©Ryo Shirakome, OVERLAP/ARIFURETA Project
- Anzeige -

Am 19. Februar 2021 veröffentlichte AniMoon Publishing das zweite von drei Volumes der Serie „Arifureta – From Commonplace to World’s Strongest“ auf DVD und Blu-Ray. Natürlich haben wir uns für euch mit Hajime und seiner Gruppe ein weiteres Mal auf die Reise begeben und verraten euch in unserer nachfolgenden Review, was ihr von den Episoden 6 bis 9 erwarten dürft.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Ein ängstliches Hasenmädchen

Hajime und Yue haben es tatsächlich geschafft: Gemeinsam haben sie das „Große Orcus-Labyrinth“ bezwungen und sich im Unterschlupf von Oscar Orcus nicht nur ausgiebig erholt, sondern sich auch viele neue Techniken und Ausrüstungsgegenstände angeeignet. Nun verlassen sie das Labyrinth endlich und lassen sich an die Oberfläche teleportieren. Doch dort wartet schon jemand auf sie: das Hasenmädchen Shea Haulia. Shea hat besondere Dämonenfähigkeiten, die für Bestienmenschen eigentlich unüblich sind. Mit diesen kann sie Teile der Zukunft sehen, weshalb sie auch wusste, wo Hajime und Yue auftauchen würden. Nun bittet sie die beiden darum, sie zu begleiten und ihrem Stamm zu helfen, der wegen Sheas Fähigkeiten aus seiner Heimat vertrieben wurde.

©Ryo Shirakome, OVERLAP/ARIFURETA Project

Hajime ist davon alles andere als begeistert, denn er hat schließlich ganz andere Pläne. Durch langes Betteln und die Aussicht darauf, dass die im Wald bewanderten Hasenmenschen Hajime zu einem großen Baum führen können, der als Eingang zu einem der weiteren Labyrinthe der Befreier gilt, lässt sich unser Protagonist jedoch dazu breitschlagen zu helfen. Ab diesem Zeitpunkt dreht der Anime an der Pacing-Schraube, denn beispielsweise Hajimes Hilfsaktion wird in nur wenigen stummen Bildern abgehandelt und in der nächsten normalen Szene sehen wir ihn bereits vor dem großen Baum, wo eine Tafel mitteilt, dass sie um eingelassen zu werden, zunächst noch andere Labyrinthe bewältigen müssen. Derweil trainiert Yue das Hasenmädchen Shea, das zwar häufig eher ängstlich ist, jedoch enorme körperliche Stärke besitzt, die ihr im Kampf zu Gute kommt. Hajime kümmert sich um das Training der restlichen Hasenmenschen, die ihn angefleht haben, sie stärker zu machen, damit sie sich selbst verteidigen können, obwohl sie normal kein kämpferisches Volk sind. Das nimmt unser Protagonist aber sehr ernst und macht aus den Hasenmenschen ziemliche Raufbolde, die sich ihm eigentlich auf seiner Reise anschließen wollen. Mitnehmen tut er zunächst jedoch nur Shea, die dieses Recht im Grunde im Training mit Yue gewonnen hat, da es ihr gelungen ist, die Vampirin einmal zu treffen.

Das Reisen-Labyrinth und Hajimes Konfrontation mit der Vergangenheit

Gemeinsam machen sich die drei auf Hajimes Motorrad auf zur großen Reisen-Schlucht, wo sich der Eingang zum Labyrinth der Befreierin Miledi Reisen befinden soll. Die Suche nach dem Zugang führt aber zunächst zu nichts und als sie gerade fürs Erste aufgeben wollen, um sich auf den Weg zu einem anderen Labyrinth zu begeben, findet Shea zufällig den Eingang zum Reisen-Labyrinth. Wie zu erwarten werden sie dort mit jeder Menge Fallen konfrontiert, doch das Labyrinth trägt seinen Namen auch nicht nur zum Schein, denn wenn man den falschen Weg wählt, kommt man schnell wieder am Anfang heraus – und bei all dem müssen unsere drei Freunde die hämischen Kommentare von Miledi Reisen ertragen, die sich immer wieder mit ihrer Stimme bei Hajime, Yue und Shea meldet.

©Ryo Shirakome, OVERLAP/ARIFURETA Project

Am Ende gelingt es ihnen aber dennoch, das Labyrinth zu durchqueren und sie bekommen es mit einem mächtigen und riesigen Golem zu tun, der von Miledi gesteuert wird. Nur mit großer Anstrengung und vollem Einsatz von allen dreien, gelingt es Hajime und Co. den Golem zu bezwingen. Daraufhin werden sie von einer schwebenden Plattform in einen Raum gebracht, wo Miledi in einem etwas anderen Golemkörper auf sie wartet. Nachdem Yue von ihr die Göttermagie der Schwerkraftmanipulation erlernt hat und Miledi ihnen verraten hat, dass sie um ihr Ziel, in Hajimes Welt zurückzukehren, zu erreichen, alle Labyrinthe der Befreier bezwingen müssen, wollen sie sich gerade an den Schätzen der Befreierin gütlich tun, als diese sie einfach kurzerhand aus dem Labyrinth herausspült.

