Review: Valkyrie Drive: Mermaid Vol. 1

Valkyrie Drive: Mermaid
¸©Valkyrie Drive Partners

Videospiele und Animes aus Japan haben es eigentlich nie schwer bei der FSK bzw. der USK, doch es gibt einen neuen Trend, der das Blatt wendet. Denn es gibt eine Reihe von Nischenspielen, wo man die Charaktere entkleiden oder gar befummeln kann. Immer mehr Spiele haben das Problem, dass sie keine Freigabe bekommen, meist wegen Unsittlichkeiten. Auch ein Valkyrie Drive Game hatte dieses Problem. Bei dem Anime zu den Spielen sieht das anders aus: Dieser erscheint in Deutschland in drei Volumes, also wo fängt man da am besten an? Genau – mit Volume 1. Doch wie ist das erste Valkyrie Drive: Mermaid Volume so? Was erwatet den Zuschauer? Wird er hier auch Zeuge von Szenen die fragwürdig sind? Und wie weit geht man in der Serie? Ist es dabei vielleicht auch auf dem ein oder anderen Weg unterhaltsam?

Die Handlung dreht sich um Mamori, welche an einer unbekannten Krankheit leidet, aber damit scheinbar keine Probleme hat. Doch eines Tages wacht sie auf einer Insel auf, ohne zu wissen, wie sie dorthin gekommen ist. Sie wird von zwei fremden Frauen angegriffen und erst im letzten Moment von der schweigsamen Mirei gerettet. Schnell wird klar: Irgendwas stimmt auf der Insel ganz und gar nicht, und scheinbar ist auch mit Maori etwas faul. Auf der Insel, die Mermaid heißt, gibt es augenscheinlich Frauen und einzig der Governeur ist ein Mann. Mamori muss bald erfahren, dass sie ein Extar ist – durch den A-Virus wird sie durch sexuelle Erregung mit dem passenden Partner zu einer Waffe. Und dieser passende Partner scheint Mirei zu sein, denn sie ist ein Liberator. Doch zu welchem Zweck sind die beiden auf der Insel – und was wollen alle von ihnen?

Man merkt schon bei den ersten vier Folgen von Valkyrie Drive: Mermaid, dass es sich hier um eine Serie handelt, die eindeutig auf männliches Publikum ausgerichtet ist. Man bekommt als Zuschauer viele sexuallisierte Szenen geboten, so dass selbst andere Animes, die es damit gut meinen, noch vor Neid erblassen. Der Anime grenzt fast schon an Pornografie – es wird nichts angedeutet, sondern ganz einfach gezeigt.

©Valkyrie Drive Partners

Valkyrie Drive: Mermaid mit weniger generischer Handlung, als man denken könnte

Als Zuschauer werden wir mit Mamori direkt in die Handlung geworfen – wir erfahren nur kurz etwas über ihre Vergangenheit und schon geht die Geschichte los. Dabei lernen wir die Welt, in der der Anime spielt, erst nach und nach kennen und die Figuren werden langsam eingeführt. Obwohl das Erzähltempo am Anfang doch recht hoch ist, so zieht sich die Geschichte doch über die ersten zwei Folgen und braucht sogar bis Episode drei, um alle scheinbar wichtigen Figuren einzuführen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk jedoch immer auf Mamori und Mirei. Da Mirei sehr in sich gekehrt scheint und kaum ein Wort von sich gibt, müssen die Zuschauer an ihren Taten erkennen, welche Absichten sie hegt. Von Anfang an beschützt sie Mamori, auch wenn wir den Grund erst etwas später durch eine Rückblende erfahren. So wissen wir über sie relativ lange sehr wenig und sie bleibt für den Zuseher erst einmal mysteriös.

Mamori ist der typische Hauptcharakter: Sie hat zu Beginn keine Ahnung wo sie ist oder was sie alles kann. Dabei ist sie noch schüchtern und Jungfrau. Denn man verwechselt ihren Nachnamen immer mit diesem Wort, was einer der Running Gags von Valkyrie Drive: Mermaid ist. Sie ist ebenfalls sehr mysteriös und ihr Charakter ist nervös – sie versteht die Welt nicht und ebensowenig, was mit ihr passiert. So gerät sie in den ersten vier Episoden von Valkyrie Drive: Mermaid immer wieder in Situationen, in denen sie Probleme bekommt. Sie wirkt ab und an wie die Jungfrau in Nöten, die von Mirei gerettet werden muss. Es ist sogar einer ihre Träume, dass ein Prinz kommt und sie rettet – der Anime arbeitet bei seiner gesamten Handlung stark mit dieser Symbolik.

