©BIRD STUDIO/SHUEISHA ©2018 DRAGON BALL SUPER the Movie Production Committee

Mit Dragon Ball Super: Broly erscheint bereits der dritte Film zur Dragon Ball Super Animeserie. Am 29. Januar 2019 wird dieser Film Premiere in den deutschen Kinos feiern. Wir hatten im Vorfeld vom Publisher KAZÉ bereits die Gelegenheit erhalten, uns den Film anzugucken. Wie uns das neue Abenteuer um Son Goku und Co gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Wie alles begann

Dragon Ball Super: Broly beginnt nicht wie viele der Dragon Ball oder Dragon Ball Z Filme, in denen nach wenigen Minuten ein neuer Feind erscheint und direkt angreift. Der Film nimmt sich viel Zeit, die Vorgeschichte von Broly, Son Goku und den gesamten Saiyajins zu erzählen. Dabei wird besonders darauf eingegangen, den Zwist zwischen König Vegeta und Paragus, Brolys Vater, zu thematisieren, der den Grundstein für die gesamten Ereignisse in der Gegenwart in diesem Film legt. Doch damit sind die Erzählungen der Vergangenheit noch lange nicht vorbei. Die Vorgeschichte beinhaltet viele sehr interessante Szenen, beispielsweise wie King Cold seinen Sohn Freezer zum ersten Mal den Saiyajins präsentiert, wie Bardocks und Son Gokus Mutter das Wegschicken ihres Sohnes in einer Raumkapsel beschließen und die Zerstörung des Planeten Vegeta aus der Sicht von Freezer und seinen Schergen.

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Filme adé

Spätestens nach der Vorgeschichte könnte der ein oder andere Dragon Ball Fan stutzig werden und sich fragen, ob der Film inhaltliche Fehler enthält. Denn die Ereignisse in der Kindheit von Son Goku und Broly weisen erhebliche Unterschiede zu den bereits erschienenen Dragon Ball Z Filmen auf, in denen Broly bereits als Antagonist zu sehen war. Das sind jedoch keine Fehler, sondern es ist gewollt. Die Geschichte von Broly wird neu erzählt und so spielen die Ereignisse aus seinen älteren Filmen (und auch Geschehnisse aus anderen Dragon Ball Z Filmen) überhaupt keine Rolle mehr und man sollte lediglich die Story der Serie im Hinterkopf haben.

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Up to Date

Nach der langen Einleitung wechselt der Film dann in die Gegenwart, die nach der letzten Dragon Ball Super Folge und damit nach dem Turnier der Universen spielt. Während sich Son Goku und Vegeta zusammen mit Bulma, Whis und Beerus einen schönen Nachmittag machen, taucht die Nachricht auf, dass die Dragon Balls und der Dragonradar aus Bulmas Labor gestohlen wurden. Während sie sich gemeinsam (bis auf Beerus, der auf Bulmas Tochter Bra aufpassen muss) auf die Suche nach den Dieben machen, die als Handlanger von Freezer identifiziert werden konnten, bereitet der Schurke selbst eine Invasion vor, in dem er starke Krieger im gesamten Universum von seinen Untergebenen suchen lässt, um seine Freezer-Armee zu stärken. Zwei seiner Diener, Cheelai und Lemo, landen auf einem unbekannten Planeten und finden dort, was Freezer sucht. Die Krieger, die sie dort finden konnten, sind Broly und Paragus. Broly wurde einst von König Vegeta auf diesen lebensfeindlichen Planeten verbannt, doch Paragus folgte seinem Sohn und lebte seitdem mit ihm dort. Nach deren Rettung offenbart Freezer ihnen auf seinem Schiff von der Existenz von Prinz Vegeta, sodass Rachegefühle in Paragus aufkommen und er sich bereit erklärt, Freezer zu unterstützen. Auf dem Raumschiff bekommt man auch einen ersten Eindruck davon, dass Broly eine ungeheure Macht besitzt, diese aber nicht kontrollieren kann, wenn er die Beherrschung verliert. Paragus hat ihm deswegen ein Halsband angelegt und kann ihn mittels einer Fernbedienung durch Elektroschocks wieder zur Vernunft bringen. Cheelai, die sich mit Broly angefreundet hat, entwendet und vernichtet diese Fernbedienung, da sie kein weiteres Leid für ihn möchte.

