Brynhildr in the Darkness
© Lynn Okamoto/Shueisha © VAP, YTV, YTE, GENCO, DAX PRODUCTION
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Am 25. August 2017 veröffentlicht KAZÉ das erste Volume von Brynhildr in the Darkness. Die Manga-Vorlage wurde von Lynn Okamoto – dem Schöpfer von Elfenlied – gezeichnet. Wie uns die ersten vier Folgen des Mystery-Horror-Anime gefallen haben, erfahrt ihr in unserem Review:

Aliens gibt es nicht…

…oder etwa doch? Ryotas Kindheitsfreundin Kuroneko jedenfalls glaubte fest daran und wollte ihm dies an einem schicksalhaften Tag beweisen. An jenem Tag aber starb sie: Das Mädchen führte Ryota an einen Ort, an dem angeblich ein Alien leben sollte, doch auf dem Weg stürzten beide in die Tiefe und nur er überlebte. Seitdem macht er es sich zur Aufgabe, die Existens der Aliens zu bestätigen – für Kuroneko.

Mittlerweile sind 10 Jahre vergangen. Ryota plagen nach wie vor schwere Schuldgefühle wegen des Todes seiner Freundin, weshalb er sich auch eine abweisende Haltung anderen Mädchen gegenüber angeeignet hat – jedenfalls bis zu dem Moment, als eine neue Mitschülerin das Klassenzimmer betritt. Perplex und vollkommen überumpelt stellt er eine außergewöhnliche Ähnlichkeit des Mädchens mit Kuroneko fest. Auch ihr Name, Neko, gleicht dem seiner Sandkastenfreundin.

Sofort beschließt er, sich dem Mädchen anzunähern, um sie besser kennen zu lernen und dem Mysterium auf den Grund zu gehen. Schon am selben Abend stattet sie ihm in der Sternenwarte einen Besuch ab. Allerdings werden jegliche Annäherungsversuche sofort unterbunden, als Neko ihn vor seinem baldigen Ableben warnt. Diese Vorhersage bewahrheitet sich zu Ryotas Entsetzen: Auf seinem Heimweg stürzt ein Felsbrocken auf ihn herab, dem er unmöglich ausweichen kann. Doch Rettung naht in letzter Sekunde, als Neko sich schützend vor ihn stellt und den Felsen in zwei Hälften teilt. Damit rettet sie das Leben des jungen Mannes und offenbart, dass sie eine Magierin ist. Sie möchte ihre Fähigkeit dazu einsetzen, das Leben der Menschen zu retten. Diese hat sie infolge von Operationen sowie der Einnahme von Tabletten in einem geheimnisvollen Forschungsinstitut, aus welchem sie und einige Freunde entflohen sind, erlangt.

Ryota – Beschützer der Hexen

Daraufhin lernen wir einiges über die Magier – auch Hexen genannt. So gibt esmehrere ihrer Art mit verschiedenen Fähigkeiten und in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Um nicht zu sterben, benötigen sie allerdings bestimmte Medikamente, die sie nur im Institut erhalten haben. Sofort fühlt sich Ryota verantwortlichfür Neko und möchte ihr und ihrer gelähmten Freundin Kana helfen. Schnell stellen wir fest, dass Kana diejenige ist, die Informationen über die Zukunft kennt und in Zusammenarbeit mit Neko Leben rettet.

© Lynn Okamoto/Shueisha © VAP, YTV, YTE, GENCO, DAX PRODUCTION

In der dritten Folge leistet Kazumi, eine weitere Hexe, der Gruppe Gesellschaft und wird ab da ein fester Bestandteil des Teams. Mit ihrer Fähigkeit, Dinge im Internet zu manipulieren – oder genauer gesagt: zu hacken – brechen Ryota und Neko in die Fabrik ein, in welcher die essentiellen Pillen hergestellt werden. Dort kommt es zu einigen spannenden Momenten, als eine sehr gefährliche Hexe sich ihnen entgegenstellt. Nichts desto trotz erreichen die Zwei ihr Ziel und erhaschen zumindest ein paar Pillen.

Immer wieder erhält der Zuschauer kurze Einblicke in die Machenschaffen der Forscher, ohne jedoch zu viel zu Erfahren: So wird schnell klar, dass diese nichts Gutes im Schilde führen und auch vor dem Mord Unschuldiger nicht zurückschrecken. Das Ende der vierten Folge hält das Publikum noch einmal bei der Stange: Eine Hexe, die sich als Kotori vorstellt und zunächst sehr unschuldig wirkt, ist eindeutig von den Forschern zur Eliminierung der anderen Hexen und Ryota geschickt worden – doch davon ahnen die Protagonisten noch nichts.

Bild und Animation

Beim Bild und auch bei der Animation wurden einige Abstriche gemacht – beides fällt im Vergleich zu anderen Produktionen ein wenig ab.

