©IDDU/ID:INVADED Society
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Anfang Juli 2021 veröffentlichte peppermint anime das erste Volume der Serie „ID:INVADED“ auf Disc. Dabei geht es um den Meisterdetektiv Sakaido, der kriminelle Fälle auf eine ungewöhnliche Weise löst. Er arbeitet für die Organisation Kura, die es Sakaido ermöglicht in die Psyche der Mörder einzutauchen, um so die nötigen Informationen für die Festnahme zu beschaffen. Was es damit auf sich hat und wie uns die ersten fünf Episoden gefallen haben, erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Ein großes Puzzle

Im ersten Fall erwacht der Meisterdetektiv Sakaido in einer bizarren Welt, in der sowohl die Umgebung, als auch sein Körper in Einzelteile zerlegt sind. Er fügt die Teile Stück für Stück wieder zusammen und als er das erstochene Mädchen im weißen Kleid namens Kaeru entdeckt, wird ihm bewusst, dass er den Fall um ihren Tod lösen muss. Sakaido befindet sich nicht in der realen Welt, sondern im sogenannten Brunnen des Bohrer-Serienmörders. Die Organisation Kura kann mit dem speziellen Gerät “Mizuhanome” diese fiktive Welt erschaffen, die aus den Mordabsichten einer Person in der realen Welt entsteht. Sakaido weiß nicht, dass er von Kura beobachtet wird, aber gemeinsam wollen sie den Bohrer festnehmen.

Während Sakaido nach Hinweisen im Brunnen sucht, machen sich die Ermittler Matsuoka und Hondōmachi auf den Weg zum Tatort und finden einen Verdächtigen. Sie teilen sich auf und kurz darauf gerät Kura in Panik, als Hondōmachi plötzlich im Brunnen erscheint. Der Verdächtige stellt sich als ein Opfer des Bohrers heraus und galt als Ablenkungsmanöver, damit der echte Bohrer Hondōmachi entführen kann. Wie üblich für seine Taten, will er im Kopf seines Opfers ein Loch bohren, aber anstatt sich zu wehren, rammt Hondōmachi sich selbst den Bohrer in den Kopf. Damit konnte sie ihren eigenen Brunnen konstruieren, in den Sakaido geschickt wird. So findet er alle nötigen Informationen für Kura, um den Aufenthaltsort des Serienmörders zu finden. Nachdem der Fall gelöst wird, begibt sich die Abteilungsleiterin der Organisation in einen anderen Raum, um den Serienmörder Akihito Narihisago von einer Maschine zu befreien. Es stellt sich heraus, dass er die wahre Identität hinter Sakaido ist.

Sakaidos wahres Gesicht

Ein halbes Jahr vergeht und Hondōmachi hat den Bohrer-Vorfall überlebt. Matsuoka ermittelt mittlerweile über den Pyrotechniker, der einen Anschlag auf ein Hochhaus verübt. Sakaido wird in den Brunnen des Pyrotechnikers geschickt und sieht erneut Kaeru im weißen Kleid, jedoch dieses Mal mit einer Schusswunde in der Brust. Ihm wird bewusst, dass er den Fall um ihren Tod lösen muss und kurz darauf werden weitere unschuldige Personen im Brunnen von einem Scharfschützen erschossen. Auch Sakaido wird mehrmals im Brunnen umgebracht, allerdings kann die Ermittlung jedes Mal aufs Neue angefangen werden, aber die Psyche von Akihito Narihisago wird dabei belastet. Sakaido gelingt es nach mehreren Anläufen den Trick des Scharfschützen zu durchschauen und so wird Kōji Fuyukawa als der Pyrotechniker identifiziert. Fuyukawa wird verhaftet und in einer Einzelzelle neben der von Akihito Narihisago untergebracht. Narihisago schafft es mit den Informationen, die er als Sakaido im Brunnen von Fuyukawa gewonnen hat, ihn mit bloßen Worten zum Selbstmord zu treiben. Narihisago kommt daraufhin in Isolationshaft und Fukuda bzw. der Bohrer-Serienmörder wird in einen Brunnen geschickt. Da er allerdings sofort scheitert, scheint Sakaido der einzig fähige Detektiv zu sein. Das ist kein Wunder, denn Narihisago ist ehemaliger Polizist und hatte eine Frau und eine Tochter. Die Tochter wurde vor einiger Zeit vom Boxer-Serienmörder umgebracht und seine Frau beging aufgrund des Schocks Suizid. Er selbst hat danach einige Personen zum Selbstmord getrieben.

