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Review: Cardcaptor Sakura Clear Card Vol. 1 [Blu-Ray]

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ⓒCLAMP, ST/KODANSHA, NEP, NHK

Für viele von uns ist es ein sehr nostalgisches Gefühl: Man kommt aus der Schule und schaltet den Fernseher auf den Sender RTL II und schaut Anime vor den Hausaufgaben. Neben „Pokémon“, „Dragonball“ und „Detektiv Conan“ blieb einigen von uns sicher noch „Cardcaptor Sakura“ im Kopf. Die Anime Adaption von 1998 und die Mangas von 1996, rund um die zehnjährige Sakura Kinomoto, Kero und die Clow Cards, erfreuten sich auf internationaler Ebene großer Beliebtheit. Dementsprechend groß war die Freude als Clamp, die Manga-Gruppe hinter Werken wie „Chobits“, „Tsubasa Reservoir Chronicles“ oder „xxxHolic“, bekannt gaben, dass „Cardcaptor Sakura“ mit einer neuen Mangareihe weitergeführt wird: „Cardcaptor Sakura Clear Card Arc“ ist der Titel der seit 2017 laufenden und bereits sechs Bände umfassenden Serie.

Natürlich ließ es sich Studio Madhouse nicht nehmen, den Manga 2018 in einen Anime zu verwandeln, steckten sie doch bereits hinter der sehr beliebten Adaption des Originals. Peppermint anime hat diesen Anime lizenziert und bietet nun mit Volume 1 die ersten sechs Folgen der Fortsetzung auf Blu-Ray und DVD an. Wir konnten die Blu-Ray-Fassung bereits vorab für euch testen. Was wir von dem lang erwarteten Release halten, erfahrt ihr in unserer nachfolgenden Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

ⓒCLAMP, ST/KODANSHA, NEP, NHK
Handlung

Nach ihren Abenteuern rund um die Clow Cards ist Sakura Kinomoto nun alt genug, um in die Mittelschule zu gehen. Sie ist sogar in der selben Klasse wie ihre beste Freundin Tomoyo Daidouji. Selbst Shaolan Li, Sakuras Romanze, ist aus Hong Kong nach Japan zurückgekehrt und geht zur selben Schule wie Sakura. Alles also super, wie es scheint. Doch dann beginnt Sakura seltsame Träume zu haben, in denen ihr immer wieder eine Person erscheint. Zusätzlich erscheinen ihr im Traum die Clow Cards, welche jedoch durchsichtig sind. Erschrocken wacht Sakura auf und muss zu ihrem Erschrecken feststellen, dass die Karten nicht nur im Traum unsichtbar geworden sind. Außerdem erhält sie von der Person, die ihr im Traum erscheint, einen neuen Schlüssel.

Bei Yukito, dem zweiten Hüter der Clow Cards, finden Sakura und Kero außerdem heraus, dass eben jene all ihre Magie verloren haben. Daraufhin geschehen in der Stadt Tomoeda merkwürdige Ereignisse. Der Wind zieht Sakura gegen ihren Willen weg, Bäume fangen an sich von selbst zu bewegen, Sakura und Tomoyo werden in einem abgeschlossenen Raum gefangen oder es regnet trotz angesagtem Sonnenschein in Strömen. Es stellt sich heraus, dass es neue Karten gibt, die auf einer Seite ein Motiv zeigen, während sie auf der anderen Seite durchsichtig sind. Somit beginnt für Sakura aufs neue die Aufgabe, diese „Clear Cards“ einzusammeln, während sie den Alltag der Mittelschule meistern muss. Dort gibt es eine neue Mitschülerin mit dem Namen Akiho Shinomoto, mit der Sakura sich anzufreunden versucht. Zusammen mit der bekannten Gruppe an Freunden essen sie gemeinsam zu Mittag, halten ein Piknik ab, bei dem sie die Kirschblüten, oder auch Sakura, beobachten, und helfen der neuen Mitschülerin ihre Leidenschaft zu entdecken.

Insgesamt ist das Setup der neuen Serie sehr interessant und führt die Story der Serie fort, wo der originale Anime endet. Für Fans der Serie ein klasse Nostalgietrip und doch einsteigerfreundlich genug für solche, die es erst noch werden wollen.

ⓒCLAMP, ST/KODANSHA, NEP, NHK
Bild und Animation

„Cardcaptor Sakura“ wurde von dem renommierten Studio Madhouse animiert. Das Studio ist unter anderem bekannt für Anime wie „No Game No Life“ und „Death Parade“. Madhouse ist zudem für konstant gute Animation bekannt, und dass sie verschiedene Anime-Stile kompetent umsetzen können. Zudem waren sie bereits mit der Animation der originalen „Cardcaptor Sakura“-Serie animiert zu haben. Und damit war das Studio natürlich der perfekte Kandidat, um auch den neuen Anime umzusetzen.

Dabei ist es ihnen gelungen, einen wunderbaren Mix aus alt und neu, aus 1998 und 2018 zu kreieren, der zu einem fantastischen Gesamtbild beiträgt. Die Serie fällt in keinem Fall komplett aus dem Rahmen, und wechselt man vom Original zur Fortsetzung, so scheint dieser Übergang schön flüssig. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich an dem Look der Serie gar nichts verändert hätte. Madhouse ist es hier wunderbar gelungen, dem Artstyle ein bis zwei Modernisierungen hinzuzufügen, welche die Serie schon als modernen Anime erkennbar machen. Die Animationen wirken fließender, Sakuras „Verwandlungen“ (bzw. die Aktivierung des Schlüssels) bombastischer und die Hintergründe schöner. Auch die Farbkomposition ist Studio Madhouse sehr gut gelungen.

