlagen geben musste, ist niemand geringeres als Gildarts. Doch da der Auftraggeber alle, die sich an der Quest versuchen, zur Verschwiegenheit verpflichtet, haben Natsu und Co. bisher noch keine genaue Ahnung, was sie auf Guiltina erwartet.

Dort angekommen treffen sie in der Magiergilde Magia Dragon auf ihren Auftraggeber Elefseria, den Gildenmeister der ältesten Gilde überhaupt, der Natsu und seine Kameraden in der Gestalt eines Drachen begrüßt. Es stellt sich schnell heraus, dass auch der 100-Jahre-Auftrag mit den mächtigen Geschöpfen des Himmels zu tun hat, denn es geht darum, die fünf sogenannten Götterdrachen zu versiegeln, die sich irgendwo auf Guiltina aufhalten sollen – jeder einzelne so stark oder vielleicht noch stärker als Acnologia. Mit nur wenigen Informationen ausgestattet machen sich die Mitglieder von Fairy Tails stärkstem Team auf die Suche nach dem Wasser-Götterdrachen und schnell wird klar, dass nicht nur die Auftragstellung Spielraum für Interpretationen lässt, sondern noch andere Gruppierungen an den mächtigen Drachen des Kontinents Interesse zeigen.

Derweil rekrutiert Fairy Tail in Magnolia einige neue Mitglieder, doch schnell stellt sich heraus, dass sich die Suche nach vernünftigen neuen Mitstreitern nicht ganz so einfach gestaltet. Dennoch stößt ein junges Mädchen namens Toka, die offenbar ganz vernarrt in Natsu ist, zur Gildenfamilie. Dabei scheint es sich jedoch keinesfalls um eine ganz gewöhnliche Magierin zu handeln…

Der Zeichenstil

Auch wenn es sich bei „Fairy Tail: 100 Years Quest“ prinzipiell um einen direkten Nachfolger der Hauptreihe von Hiro Mashima handelt, stammen die Zeichnungen des neuen Mangas in letzter Konsequenz von Atsuo Ueda. Umso interessanter dürfte das Thema für Fans von „Fairy Tail“ sein, denn ein Wechsel des Zeichners wird in Fan-Kreisen verständlicherweise gerne einmal kritisch beäugt. Im Falle des „Fairy Tail“-Sequels darf man hier jedoch Entwarnung geben. Ob es nun daran liegt, dass Hiro Mashima weiterhin persönlich die Vorzeichnungen für die Serie anfertigt oder einfach daran, dass Ueda-sensei den Zeichenstil des Erfolgs-Manga-ka entsprechend gut beherrscht, das spielt im Prinzip keine Rolle. Fakt ist, dass man als Leser eine hervorragende zeichnerische Qualität geboten bekommt, die den Illustrationen der Hauptreihe in nichts nachsteht. Das kommt besonders bei den Charakterdesigns unserer Protagonisten zur Geltung. Und das ist es schließlich, was sich jeder Fan wünscht!

Über die Autoren

Hiro Mashima
© 2017 Steffen S. / AnimeNachrichten.de

Hiro Mashima, von dem nicht nur die Hauptreihe „Fairy Tail“ stammt, sondern auch die Storyboards und Vorzeichnungen zum Sequel „Fairy Tail: 100 Years Quest“ wurde 1977 im japanischen Wintersportort Nagano geboren. Mit nur 21 Jahren veröffentlichte er seinen ersten professionellen Manga. Dabei handelte es sich um den One-Shot „Bad Boys Song“. Kurz darauf folgte ein weiterer One-Shot mit dem Titel „Magician“, der dem Japaner den Nachwuchspreis des bekannten Publishers Kodansha einbrachte, bevor er später mit seiner Erfolgsreihe „Rave“, an der er zwischen 1999 und 2005 arbeitete, seinen großen Durchbruch feierte. Auf „Rave“ folgte dann schon „Fairy Tail“, den Mashima zwischen 2006 und 2017 veröffentlichte – sein bis dato größter Erfolg. Mittlerweile arbeitet der bekannte Zeichner an seinem aktuellen Projekt „Eden’s Zero“, das wie seine vorherigen Werke, hierzulande beim Carlsen Verlag erhältlich ist.

