Manga Review: The Quintessential Quintuplets [Bände 1+2]

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©Negi Haruba/KODANSHA

Seit Anfang März dürfen sich dank Egmont Manga auch deutschsprachige Leser in „The Quintessential Quintuplets“ stürzen. Die Geschichte ist übrigens auch Vorlage für eine Anime-Adaption, die hierzulande mit deutschen Untertiteln bei Crunchyroll zur Verfügung steht. Natürlich haben wir für euch in die Nachhilfe-RomCom rund um die Nakano-Fünflinge und ihren Hauslehrer/Schulkameraden reingelesen und verraten euch, was ihr von der Geschichte erwarten dürft.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Die Handlung

„The Quintessential Quintuplets“ handelt vom Oberschüler Futaro Uesugi, dessen schulische Leistungen zwar ohne Fehl und Tadel sind, der aber der Spross einer Familie ist, die sich mit enormen Schulden herumschlagen muss. Um diese Schulden irgendwie tilgen zu können, besorgt sein Vater Futaro kurzfristig einen neuen Job. Er soll Nachhilfelehrer für die Tochter einer reichen Familie werden, die gerade erst in die Gegend gezogen ist. Dabei klingt die Bezahlung zu gut um wahr zu sein, denn für die Nachhilfe soll Futaro eine Rate erhalten, die fünfmal so hoch wie üblich ist.

Als er jedoch bei der Adresse seiner neuen Nachhilfeschülerin auftaucht, stellt sich heraus, dass es sich dabei um ein Mädchen handelt, mit dem er am gleichen Tag bereits unliebsame Bekanntschaft in der Mensa der Schule gemacht hat. Viel Schlimmer kann es für den jungen Schüler eigentlich nicht mehr kommen… Doch zu früh gefreut! Es stellt sich nämlich heraus, dass Isuki Nakano – so heißt das Mädchen – noch vier Schwestern hat: Nino, Miku, Yotsubi und Ichika. Und das Schlimmste ist: Die Nakano-Fünflinge sind allesamt Nieten in der Schule und lernfaul und somit alle gleichzeitig Futaros Schülerinnen, was auch die hohe Bezahlung erklärt.

Selbst das wäre vermutlich noch gut zu bewältigen, wenn sich der junge Oberschüler nicht der extrem ablehnenden Haltung der meisten Schwestern gegenübersehen würde. Das mag zwar nicht durch die Bank für alle Fünflinge gelten, doch es tun sich zusätzliche Probleme auf: So ist Yotsuba so hilfsbereit, dass sie bei ihrer Hilfe für verschiedene Schul-Clubs oft das eigene Lernen hintenanstellt. Zudem versucht Nino Futaro zu sabotieren. Da dieser jedoch auf den Nachhilfejob angewiesen ist, tut er natürlich alles dafür, um diesen zu behalten. Nach einigem hin und her findet er schließlich einen kleinen Lichtblick. Zwar ist jede der Schwestern schulisch schlecht, doch alle haben gewisse Stärken in unterschiedlichen Fächern – wenn auch nicht besonders ausgeprägt. Das ist eine Tatsache, die Futaro sich zu nutzen machen möchte.

In den ersten beiden Bänden stehen zudem ein Besuch von Itsuki bei ihm zu Hause oder beispielsweise ein Feuerwerkfestival, zu dem die Fünflinge eine besondere emotionale Bindung haben, auf dem Programm. Schnell wird also offensichtlich, dass sich der junge Oberschüler, der früher alles andere als ein Strebertyp war, offensichtlich über die Lerndefizite hinaus in das Leben der Nakano-Schwestern einmischen wird. Dafür spricht nicht nur, dass er eine der Schwestern auf einer früheren Klassenfahrt schon einmal getroffen hat, auch wenn ihm das noch nicht bewusst ist, sondern vor allem auch die Besonderheit des Mangas: Gleich zu Beginn, bevor die eigentliche Story richtig startet, zeigt man uns nämlich das Ende der Geschichte, denn Futaro steht kurz davor zu heiraten. Seine Braut ist eine der Nakano-Schwestern – die Frage ist nur: welche?!

