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Viele möchten König sein, aber das Regieren ist doch schwieriger, als zunächst angekommen. So geht es jedenfalls den jungen Kazuya Souma, der durch einen unglücklichen Zufall der Herrscher des Königreichs Elfrieden wurde. Kann der beschworene Held dem Königreich zum alten Glanz verhelfen? Wir haben uns Volume 2 der Fantasy-Serie „How a Realist Hero Rebuilt the Kingdom“ angeguckt und wie uns die Fortsetzung gefallen hat, erfahrt ihr in der Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

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Kurz vor einem Bürgerkrieg?

Zuletzt hatte der König Souma eine Rekrutierungsoffensive gestartet, um neues, fähiges Personal für sein Königreich zu finden. Nach einem strengen Auswahlverwahren, konnte er gleich fünf neue Mitarbeiter verpflichten. Doch wie geht es nun weiter? Derzeit genießt der junge König mit paar seine neuen Rekruten eine wohlverdiente Auszeit in einem Café, als er plötzlich eine Unterhaltung zwischen zwei Personen mitbekommt und neugierig zuhört. Immerhin wurde gesagt, dass Herzog Georg Carmine gegenüber dem neuen König feindlich eingestellt ist. Gar von einem Bürgerkrieg ist die Rede. Kaeda Foxia, so der Name des Mädchens, klärt ihrem Gegenüber, Halbert Magna, auf, dass ein Krieg nur den Nachbarländern zugutekommen könnte. Da Fürstentum Amidonia würde sofort eine Rückeroberung seiner alten Gebiete starten und die Republik Turig besteht zum größten Teil aus gefrorenem Land, sodass die sich nach reichen Böden und Häfen sehnen.

Souma zeigt sich sichtlich überrascht über die strategische Klugheit von Kaede Foxia, die ähnlich agiert wie seine rechte Hand Hakuya. Erneut bittet sie ihren Gegenüber Halbert, dass er endlich klar denken kann. Es ist gefährlich sich gegen den König zu stellen und ein Krieg würde zu nichts führen. Zwar halten einige Adlige zum Herzog Carmine, doch bei den meisten von ihnen handelt es sich um Betrüger, die nur auf ihr eigenes Wohl aus sind. Eine Loyalität kann man von denen nicht erwarten. Souma möchte nicht länger nur zuhören und greift aktiv ins Gespräch der beiden Zivilisten ein, die erstmal ganz normal weiterhin reden, bis Kaede Souma ins Gesicht Blick und realisiert, wer da überhaupt vor ihr steht. Um die Unterhaltung in Ruhe fortführen zu können, zieht sich die Gruppe in ein Hinterzimmer des Cafés zurück.

Kaede fragt sofort, was denn der König in so einem Café zu suchen hat. Es ist doch nicht wegen Halbert und seinen rebellischen Absichten? Er beruhigt sie jedoch und sagt schnell, dass er an seinem freien Tage einfach nur Junas Café besuchen wollte. Plötzlich wird Halbert laut, wieso er Kaede so von der Seite ansprechen würde? Hat er denn keinen Anstand. Nichts ahnend, dass sein König vor ihm steht, greift die Dunkelelfin Aisha ins Geschehen ein und neutralisiert Halberts laute Stimme. Letztendlich wird auch ihm klar, dass seine Majestät vor ihm steht, der sich anschließend reumütig zeigt. Nun fragt Souma ihn, wieso er zum Herzog Georg Carmine überlaufen möchte. Er kann hier offen sprechen, denn jeder hat das Recht, sich seinen Herren selbst auszusuchen. Noch antwortet Halbert nicht, so legt Souma nach und sagt, dass er und Kaede sich auf dem Schlachtfeld treffen könnten, denn sie ist Magierin der königlichen Garde und ihm damit unterstellt. Kann er seine Kindheitsfreundin wirklich bekämpfen? Was will er wirklich? Daraufhin schaut er in das lächelnde Gesicht von Kaede und plötzlich wird ihm klar, dass er ihr nie etwas antun könnte.

Wenig später bittet das Oberhaupt der Magna-Familie, Glaive Magna, gemeinsam mit seinem Sohn und Kaede Foxia zur Audienz beim König, dessen Souma auch nachkommt. Der Vater entschuldigt sich für das Benehmen seines Sohnes, doch Souma ist nicht hier, um jemanden zu tadeln. Sie sollen die Sache intern klären. Anschließend nutzt Souma die Gelegenheit und kündigt vor versammelter Mannschaft an, dass Kaede Foxia ab sofort zur Stabsoffizierin befördert wird. Sie wird im Königlichen Ritterorden unter Kommandant Ludwin dienen, denn ihre Fähigkeiten sind als Magierin vergeudet. Auch Halbert wird vom Landheer zur Königlichen Garde versetzt, um Kaedes Adjutant zu werden. So kann er neben ihr stehen und sie unterstützen. Als das erledigt ist, hat Glaive Magna noch etwas mit dem König zu besprechen, aber nur unter vier Augen. Was das wohl sein könnte?