Der Totengräber

Der nächste Fall handelt vom Totengräber. Dabei geht es um einen Mann, der seine Opfer lebendig in einem Sarg begräbt und per Livestream die ganze Welt am langsamen Tod des Opfers teilhaben lässt. Das Mädchen Keiko Kikuchi ist dabei sein siebtes Opfer. Die Organisation Kura schafft es, Sakaido in den Brunnen des Totengräbers eintauchen zu lassen und er befindet sich an einem Ort mit brennenden Häusern. Auch hier findet er Kaeru, diesmal als verbrannte Leiche. Ihm wird bewusst, dass er den Fall um ihren Tod lösen muss und macht sich auf die Suche nach Informationen. Dabei trifft er auf die jüngere Keiko, die dabei hilft, Genpei Ōno als Täter zu identifizieren. Später stellt sich heraus, dass er bloß ein Nachahmungstäter des Totengräbers ist und die Keiko im Sarg bereits verstarb. Beim Livestream handelt es sich um ein bereits aufgezeichnetes Video. Hondōmachi sucht den wahren Totengräber und trifft dabei auf Haruka Kazuta, der unter anderem als Opfer des Bohrers gilt. Er küsst Hondōmachi und rennt anschließend weg. Warum er das getan hat und wer die wahre Identität des Totengräbers ist, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Schaut euch dafür das erste Volume von „ID:INVADED“ doch am besten selbst an!

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Das Bild ist dabei jederzeit scharf und es wurde großer Wert auf die Hintergründe gelegt. Der Brunnenrand hat einen futuristischen Look und besonders der Brunnen aus den “Jigsawed”-Episoden sieht äußerst detailliert aus. Die actionreiche vierte Episode beinhaltet viele Explosionen und brennende Gebäude, die wirklich solide aussehen und flüssige Animationen aufweisen. Die Hauptcharaktere haben einen äußerlichen Wiedererkennungswert, aber an wenigen Stellen sehen die Gesichter leicht deformiert aus. Allgemein sind die Animationen der Serie, die von Studio NAZ (u.a. Hamatora The Animation) stammen, insgesamt gut gelungen und es fielen auch keine negativen CG-Elemente ins Auge.

Ton und Synchronisation

Erst einmal die technischen Daten: Der Anime ist mit japanischem und deutschem Ton verfügbar, ersteres natürlich mit deutschen Untertiteln, beides im Format DTS-HD MA 2.0 auf der Blu-ray und Dolby Digital 2.0 auf der DVD.

Insgesamt ist der Ton sehr klar und man kann deutlich das Gesprochene von Hintergrundgeräuschen und der Musik unterscheiden. Das sorgt für ein sehr angenehmes Hörerlebnis, welches nicht durch zu laute oder leise Segmente gestört wird. Die Soundtracks wurden vom polnischen Pianisten Slavek Kowalewski (AKB0048) gemeinsam mit Atsushi Umebori (Inital D: Fifth Stage) komponiert. Die Musik unterstützt das visuelle Erlebnis dabei hervorragend. In bizarren Situationen sind die Töne simpel gehalten und folgen keinem bestimmten Rhythmus, in actionreichen Szenen hingegen wird die Musik laut, wobei Schlagzeug und E-Gitarre hauptsächlich für den Klang verantwortlich sind. Bei Verfolgungsjagden spielen die Instrumente schnell. Das Opening “Mister Fixer” stammt von Sou, während MIYAVI das Ending “Other Side” singt.

Die deutsche Vertonung entstand bei @alpha Postproduktion in München. Für die Dialogregie war Daniel Schlauch (u.a. To Your Eternity) verantwortlich, wobei er gemeinsam mit Charlotte Uhlig (u.a. To Your Eternity) das Dialogbuch beisteuerte. Die wichtigsten Rollen wurden besetzt mit Dominik Auer (u.a. Inuyasha in InuYasha) als die deutsche Stimme von Akihito Narihisago bzw. Sakaido, Maresa Sedlmeir (u.a. Sami in Die Walkinder) als Koharu Hondōmachi und Robert Dölle (u.a. Lockmeier in Overlord) als Kokuryū Matsuoka. Vincent Fallow (u.a. Jonathan Joestar in JoJo’s Bizarre Adventure), Angela Wiederhut (u.a. Misty in Pokémon), Benedikt Gutjan (u.a. Benedict Blue in Violet Evergarden) und Walter von Hauff (u.a. Fujitora in One Piece: Stampede) sprechen die verschiedenen Brunnenrand-Analytiker. Leonard Hohm (u.a. Tanya von Degurechaff (männlich) in Saga of Tanya the Evil) ist die deutsche Stimme des Bohrers.

