© NATSUKI TAKAYA.HAKUSENSHA/FRUITS BASKET PROJECT
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“Fruits Basket” ist vielen Anime-Fans noch ein Begriff, denn bereits 2001 wurde der Manga als Anime adaptiert. 18 Jahre später startete dann eine zweite Anime-Adaption dazu. Wir haben uns das erste Volume von Staffel 1, das peppermint anime herausgebracht hat, angesehen und wie uns der Start der Serie gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Ein neues Zuhause

Tōru Honda ist ein fast normales Mädchen, aber nur fast, denn seit sie ihre Mutter bei einem tragischen Unfall verloren hat, lebt sie bei ihrem Großvater, der aufgrund von Renovierungsarbeiten aber sein Haus für einige Monate verlassen muss. Tōru beschließt daraufhin, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und wohnt seitdem in einem Zelt, was jedoch sehr anstrengend ist. Eines Nachts, als ein Sturm aufkommt, wird sie von ihrem Klassenkameraden Yuki Soma gefunden und zu ihm nach Hause gebracht. Yuki und Shigure, die beide dort wohnen, bieten ihr an, ebenfalls dort zu bleiben und als Gegenleistung im Haushalt zu helfen. Zuerst zögert Tōru, aber schließlich nimmt sie das Angebot an. Alles scheint in Ordnung, bis plötzlich Kyo durch das Dach ihres neuen Zimmers stürzt und gegen Yuki kämpfen will. Als Toru das zu verhindern versucht und ihn von hinten umarmt, verwandelt sich Kyo in eine Katze. Shigure und Yuki werden durch einen dummen Zufall ebenfalls von Toru umarmt und verwandeln sich in eine Ratte und einen Hund. Zur großen Verwunderung von Tōru, muss diese feststellen, dass die Somas die 12 (bzw. 13 weil die Katze nicht offiziell dazu gehört) Tierkreiszeichen repräsentieren und sich in bestimmten Situationen, wie einer Umarmung des anderen Geschlechts, in das jeweilige Tier verwandeln.

Rivalität

Schon bald bemerkt Tōru, dass Kyo und Yuki eine starke Rivalität gegeneinander haben. Sie vermutet, dass Kyo Yuki unbedingt im Kampf besiegen möchte, weil er dann offiziell in den Kreis der Tierkreiszeichen aufgenommen wird und nicht mehr als verstoßene Katze gebrandmarkt ist. Die Situation spitzt sich zu, als Shigure mit einem Trick dafür sorgt, dass Kyo auch auf die Schule von Tōru und Yuki kommt. Vorher war er auf einer Jungsschule, sodass die ganze Situation ungewohnt für ihn ist und er sich auf der neuen Schule auch ausversehen fast verwandelt, als ein Mädchen ihn umarmen will. Zum Glück kann das verhindert werden. Währenddessen hat sich Shigure die Erlaubnis von Akito, dem Anführer der Somas, geholt, Tōru bei sich wohnen zu lassen und ihre Erinnerungen nicht zu löschen, was in der Regel getan wird, wenn jemand ihr Geheimnis lüftet. Eines Tages taucht dann Kagura Soma auf, ebenfalls ein Tierkreiszeichen, die anscheinend unsterblich in Kyo verliebt ist und ihre Zuneigung meist durch Gewalt zeigt, wenn er etwas tut, das sie nicht billigt.

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Home Sweet Home?

Eines Tages bekommt Tōru die Nachricht, dass die Renovierung des Hauses ihres Großvaters abgeschlossen ist und sie zieht bei den Somas aus, um bei ihrem Großvater mit seiner Familie zu leben. Die Kinder und Enkel des Großvaters sind nicht besonders nett zu Tōru und provozieren sie, wo sie nur können, bis der Großvater einschreitet und Tōru sagt, dass sie nicht hier bleiben muss, wenn sie nicht möchte. Yuki taucht dann ebenfalls auf und Tōru zieht wieder bei den Somas ein, wo sie sich um einiges wohler fühlt. In der Schule trifft Tōru dann auf einen weiteren Soma, der auch dänische Wurzeln hat: Momiji. Er ist jünger als die anderen und sehr quirlig und so passiert es, dass er sich recht schnell in der Schule in den Hasen verwandelt, sein Tierkreiszeichen. Zum Glück kann Yuki, der bei den Mädchen der Schule äußerst beliebt ist, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und so die Verwandlung verbergen. Kurz danach lernt Tōru den nächsten der Somas kennen: den Arzt Hatori. Toru erinnert ihn an seine ehemalige Freundin, die durch Akito seelisch gebrochen wurde und deren Erinnerung er komplett auslöschen musste. Wie alle anderen Somas muss er zum Neujahrsfest erscheinen, denn Akito drängt darauf, alle Tierkreiszeichen an diesem Tag um sich herum zu haben. Doch das würde bedeuten, dass Tōru das Fest dann ganz alleine, ohne Yuki und Kyo, feiern muss. Wie wird das Neujahrsfest verlaufen? Stellen sich Yuki und Kyo gegen Akito, um bei Tōru sein zu können? Und was hat es mit dem Fluch der Somas auf sich, von dem Tōru gehört hat? Das verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Dazu schaut das erste Volume von “Fruits Basket” am besten selbst!