Dabei merkt man aber auch sehr deutlich, dass die Handlung von Valkyrie Drive: Mermaid auf etwas hinarbeitet. So baut jede der ersten vier Episoden Spannung auf, aber sorgt auch für Entspannung, indem wir als Zuschauer etwas Neues erfahren. Dennoch zieht sich einiges durch die Geschichte wie ein roter Faden. So will man dann auch am Ende der vierten Folge wissen, wie es weitergeht.

Action, Erotik und Unsittlichkeit

Da Valkyrie Drive: Mermaid auch auf vielen Actionszenen aufbaut, bekommt man als Zuschauer schon einiges geboten, obwohl man hier am Anfang natürlich noch nicht das ganze Pulver verschießt. Mamori und Mirei sind beispielsweise sehr stark, was zwar zur Geschichte gehört, anfangs jedoch nicht genauer erläutert wird. Mirei ist eine Fau mit viel Erfahrung, während Mamori nicht viel machen muss, außer einfach da zu sein und sexuell erregt zu werden. Somit kommen wir schon zum nächsten Punkt, denn der Anime bietet einige Szenen, welche wohl schon recht grenzwertig sind. Die Waffen entstehen nur, wenn sie stark sexuell erregt sind und das wird immer wieder sehr deutlich gezeigt. Es fängt bei harmlosen Küssen an, bis hin zum Entblößen der Brüste und dem Reiben und Befummeln dieser.

Das Problem, welches man als Zuschauer bei Valkyrie Drive: Mermaid haben kann, ist das Alter der Charakter. So ist Mamori gerade mal 16 und sieht etwas jünger aus. Mirei ist erst 15 und sieht nicht so aus. Beide werden immer wieder in sehr erotischen Posen gezeigt, und nicht nur sie, sondern auch die übrigen Charaktere. Über übertrieben große Brüste muss man sich bei dem Anime auch keine Gedanken machen, sollte man auf so etwas stehen – hier gibt es reichlich davon. Zudem werden die Figuren sehr stark fetischiert, so gibt es alles woran man nur denken kann. Die Outfits reichen da alleine schon aus, um für etwaige Beulen in den Hosen einiger Zuschauer zu sorgen. Wie gesagt, das alleine wär nicht schlimm, wäre da nicht das Alter der Charakter, was diesem doch interessanten Ansatz einen faden Beigeschmack gibt.

©Valkyrie Drive Partners

Optik

Für das Genre in dem sich Valkyrie Drive: Mermaid befindet, bekommt man einen gut gezeichneten Anime geboten. Vor allem verzichtet man bei den Actionszenen auch gern mal auf zu starke Actionbalken und Standbilder. So kommt da sehr viel Bewegung rein und das Ganze ist auch gut zusammengeschnitten. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf Frauen, die durch sexuelle Erregung zu Waffen werden, wobei das eine oder andere sehr stark sexualisiert wird. Als Zuschauer sieht man so sehr viele Szenen, die keine Fantasie offen lassen: Sei es die Fantasie von Brüsten in allen Größen und Formen, oder jene von zerreißenden Strumpfhosen bis hin zu „Pantsu Shots“. Auch wird deutlich gezeigt, dass erregte Frauen feucht werden indem man hier Körperflüssigkeiten das Bein herunter tropfen lässt. Die Macher schrecken hier vor keinem Detail zurück und es wirkt alles sehr edgy.

Ansonsten ist es ein sehr helles Setting, die Insel Mermaid, wirkt auf den ersten Blick wie ein tolles Paradis mit ihrem wunderschönen Strand – und auch das Schloss sieht einladend aus. Doch im Hintergrund passieren unschöne Dinge, welche uns schon vorab angedeutet werden. Wie schon erwähnt, arbeitet man für das Genre mit typischen Kameraeinstellungen, dennoch lässt man das Ganze aber gut auf den Zuschauer wirken. Bei der ganzen Detailverliebtheit für das Erotische, kommen aber auch die Actionszenen nicht zu kurz und die Umgebung wurde ebenfalls gut animiert.