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Auf der Erde

Um Brolys Macht zu testen und sich einen Wunsch mittels der Dragon Balls zu erfüllen, reist Freezer anschließend zur Erde, wo er auf dem Eiskontinent auf Son Goku und seine Freunde trifft, die dort gerade die Dragon Ball Diebe gestellt haben. Freezer erlaubt Broly, die Erdlinge zu attackieren, was Broly auch unverzüglich tut und Vegeta angreift. In diesem Gefecht schafft es Broly, seine Macht immer weiter zu steigern, sodass Vegeta gezwungen ist, sich in einen Super Saiyajin zu verwandeln. Doch selbst ohne eigene Verwandlung kann Broly noch mithalten und Vegeta muss seine rothaarige Super Saiyajin-Gott Form annehmen. Als Broly nach anfänglichen Schwierigkeiten immer noch stärker wird und mithalten kann, löst Son Goku Vegeta ab und beginnt den Kampf gegen Broly. Dieser wird so intensiv geführt, dass Son Goku seine blauhaarige Super Saiyajin Form annehmen muss.

Da Broly jetzt nicht mehr wesentlich stärker zu sein scheint, erinnert sich Freezer daran, wie Son Goku damals zum ersten Mal den Super Saiyajin Status erreichen konnte. Um Broly ebenfalls zur Transformation zu bewegen, tötet er Paragus. Als Broly das sieht, verwandelt er sich tatsächlich in einen Super Saiyajin und verliert anschließend komplett die Kontrolle über seinen Geist. Seine Macht ist so immens, dass selbst Son Goku und Vegeta zusammen in ihrer Blue-Form unterlegen sind. Son Goku erkennt die Aussichtslosigkeit der Lage und teleportiert sich mit Vegeta zu Piccolo, um dort die Fusionstechnik anzuwenden, die einst Trunks und Son Goten gegen Buu verwendet haben. Genau wie bei den Kindern misslingen die ersten Versuche. Während Son Goku und Vegeta die Technik meistern, wird Freezer von dem tobenden Broly angegriffen und muss sich in Golden-Freezer verwandeln, hat jedoch keine Chance gegen den Super Saiyajin. Bevor Freezer getötet werden kann, taucht allerdings ein neuer Krieger auf: Gogeta – die Fusion von Son Goku und Vegeta. Der entscheidende Kampf beginnt, doch wie dieser ausgeht, das müsst ihr selbst herausfinden.

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Grafik und Animation

Dragon Ball Super: Broly wurde im typischen Dragon Ball Stil animiert, jedoch in einer auffallend höheren Qualität als in der Serie. Während Dragon Ball Super einen Spagat zwischen guten Animationen und zum Teil sehr einfach gehaltenen Szenen hinlegte, überzeugt der Film auf ganzer Linie. Besonders hervorzuheben sind einige eingebaute CGI-Elemente, die in den actionenreichen Kämpfen zum Vorschein kommen und ein wahres Attackenfeuerwerk herbeizaubern. Das kann zum Teil selbst für Dragon Ball Verhältnisse übertrieben wirken, stört das Gesamtbild aber nicht.

Ton und Synchronisation

Den Film gibt es bisher nur im Originalton auf Japanisch mit deutschen Untertiteln. Die Stimmen sind typisch für Dragon Ball Charaktere mit oft höheren Stimmlagen gewählt und erfreuen das Ohr wahrer Dragon Ball Fans. Für Neulinge im Dragon Ball Universum oder Personen, die nur die deutschen Stimmen kennen, kann das anfangs etwas befremdlich wirken. Etwas ungewöhnlich waren die Lieder während der Kämpfe, die durch unkonventionelle Schreie der Protagonisten und im Text die Namen der beteiligten Kämpfer beinhalteten. Das erinnerte etwas an das legendäre Sephiroth-Lied am Ende von Final Fantasy 7, auch wenn der Soundtrack bei Dragon Ball um einiges rockiger und rasanter gestaltet ist.

Fazit

Dragon Ball Super: Broly ist ein Dragon Ball Film, der es auf der einen Seite schafft, eine teilweise bereits bekannte Hintergrundgeschichte neu und interessant zu erzählen und auf der anderen Seite einen actionreichen und bildgewaltigen Showdown in der Gegenwart aufzeigt. Der Film bietet eine gute Mischung aus Storytelling und actiongeladenen Kämpfen, die natürlich in keinem Dragon Ball Film fehlen dürfen. Fans der Reihe kommen mit Dragon Ball Super: Broly voll auf ihre Kosten und bekommen das, was man von einem Dragon Ball Film erwarten kann, wenn nicht sogar noch mehr.

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Mithos
Ich bin Frank und seit 2018 bei AnimeNachrichten als Redakteur tätig. Neben des Verfassens von News bin ich stark in das Korrekturlesen von Rezensionen und News eingebunden. Mich interessieren vor allem die Bereiche Anime und Gaming, aber ein paar wenige Mangareihen verfolge ich ebenso aktiv.

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