Review: Food Wars! The Third Plate Vol. 2 [Blu-Ray]

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©Yuto Tsukuda, Shun Saeki / Shueisha, Food Wars! Shokugeki no Soma Committee3

Seit Anfang September sind mit dem zweiten Volume von „Food Wars! The Third Plate“ auch die Episoden 7 bis 12 der dritten Anime-Staffel rund um den Jungkoch Soma und seine Schulkameraden im Handel verfügbar. Wir haben es uns nicht nehmen lassen auch diesmal wieder in den Anime reinzuschnuppern und berichten euch in der nachfolgenden Review, wie uns das, was uns da aufgetischt wurde, gemundet hat.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Central übernimmt die Macht

Das Mondbankett-Festival ist vorbei und Soma und Co haben sich mit ihren Ständen doch noch in die schwarzen Zahlen gerettet, sodass sie keinen Verweis von der Schule fürchten müssen. Dafür steht mit Erinas Vater Azami Nakiri ein ganz anderes Übel vor den Toren der Totsuki Akademie. Ursprünglich war Azami vom aktuellen Direktor und Familienoberhaupt der Nakiris, Senzaemon Nakiri, verbannt worden, da er seine Tochter Erina und deren Gabe dafür nutzen wollte, sein kulinarisches Utopia zu erschaffen – und dafür waren ihm alle Mittel recht.

©Yuto Tsukuda, Shun Saeki / Shueisha, Food Wars! Shokugeki no Soma Committee3

Nun kehrt Azami zurück – und das nicht unvorbereitet, denn er hat durch geschicktes Ränkeschmieden die Mehrheit des mächtigen Zehnerrats der Totsuki hinter sich. Dadurch gelingt es ihm Senzaemon als Direktor abzusetzen und diesen Posten für sich zu beanspruchen. Schon kurz nach seiner Amtseinführung weht an der Akademie ein anderer Wind. Um seine Vision endlich Wirklichkeit werden zu lassen, richtet Azami eine neue Organisation namens Central ein, während alle zuvor existierenden unabhängigen Organisationen aufgelöst werden sollen. Das Ziel ist es, dass alle Schüler an der Totsuki die Gerichte nur noch nach den klar von Central vorgegebenen Methoden und Rezepten vorbereiten, so dass daraus nur Gourmet-Mahlzeiten werden können. Damit werden die Schüler aber freilich auch ihrer Kreativität beraubt. Gleichzeitig möchte Azami Japan von allen Restaurants für die Massen säubern, so dass am Ende nur noch Gourmet-Tempel übrig bleiben – sein kulinarisches Utopia.

Ein abgekartetes Spiel

Dagegen wehren sich natürlich einige Schüler, doch in Shokugekis gegen Eizan Etsuya vom Zehnerrat, in denen dieser die Jury zuvor bestochen hat, setzt er den Shokugekis auf eindrucksvolle Weise ein Ende. Nur einer lässt sich von diesem abgekarteten Spiel nicht beeindrucken: Soma Yukihira. Als auch das Polarsternwohnheim als „Organisation“ dran glauben und dem Erdboden gleichgemacht werden soll, fordert er Eizan zu einem Shokugeki, das er eigentlich nur verlieren kann. Durch seine besondere Kochkunst gelingt es ihm jedoch die Jury nach und nach von seinem Gericht zu überzeugen, während seine Freunde im Wohnheim die Stellung halten und versuchen Eizans Räumtrupp vom Gebäude fernzuhalten. Somit ist es Somas Sieg zu verdanken, dass die Shokugeki wieder zu fairen Veranstaltungen mit unabhängiger Jury werden.

Das hält Central natürlich nicht davon ab, auch die noch übrigen Clubs zu Kochduellen herauszufordern, die sie im Prinzip allein durch ihre Kochkunst fast alle für sich entscheiden, doch Alice Nakiri, Erinas Cousine, die unwissentlich ebenfalls eine Club-Chefin ist, schickt Ryo Kurokiba ins Rennen, dem nach Soma ein erster Sieg gegen einen Central-Koch gelingt. Während all das geschieht verstecken die Bewohner des Polarstern-Wohnheims Erina unter ihrem Dach, um ihr zu helfen, nachdem sie deren Mitleid erregende Geschichte über ihre Kindheit erfahren haben, denn auch diesmal versucht Azami sich seine Tochter zu Nutze zu machen.

Duell mit der Nummer 1

Dass einige Lehrer den Prinzipien von Central widersprechen, hat zudem zur Folge, dass Teile des Kollegiums entlassen werden. So findet sich Soma plötzlich in einem Kurs wieder, der interimistisch von Eishi Tsukasa, dem ersten Platz des Zehnerrats, unterrichtet wird. Nach dem Unterricht kommt es dann durch mehrere Umstände zu einem Shokugeki zwischen Soma und Eishi Tsukasa, bei dem letzterer seinen ersten Sitz im Zehnerrat einsetzt, während Soma, falls er verliert, Teil von Central und Eishis rechte Hand werden soll. Wird es Soma gelingen den ersten Sitz im Totsuki-Zehnerrat für sich zu gewinnen? Oder wird er ab sofort als Mitglied von Central sein Dasein fristen? Und was ist eigentlich mit den Clubs und Organisationen, die ihre Shokugekis gegen Central noch vor sich haben? Das alles verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Werft doch lieber selber einen Blick in das zweite Volume von „Food Wars! The Third Plate“!

