©Yuto Tsukuda, Shun Saeki / Shueisha, Food Wars! Shokugeki no Soma Committee2
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Am Freitag, den 27. April 2018, veröffentlichte KAZÉ endlich das erste Volume der zweiten Staffel von “Food Wars!”. Wie uns der erste Gang des zweiten Menüs gemundet hat, das erfahrt ihr selbstverständlich in unserer Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Es ist angerichtet!

Eigentlich mussten deutsche Fans gar nicht allzu lange warten, bis sie sich nach der Veröffentlichung der ersten Staffel von Food Wars! nun auch auf Staffel 2 stürzen können. Dennoch hat sich die Wartezeit wie eine Ewigkeit angefühlt, was einfach nur unterstreicht, was den Anime so sehenswert macht: Die Serie packt den Zuschauer und lässt diesen danach nicht wieder los. Dabei wurde man gegen Ende der ersten Staffel gemeiner Weise mitten im Geschehen der Herbstauslese zurückgelassen.

Bei der Herbstauslese handelt es sich um einen Wettbewerb, in dem sich die vielversprechendsten Talente des ersten Oberschuljahrgangs miteinander messen. Staffel 1 lässt uns am Ende der Vorrunde zurück, nach der nur noch acht Köche im Rennen sind. Unter ihnen befinden sich auch Soma Yukihira und Megumi Tadokoro aus dem Polarsternwohnheim. Mit dem Start der zweiten Staffel bekommen wir nun die Hauptrunde des Wettbewerbs vorgesetzt, in der sich die finalen Teilnehmer in direkten Duellen miteinander messen müssen.

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Geschickt die eigenen Stärken ausspielen…

Im ersten Duell der Hauptrunde trifft Protagonist Soma auf Erina Nakiris Cousine Alice, die eine Spezialistin in Sachen Molekulargastronomie ist. Die beiden werden mit dem Thema Bento konfrontiert, das die Kontrahenten freilich gänzlich unterschiedlich interpretieren. Soma versucht wie gewohnt seine Erfahrung mit der Küche der Masse in das Duell einfließen zu lassen, wagt sich jedoch auch an Techniken, die eigentlich zum Arsenal seiner Gegnerin zählen. Wie von der Serie nicht anders zu erwarten, bringt vor allem die sehr “spezielle” Verkostung durch die Jury entsprechenden Unterhaltungswert mit sich.

Dabei sind es nicht nur die Gesichtsausdrücke der Juroren oder Direktor Senzaemon Nakiris Hang zum Entblößen, die sich in das Gedächtnis der Zuschauer einbrennen. Zusätzlich setzt der Anime nämlich auch auf verrückte Metaphern und bildgewaltige Geschmackserläuterungen, um den geneigten Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Das führt dazu, dass man allein durch die Beschreibung des Geschmacks unwillkürlich Appetit bekommt. Merke: Food Wars! besser nur mit vollem Magen oder kurz vor einer geplanten Mahlzeit anschauen 😉

Auch die Tatsache, dass Soma seine Kontrahenten stehts von seinen eigenen Speisen kosten lässt, um diesen wichtige Lektionen mit auf den Weg zu geben, ändert sich in Staffel 2 nicht. Das ist aber auch nicht nötig, denn das Konzept hat sich bereits in Staffel 1 bewährt.

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Vielfalt ist gefragt

Nach dem Duell zwischen Alice und Soma kommt es zu Zweikämpfen zwischen Megumi Tadokoro und Ryou Kurokiba, zwischen Erinas Sekretärin Hisako Arato und dem Meister der Gewürze Akira Hayama sowie zwischen Takumi Aldini und dem bisher unbekannten Subaru Mimasaka. Die Themen der Duelle erstrecken sich dabei über verschiedenste Bereiche der Kochkunst. Neben dem Bento, mit dem es Soma und Alice zu tun bekommen, darf sich der Zuschauer auch auf Ramen, Burger und ein Dessert freuen. Alles Themen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auch das trägt zum Unterhaltungswert des Anime bei und inspiriert zudem dazu, selbst den Kochlöffel zu schwingen.

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Besonders das Duell zwischen Takumi Aldini und Subaru Mimasaka hat es dabei in sich: Statt eines normalen Wettbewerbs dürfen sich die Zuschauer bei diesem Zweikampf nämlich auf ein Shokugeki freuen. Subaru geht dabei immer gleich vor: Er packt seine Gegner bei der Ehre und zwingt sie so förmlich dazu, den Küchenwettstreit anzunehmen. Dabei steht jedes Mal das wichtigste Küchenutensil des Gegenübers auf dem Spiel. Bisher kann Subaru dabei 99 Siege für sich verbuchen und es gelingt ihm durch Beleidigung von Takumis Bruder Isami und Beschmutzen der Mezzaluna des jungen Italieners, auch ihn zu einem Shokugeki zu bewegen.

