© 2019 Sato (AKITASHOTEN)/Fragtime Production Committee
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Anfang April veröffentlichte KAZÉ den einstündigen Film “Fragtime”, der eine Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen mit der Fähigkeit, die Zeit anzuhalten, verbindet. Wie uns der Anime gefallen hat, das erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Und plötzlich steht die Welt still

Misuzu Moritani ist ein ganz normales Schulmädchen, das allerdings sehr schüchtern ist und den Kontakt zu anderen etwas scheut. Jedenfalls ist sie fast normal, denn sie besitzt die einzigartige Fähigkeit, die Zeit anzuhalten. Dieser Effekt dauert zirka drei Minuten an und nur sie kann sich währenddessen bewegen. Das glaubte sie jedenfalls, bis sie der hübschen Haruka Murakami eines Tages unter den Rock geguckt hat, um ihre Unterwäsche zu bewundern, während sie die Zeit anhielt, um einer unangenehmen Situation zu entkommen. Zu ihrem großen Schrecken konnte sich Haruka allerdings auch bewegen. Doch anstatt auszurasten oder sich zu ärgern, freunden sich die beiden ungleichen Mädchen an und verbringen zusammen Zeit miteinander. Das Zeitanhalten forciert Misuzu auf gemeinsame Momente mit Haruka, denn in diesen 3 Minuten sind die beiden ganz allein und können machen, was sie wollen, ohne von den anderen dabei gesehen zu werden.

Ein ungleiches Paar

Dabei unternehmen sie zu Beginn einige Ausflüge ins Restaurant oder in ein Einkaufszentrum zum Shoppen. Dabei entdeckt Haruka, dass ihr Freund mit einer anderen dort ist, doch es scheint sie nicht sehr zu belasten. Misuzu kann das nicht mit ansehen und hält die Zeit an. Die drei Minuten nutzt sie, um Harukas Freund eine Lektion zu verpassen und ihn mit Lippenstift anzumalen. In der Schule passiert es Misuzu dann immer öfter, dass sie aus Versehen die Zeit anhält und anfangs immer noch Ausreden sucht, warum sie das gemacht hat. Nachdem Haruka ihr sagt, dass sie es lassen soll, macht Misuzu es nicht mehr, doch es wird ihr irgendwann zu viel, da sie nicht mehr aus unangenehmen Situationen fliehen kann und sie landet im Krankenzimmer, wo Haruka sie besucht und sie sich aussprechen. Als eine Lehrerin nach ihnen schaut, hält Misuzu die Zeit an und es kommt zum ersten Kuss zwischen den beiden. Sie werden ein Paar und unternehmen in den nächsten Tagen die eine oder andere leicht anrüchige Tat, während die Zeit angehalten ist. Als Misuzu Haruka zuhause besucht, entdeckt sie unter ihrem Bett Karteikarten, auf denen Informationen zu allen Schülern und Schülerinnen sowie auch allen Lehrern der gesamten Schule zusammengefasst sind. Wieso hat Haruka diese Karteikarten? Wird es die Beziehung der beiden beeinflussen? Das wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Dazu schaut euch “Fragtime” am besten selbst an!

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind solide gelungen, stellen aber auch keinen Meilenstein der Animationsgeschichte dar. Hintergründe werden in einigen Situationen, oft wenn die Zeit angehalten wurde, etwas vereinfacht und zum Teil stark überbelichtet dargestellt, sodass der Fokus dann ganz auf Haruka und Misuzu liegt. Dieses stilistische Mittel mag nicht unbedingt jedem gefallen, uns hat es aber nicht weiter gestört. CG-Elemente wurden minimal in einigen “Traumsequenzen” eingesetzt, die gegen Ende des Films während des Zeitanhaltens auftraten. Diese Elemente haben den Bildfluss aber nicht gestört und fielen nicht negativ auf, wie es bei anderen Animes leider öfter einmal der Fall ist. Die Farben des Films sind oft hell und freundlich gewählt.

© 2019 Sato (AKITASHOTEN)/Fragtime Production Committee
Ton und Synchronisation

Wie bei den meisten Anime ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (Dolby Digital 5.1) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist dabei sehr gut gelungen, wobei Haruka und Misuzu einen Großteil der Dialoge ausmachen und nur am Rande einige andere Nebenrollen etwas sagen. Victoria Frenz (bekannt als Administrator aus “Sword Art Online” oder die Priesterin bei “Goblin Slayer”) als Haruka und Sarah Tkotsch (bekannt als Wendy aus “Fairy Tail”) als Misuzu können ihre Rollen hervorragend vertonen und dabei vielerlei Gefühle zum Zuschauer transportieren. Die Dialogregie von Jasmin Arnoldt ist gelungen und die Gespräche klingen natürlich und nicht künstlich oder erzwungen.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von “Fragtime”.

Der Anime kommt in einer Standard-Amarayhülle daher, die in einer O-Card steckt. Als Illustrationsmotiv für die O-Card wurden Misuzu und Haruka am Strand ausgewählt, während die beiden Mädchen liegend in einer Uhr die Amarayhülle zieren. Das FSK-Logo ist fest aufgedruckt, lässt sich durch ein Wendecover jedoch verbergen.

Auf physische Extras wurde komplett verzichtet. Als digitale Extras sind einige Trailer zu anderen Veröffentlichungen von KAZÉ enthalten.

Fazit

“Fragtime” ist ein kurzer Film über Liebe, Freundschaft und Gefühle. Das Zeitanhalten dient als Mittel zum Zweck und wird nicht sonderlich tief thematisiert. Die Animationen sind solide und die Synchronisation ist gut gelungen. Alles in allem ist “Fragtime” ein niedlicher Film für Zwischendurch, der gegen Ende hin etwas an Dramatik zunimmt, aber leider durch die Kürze sein volles Potential nicht ganz entfalten kann. Die Charakterentwicklung kommt nämlich etwas zu kurz und viele Dinge werden nur angeschnitten oder oberflächlich beleuchtet.

Review: Fragtime [Blu-ray]
7.6 / 10 Team
Handlung7.5
Charakterentwicklung7
Animation7
Synchronisation9
Unterhaltung7.5
Allgemeine Daten

Erscheinungstermin:  01. April 2021

Publisher: KAZÉ

Genre: Drama, Girls Love, Romance

Laufzeit: 60 min.

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: Dolby Digital 5.1 Deutsch und Japanisch

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Handlung

Die schüchterne Moritani hat die Fähigkeit, drei Minuten lang die Zeit anzuhalten, was sie hauptsächlich dazu nutzt, ihre Mitmenschen zu beobachten. Eines Tages trifft sie auf die hübsche und beliebte Murakami und nutzt ihre Fähigkeit ein, um unter deren Rock zu spähen. Mit Entsetzen muss Moritani feststellen, dass Ihre Macht bei Murakami nicht wirkt. Als Murakami trotzdem mit ihr ausgehen will, beginnt für beide eine aufregende Liebesgeschichte.


Alle Reviews auf AnimeNachrichten.de spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

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Ich bin Frank und seit 2018 bei AnimeNachrichten als Redakteur tätig. Neben des Verfassens von News bin ich stark in das Korrekturlesen von Rezensionen und News eingebunden. Mich interessieren vor allem die Bereiche Anime und Gaming, aber ein paar wenige Mangareihen verfolge ich ebenso aktiv.
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