©Hiro Mashima・KODANSHA/Fairy Tail Guild・TV TOKYO. All Rights Reserved.
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Mitte des vergangenen Jahres erschien die neunte Box der TV-Serie „Fairy Tail“ dank KAZÉ auf DVD und Blu-Ray im hiesigen Handel. Wir haben uns die Abenteuer der verrückten Magiergilde für euch einmal mehr etwas genauer angesehen und verraten euch in unserer nachfolgenden Review, was die Folgen diesmal zu bieten haben.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Vollkommene Freiheit

Nachdem es Natsu und Co. gerade so gelungen ist das Projekt Eclipse zu zerstören und damit schlimmere Zerstörung durch die Drachen und den Rogue aus der Zukunft zu verhindern, geht „Fairy Tail“ zu zunächst etwas belanglosen Filler-Folgen über, bevor mit der insgesamt neunten Box der TV-Serie nun wieder ein ganzer Filler-Arc startet. Das Ganze beginnt damit, dass Lucy und Yukino ihre Stellargeister für deren gute Arbeit bei der Schließung des Eclipse-Tors belohnen möchten. Dafür sind sie mit Natsu und Happy unterwegs und rufen nun nacheinander die verschiedenen Stellargeister der zwölf Tierkreiszeichen, denen sie jeweils einen Wunsch erfüllen, die teils doch sehr ausgefallen sind.

Doch die Stellargeister spielen auch kurz darauf eine wichtige Rolle. Das Wetter hat sich überall auf dem Kontinent plötzlich verändert, wodurch es viele Aufträge für die Gilden gibt, die sich der daraus entstandenen Probleme annehmen sollen. Auch Lucy, Natsu und Happy machen sich auf den Weg zu einem Auftrag, für den ganz speziell eine Stellarmagierin angefragt wurde. Es stellt sich aber heraus, dass es sich bei dem Auftragsgesuch um eine Fälschung handelt. Dieses stammt von den Stellargeistern der zwölf Tierkreiszeichen, die Lucy zu sich gelockt haben, um ihr davon zu berichten, dass sie ihre Verträge mit der Stellarmagierin für unwirksam erklären wollen, um die „vollkommene Freiheit“ zu erlangen. Lucy ist geschockt, doch es ist leicht erkenntlich, dass mit den Stellargeistern irgendetwas passiert sein muss, denn sie verhalten sich nicht nur völlig anders, sondern haben auch ein ganz anderes Aussehen als zuvor.

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Liberum

Um näheres herauszufinden ruft Lucy mit einem ihrer silbernen Schlüssel den Stellargeist Crux, der erzählt, dass die Zodiac-Geister plötzlich anfingen zu rebellieren und die Stellargeistwelt zu zerstören. Daraufhin taucht auch Yukino auf und hat ein Buch dabei, das von einem Stellargeistritual namens Liberum berichtet, mit dessen Hilfe die Stellargeister ihre „vollkommene Freiheit“ erlangen können. Für dieses Ritual scheinen sie jedoch ein Artefakt namens Sternglobus zu benötigen. Daraufhin stellt Fairy Tail mehrere Magierteams zusammen, die zusätzliche Informationen beschaffen sollen. Lucy und Levy machen sich dabei auf den Weg in die Magiebibliothek, um dort mehr über Liberum und den Sternglobus herauszufinden. Dabei werden sie von Yukino begleitet. Natsu konnte derweil wieder nicht die Füße stillhalten und hat sich mit der Hilfe von Crux in die Welt der Stellargeister begeben, um die Sache direkt zu klären. Dabei trifft er jedoch auf Taurus, der zu einem vollendeten Gentleman geworden ist, und sich ihm in den Weg stellt.

Zur gleichen Zeit taucht Virgo in der Magiebibliothek auf. Es stellt sich heraus, dass sich der Sternglobus offenbar in der Sammlung der Bibliothek befindet und Virgo gekommen ist, um das Artefakt zu beschaffen. Natürlich versuchen die drei Magierinnen nun vor ihr den Globus zu finden, während sie sie mit Kämpfen beschäftigen. Levy gelingt es daraufhin auch, das Artefakt zu finden, doch Virgo kann sich diesen schnappen und verschwindet damit in die Welt der Stellargeister, während Natsu plötzlich in der Bibliothek auftaucht, nachdem er zurück in die Menschenwelt geschleudert wurde. Besonders beunruhigend ist jedoch eine Notiz, die Levy bei dem Sternglobus gefunden hat. Darin heißt es, dass Stellargeister, die mit dem Ritual Liberum ihre Freiheit erlangen, danach nur noch zwölf Tage zu leben haben!