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Das Projekt „Venetinova“ 

Der König Souma möchte am Hafen eine neue Stadt errichten mit dem Namen Venetinova. Es soll zur größten Küstenstadt des Landes werden und das obwohl schon ein Haupthafen in Lagoon City im Gebiet von Herzogin Walter existiert. Aber Souma möchte sich mit dem Bau der neuen Stadt nicht mit der Herzogin anlegen, sondern bezweckt viel mehr damit, dort gleichzeitig den Straßenbau voranzubringen. Mit dem neuen Straßennetz soll der Hafen eine Verbindung zu allen Städten aufbauen können und gleichzeitig kann die Marine alles kontrollieren, um so die Warenzirkulation reibungsloser zu gestalten.

Um sich das Projekt vor Ort genauer anzuschauen, machen sich Souma seine Gefolgschaft auf dem Weg zu Venetinova. Sie sind überrascht, wie nah der Hafen tatsächlich am Zentrum des Landes ist. Er wundert sich allerdings, wieso so ein vermeidlich perfekter Ort bisher unberührt geblieben ist. Auf dem Bauland heißt Ludwin den König willkommen und klärt gleich auf, dass es aktuell ein Problem gibt. Demnach gibt es Personen, die gegen den Bau der Stadt sind. Dabei handelt es sich um Bewohner eines Dorfes im Landesinneren. Der Anführer der Gruppierung ist ein älterer Herr namens Urup. Die Begründung der Leute ist, dass dies das Gebiet des Meeresgottes sei. Der Bau der Häuser würde seinen Zorn erregen und ein riesiges Monster würde erscheinen. Ist das nur ein Aberglaube oder steckt da mehr dahinter? Die mitgereisten Aisha und Liscia haben sowas zwar mal mitbekommen, aber das Monster nie eigenständig gesehen. Um die Sache aufzuklären, will Souma den alten Mann einen Besuch abstatten.

Da das Dorf des alten Mannes nicht sonderlich weit entfernt ist, machen sich Souma, Liscia, Aisha und Ludwin auf, um mehr über die Geschichte zu erfahren. Der Zorn von Urup löst sich quasi in Luft auf, als er den König erblickt. Vorher hatte er sich stur gestellt und wollte Ludwin von dannen jagen. Im Haus des Herren angekommen, erklärt er dem König, dass dieses ganze Gebiet schon seit jeher dem Gott des Meeres gehören würde. Das sei auch der Grund, wieso die Bewohner der umliegenden Nachbardörfer nicht dort leben können. Es sei einfach viel zu gefährlich. Souma rollt darauf eine Karte des Königreichs auf und fragt, von wo bis wo sich das Gebiet des Meergottes erstrecken würde.

Zurück im Königreich angekommen, zieht sich Souma mit Ludwin und seiner rechten Hand Hakuya zurück, um in Ruhe über die Pläne seine Projekts Venetinova zu diskutieren. Souma sagt, dass er nicht an sowas wie einem Meeresgott glaubt, aber er respektiert die Legenden und wenn so eine Geschichte über Generationen weitervermittelt wird, dann muss ein Stückchen Wahrheit dahinterstecken. Souma vermutet, dass nicht ein riesiges Monster aus dem Wasser gekommen ist, sondern vielmehr ein Tsunami. Der letzte Tsunami mag vielleicht 100, 200 oder 1000 Jahre her sein, aber da sollte der Ursprung der Geschichte liegen, welches die damalige Stadt in Schutt und Asche gelegt hat. Auf dem Weg zurück ins Königreich hat sich Souma auch die Legenden der umliegenden Dörfer angehört und alles zusammenaddiert konnte er grob das Tsunamigebiet berechnen. Die geplante Lage der Hafenstadt Venetinova wäre relativ im Zentrum des errechneten Gebietes, sodass das Bauland gewechselt werden muss. Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht.

Welche Hindernisse muss der regierende König noch überwinden? Kann er sein Projekt tatsächlich umsetzen? Könnte es zum befürchteten Bürgerkrieg kommen? An dieser Stelle empfehlen wir euch, das zweite Volume von „How a Realist Hero Rebuilt the Kingdom“ zu kaufen und euch die Fragen selbst zu beantworten. Isekai kann noch so viel mehr und die Serie stellt es eindrucksvoll unter Beweis!

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Bild und Animation

Die technischen Daten haben sich soweit nicht geändert. Die Blu-ray-Disc kommt im typischen Bildformat 16:9 und mit einer Full-HD-Auflösung von 1080p daher. Das Bild ist zu jederzeit klar und die Farben vielfältig. An der Aufmachung finden wir nichts zu bemängeln.