Der Zeichenstil

Negi Harubas Zeichnungen bei „The Quintessential Quintuplets“ sind für eine romantische Komödie recht detailreich. Das erkennt man auch gut an den Hintergründen in Panels, in denen diese vorkommen. Der Fokus liegt aber klar auf den Charakteren. Wirken einige Bewegungen minimal steif, so zeigt Haruba, dass er es dafür perfekt versteht, ausdrucksstarke Gesichtszüge zu zeichnen. Zugegeben: Die Tatsache, dass die Fünflinge alle ein fast identisches Gesicht mit Unterschieden nur bei den Frisuren und Accessoires haben, macht die Arbeit vermutlich ein wenig leichter. Das hat der Manga-ka aber auch gut genutzt und den Fokus bei seinen Zeichnungen geschickt gewählt. Emotionen in den Gesichtern der Charaktere sind gerade bei RomCom-Storys nämlich sicherlich das A und O. Davon abgesehen ist die Strichführung angenehm klar und dynamisch, was die Zeichnungen gefällig wirken lässt.

Ãœber den Autor

Negi Haruba wurde am 27. Juli 1991 in der Aichi Präfektur geboren. 2013 machte er seinen Abschluss an der Manga-Fakultät des Trident College of Design. Noch im gleichen Jahr gewann er den 89. Weekly Shonen Magazine Newcomer Award des Verlags Kodansha mit seinem One-Shot „Coward Cross World“. 2014 folgte dann ein weiterer Award für seinen One-Shot „Ura Sekai Communication“. Von 2014 bis 2015 arbeitete er gemeinsam mit Shun Hirose an der Reihe „Rengoku no Karma“, die im Weekly Shonen Magazine veröffentlicht wurde und insgesamt fünf Bände umfasst. 2015 stand dann nicht nur seine Hochzeit ins Haus, sondern er veröffentlichte mit „Vampire Killer“ einen weiteren One-Shot. Anfang 2017 folgte dann der One-Shot „The Quintessential Quintuplets“, dessen positive Leserrückmeldungen zur tatsächlichen Serialisierung der Geschichte führten, die 2020 ihren Abschluss fand. 2019 wurde Haruba übrigens Vater einer Tochter. Zudem ist bekannt, dass Negi Haruba im realen Leben mit Taishi Tsutsui, dem Manga-ka der Reihe „We Never Learn“, befreundet ist.

Manga Review: The Quintessential Quintuplets [Bände 1+2]
7.5 / 10 Team
Gesamtwertung7.5
Fazit

Auch wenn "The Quintessential Quintuplets" vom Grundrezept her eine recht generische RomCom mit Harem-Elementen zu sein scheint, so beginnt der Manga direkt ungewöhnlich, indem man dem Leser gleich das Ende der Geschichte zeigt, dabei aber natürlich die wichtige Information verschweigt, welche Schwester Protagonist Futaro in Zukunft heiraten wird. Getreu dem Motto "der Weg ist das Ziel" erzählt der Manga danach von Futaros Problemen bei der Nachhilfe der Fünflinge, fokussiert sich dabei aber nicht nur stur auf Komödienelemente und die Herzen der Mädels fliegen unserem Hauptcharakter auch nicht unbedingt einfach so zu. Stattdessen wird schnell klar, dass Futaro alles geben muss, damit sich die Haltung der Nakano-Schwestern ihm gegenüber ändert, wobei er weit mehr in deren Leben eingreift, als es ein normaler Nachhilfelehrer tun würde. Dabei zeigt sich auch in den ersten beiden Bänden bereits, dass die Handlung an vielen Stellen über Oberflächlichkeiten hinausgeht, was der Geschichte durchaus gut tut. Hinzu kommen angenehm ausdrucksstarke und dynamische Zeichnungen mit dem Fokus auf den Emotionen der Charakter, die nur minimale Schwächen aufweisen.
RomCom-Liebhaber bekommen hier auf alle Fälle unterhaltsames neues Lese-Futter geboten. Vor allem Fans von Geschichten à la "We Never Learn", deren grundlegendes Setting doch ähnlich ist, dürfen bedenkenlos zugreifen und sich auf gute Unterhaltung freuen!

DIE HARTEN FAKTEN

Deutscher Titel: The Quintessential Quintuplets
Originaltitel: Go-Tōbun no Hanayome
Deutscher Verlag: Egmont Manga
Manga-ka: Negi Haruba
Genre: Romantische Komödie
Bände: 1 + 2
Erscheinungstermin: 05. März und 07. Mai 2020
Kapitelanzahl: 14 Kapitel (5 in Band 1 und 9 in Band 2)
Seiten: 192 je Band
Extras: –

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Handlung:

Futaro ist ein Musterschüler… und ständig pleite – bis ihm ein mysteriöser, aber gut bezahlter Job als Nachhilfelehrer angeboten wird. Schnell stellt sich heraus, dass er ausgerechnet die gerade an die Schule gewechselten Fünflinge unterrichten soll – und die halten weder besonders viel vom Lernen noch von Futaro selbst!


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