© Tomoko Izumi / Kadokawa Shoten Co., Ltd. / Dwango Co., Ltd.
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Herzlich Willkommen zu eurer persönlichen Geisterstunde! Keine Sorge, die Geister die ihr sehen werdet, tun euch nichts: Wenn ihr ihnen keine Aufmerksamkeit schenkt! So ergeht es der Protagonistin im Manga „Mieruko-chan – Die Geister, die mich riefen“. Wir haben uns den ersten Band zum gruseligen Spaß angeguckt und präsentieren euch unsere Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Die Handlung

Eigentlich ist heute für Miko ein Tag wie eh und je. Dank des Regens sucht sie Zuflucht unter einer Bushaltstelle. Plötzlich taucht vor ihr ein unbeschreibliches Monstrum auf, dass sie immer und immer wieder fragt, ob sie ihn sehen kann. Miko reagiert instinktiv nicht darauf und tut so, als ob das übernatürliche Wesen nicht existiert. Tatsächlich scheint es zu fruchten, denn nach kürzester Zeit watschelt es von dannen und Miko kann endlich durchatmen. Was zum Teufel geht hier vor sich? War das nur ein extremteurer Streich, oder kann sie plötzlich wirklich Geister sehen?

Zuhause angekommen, macht sie sich gerade bettfertig, als ihr im Badezimmer erneut ein Geist auflauert, der ihre Aufmerksamkeit möchte. Auch hier reagiert Miko gar nicht und geht ihrer Abendroutine weiter nach, in der Hoffnung, dass der Geist von alleine verschwindet – Pustekuchen. Dieser bleibt hartnäckig und spukt weiterhin im Badezimmer rum. Erst nach 20 Minuten ist die übernatürliche Erscheinung verschwunden, was Miko genutzt hat, um in die Küche zu sputen und eine Packung Salz zu suchen. Dieses Hausmittel ist schon seit eh und je ein Erfolgsmittel gegen schlechtes Omen. Währenddessen sucht Miko im Netz nach Möglichkeiten, wie man Geister exorzieren kann. Eine Gebetskette wäre ein Anfang, doch so etwas besitzt sie natürlich nicht. Noch war es nicht nötig, doch mit den geisterhaften Erscheinungen kommt sie wohl nicht mehr drumherum. Und nein, das Salz an der Zimmertür hat nicht geholfen.

Am Folgetag muss Miko wieder zur Schule und seltsamerweise scheint der Spuk vorbei zu sein, oder doch nicht? Als sie sich mit ihrer besten Freundin Hana trifft, bemerkt diese schnell, dass heute irgendwas anders mit Miko ist. Der Grund ist für Miko offensichtlich, denn plötzlich taucht doch noch ein Geist vor ihr auf, der wieder einmal nach Aufmerksamkeit schreit.

Nach der Schule hat Miko endlich Zeit, um sich Gebetsketten zu kaufen, damit sie endlich wieder ein normales Leben leben kann, ohne Angst vor Geistern zu haben. Im japanischen Discounter Don-Qui besorgt sie sich nicht nur eine Kette, sondern gleich vier. Je mehr, desto effektiver, oder nicht? Ihre beste Freundin Hana fragt, was es mit den Ketten auf sich hat und ob die im Trend sind? Dies bejaht Miko, auch wenn sonst keiner mit Gebetsketten zu sehen ist. Letztendlich teilt Miko ihre Ausbeute mit Hana, damit beide im Partnerlook rumlaufen können und sicher vor Erscheinungen sind. Als die beiden eine Gasse durchqueren müssen, erblickt Miko erneut Geister, die dort ihr Unwesen treiben. Hana, die weiterhin von nichts eine Ahnung hat, schreitet voran und tatsächlich scheint es so, als ob die Geister ihr aus dem Weg gehen? Funktionieren die Gebetsketten tatsächlich? Als auch Miko hinterherdackeln möchte, taucht plötzlich ein deutlich bedrohlicher Geist aus, wo auch die Gebetsketten ihr Limit erreichen und in alle Himmelsrichtungen zerspringen. Da muss was Stärkeres her!

Miko hofft, die Antwort auf ihr Problem bei einer Wahrsagerin zu finden. Die sogenannte „Patin von Downtown“ gibt Miko erstmal eine gewöhnliche Gebetskette, da sie ihr Anliegen nicht weiter kennt. Doch auch die Kette zerspringt in kürzester Zeit. Plötzlich bemerkt die Wahrsagerin einen schwarzen Dunst, der Miko umgibt und nun ist ihr klar, dass sie Geister sehen kann. Während die Geister um Miko schwirren, nimmt sie bei Hana eine unglaubliche Lebensenergie wahr, die die Geister nur so magisch anziehen wird. Nun zückt die alte Dame eine versiegelte Kiste hervor, die eine Gebetskette mit einer ungeheuerlichen Kraft beinhaltet. Es ist ihr mächtigstes Stück und die Kette soll Miko nun bis an alle Ewigkeiten schützen. Kaum angelegt, zerbricht auch die stärkste Gebetskette und die Wahrsagerin gibt sich geschlagen. Was kann Miko jetzt noch ausrichten? Findet es am besten selbst heraus, indem ihr das Werk von Tomoki Izumi selbst lest.