Die eigentliche Animation hingegen bleibt auf einem konstant soliden Niveau, ohne nennenswerte Aspekte zu setzen. Wie auch schon im ersten Volume wird hier eher die demokratische Schiene gefahren, sodass alles ruhiger von statten geht und man auf dynamische Szenen und damit einer eventuellen Steigerung der Animation verzichten muss. Nichtsdestotrotz wirkt das Bild zu jederzeit kräftig und die Welt vom Königreich Elfrieden lebendig. So bleibt festzuhalten, dass das Animationsstudio J.C. Staff eine gute, solide Arbeit geleistet haben.

Ton und Synchronisation

Vorweg die technischen Daten, die sich im Vergleich zum ersten Volumen nicht geändert haben: Der Anime verfügt über die deutsche als auch japanische Tonspur, letzteres natürlich mit deutschen Untertiteln. Während die japanische Tonspur im Format DTS-HD 2.0 gehalten wird, darf man sich bei der deutschen Fassung auf einen DTS-HD 5.1 Surroundsound freuen. So richtig zur Geltung kommt diese auch hier wieder nicht, da man weiterhin auf dynamischere Szenen verzichten muss. Abseits davon ist der Ton sehr klar zu und das Gesprochene unterscheidet sich deutlich von den Hintergrundgeräuschen oder der musikalischen Untermalung.

Die deutsche Synchronisation entstand in Hamburg bei der DMT Digital Media Technologie GmbH unter der Leitung von Toni Michael Sattler. Für das Dialogbuch war die Synchronsprecherin Katharina von Daake zuständig, die in der Serie auch Liscia Elfrieden spricht. Bereits im ersten Volume konnten wir keine großen Kritikpunkte an der hiesigen Vertonung festmachen und auch hier gibt es nichts zu beanstanden. Die vereinzelten Stimmen passen wunderbar zu ihren animierten Ebenbilder und liefern durch die Bank weg eine tolle Performance inklusiver einer erneuten Gesangseinlage von Juna (Gesprochen von Nadine Schreier).

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-ray-Version des zweiten Volumes von “How a Realist Hero Rebuilt the Kingdom”.

Volume 2 wird in einem hochwertigen Digipack verschickt, welches sich qualitativ klar von anderen Digipacks absetzt. Das Design des Digipacks ist dabei relativ einfach gehalten. Auf der Vorderseite sieht man Souma und Liscia, während die Innenseite erneut die auf der Disc vorhandenen Folgen auflisten inklusiver einer kurzen Beschreibung. Auch ein FSK-Logo sucht man glücklicherweise vergebens, das nur auf der Disc und dem Papp-Klappentext vorhanden ist.

Als physisches Extra wurde dem zweiten Band eine limitierte Lentikularkarte in hochwertiger 3D-Optik beigelegt, welches das Design des Sammelschubers (Extra vom ersten Volume) hat. Auf digitale Boni hat man dieses Mal verzichtet.

Fazit

“How a Realist Hero Rebuilt the Kingdom” zeigt, dass eine Isekai-Serie deutlich tiefgründiger sein kann, als zunächst angenommen. Noch immer ist Souma dabei politische Probleme zu klären, um das Königreich Elfrieden zum alten Glanz zu verhelfen. Die Luft wird für ihn jedoch immer dünner, denn nicht jeder ist vom jungen König überzeugt. Die Spannungen sorgen dafür, dass man eine tiefgründige und vielseitige Fantasy-Serie bekommt, die durchaus zu überzeugen weiß.

Auch die Animation bietet ein solides Gesamtbild, während die deutsche Vertonung da eher überzeugen kann. Ein rundherum tolles Erlebnis auf dem Kontinent Landia. Wer in eine spannende und realistischere Welt eintauchen möchte, ist hier genau richtig.

Review: How a Realist Hero Rebuilt the Kingdom Vol. 2 [Blu-ray]
7.9 / 10 Team
Handlung8
Charakterentwicklung8.5
Animation7
Synchronisation8
Unterhaltung8
Allgemeine Daten

Veröffentlichung: 25. März 2022

Publisher: polyband anime

Genre: Fantasy, Isekai

Laufzeit: 96 Minuten

FSK: 12

Ton/Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Japanisch (DTS-HD 2.0)

Untertitel: Deutsch

Im Handel entdecken:

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Handlung

Der junge Kazuya Souma, der vor kurzem seinen Großvater verloren hat – seinen letzten lebenden Verwandten – wird unerwartet in eine andere Welt transportiert. Das mittelalterliche Königreich Elfrieden hat einer alten Prophezeiung gemäß einen „Helden“ beschworen, um das abgewirtschaftete Königreich aus seiner Notlage zu befreien. Ehe er sich versieht, wird Souma dank seines Wissens und seiner Sprachfertigkeit zum neuen König ernannt. Doch Soumas Vorstellung von Heldentum ist praktischer als die der meisten.


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