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Ein unbarmherziger Stalker

Es stellt sich heraus, dass Subaru Mimasaka alle seine Shokugeki durch die gleiche perfide Methode gewonnen hat. Tage- oder gar wochenlang hat er seine Opfer genaustens studiert, um jeden ihrer Schritte vorausahnen zu können. Dies mündet darin, dass im Shokugeki beide Kontrahenten exakt das gleiche Gericht servieren. Subaru fügt seiner Variante jedoch stets einige kleine Verbesserungen hinzu, die dazu führen, dass er im direkten Vergleich immer vorne liegt.

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Auch im Duell mit Takumi bleibt er seiner Taktik treu, so dass beide am gleichen Semifreddo arbeiten. Ob es Takumi dabei gelingt durch improvisierten Einfallsreichtum die gewissenhaft geplanten und sorgfältig ausgeführten Anpassungen von Subaru Mimasaka zu übertrumpfen?

Am Ende des ersten Teils der Hauptrunde hat sich das Feld auf jeden Fall deutlich gelichtet: Nur noch vier Kontrahenten sind übrig, von denen es die ersten beiden mit dem Thema “westliches Hauptgericht” zu tun bekommen. Als Juroren kehren diesmal einige alte Bekannte zurück: Gin Dojima und weitere ehemalige Alumni der Totsuki-Akademie, die der Zuschauer größtenteils bereits aus dem Trainingscamp-Arc der ersten Staffel kennt. Wem gelingt es wohl, diese erlesenen Gaumen zu beeindrucken?

Bild und Animation:

Die harten Fakten zuerst: Natürlich bekommen wir den Anime in einer Auflösung von 1080p und dem Standardformat 16:9 kredenzt. Das ist auch kein Wunder, handelt es sich doch um eine noch recht junge Serie.

Gleichzeitig ist das Bild zu jeder Zeit wunderbar scharf und wir werden – wie von Staffel 1 gewohnt – mit kräftigen Farben begrüßt, die sich fast am gesamten Spektrum der Farbpalette bedienen und die Stimmung des Anime gut widerzuspiegeln vermögen. Die Animationen sind ebenfalls gut gelungen. Auch wenn die Serie aufgrund der Handlung keine allzu großen Ansprüche an Effekte stellt, die im Zusammenhang mit Actionszenen stehen, gibt es in Food Wars! doch einige Fokusbereiche der Animation, denen man sich offenbar gewissenhaft gewidmet hat. Dabei stechen vor allem die einzelnen Zutaten und fertigen Gerichte hervor, deren Design meist über jeden Zweifel erhaben erscheint. Mit ein Grund, warum einem beim Schauen der Serie schon einmal unwillkürlich das Wasser im Munde zusammen laufen kann!

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Ton und Synchronisation:

Der Ton wird uns im DTS HD Master Audio Format als Stereotonspur zur Verfügung gestellt. Qualitativ ist dieser dadurch einwandfrei, was auch für Abmischung von Stimmen und Hintergrundgeräuschen/-musik gilt. Auch wenn der ein oder andere Käufer eine Surroundspur vermissen wird, kann man bei Food Wars! jedoch dafür argumentieren, dass eine solche hier unnötig erscheint. Das liegt vor allem daran, dass der Anime von seinen Bildern, den Dialogen und den metaphorischen Geschmacksbeschreibungen lebt, für die eine Stereospur vollkommen ausreichend ist.

Die deutsche Synchronisation schließt sich qualitativ nahtlos an Staffel 1 an, die bereits mit einer guten Lokalisierung punkten konnte. Dabei konnten die bekannten Sprecher erneut gewonnen werden. Diese machen ihre Sache wieder sehr gut, obwohl der Anime den ein oder anderen Sprecher mit kulinarischen Fachbegriffen sicherlich auf die Probe gestellt hat. Auch Megumi ist übrigens mit ihrem bayrischen Dialekt zurück, der im ersten Volume von Staffel 2 jedoch nur ganz kurz zum Vorschein kommt. Dennoch eine Eigenheit, die sich durchzieht 😉

Physische Umsetzung:

Die physische Umsetzung ist wie gewohnt kein wertungsrelevanter Punkt unseres Reviews, dient euch als potenziellen Käufern jedoch immer als Information, auf was ihr euch einstellen könnt. Die nachfolgenden Informationen und Bilder beziehen sich dabei auf die limitierte Blu-Ray-Version mit Sammelschuber.

Gleich vorweg: Es ist sehr löblich, dass man sich bei der Veröffentlichung der zweiten Staffel von Food Wars! an Staffel 1 orientiert hat. Das trifft nicht nur auf die Episodenanzahl pro Volume zu, die sich in etwa die Waage hält, sondern gilt auch für das äußere Design des Releases. Dabei bekommt der Käufer erneut einen schicken Sammelschuber geliefert, der stabil und qualitativ hochwertig erscheint. Geziert wird er von einer ansehnlichen Illustration der Hauptrundenteilnehmer der Herbstauslese (+ Erina 😉 ). Auch auf ein unschönes FSK-Kennzeichen konnte man wieder verzichten. Dieses klebt nur außen auf der Folie, die den Schuber umschließt, wenn ihr ihn originalverpackt erwerbt.

