Review: Girls‘ Last Tour Vol.2

©Tsukumizu,Shinchosha,Girls Last Tour Partners

Letzten Monat kam Girls‘ Last Tour Volume 1 auf Blu-Ray und DVD in den hiesigen Handel. Unser Review dazu könnt ihr hier lesen. Heute – kurz vor Weihnachten – veröffentlicht Universum Anime nun Volume 2. Natürlich haben wir uns dieses ebenfalls im Voraus angeschaut und wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Der Alltag geht weiter

Volume 1 endete mit einer leicht mystisch angehauchten Szene innerhalb eines alten Tempelkomplexes. Von dieser Mystik ist zu Beginn von Volume 2 erstmal nichts zu sehen. Chito und Yuuri sind weiter auf ihrer Tour durch verfallene und im Krieg zerstörte Städte. Sie sinnieren über das Leben in den Städten vor dem Krieg und warum Menschen überhaupt in Wohnungen lebten. In einem alten Gebäude finden sie anschließend einen Raum mit zwei Sesseln, von denen aus die beiden Mädchen einen herrlichen Sonnenuntergang betrachten können. Sie versinken in Tagträumen und stellen sich vor, wie sie das Zimmer einrichten würden, wenn sie dauerhaft dort wohnen könnten. Yuuri möchte ein Regal voll mit leckerem Essen, während Chito lieber ein großes Bücherregal besitzen möchte. Sie verbringen die Nacht in diesem Raum und ziehen am nächsten Tag weiter.

Um sich die Zeit zu vertreiben, spielen sie ein Geschicklichkeitsspiel mit Steinen, das Yuuri immer gewinnt und sich damit eine Extraportion Essen für den nächsten Tag sichert. Chito beschäftigt dieses Spiel noch länger und so hat sie einen Albtraum beim Mittagsschlaf, in dem sie zunächst selbst Teil des Steinspieles ist und eine riesige Yuuri sie fortwährend versucht von dem Steinturm zu pusten. Später landet sie noch in einem Ozean und Yuuri möchte sie in Gestalt eines Fisches auffressen. Zum Glück war alles nur ein Traum und die beiden Mädchen führen ihre Reise fort. Doch durch starken Regen müssen sie anhalten und zunächst einen Unterschlupf suchen. In diesem Unterschlupf entdeckt Yuuri, dass die Regentropfen viele interessante Geräusche machen, wenn sie auf verschiedene Gegenstände wie ihren Helm, Lampen, leere Dosen etc. tropfen. Dies animiert die Mädchen dazu, ein regelrechtes Tropfenkonzert zu veranstalten und zeigt dem Zuschauer eindrucksvoll, dass in schwierigen Zeiten auch die kleinsten Dinge wichtig sind.

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Pleite, Pech und Pannen

Die Reise von Yuuri und Chito zur obersten Ebene der Welt muss pausieren, als ihr Fahrzeug kaputt geht. Während Chito verzweifelt versucht, das Fahrzeug wieder in Stand zu setzen, ist Yuuri total sorglos und freut sich über das schöne Wetter. Doch plötzlich werden die beiden in Aufregung versetzt, als sie am Himmel ein Flugzeug entdecken und dahinter einen Menschen, der dem Fluggerät folgt. Yuuri und Chito erreichen den Menschen, der sich als die Konstrukteurin des Flugzeuges herausstellt – Ishii.

Um das Kettenfahrzeug der Mädchen zu reparieren, verlangt sie im Gegenzug auch deren Hilfe und führt die Mädchen in ihr unterirdisches Quartier. Dort zeigt sie ihnen das richtige Flugzeug, mit dem Ishii die Stadt verlassen möchte und bittet Chito und Yuuri um Hilfe für die Fertigstellung – denn das Fluggerät am Himmel war nur ein Prototyp. Nach den Reparaturen macht sich Ishii auf, über das große Meer zu fliegen, weil sie am Horizont die Existenz einer anderen Stadt gesehen hat. Kurz nach dem Start bricht das Flugzeug auseinander, doch Ishii kann sich mit einem Fallschirm retten und landet auf einer der unteren Ebenen der Stadt.

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Es geht immer weiter

Bevor Ishii aufgebrochen ist, gab sie den Mädchen noch eine Karte, die zu einer Nahrungsmittelfabrik führen soll, damit die beiden ihre Vorräte aufstocken könnte. Doch der Weg führt die beiden in unwegsames Gelände, wo sie auf Rohren entlang balancieren müssen, was Chito aufgrund ihrer Höhenangst an den Rand ihrer Fähigkeiten bringt. Mit Unterstützung von Yuuri kommt Chito dann aber doch voran. Nach einiger Zeit fällt den beiden Abenteurerinnen jedoch auf, dass sie sich im Labyrinth der Rohre verlaufen haben und sie setzen ihren Weg auf gut Glück fort.