©Yuto Tsukuda, Shun Saeki / Shueisha, Food Wars! Shokugeki no Soma Committee3
Bild und Animation

Wenig verwunderlich gibt es beim Bild kaum nennenswerte Änderungen im Vergleich zu den Episoden 1 bis 6. Das Ganze kommt weiterhin im Standardformat von 16:9 bei einer Auflösung von 1080p daher und bleibt den kräftigen Farben treu. Auch die Details der einzelnen präsentierten Gerichte wurden wieder sehr gut ausgearbeitet. Da kann einem schon einmal das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Abgesehen davon präsentieren sich alle Animationen solide und für das Genre des Animes vollkommen ausreichend. Das gilt für Alltagssituationen wie für hitzige Shokugeki und für Charaktere und Hintergründe gleichermaßen. Hier gibt es im Großen und Ganzen also nichts zu bemängeln. Zu einem Meisterwerk der Animationskunst fehlt dennoch ein gutes Stück, was aber absolut nicht tragisch ist.

Ton und Synchronisation

Auch beim Ton gibt es im Vergleich zum ersten Volume der Staffel im Prinzip keine Veränderungen zu vermelden. So kommt dieser weiterhin im qualitativ hochwertigen DTS HD Master Audio Format daher, das über eine Stereotonspur ausgegeben wird.

©Yuto Tsukuda, Shun Saeki / Shueisha, Food Wars! Shokugeki no Soma Committee3

Auch die Synchronisation schließt bezüglich der Leistung aller Sprecher nahtlos an die vorangegangenen Episoden an. Das gilt aber nicht nur für die zuvor schon bekannten Charaktere, sondern auch für die neuen Rollen, die in den Episoden 7 bis 12 hinzukommen. Dabei handelt es sich primär um die auserwählten Schüler aus Azami Nakiris Organisation Central. Auch deren Sprecher machen einen guten Job und die gewählten Stimmen wirken durchaus passend.

Physische Umsetzung

Wie auch in unseren weiteren Kritiken zählt die physische Ausgestaltung des Produkts auch diesmal nicht in die Gesamtwertung des Reviews mit ein. Die nachfolgende Beschreibung selbiger, die sich auf die Blu-Ray-Version des zweiten Volumes von „Food Wars! The Third Plate“ bezieht, dient euch lediglich als Hilfe bei eurer potenziellen Kaufentscheidung.

Im gewohnten Stil der deutschen „Food Wars!“-Veröffentlichungen kommt auch das zweite Volume der dritten Staffel als Digipack im eigenen Pappschuber daher. Der Schuber ist natürlich nicht so stabil, wie ein Hardcover-Schuber, er reicht jedoch völlig aus und erfüllt seinen Zweck. Diesmal wurden als Motiv Soma, Eishi Tsukasa, Rindo Kobayashi, Erina und Azami Nakiri vor der Totsuki Akademie gewählt. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo wurde löblicherweise wieder verzichtet. Ein solches findet sich dafür auf dem Digipack selbst, das mit der gleichen Illustration daherkommt. Ansonsten ist dieses so spartanisch ausgestattet, wie schon beim ersten Volume dieser Staffel. Physische Extras sucht man vergebens. Auch auf digitale Extras wurde beim zweiten Volume der Serie verzichtet.

Fazit

Das zweite Volume der dritten Staffel von „Food Wars!“ fokussiert sich darauf, mit Azami Nakiri und seiner Organisation Central Antagonisten einzuführen, die Soma und seine Freunde eine Weile beschäftigen werden. Dabei bewegt man sich weg von einer Handlung, die die Prüfungen der Schüler in den Mittelpunkt stellt, hin zu einer Art Revolutionskampf, aus dem Soma und das Polarsternwohnheim zumindest Teilerfolge verbuchen können. Die neue Handlung bringt dabei frischen Wind in die Serie, ohne das bewährte Rezept der Shokugeki genannten Kochduelle aufzugeben.

Gepaart mit der gelungen deutschen Synchronisation und der guten Bildqualität, die wieder vor allem bei der Präsentation der Gerichte auftrumpfen kann, bieten die Episoden 7 bis 12 von „Food Wars! The Third Plate“ somit sehr gute Unterhaltung und machen Lust auf mehr! Wie gut sich die Handlung gesamthaft im Vergleich zu den ersten beiden Staffeln schlägt, das werden aber wohl erst die noch kommenden zwei Volumes zeigen.

Review: Food Wars! The Third Plate Vol. 2 [Blu-Ray]
8.1 / 10 Team
Handlung8.5
Charakterentwicklung7
Animation8
Synchronisation8
Unterhaltung9
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 5. September 2019

Publisher: KAZÉ

Genre: Gourmet, Comedy, Shonen, Ecchi

Laufzeit: ca. 150 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Fast der gesamte Zehnerrat der Totsuki hat sich gegen Rektor Senzaemon Nakiri verschworen und Erinas Vater als Nachfolger bestimmt. Und nicht nur das: Auch der Unterricht soll nun von einer erlesenen Eliteeinheit, Central, vorgegeben werden. Diese Elite strebt die kulinarische Herrschaft über Japan an. Einfache Restaurants sind ihnen ein Dorn im Auge, weswegen auch nahezu alle Forschungsklubs an der Totsuki geschlossen werden sollen …


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