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Verrückte Duelle

Das gibt Natsu, Lucy und den anderen nur noch mehr Grund, die Stellargeister der zwölf Tierkreiszeichen aufzuhalten. Dabei treffen sie plötzlich auf Prinzessin Hisui und Arkadios. Die beiden erklären, dass sowohl die Wetterphänomene, als auch die Veränderung der Charaktere der Stellargeister Nachwirkungen der Zerstörung des Projekts Eclipse sind, da dabei enorme Mengen an Energie frei geworden sind. Um dem entgegenzuwirken hat Prinzessin Hisui, die sich auch als Stellarmagierin entpuppt, zwölf Schlüssel hergestellt, mit deren Hilfe man die Tore der zwölf Zodiac-Stellargeister zwangsschließen kann, sofern deren Kampfgeist gebrochen ist. Just in diesem Moment taucht jedoch Piskes, das Mutter-Sohn-Gespann der zwölf Tierkreiszeichen, auf, die das Sternbild der Fische symbolisieren. Die beiden schnappen sich dabei die Schlüssel und es gelingt ihnen nach ein wenig Geplänkel damit zu entkommen. Glücklicherweise handelte es sich dabei jedoch nur um Repliken, denn Arkadios hat die echten Schlüssel in seinem Besitz.

Da das Ritual Liberum an einem besonderen Ort namens Astral Spiritus durchgeführt werden muss und Prinzessin Hisui und Arkadios wissen, wo sich dieser Ort befindet, macht sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg dorthin, um die Stellargeister aufzuhalten. Tatsächlich gelingt es ihnen rechtzeitig dort einzutreffen und die Zodiac-Geister bei der Durchführung des Liberum-Rituals zu stören. Im Gespräch stellt sich dann heraus, dass die Stellargeister bereits darüber Bescheid wissen, dass sie nach dem Erlangen der „vollkommenen Freiheit“ nur noch zwölf Tage zu leben haben. Dennoch wollen sie nicht von ihrem Unterfangen ablassen. Als dann kurz darauf Erza, Gray, Wendy und viele weitere Mitglieder von Fairy Tail auftauchen, die Natsu und Co. gefolgt sind, ziehen sich die Stellargeister in zwölf künstlich erschaffene Räume innerhalb von Astral Spiritus zurück. Das nehmen die Fairy Tail Magier und Yukino zum Anlass sich aufzuteilen und den Stellargeistern mit Prinzessin Hisuis Schlüsseln zu folgen, damit sie deren Tore schließen können.

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Daraufhin kommt es zu interessanten Paarungen zwischen Lucy und Virgo, Erza und Sagittarius, Yukino und Libra, Cana und Scorpio, Gray und Cancer, Juvia und Aries, Levy und Capricorn, Natsu und Loki, Wendy und Aquarius, Mira und Piskes, Gejeel, Lily und Gemini sowie Elfman und Taurus. Während es beispielsweise bei letzterer Paarung zu einem klassischen Kräftemessen kommt, ist das nicht bei allen Duellen der Fall. So befindet sich Levy beispielsweise in einem Quiz-Showdown gegen Capricorn, während Cana gegen Scorpio in einem Kartenduell antritt, das einige „Yu-Gi-Oh!“-Referenzen erkennen lässt oder Gray sich mit Cancer in einem Dance Battle messen muss. Doch wird es den Magiern von Fairy Tail und Yukino gelingen den Willen der Stellargeister zu brechen und die Tore zu versiegeln? Und können sie damit das Liberum-Ritual stoppen und die Stellargeister retten? Und was haben der dreizehnte Zodiac-Stellargeist Ophiuchus und der bis dato verschwundene König der Stellargeister mit der Sache zu tun? All das möchten wir euch an dieser Stelle noch nicht verraten. Schaut euch die insgesamt neunte Box von „Fairy Tail“ doch einfach selbst an!

Bild und Animationen

Wie gehabt hat sich in Sachen grundlegende Bilddaten auch in Box 9 nichts geändert, so dass die Episoden von „Fairy Tail“ auch diesmal in einer Auflösung von 1080p und im aktuellen Standard-Format von 16:9 daherkommen. Dabei bestätigt sich unser Eindruck aus der vergangenen Review der achten Box hinsichtlich der Bildschärfe. Hier kann „Fairy Tail (2014)“ klar gegenüber den ersten sieben Boxen zulegen. Vor allem die Texturen erscheinen dabei deutlich schärfer, was dem Anime gut tut.

Die Animationen bewegen sich dabei ebenfalls auf gleichbleibendem Niveau. Dabei wird in Kämpfen, von denen es wieder reichlich gibt, gerne auch auf Standbilder zurückgegriffen, so dass hier hin und wieder die Dynamik leidet. Auch mit den Hintergrunddetails spart man weiterhin gerne einmal. Insgesamt präsentiert sich die Animationsqualität aber durchaus wieder solide. Den großen Sprung darf man in diesem Bereich von „Fairy Tail“ aber natürlich nicht erwarten.

Ton und Synchronisation

Wie gehabt kommt auch der Ton einmal mehr im aktuellen Standard-Format DTS HD Master Audio daher. Qualitativ gibt es hier – genau wie bei den Vorgängerboxen – nichts zu bemängeln. Die Stereotonspur ist ebenfalls typisch, wenn auch wieder ein kleines Manko, da die Action der Serie und auch der gewohnt gute Soundtrack durchaus von Surroundsound profitieren würden. Erwähnenswert ist noch, dass sich Zuschauer bei der neunten Box wieder auf zwei neue Openings freuen dürfen.