Plötzlich bricht Chito in ein Rohr ein und entdeckt damit einen beleuchteten Weg innerhalb des Rohrsystems. Dieser Weg führt auch ans Ziel, jedoch finden die beiden lediglich eine einzige Kartoffel. Nach kurzer Enttäuschung erkunden sie die Fabrik weiter und entdecken ein großes Lager mit Kartoffelmehl. Sie wissen zwar nicht, wie man es verwendet, probieren aber allerhand Maschinen in der Fabrik aus, um es damit zu machen. Yuuri findet auch noch andere Zutaten wie Zucker und die beiden Mädchen versuchen sich am Backen, denn sie haben noch vage Erinnerungen an ein Rezept vom Großvater. Zur Freude der beiden gelingt es ihnen auch Brot zu backen und sie haben endlich eine große Menge an Nahrung für die nächste Zeit.

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Aufbruch ins Unbekannte

Einige Zeit später erreichen Yuuri und Chito einen unbekannten Ort mit hunderten Schubfächern, wo sie ein altes Radio finden. Sie können diesen Gegenstand allerdings nicht zuordnen. An diesem Ort finden sie auch wieder eine der merkwürdigen Statuen aus Volume 1, die Yuuri sofort mit der Kamera von Kanazawa fotografiert. Die Mädchen überlegen, ob die Statuen eventuell an alle Verstorbenen erinnern sollen, da sie die Schließfächer als Gräber deuten. Zur Ehrung der Toten legen die Mädchen alle Gegenstände zurück, die sie den Fächern entnahmen. Schließlich erreichen sie wieder einen der Türme und machen sich auf den Weg auf die nächsthöhere Ebene der Stadt.

Ungehindert kommen die beiden allerdings nicht nach oben, da der Weg mittendrin eingestürzt ist. Glücklicherweise hat jemand zuvor eine Umleitung außen am Turm angebracht, die jedoch unter der Last des Kettenfahrzeugs zusammenbricht. Mit Müh und Not schaffen es Chito und Yuuri am anderen Ende der Umleitung wieder in den Turm, bevor die Konstruktion in die Tiefe fällt. Somit können die beiden die obere Ebene doch noch erreichen. Dort ist Yuuri vom hellen Mondlicht fasziniert. In einem alten Gebäude finden die Mädchen drei Flaschen Bier, das sie als „gelbes Wasser“ bezeichnen und probieren. Durch den Alkohol angeheitert, beginnen Yuuri und Chito rumzualbern und zu tanzen und können ihre Sorgen für kurze Zeit vergessen. Dabei fassen sie auch den Entschluss, so weit nach oben zu klettern, bis sie den Mond erreicht haben.

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Bild und Animation

Wie bereits in Volume 1 kommt das Bild von Girls‘ Last Tour im Standardformat 16:9 daher und hat eine Auflösung von 1080p. Zu jeder Zeit ist es scharf und makellos.

Im Grunde hat sich von den Zeichnungen her auch nichts geändert. Die Animation der Figuren ist immer noch einfacher gehalten als die der Hintergründe. Ein grafisches Highlight ist bereits in der ersten Episode von Volume 2 zu sehen, als am Ende die Sonne herauskommt und den verregneten Unterschlupf von Yuuri und Chito in ein sehr anmutiges Bild verwandelt. Chapeau!

Ton und Synchronisation

Der Ton und die Synchronisation sind gleichbleibend auf einem hohen Niveau – wie schon bei Volume 1. Leonie Landa als Chito und Katrin Heß als Yuuri machen einen sehr guten Job und leihen den beiden Hauptcharakteren in jeder Situation ausdrucksstark ihre Stimme.

Der Ton kommt natürlich erneut im qualitativ hochwertigen DTS HD MA Format daher und ist auf Deutsch oder Japanisch wählbar. Deutsche Untertitel sind selbstverständlich auch verfügbar.

Physische Umsetzung

Da uns im Falle von Girls‘ Last Tour statt der normalen Kaufversion eine Pressedisc vorlag, entfallen die Beschreibung der physischen Umsetzung des Produkts sowie entsprechende Detailbilder gänzlich. Als digitale Extras sind vier Trailer zu weiteren Animes von Universum Anime enthalten.

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Fazit

Girls‘ Last Tour macht im zweiten Volume da weiter, wo Volume 1 endete. Man erfährt langsam mehr und mehr über Yuuri und Chito und lernt dabei, die beiden immer mehr zu mögen, auch durch ihre komplett gegensätzliche Art. Auch wenn es mit Ishii eine neue Person gab, liegt er Fokus der Serie trotzdem ganz klar auf den beiden Mädchen und der vom Krieg zerstörten Welt. Dabei kann auch Volume 2 mit einem guten Mix aus Humor und Ernsthaftigkeit punkten und erschafft eine angenehme Atmosphäre, obwohl die Welt und die Situation der beiden Mädchen nicht gerade rosig aussehen. Wer mit Volume 1 seinen Spaß hatte, der wird auch Volume 2 mögen, zumal immer noch viele Fragen offen sind, die Lust auf das dritte Volume im kommenden Januar machen.

Review: Girls‘ Last Tour Vol.2
8.1 Team
Handlung8.5
Charakterentwicklung8
Animation7
Synchronisation9
Unterhaltung8
Allgemeine Daten

Publisher:  Universum Anime

Genre: Drama, Survival, Comedy

Laufzeit: 92 min. (DVD), 96 min. (Blu-Ray)

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und DTS HD MA 2.0 Japanisch

Untertitel: Deutsch

 

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Volume 3 wird voraussichtlich am 11. Januar 2019 erscheinen.


Alle Reviews spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

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