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und vor allem die großen Augen von Toru und einigen anderen Charakteren fallen direkt auf, da sie diese sehr sympathisch machen. CG-Elemente kommen vereinzelt vor, z.B. Rauchbildung, wenn sich ein Soma verwandelt, stören aber das Gesamtbild nicht, da sie gut und dezent eingesetzt wurden. Die Hintergründe sind oft detailreich und teilweise auch interaktiv, so blinken beispielsweise in einer Nachtszene die Sterne im Hintergrund, statt nur starr am Himmel zu hängen. Das Bild ist jederzeit scharf. Manchmal wurde mit Vereinfachungen der Charakterdarstellungen gearbeitet, was aber eindeutig als stilistisches Mittel in einigen Szenen zu erkennen ist und nicht negativ bewertet werden kann.

Ton und Synchronisation

Wie bei den meisten Anime ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (Dolby Digital 2.0 auf DVD, DTS-HD Master auf Blu-ray) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Das Gesprochene lässt sich akustisch sehr gut von den Hintergrundgeräuschen unterscheiden. Die Synchronisation ist insgesamt sehr gut gelungen. Viele Stimmen sind dabei bezüglich ihrer Klangfarbe auch nah am japanischen Original. Laura Jenni, die Toru spricht, weicht etwas vom Original ab, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war, da wir auch die japanische Vertonung der Serie gesehen haben. Aber sie meistert ihre Rolle als Tōru sehr gut und nach den ersten Folgen fiel uns der Unterschied gar nicht mehr auf und wir konnten uns ganz auf ihre Stimme einlassen, die alle Situationen im Anime gut porträtiert und Tōru dabei Leben einhaucht. Aber auch Max Felder als Kyo und Maximilian Belle als Yuki können ihre Hauptrollen exzellent umsetzen und geben zusammen mit Laura eine tolle Performance ab, egal ob traurige, lustige, ernste oder alberne Szenen zu sehen bzw. zu hören sind.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version des ersten Volumes von “Fruits Basket”.

Der Anime kommt in einem Digipack daher, das nochmal in einem eigenen Schuber steckt. Das Digipack beinhaltet sowohl die Blu-ray- als auch die DVD-Variante. Als Illustrationsmotiv für das Digipack wurden Arisa und Saki ausgewählt, während Tōru Honda auf dem Schuber zu sehen ist. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo auf dem Digipack wurde verzichtet. Dieses ist nur auf der Blu-ray selbst zu sehen und auf dem Schuber, dort aber nur aufgeklebt.

Auf physische Extras wurde verzichtet. Als digitale Extras sind die Credits, das Clean Opening und Ending sowie einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von peppermint anime enthalten.

Fazit

“Fruits Basket” hat nichts von seinem Charme verloren. Die Geschichte beinhaltet alle Gefühlsregungen: Trauer, Freude, Wut, Hass und Liebe. Die Charaktere sind vielseitig und sympathisch und der Anime vermittelt eine ganz besondere Atmosphäre. Zusammen mit guten Animationen und einer gelungenen Synchronisation, ist die Serie nicht nur für Fans der Originalserie, sondern auch für alle Liebhaber von inhaltsstarken Serien, die auch mal tiefsinniger sein können und negative Gefühle behandeln, zu empfehlen. Wir freuen uns auf Volume 2.

Review: Fruits Basket Vol. 1 [Blu-ray]
8.6 / 10 Team
Handlung9
Charakterentwicklung8.5
Animation8.5
Synchronisation9
Unterhaltung8
Allgemeine Daten

Erscheinungstermin:  18. November 2021

Publisher: peppermint

Genre: Comedy, Drama, Romance, Shoujo, Slice of Life, Supernatural

Laufzeit: 200 min.

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: Dolby Digital 2.0 (DVD) und DTS-HD Master (Blu-ray) Deutsch und Japanisch

Im Handel entdecken:
Handlung

Tōru Honda ist zwar etwas naiv, kämpft sich jedoch seit dem Tod ihrer Mutter tapfer alleine durchs Leben. Es ist ein glücklicher Zufall, durch den sie Shigure, Yuki und Kyo Soma kennenlernt, die Toru aufgrund ihrer gutherzigen und freundlichen Art kurzerhand bei sich aufnehmen. Allerdings deckt sie bald ungewollt das dunkle Geheimnis der Familie Soma auf: Wenn sie von jemand des anderen Geschlechts umarmt werden, verwandeln sie sich in ein Tier des chinesischen Tierkreises! Als sie bemerkt, wie sehr der stille Yuki und der aufbrausende Kyo unter dem Fluch leiden, fasst Toru den Entschluss, ihnen zu helfen, egal wie viel es sie kosten wird…


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Ich bin Frank und seit 2018 bei AnimeNachrichten als Redakteur tätig. Neben des Verfassens von News bin ich stark in das Korrekturlesen von Rezensionen und News eingebunden. Mich interessieren vor allem die Bereiche Anime und Gaming, aber ein paar wenige Mangareihen verfolge ich ebenso aktiv.
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