Ihr möchtet noch mehr über Hiro Mashima und über seine Arbeit an „Fairy Tail“ erfahren? Lest hier unser Interview von der New York Comic Con 2017!

Atsuo Ueda ist im Vergleich zu Hiro Mashima natürlich eher unbekannt. Dennoch ist der Japaner kein gänzlich unbeschriebenes Blatt. So konnte er zwischen 2014 und 2015 bereits Erfahrung als Autor und Zeichner des Tennis-Mangas „Retriever Hachi“ sammeln, der insgesamt zwei Bände umfasst. Zudem war er für die Illustrationen des vierbändigen Mangas „Dr. Prisoner“ verantwortlich, der von 2016 bis 2017 im Weekly Shonen Magazine von Kodansha veröffentlicht wurde. Doch spätestens die Zeichnungen zu „Fairy Tail: 100 Years Quest“ sollten zeigen, dass der Zeichner einiges an Potenzial mitbringt. Man darf gespannt sein, was die Zukunft für Ueda bereithalten wird.

Manga Review: Fairy Tail – 100 Years Quest [Band 1]
8.5 / 10 Team
Gesamtwertung8.5
Fazit

Mit "Fairy Tail: 100 Years Quest" entführt Serienschöpfer Hiro Mashima die liebgewonnenen Helden aus der Hauptreihe auf einen neuen Kontinent, der nicht nur jede Menge neue Abenteuer, sondern auch viele spannende und mysteriöse Charaktere verspricht. Das verleiht dem Sequel das gewohnte "Fairy Tail"-Feeling, das durch die gelungenen Zeichnungen noch verstärkt wird. Obwohl nicht mehr Mashima-sensei selbst, sondern Atsuo Ueda für die finalen Reinzeichnungen verantwortlich ist, bleiben diese dem Mashima-Stil extrem treu, was Fans freuen dürfte. Der erste Band der neuen Reihe, der insgesamt neun Kapitel umfasst, macht allemal Lust auf mehr, denn gegen Ende des Buchs steckt man als Leser schon wieder mitten in einer Geschichte, von der man einfach erfahren möchte, wie es weitergeht.

Wenn man dem Manga überhaupt etwas ankreiden möchte, dann könnte man argumentieren, dass sich die Reihe eher schlecht für Neueinsteiger eignet. Wer mit der Welt von "Fairy Tail" zuvor noch nichts zu tun hatte, dem werden die Charaktere und das Setting fremd sein und "100 Years Quest" gibt sich keine gesonderte Mühe, diesen Umstand zu ändern. Stattdessen steigt man schnurstracks in die neue Geschichte ein. Da sich das Sequel jedoch ganz klar an Fans der Hauptreihe richtet, sollte dieser Umstand weder verwundern, noch kann man ihn dadurch als allzu große Kritik ansehen. Wer das von Mashima erdachte Universum nämlich bereits kennt, der wird vielmehr froh darüber sein, wie schnell die Geschichte Dynamik entwickelt. Für alle "Fairy Tail"-Liebhaber heißt es also: zugreifen! Denn das Sequel ist ein Must-Read für Fans von Natsu, Lucy und Co.

DIE HARTEN FAKTEN

Deutscher Titel: Fairy Tail: 100 Years Quest
Originaltitel: Fearī Teiru: Hyaku-nen Kuesuto
Deutscher Verlag: Carlsen Manga
Manga-ka: Hiro Mashima, Atsuo Ueda
Genre: Action, Abenteuer, Comedy
Band: 1
Erscheinungstermin: 28. Januar 2019
Kapitelanzahl: 9
Seiten: 192
Extras:

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Handlung:

Vorhang auf für eine neue Geschichte aus dem Fairy-Tail-Universum! Natsu, Lucy, Happy und die anderen haben beschlossen, sich an dem legendären »100-Jahre-Auftrag« zu versuchen, den kein einziger Magier seit Gründung der Gilden vor über 100 Jahren abschließen konnte! Gleich zu Beginn stoßen sie auf eine mysteriöse Stadt, einen rätselhaften Gott und einige abartige Gegner…


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