Die Blu-Ray-Fassung, welche wir testen durften, bringt diese wunderbaren Animationen in bestmöglicher Qualität in euer Heimkino. Auf einem 4K Fernseher kommt der Anime sehr gut zur Geltung, auch wenn er natürlich „nur“ in einer Auflösung von 1080p vorliegt. Die Serie besitzt dabei natürlich das heutige Standardformat 16:9.

ⓒCLAMP, ST/KODANSHA, NEP, NHK
Ton und Synchronisation

Fans der originalen deutschen Synchronisation aufgepasst, eine Enttäuschung könnte folgen: Nein, Peppermint ist es leider nicht gelungen, den originalen Sprechercast zusammen zu trommeln. Aber verzagt nicht: Die neuen Synchronsprecher machen den alten alle Ehren und treffen die Charaktere absolut auf den Punkt. Die einzige wiederkehrende Stimme ist Shaolans Sprecher David Turba, und er, wie alle anderen Sprecher auch, geben absolut ihr Bestes, um den Rollen gerecht zu werden. Wie wir finden, ist dies auch gelungen. Wir können also die Deutsche Synchronisation absolut empfehlen.

Was den Soundtrack angeht, so lässt sich sagen, dass dieser fluffig ausfällt und eine gewisse Wohlfühl-Atmosphäre ausstrahlt. Da auch die ganze Serie ansich einen gewissen Wohlfühl-Charakter besitzt, ist dies somit sehr passend. Das Opening stach für uns beim Anschauen besonders hervor. Nicht einmal haben wir auch nur darüber nachgedacht, das Opening zu überspringen, was ein gutes Zeichen ist. Der Song heißt „Clear“ und wurde von der japanischen Pop-Sängerin Maaya Sakamoto eingesungen. Innerhalb des Openings wird das Lied von sehr schönen Animationen von Sakura untermalt.

ⓒCLAMP, ST/KODANSHA, NEP, NHK
Physische Umsetzung

Wie ihr es von uns schon kennt hat die physische Umsetzung des Produkts keinen Einfluss auf die Gesamtwertung des Produkts. Dieser Abschnitt dient mehr dazu, euch ein Bild von dem zu vermitteln, was euch als Käufer erwartet. Dabei beziehen sich alle Beschreibungen auf die Blu-Ray-Fassung des ersten Volumes der Serie.

Nicht unüblich für peppermint anime kommt „Cardcaptor Sakura Clear Card“ in einer Standard Amaray-Hülle daher. Diese steckt in einer nach oben und unten hin geöffneten O-Card aus Pappe. Der Schuber ist nicht besonders stabil und ist deshalb mit Vorsicht zu behandeln. Das FSK-Logo auf dem Schuber ist zum Glück nur ein Aufkleber, welcher sich rückstandslos und mit wenig Mühe entfernen lässt. Auf dem Inlay der Amaray-Hülle ist Kero zu sehen, wie auch das Logo des Animes und ein FSK-Logo, welches leider aufgedruckt ist. Auf der Rückseite ist dasselbe Bild von Kero zu sehen, jedoch auf der linken Seite aufgedruckt, sodass es nur als innere Illustration und nicht als Wendecover fungiert. Wenn wir uns eins wünschen könnten, dann wäre es ein Wendecover im nächsten Volume. Hier wird man aber wohl dem aktuellen Stil treu bleiben. Ansonsten ist die Blu-Ray simpel gehalten, aber gesamthaft absolut angemessen umgesetzt worden.

Fazit

„Cardcaptor Sakura Clear Card“ Vol. 1 zeigt, wie man eine tot geglaubte, allseits beliebte Serie nach vielen Jahren wiederbeleben kann, ohne sie notwendigerweise zu rebooten oder lieblos weiterzuführen. Clamp wie auch Madhouse haben hier etwas geschafft, was nur wenigen gelingt: Liebevoll ein Gefühl von Nostalgie zu wecken, aber gleichzeitig auch Neues zu bieten. Jede der sechs auf der Blu-Ray vorhandenen Folgen war zuckersüß und wunderschön, und wir finden, dass der Anime eine tolle Abwechslung zu den vielen aktuellen Action-Anime bietet. Egal ob „Cardcaptor Sakura“-Fan der ersten Stunde oder absoluter Neuling: „Cardcaptor Sakura Clear Card“ bietet für jeden Animefan etwas, der sich auf die fluffig süße Welt einlässt.

Card Captor Sakura Clear Card Vol.1
8.1 Team
Handlung7.5
Charakterentwicklung8.5
Animation7.5
Synchronisation8
Unterhaltung9

Allgemeine Daten

Veröffentlichung: 16. September 2019

Publisher: peppermint Anime

Genre: Comedy, Magical Girl, Romance

Laufzeit: 150 Minuten

FSK: 6

Bild: 1080 p, 16:9 Format

Ton/Sprache: Japanisch, Deutsch, DTS-HD Master Audio 2.0 (Stereo)

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Es ist April und die Kirschbäume blühen. Sakura, die nun in der 7. Klasse ist, trifft wieder auf ihren alten Freund Shaolan, der für einige Zeit nach Hong Kong zurückgekehrt war. Aber ihr friedlicher Alltag wird plötzlich von den Clow Cards unterbrochen, mit denen etwas ganz und gar seltsames vor sich geht.
Zudem ereignen sich mehrere mysteriöse Vorkommnisse in Tomoeda. Sakura wird von einem «Schlüssel» geleitet, der ihr in einem Traum erscheint und beginnt daraufhin, erneut Karten zu sammeln! Aber dann kommt eine neue Schülerin in Sakuras Klasse…


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