©INGRESS Committee

Noch vor dem offiziellen morgigen Release auf der Streaming-Plattform Netflix hatten wir Gelegenheit, uns die ersten drei Episoden der Serie „Ingress The Animation“ anzuschauen. Doch was genau hat man von der Adaption eines beliebten Smartphone AR-Games zu erwarten? Wir verraten es euch in unserer Rubrik „Angeschaut“!

Anmerkung: Der Ersteindruck enthält ab hier Spoiler zu den ersten drei Folgen der Serie.

Actionreicher Start

Eins können wir euch direkt verraten: „Ingress The Animation“ beginnt mit einem Knall! Und zwar mit einem wortwörtlichen Knall, denn in einer Forschungseinrichtung kommt es durch den Forscher Christopher Brandt zu einer Explosion, bei der alle Anwesenden, außer seiner Forschungskollegin Sarah Coppola, ums Leben kommen. Der Vorfall ruft die Polizei auf den Plan, die den Special Investigator Makoto Midorikawa im Schlepptau hat. Schon seit seiner Kindheit kann Makoto die Erinnerungen von Gegenständen sehen, wenn er diese berührt. Doch kaum haben die Ermittlungen begonnen, muss die Polizei das Feld bereits wieder räumen…

Makoto lässt der Fall nicht los, nachdem er einmal die Erinnerungen von Sarahs Ring gesehen hat. Wieder daheim installiert sich plötzlich die mysteriöse App Ingress auf seinem Smartphone, durch die er Anweisungen und eine Wegbeschreibung erhält, die ihn schnurstracks in ein verlassenes Krankenhaus führen. Dort wird die bewusstlose Sarah bewacht. Allerdings trifft gleichzeitig mit ihm auch Jack Norman, ein Agent der „Resistance“ ein, den Christopher gebeten hat, Sarah um jeden Preis zu beschützen. Als Makoto und Jack aufeinandertreffen, kommt es zu einer Auseinandersetzung, aus der Makoto gemeinsam mit der gerade erwachten Sarah in einem günstigen Augenblick fliehen kann. Kurz darauf wird klar, dass Sarah bei der Explosion offenbar ihre Erinnerungen verloren hat, die nur bruchstückhaft zurückkehren.

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Mysteriöse Materie

Auf der Flucht mit Sarah erfährt Makoto von ihr, dass überall auf der Welt Partikel namens „Exotic Matter“, oder kurz „XM“, existieren. Diese Partikel waren offenbar Gegenstand ihrer Forschung und führen bei einigen Menschen, die man „Sensitives“ nennt, dazu, dass ihre inhärenten Fähigkeiten erwachen. So scheint auch Makotos besondere Gabe mit den XM in Verbindung zu sehen, genauso wie Jacks Fähigkeit „Flash Forward“, die es dem Agenten erlaubt, kurze Zeit in die Zukunft zu schauen. Das macht ihn im Kampf äußerst gefährlich und erschwert eine Flucht vor ihm ungemein.

Schnell wird allerdings klar: Nicht nur Jack verfolgt Sarah, denn auch die Organisation, für die sie zuvor gearbeitet hat, scheint ein gesteigertes Interesse daran zu haben, sie wieder in ihre Fänge zu bekommen. Dabei sind ihr alle Mittel recht. Nachdem er nun bereits in der Sache mit drinsteckt, beschließt Makoto Sarah zu helfen und das Mysterium um ihre verlorenen Erinnerungen zu lösen, das gleichzeitig den Grund bereitzuhalten scheint, weshalb die junge Frau von verschiedenen Gruppen verfolgt wird.

Ingress

Ganz nebenbei tritt Makoto in der App Ingress der Gruppe „The Enlightened“ bei, eine Gegenbewegung zur „Resistance“. Während die Enlightened die XM zwar verstehen möchten, möchten sie mit der Materie in Einklang leben. Die Resistance wiederum möchte die mysteriösen Partikel stattdessen unbedingt kontrollieren. Überall auf der Welt existieren dabei XM-Portale. Wenn eine der beiden verfeindeten Gruppierungen mehrere Portale nebeneinander für sich einnehmen kann, dann entsteht dort ein sogenanntes Kontrollfeld, das die Fähigkeiten von Sensitives der jeweiligen Gruppe in seinem Inneren verstärkt. Können Makoto und Sarah vor ihren Verfolgern entkommen und gelingt es ihnen gleichzeitig das Rätsel um die skrupellosen und dubiosen Machenschaften der mächtigen Organisation zu lüften, die es auf Sarah abgesehen hat? Findet es heraus, in „Ingress The Animation“! 🙂

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Fazit:

„Ingress The Animation“ startet furios und gönnt dem Zuschauer in den ersten drei Episoden kaum eine Pause. Dabei wird man nicht nur mit jeder Menge Action, sondern auch mit einer Flut an Informationen konfrontiert, die einen beinahe erschlägt. Dennoch kann man dem Ganzen noch folgen. Der Opening-Song von „Ingress“ erinnert indes übrigens an eine US-Crime-Serie. Tatsächlich könnte man auch von der Handlung her meinen, dass man in einer solchen gelandet ist, wären da nicht die Fantasy- und SciFi-Elemente rund um die XM. Schnell fällt auf, dass man sich bei der Serie für CG-Animation entschieden hat. Bei den Charakteren wirkt dies in der ein oder anderen Szene zwar etwas gewöhnungsbedürftig, man kommt mit dem Stil nach einer Zeit jedoch ganz gut klar. Dabei erlauben die CG-Animationen den Machern aber auch eine wunderbare Darstellung der bunten XM-Partikel, die in den entsprechenden Szenen durchaus beeindruckend wirken. Zur deutschen Synchronisation können wir an dieser Stelle keine Aussage treffen, da uns zunächst die englische Sprachfassung zur Verfügung stand.

Insgesamt gelingt es dem Anime vor allem durch seine Action den Zuschauer zu packen. Man möchte einfach herausfinden, was es genau mit den Machenschaften der mächtigen Organisation zu tun hat, und ob es dem frisch gebackenen Team aus Makoto und Sarah gelingt, die Pläne zu durchkreuzen. Solltet ihr mit Action-lastigen Serien allerdings so gar nichts anfangen können, dann werdet ihr mit „Ingress“ vermutlich eher nicht glücklich werden.

Details im Überblick:

  • Titel: Ingress The Animation
  • Verfügbar auf Netflix: Ab 30. April 2019
  • Regie: Yūhei Sakuragi
  • Studio: Craftar
  • Skript: Sōki Tsukishima; Tora Tsukishima
  • Charakterdesign: Takeshi Honda
  • Musik: Hidehiro Kawai
Englischer Launch-Trailer:

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