Bei der deutschen Synchronisation macht die Serie wieder einmal eine sehr gute Figur. Im Verlauf der Episoden 204 bis 226 sind es dabei vor allem die Synchronsprecher der Stellargeister der zwölf Tierkreiszeichen, die in den Vordergrund rücken, waren sie doch zuvor meist nur in kurzen Szenen zu hören. Doch nicht nur, dass sich ihre Screentime schlagartig erhöht, nein, auch ihre Charaktere machen charakterlich nahezu eine 180 Grad Wende, so dass sich für die Sprecher die besondere Herausforderung ergibt, ihre Performance entsprechend daran anzupassen, was eigentlich alle von ihnen ganz hervorragend meistern, ganz ungeachtet dieser schwierigen Aufgabe. Hinzu kommt eine durch die Bank weg solide Performance der bekannten Sprecher der wichtigsten „Fairy Tail“-Charaktere, so dass es bei diesem Punkt eigentlich kaum etwas auszusetzen gibt.

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Physische Umsetzung

Ihr kennt es natürlich bereits aus unseren vorherigen Rezensionen: Die physische Aufmachung des Produkts lassen wir nicht in die Gesamtwertung unseren Reviews einfließen. Der nachfolgende Überblick soll euch also nur ein Bild von dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten dürft. Die Informationen und Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Variante der neunten Box von „Fairy Tail“.

Natürlich bleibt man dem Stil der Veröffentlichung auch bei der insgesamt neunten Box treu, was bedeutet, dass auch diese wieder als aufklappbares Digipack im eigenen Pappschuber daherkommt. Letzterer ist wieder angenehm stabil und zeigt das gleiche Titelbild wie das Digipack selbst. Darauf sind nämlich jeweils Natsu und der Drache Igniel zu sehen. Während man auf dem Schuber auf ein aufgedrucktes FSK-Kennzeichen verzichtet hat und dieses auf den verlängerten Backflyer verbannt wurde, prangt ein gedrucktes Logo dafür auf dem Digipack.

Neben einem Booklet sind als weitere physische Boni auch diesmal wieder ein Stickerbogen und ein Poster mit an Bord.

Fazit

Mit der neunten Box der TV-Serie „Fairy Tail“ erwartet die Zuschauer ein zweiter größerer Filler-Arc, bei dem Ähnliches gilt, was uns schon beim ersten Filler-Arc des Anime aufgefallen ist: Auch diesmal kann die Story von ihrer Ausarbeitung her einfach nicht ganz mit den Episoden mithalten, die das originale Manga-Material adaptieren. Das gilt ebenso für den Spannungsgrad und das Pacing des Arcs. Grundsätzlich ist es zwar positiv, dass man versucht aus den Filler-Episoden eine zusammenhängende Geschichte zu konzipieren, statt viele einzelne von ihnen zwischen den Folgen, die Manga-Material umsetzen, einzubauen, doch über die Schwächen dieses Arcs kann das leider nicht hinwegtäuschen. Dennoch sind die veränderten Charaktere der Stellargeister eine interessante Idee, die vor allem die Synchronsprecher vor neue Herausforderungen stellt, was diese aber hervorragend meistern. In Sachen Animationsqualität hat sich dafür nicht wirklich etwas getan, weshalb diese weiterhin nur solide daherkommt.

Insgesamt dürften auch die Episoden der neunten Box Fans von „Fairy Tail“ gut unterhalten, auch wenn sie nicht an die Folgen heranreichen, die das Material der Manga-Vorlage adaptieren.

Review: Fairy Tail – Box 9 [Blu-Ray]
7.1 / 10 Team
Handlung6.5
Charakterentwicklung6.5
Animation6.5
Synchronisation8.5
Unterhaltung7.5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 02. Juli 2020

Publisher: KAZÉ

Genre: Action, Comedy, Fantasy

Laufzeit: ca. 575 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch & Japanisch

Untertitel: Deutsch

Bei Amazon.de bestellen:
Handlung:

Durch das Schließen der Pforte Eclipse konnte gerade noch das Schlimmste verhindert werden – doch nun herrschen überall auf dem Kontinent extreme Wetterverhältnisse. Als die Stadt Seabellus für die Aufklärung dieser Anomalien eine Stellarmagierin sucht, sieht Lucy sich berufen. Der Auftrag stellt sich allerdings als Falle heraus und zu allem Überfluss funktionieren Lucys goldene Torschlüssel nicht mehr! Von Crux erfährt sie gerade noch, dass in der Welt der Stellargeister etwas Schreckliches passiert ist, da werden sie und Natsu auch schon von den Tierkreiszeichen angegriffen. Lucys ehemalige Verbündete im Kampf haben eigenständig die Verträge mit ihr aufgelöst und streben nun nach der „vollkommenen Freiheit“. Da diese Freiheit jedoch nur ein paar Tage währen und danach tödlich enden wird, muss die Magierin nun alles daran setzen, die Tierkreiszeichen wieder zur Vernunft zu bringen …


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