So ist das Bild im Gesamten zwar stets scharf und die Farben sowie der Kontrast passen gut in die Gesamtpräsentation, aber im Großen und Ganzen sticht nichts wirklich hervor oder macht den Anime besonders auffällig.

Das Gleiche lässt sich über die Animationen sagen. Diese wirken zwar durchgehend flüssig – vor allem bei den wenigen Action- und Kampfszenen – aber auch hier sind sie nicht wirklich beeindruckend. Dies wird beispielsweise beim Kampf in der Fabrik gegen eine hochrangige Hexe sehr deutlich: Auch hier sind die zwar guten Effekte und Animationen vorhanden, jedoch wirken sie unspekatkulärer als man in dem Fall erwartet.

Ton und Synchronisation

Der Ton des Anime ist sehr überzeugend. Das kann man beim mittlerweile nahezu standardisierten DTS-Format bei KAZÉ auch erwarten. Obendrein ist die Synchronisation sehr gut gelungen. So sind vor allem die weiblichen Sprecher wirklich gut gewählt und bieten keinen Anlass zum meckern. Einzig Ryota, welcher von Jesse Grimm gesprochen wird, klingt zunächst ein wenig seltsam. Das liegt vielleicht auch daran, dass er schon sehr von der japanischen Original-Stimme abweicht. Man gewöhnt sich allerdings ziemlich schnell an ihn und stört sich dann vielleicht nur noch an einer Kleinigkeit: Manchmal kommen Emotionen etwas zu schlecht rüber. Zusammenfassend lässt sich aber auf jeden Fall die Aussage treffen, das der Sprechercast sehr kompetent gewählt ist und einen guten Job macht.

Physische Umsetzung

Zwar beziehen wir die physische Umsetzung wie immer nicht in die Bewertung mit ein, sie dient euch als potentiellen Käufern jedoch als kleine Orientierung, damit ihr wisst, was ihr euch da ins Haus holt. Bilder und Informationen beziehen sich auf die Blu-Ray-Edition von Brynhildr in the Darkness. Das erste Volume des Anime erscheint mit einem Hardcover-Sammelschuber, welcher auch Platz für die restlichen drei Discs bietet. Er macht einen sehr stabilen Eindruck und ist mit einer Folie überzogen, wodurch der Schuber einen schönen Glanz-Effekt erhält. Ein FSK-Logo ist nicht vorhanden.
Auf der Vorderseite des Schubers sieht man die Protagonisten Neko und Ryota, im Hintergrund erkennt man die Shilouetten der beiden aus ihren Kindheitstagen, welche sich durch ein Teleskop die Sterne ansehen. Die Rückseite zeigt alle vier bisher vorgestellten Hexen Kazumi, Kotoro, Neko und Kana, die in der Sternenwarte stehen. Mittig befindet sich Ryota auf einer großen Leiter.

Auf dem Cover der Blu-Ray-Hülle ist vorne Neko auf weißem Hintergrund mit schwarzen Punkten abgebildet. Hier ist zwar ein FSK-16-Logo zu sehen, dies lässt sich durch ein Wendecover jedoch sofort verstecken.
Im Inneren lässt sich außer der DVD selbst mit ihren vier Episoden, einigen Trailern zu anderen Animes sowie den Credits ein Booklet komplett in Farbe vorfinden. Dies enthält unter Anderem zu jeder Episode Bilder und Zusammenfassungen, Konzeptzeichnungen, eine kleine Karte sowie die Beschreibung zu einzelnen Gegenständen und den Charakteren.

Fazit

Der Anime an sich ist ähnlich aufgebaut wie Elfenlied und lässt sich zumindest Anfangs noch damit vergleichen – obgleich er im Punkt Brutalität von Beginn an nicht mithalten kann. Die ersten vier Episoden sind ziemlich gut umgesetzt und lassen dem Zuschauer genug Zeit, um die Charaktere ein wenig besser kennen zu lernen. Dadurch, dass alles ziemlich mysteriös wirkt, wird es zunächst auch nicht langweilig. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass sich der Anime vieler oberflächlicher Ecchi- und Comedy-Elemente bedient, weshalb er schon sehr speziell und nicht für jedermann geeignet ist. Also, Fans von Elfenlied dürfen gerne mal einen Blick wagen. Zu viel Blut und Gemetzel dürft ihr jedoch nicht erwarten – bis auf ein bis zwei Szenen hält sich der Anime dahingehend dezent zurück.

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Handlung:

Der stille Schüler Ryouta Murakami glaubt an Aliens – genau wie seine Kindheitsfreundin Kuroneko, die jedoch bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt. Von Schuldgefühlen geplagt, setzt er alles daran, die Existenz von Aliens zu beweisen. Als eines Tages eine neue Mitschülerin in seine Klasse kommt, traut Ryouta seinen Augen kaum, denn sie sieht haargenau wie Kuroneko aus und heißt auch fast genauso. Als diese dann Ryouta vor seinem baldigen Tod warnt und ihm zu Hilfe kommt, erfährt er, dass sie aus einem geheimen Labor geflohen ist …

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