Im Inneren des Sammelschubers befindet sich neben dem ersten Volume auch ein Platzhalter aus Pappe, der das kommende zweite Volume vertritt, bis dieses veröffentlicht wird. Volume 1 selbst kommt – wie von Staffel 1 bekannt – im Digipack daher, das nochmal in einem eigenen Schuber steckt. Während auch auf diesem Schuber kein FSK-Logo prangt, müssen Käufer auf dem Digipack selbst damit leben. Verschmerzbar, wenn man bedenkt, dass dieses die meiste Zeit von gleich zwei Schubern umschlossen ist. Auf dem inneren Schuber und dem Digipack ist jeweils die gleiche Illustration von Soma und Megumi zu sehen.

Nach dem Aufklappen findet ihr im Inneren des Digipacks zunächst einmal die Disc mit den Episoden 1 bis 6 der zweiten Staffel vor. Als digitale Extras werden einige Trailer zu weiteren Veröffentlichungen von KAZÉ sowie das Clean Opening und Ending zur Serie bereitgestellt. Als physisches Extra liegen dem Ganzen drei Mini-Booklets bei, die in Form von Zeitungsseiten der Schülerzeitung “Totsuki Sport” gehalten wurden. Darin finden sich jede Menge Informationen zu den enthaltenen Episoden und den Charakteren. Auch ein kleines Heft mit Informationen zu aktuellen und kommenden Veröffentlichungen von KAZÉ liegt wieder bei.

Fazit:

Neues Menü, bekanntes Rezept! Food Wars! kehrt in der zweiten Staffel genau so zurück, wie wir die Serie bereits gewohnt sind: Spannende Kochduelle gepaart mit wunderbar metaphorischen Geschmacksbeschreibungen, die mit passendem Bildmaterial garniert, dem ganzen Anime die richtige Würze verleihen. Sehr gute Bildqualität, die sich am ganzen Spektrum der Farben bedient, sowie eine deutsche Synchronisation, die das gute Niveau der ersten Staffel beibehält, runden den ersten Gang des neuen Menüs geschmackvoll ab. Dabei setzt das erste Volume am Anfang der Hauptrunde der Herbstauslese an, führt diese jedoch noch nicht zum Abschluss, so dass der Zuschauer am Ende der ersten sechs Episoden mit dem Wunsch nach einem Nachschlag zurückbleibt. Diesen Wunsch bekommen wir jedoch erst in ein paar Wochen erfüllt. Bis dahin heißt es warten und vielleicht das ein oder andere Mal selbst den Kochlöffel schwingen! Für alle Anime-Gourmets ist das erste Volume der zweiten Staffel von Food Wars! jedenfalls genau wie die Vorgängerstaffel eine klare Kaufempfehlung.

Review: Food Wars! The Second Plate Vol. 1 [Blu-Ray]
8.6 / 10 Team
Handlung9
Charakterentwicklung7.5
Animation9
Synchronisation8
Unterhaltung9.5
ALLGEMEINE DATEN
Food Wars! The Second Plate @KAZÉ / ©Yuto Tsukuda, Shun Saeki / Shueisha, Food Wars! Shokugeki no Soma Committee2

Veröffentlichung: 27. April 2018

Publisher: KAZÉ

Genre: Gourmet, Comedy, Shonen, Ecchi

Laufzeit: ca. 150 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

 

 

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Vol. 1 mit Sammelschuber [Limited Edition] [Blu-ray]
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Handlung:

Die Vorrunden der Herbstauslese an der Elite-Kochschule Totsuki sind überstanden. Doch nach der Schlacht ist vor der Schlacht: Nun steht die Hauptrunde bevor. Während Megumi noch total kopflos ihre Kochutensilien für den Wettkampf zusammenpackt, erfährt Soma, dass er gleich im ersten Kampf antreten muss. Das Thema: Bento. Keine leichte Aufgabe, denn gibt es überhaupt DAS Bento?! Als wäre die Antwort auf diese Frage nicht schon schwer genug, bekommt Soma gleich die nächste harte Nuss zu knacken. Seine Gegnerin im ersten Kampf ist niemand Geringeres als Alice Nakiri, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Molekularküche und Cousine von Erina, auf deren Sitz im Zehnerrat er es abgesehen hat. Wird Soma sich gegen Alice behaupten können oder wird sie ihn zum Schmelzen bringen?

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Ich bin Steffen, seit 2016 Teil des AnimeNachrichten-Teams und nur wenig kürzer auch als Chefredakteur tätig. Aus diesem Grund habe ich meine Finger eigentlich in allen Themengebieten im Spiel, kümmere mich jedoch inbesondere um Anime, Manga, Light Novels, Interviews sowie um die Kommunikation mit unseren Partnern aus der Branche.
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