Alle Sprecher konnten überzeugen und keine Stimme fiel negativ auf. Selbst bei den Nebenrollen wurde sich Mühe gegeben, die Stimmen möglichst passend zu wählen. Ein besonderes Lob geht raus an Dominik Auer, der sowohl als zielstrebiger Sakaido, als auch als kaltherziger Akihito Narihisago die verschiedenen Stimmlagen hervorragend synchronisieren konnte. Ebenso gefiel uns die Performance von Maresa Sedlmeir, bei der man die Synchronerfahrung heraushören kann. Das Dialogbuch wurde gut geschrieben und kein Dialog wirkte aufgesetzt.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt.

Das Volume kommt in einem stabilen Mediabook daher. Auf der Vorderseite sind Sakaidos Kopf und einige Charaktere der Organisation Kura abgebildet. Ebenso sieht man Kaeru im weißen Kleid. Auf der Rückseite sind einige Screenshots aus der Serie, eine kurze Zusammenfassung der Handlung, die Episodennamen und ein Satz zum Regisseur aufgedruckt. Auf der Blu-ray-Disc findet man Sakaido, während auf der DVD Akihito Narihisago abgebildet ist.

Physisch finden Käufer ein integriertes 40-seitiges Booklet im Mediabook vor. Ein auf 500 Exemplare limitierter Sammelschuber sowie ein auf 250 Exemplare limitierter Figurenaufsteller von Sakaido können exklusiv im AKIBA PASS SHOP erworben werden. Während der Sammelschuber 7,90€ zusätzlich kostet, gibt es den Aufsteller kostenlos dazu, sofern man zu den ersten 250 Bestellern zählt. Als digitale Extras gibt es das Clean Opening und Clean Ending, Episodenkommentare des Produktionsteams und einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von peppermint anime.

Fazit

Insgesamt kann man zu “ID:INVADED” sagen, dass der Anime sehr kompliziert anfängt. Als Zuschauer muss man die Geschehnisse zunächst so akzeptieren, wie sie sind und man wird erst im Nachhinein aufgeklärt, was vor sich geht. Dies ist allerdings vom Regisseur beabsichtigt, wie man in den Episodenkommentaren nachschauen kann. So soll man als Zuschauer miträtseln und auch beim zweiten Mal Ansehen der Episoden neue Details erkennen. Allgemein sind die spannenden Episodenkommentare und das ausführliche Booklet zu empfehlen. Mit den einzigartigen Settings der Brunnen gelten die Visualisierungen als besonderes Merkmal der Serie, die eine spannungsaufbauende Atmosphäre unterstützen. Der Anime schafft es das Interesse der Zuschauer zu wecken und gilt dabei als ein echter Geheimtipp für Krimi-Fans.

Review: ID:INVADED – Volume 1 [Blu-ray]
7.9 / 10 Team
Handlung8
Charakterentwicklung7
Animation8
Synchronisation8.5
Unterhaltung8
ALLGEMEINE DATEN

Erscheinungstermin: 01. Juli 2021

Publisher: peppermint anime

Genre: Sci-Fi, Mystery, Police, Psychological

Laufzeit: ca. 125 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD Master 2.0 (BD), Dolby Digital 2.0 (DVD)

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Handlung:

In einer grotesk zerstückelten Welt, die wie ein riesiges Puzzle wirkt, erwacht ein Mann. Er findet ein Mädchen, das mit einem Messer erstochen wurde. Er erinnert sich an nicht viel: Sein Name ist Sakaido, er ist ein Meisterdetektiv und sein einziges Ziel ist, das Rätsel um den Tod des ermordeten Mädchens namens Kaeru zu lösen! In Wahrheit jedoch ist Sakaido eigentlich das Alter Ego eines Mitglieds der Organisation Kura, die Geräte besitzen, um Mordabsichten aufzuspüren und in der Lage sind, sogenannte Brunnen zu erschaffen, mit denen man in die Psyche eines Mörders abtauchen kann. Dazu sind jedoch nur Menschen fähig, die eine ganz besondere Eigenschaft haben…


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Ich bin Eray und seit 2020 Redakteur bei AnimeNachrichten. Hauptsächlich berichte ich im Anime-Themenbereich über Neuigkeiten sowohl im japanischen, als auch im deutschen Raum.
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