Der Zeichenstil

Während der Zeichenstil bei den Menschen meist nur solide ist, wird schnell klar, dass der Manga-ka den Fokus auf die geisterhaften Erscheinungen gelegt hat. Diese strotzen quasi nur vor Details und ein gewisser Ekelfaktor ist auch gegeben. Was aber wirklich außergewöhnlich ist, ist die Kreativität, die die Geister mit sich bringen. Alle gruselige Wesen bringen ein Alleinstellungsmerkmal mit sich. Auch arbeitet man hier sehr stark mit dem dunklen Kontrast, sodass die Geister einen passenden Gegensatz zum friedlichen Alltag darstellen. Alles in Allem kann man an der Zeichnung nichts aussetzen, da dieser einiges zum positiven Gesamtbild beiträgt.  

Über den Autor

Hinter dem Werk steckt der Autor Tomoki Izumi, der verheiratet ist und zwei Töchter hat. Sein erstes Werk geht bereits auf das Jahr 2004 zurück. Mit gerade einmal 19 Jahren, zeichnete er den Manga „Cleaner“, doch viele Informationen gibt es nicht zum Titel. Über die Jahre wurden weitere Versuche gestartet, doch der Durchbruch sollte ihm erst 2018 mit „Mieruko-chan“ gelingen. Die Reihe läuft noch bis heute in Japan erfolgreich weiter und kann sieben Sammelbände vorweisen. Tomoki Izumi selbst ist auf Twitter sehr aktiv und auch auf pixiv ist er vorzufinden. Auf der letztgenannten Plattform hat er über die Jahre verschiedene Kreationen geteilt, die von Anfang an seinen eher düsteren Stil untermalen. Auch gibt es dort „Pokémon“ oder andere Zeichnungen von Videospiel-Franchises zu sehen.

Manga Review: Mieruko-chan [Band 1]
7.5 / 10 Team
Gesamtwertung7.5
FAZIT

„Mieruko-chan – Die Geister, die mich riefen“ ist ein kurzweiliger Spaß mit einer interessanten Thematik. Horrorgeschichten gibt es oft, doch die Tatsache, dass die Protagonistin Miko die Wesen gekonnt ignoriert, erschafft einige skurrile und lustige Momente. Der erste Band ist jedoch sehr episodisch aufgebaut und wenn man nicht wüsste, dass es sich stark ändert, dann würde man glatt meinen, dass sich alles im Kreis dreht und kein roter Faden zu erkennen ist. Solltet ihr so denken, dann würden wir euch raten, den Folgebänden noch einmal eine Chance zu geben, da ihr sonst eine tolle Geschichte verpassen würdet. Was man bei der Reihe jedoch kritisieren darf, sind die leichten Fanservice-Elemente und die Sexualisierung von Schulmädchen. Diese tragen hier absolut nichts zur Geschichte bei und sind eher störend und unnötig. Abgesehen davon entführt uns „Mieruko-chan – Die Geister, die mich riefen“ in ein außergewöhnliches Abenteuer, mit atemberaubenden Zeichnungen.

DIE HARTEN FAKTEN

Deutscher Titel: Mieruko-chan – Die Geister, die mich riefen
Orginaltitel: Mieruko-chan
Deutscher Verlag: Manga Cult
Genre: Horror, Comedy
Band: 1
Erscheinungstermin: 05. Mai 2022
Kapitelanzahl: 9
Seiten: 146
Extras: /

Im Handel bestellen:

  • Mieruko-chan – Die Geister, die mich riefen – Band 1 (Amazon/Thalia)

Handlung:

Nur nicht hinsehen!

Miko hat eine erstaunliche Gabe: Sie kann Geister und übernatürliche Kreaturen sehen! Und die lieben nichts mehr als Aufmerksamkeit. Nur lungern die schaurigen Gestalten an jeder Ecke und machen Miko das Leben schwer. Um den Alltag zu überstehen, gibt es nur eine Lösung: Augen zu und durch! Wenn man sie lange genug ignoriert, gehen sie ja vielleicht wieder weg …


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Hallo, ich bin der Shiny und Schreiberling seit 10/21 bei AnimeNachrichten.de. Ich bin seit eh und je schon Anime-Fan. Mit Dragon Ball, Pokemon und Sailor Moon aufgewachsen und die Leidenschaft hält auch 20 Jahre später noch. Weeb durch und durch! Allons-y!
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