©Aneko Yusagi/KADOKAWA/Shield Hero Production Committee
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In wenigen Tagen – um genau zu sein am 9. Januar 2019 – startet im japanischen TV die Anime-Adaption von Aneko Yusagis Light Novel-Reihe “The Rising of the Shield Hero“ (jap. Tate no Yuusha no Nariagari). Dabei handelt es sich auf den ersten Blick um eine Isekai-Story, wie sie in den letzten Monaten und Jahren zu Hauf als Anime zu sehen oder als Manga oder Novel zu lesen waren. Doch in diesem Artikel möchten wir kurz darüber diskutieren, warum “The Rising of the Shield Hero” vielleicht eben nicht einfach nur die nächste vorhersehbare Isekai-Story ist!

Ganz standardmäßig – oder etwa nicht?

Ein Schüler findet in der Bibliothek ein ihm unbekanntes Buch über die Geschichte von vier Helden. Als er in das Buch hineinschaut findet er sich plötzlich in der darin beschriebenen Welt wieder – und zwar als einer dieser eben erwähnten Helden! Eigentlich könnte das Szenario nicht klassischer sein. Die typische Isekai-Story beginnt schließlich entweder mit der Wiedergeburt eines zuvor beispielsweise durch einen Unfall verstorbenen Schülers, Studenten oder Büroangestellten oder eben damit, dass ein eben solcher unerwartet in eine Parallelwelt transferiert wird – genau so, wie es in “The Rising of the Shield Hero” der Fall ist.

Doch ab diesem Moment beginnen die ersten Differenzen zum Standardgeschehen. Das fängt schon damit an, dass neben unserem Protagonisten Naofumi noch drei weitere Japaner, von denen zwei Oberschüler und einer ein Student sind, in die andere Welt berufen wurden – es gibt ja schließlich vier Helden in dieser Geschichte! Oder doch nicht? Denn wie ein Held behandelt, das wird Naofumi nicht gerade…

Seine “Waffe” ist ein legendärer Schild, was man technisch gesehen nicht einmal als Waffe bezeichnen kann. Jetzt wäre das nicht unbedingt tragisch, sofern man als weiteren Ausrüstungsgegenstand eine gute Waffe tragen könnte. Leider hat der Schild des “Helden des Schildes” die Eigenschaft, das Tragen weiterer für den Kampf bestimmter Waffen zu blockieren. Ganz anders Naofumis drei Mithelden, die mit mächtigen und legendären Angriffswaffen ausgestattet sind. Diese werden auch tatsächlich sehr zuvorkommend behandelt, während Naofumi von Beginn an immer wieder Geringschätzung entgegengebracht wird.

©Aneko Yusagi/KADOKAWA/Shield Hero Production Committee
Doch was ist überhaupt die Aufgabe der Helden?

Die Parallelwelt, in die Naofumi und die anderen beschworen wurden, wird in verschiedenen Abständen durch Angriffswellen aus Monstern bedroht. Die Aufgabe der Helden besteht darin, diese Angriffswellen mit ihren Gefolgsleuten abzuwehren. Aus diesem Grund werden den Helden auch gleich zu Beginn fähige Mitstreiter zur Verfügung gestellt, die sich den Helden, mit dem sie reisen möchten, allerdings selbst aussuchen dürfen. Auch dabei sieht man wieder, wie wenig Achtung dem Held des Schildes entgegengebracht wird, denn erst nach einigem Hin und Her kann er überhaupt eine Mitstreiterin für sich verbuchen.

Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass diese ihn von Anfang an nur betrogen hat! Sie sorgt gleichzeitig dafür, dass böse Gerüchte über Naofumi in Umlauf gebracht werden, was seinen ohnehin schon schlechten Ruf komplett ruiniert. Das Ganze geht so weit, dass sich Naofumi eine junge kränkliche Sklavin namens Raphtalia zulegt, die eine Subhumanoide ist, also Merkmale eines Tieres besitzt. Doch ohne diesen Schritt, hätte er niemanden, der für ihn kämpfen kann, während er seinen Schild zum Schutz verwendet.

Kein klassisch populärer Protagonist

Von diesem Zeitpunkt an trifft Naofumi immer wieder Entscheidungen, die einen als Leser (und demnächst sicher auch als Zuschauer) kurzfristig hadern lassen, ob man nun mit ihm mitfühlen oder ihn verachten soll. Erst vor dem Hintergrund der Feindseligkeit und der Betrügereien, denen der Held des Schildes immer wieder ausgesetzt wird, stehen diese Verhaltensweisen in einem anderen Licht da. Gleichzeitig hat Naofumi im Endeffekt immer nur das Beste im Sinn. Fakt ist jedoch, dass man es bei “The Rising of the Shield Hero” keinesfalls mit dem klassischen Isekai-Protagonisten zu tun hat, dem oft alles in den Schoß fällt, oder der gleich zu Beginn eine ganz besondere Macht verliehen bekommt. Naofumi muss stattdessen hart arbeiten, um überhaupt überleben zu können – auch wenn sich sein Schild nützlicher erweist, als man zu Beginn vielleicht annehmen könnte.

Auch wenn das Ganze also auf den ersten Blick wie die nächste recht vorhersehbare Story im Isekai-Kontext aussehen mag, so sticht “The Rising of the Shield Hero” durch viele unerwartete Anpassungen am Setting positiv aus der Masse der Genrevertreter hervor – nicht zuletzt durch den eher untypischen Protagonisten – und verspricht dadurch zu einer Anime-Adaption zu werden, die man in der aktuellen Winter-Season durchaus auf der Rechnung haben sollte!

Der Manga als vertiefende Lektüre
©Kyu Aya, Aneko Yusagi/KADOKAWA

Übrigens ebenfalls sehr positiv: Es gibt auch eine Manga-Adaption der Story, die hierzulande bei TOKYOPOP erscheint, und deren mittlerweile achter deutschsprachiger Band bereits am 17. Januar 2019 erscheinen wird. Während man bei vielen Animes, die auf Light Novels basieren, hierzulande storytechnisch in die Röhre schaut, so hat man bei “The Rising of the Shield Hero” das große Glück, sich durch die Manga-Adaption nicht nur vorab über die Story informieren zu können, sondern diese – je nach Pacing des Anime – am Ende der Serie auch recht schnell mit Hilfe des deutschen Mangas weiterverfolgen zu können. Da Anime-Adaptionen ja oft nur als Werbung für die Vorlage – in diesem Fall also die Light Novel – dienen, ist das umso bemerkenswerter!

Hierzulande kann der Anime demnächst bei Crunchyroll im Simulcast verfolgt werden. Neben der Originalversion mit deutschen Untertiteln, wird man aber auch die Möglichkeit haben, sich eine Variante mit englischem Dub anzuschauen!

Den zugehörigen Manga von TOKYOPOP findet ihr hier:

Trailer zum Anime:
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Ich bin Steffen, seit 2016 Teil des AnimeNachrichten-Teams und nur wenig kürzer auch als Chefredakteur tätig. Aus diesem Grund habe ich meine Finger eigentlich in allen Themengebieten im Spiel, kümmere mich jedoch inbesondere um Anime, Manga, Light Novels, Interviews sowie um die Kommunikation mit unseren Partnern aus der Branche.
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