Synchronisation

Man hätte bei der Thematik von Valkyrie Drive: Mermaid erwarten können, dass man in der deutschen Synchronisation auf Nummer Sicher geht und einiges abändert bei der Thematik. Doch auch hier bleibt man sehr nah an der Vorlage. Wurde in der Vergangenheit bei ähnlichen Animes das Alter der Charakter immer erhöht, um so vielleicht auch eine FSK Freigabe zu bekommen, sind viele Figuren 16 Jahre und wie schon erwähnt Mirei sogar erst 15. Das lässt man auch in der deutschen Synchronisation drin. Nur etwas mit dem Namen von Mamori wirkt befremdlich in der deutschen Synchronisation, da man ihren Namen immer falsch liest und sie so als Jungfrau anspricht und sie dann alle korrigiert. Das ist ein netter Running Gag, funktioniert aber in der deutschen Sprache weniger.

Die Stimmen sind gut gewählt, auch von dem einzigen Mann. Hier merkt man aber schon bei der Stimme, egal ob deutsche oder japanische, dass hier etwas nicht stimmt. Wahrscheinlich gibt es dazu später eine Auflösung. Ansonsten wirkt Mamori auch in der deutschen Version immer wieder sehr naiv und weiß nicht so recht was eigentlich passiert. Auch das vor Erregung Stöhnen wurde gut in die deutsche Version gebracht. Es wirkt nicht zu übertrieben.

©Valkyrie Drive Partners

Fazit:

Valkyrie Drive: Mermaid Vol. 1 ist ein interessanter Start in die Serie, die ersten vier Episoden liefern einen guten Überblick. Dabei sind einige Punkte etwas moralisch fragwürdig und man kann verstehen, wenn nicht jeder Zuschauer das OK findet. Man baut es aber vernünftig in die Handlung ein und nutzt es auch nur dafür, was ein großer Pluspunkt für den Anime ist.

Review: Valkyrie Drive: Mermaid Vol. 1
7.6 Team
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Handlung7
Charakterentwicklung7
Animation8.5
Synchronisation8.5
Unterhaltung7
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2 Kommentare

  1. Sehr interessantes, ausführliches Review. Hätte nicht gedacht, dass man auch so einem simplen Animekonzept/Ecchi-Anime soviel rausholen kann. Es gibt ja Leute, die beginnen ihre Ecchi-Phase mit sowas wie Kiss X Sis oder Yosuga no Sora, was ja damit lockt, dass die gesamte Prämisse auf Moralischer Schwergang setzt. Ein Anime der aber einfach nur, wie z.b DXD oder dieser halt einfach nur Ecchi/Sexy ist ohne wirklich Inzest oder sowas zu propagieren finde ich da schon nicht allzu schlecht.

    Weiterhin hätte man keine weichgespülte Romanze aus dem Original machen können ohne es zu zerstören. Außerdem mag keiner Zensur, kann mir aber deutschen Dirtytalk und Gestöhne eher nur schwer geben. Ich geb dem Anime aber mal eine Chance, wenn ich ihn im Angebot beim Saturn sehe oder beim nächsten Amazon Event.

    Außerdem geht bitte nochmal mit der Rechtschreibprüfung kurz drüber. Da sind nämlich 2-3 Fehler drin, die einem beim ersten Lesen oder auffallen.

    „erwatet“ und irgendwo weiter unten steht noch „Fau“ statt Frau.
    Einfach kurz drüberschauen. Ist ja kein Act 🙂

    Wir werden mehr Kommentare hinterlassen und

  2. Schon lustig, wie das Spiel selbst hierzulande indiziert wurde, der Anime selbst, dass noch mehr Ecchi und Titten zeigt, ab 16 freigegeben ist.

    Aber der Anime gefällt mir, haha. Weniger Andeutungen und dafür volles Rohr…, naja, fast volles Rohr geile Szenen (volles Rohr wär’s nur, wenn die Mädels mehr machen würden, aber dann wär’s ja ein Hentai, lol), sowas sucht man in anderen Animes fast vergeblich. Da stört es auch nicht, wenn die Mädels noch nicht das Alter der Volljährigkeit erreicht haben (mit sowas muss man in solchen Animes immer rechnen).

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