Schon kurz danach treffen die drei auf einen Zweigstellenleiter der Gilde, der sie darum bittet, einen verschollenen Abenteurer zu suchen, der nicht von einem Auftrag zurückgekehrt ist. Natürlich lehnt Hajime direkt ab, da er ganz andere Pläne hat, doch eine Aufhebung der geltenden Gildenregeln für ihn und seine Gruppe sowie zwei Abenteurerausweise für Yue und Shea und ein Versprechen, dass die Gilde ihnen einmal ohne Wenn und Aber hilft, wenn Hajime es verlangt, stimmen ihn um. So macht er sich mit Yue und Shea auf in das Dorf Ur, das vor allem für seinen Reisanbau bekannt ist – ein angenehmer Nebeneffekt, denn Hajime will unbedingt noch einmal Reis essen. Doch vor Ort warten auf ihn nicht nur zusätzliche Herausforderungen, auch ein Teil seiner Vergangenheit holt ihn ein… Mehr möchten wir an dieser Stelle auch noch nicht verraten. Schaut euch das zweite Volume der Serie „Arifureta“ doch einfach selbst an!

©Ryo Shirakome, OVERLAP/ARIFURETA Project
Bild und Animationen

Bezüglich der grundlegenden Daten verändert sich im Verlauf des zweiten Volumes natürlich nichts am Bild von „Arifureta“. So liegt dieses auch weiterhin in der Full HD Auflösung 1080p und im aktuellen Standardformat von 16:9 vor. Dabei verlagert sich die Handlung diesmal zwar für weite Teile an die Oberfläche, doch die Farben bleiben meist etwas gedeckter, was teils der Stimmung der Serie, aber primär des Protagonisten Hajime gut entspricht.

Bei den Animationen hat sich ebenfalls nicht viel getan, was in diesem Fall leider keine besonders gute Nachricht darstellt, denn das bedeutet, dass auch weiterhin stark auf CG-Elemente gesetzt wurde, seien es größere, bewegliche Umgebungselemente oder Monster. Dabei sind diese im direkten Vergleich mit vielen anderen Animes leider wieder eher schlecht umgesetzt worden. Die CG-Elemente heben sich nämlich deutlich von den klassisch umgesetzten Parts ab, was einfach störend wirkt. Der Tiefpunkt ist im Verlauf des zweiten Volumes wohl mit den Pferden erreicht, die via CGI umgesetzt wurden. Diese sind nämlich zugleich auch noch eher schlecht designed. Positiv ist zumindest hervorzuheben, dass die traditionell animierten Parts solide umgesetzt wurden, auch wenn das die CG-Makel nicht aufwiegen kann.

Ton und Synchronisation

Auch beim Ton hat sich an den Grunddaten nichts getan. Dieser liegt einmal mehr im DTS HD Master Audio Format vor, das hinsichtlich Qualität keine Wünsche offen lasst. Da die Serie jedoch wieder einiges an Action zu bieten hat – wenn auch nicht so viel, wie im Verlauf der anfänglichen Episoden – wäre Surroundsound wünschenswert gewesen. Hin und wieder fiel uns zudem auf, dass die Abmischung nicht ganz optimal war, da die Dialoge an einigen Stellen im Vergleich zu den Hintergrundgeräuschen etwas lauter hätten sein dürfen. Das waren aber wirklich nur wenige Stellen und fällt damit kaum ins Gewicht.

Die deutsche Synchronisation kann dabei weiterhin überzeugen. Lag der Fokus im ersten Volume noch nahezu vollends auf Hajime und Yue, gesprochen von Martin Bonvicini respektive Laura Maire, die beide auch weiterhin eine wunderbare Leistung abliefern, kommen nun neue wichtige Sprecher hinzu. Dabei handelt es sich zum einen um Jana Dunja Gries als Shea Haulia und zum anderen um Janina Dietz als Tio Klarus. Auch wenn Letztere in den Episoden des zweiten Volumes nur einen eher kurzen Auftritt hat, so ist uns doch gerade ihre Performance besonders positiv aufgefallen, denn Tio ist in Sachen Synchronisation sicherlich nicht der einfachste Charakter. Die Umsetzung ist hier aber sehr gut gelungen, was im Übrigen auch für das Dialogbuch gilt, das weiterhin gefällig ist. Wer dennoch lieber den japanischen Originalton mag, der findet natürlich auch diesen mit deutschen Untertiteln auf der Disc vor.

©Ryo Shirakome, OVERLAP/ARIFURETA Project
Physische Umsetzung

Wie von unseren Reviews bereits bekannt, hat die physische Gestaltung des Produkts keinen Einfluss auf die Gesamtwertung unserer Rezension. Die nachfolgende Beschreibung soll euch aber ein Bild von dem vermitteln, was ihr bei einem Kauf erwarten dürft. Dabei beziehen sich die Bilder und Informationen auf die limitierte Mediabook-Edition des zweiten Volumes von „Arifureta“ in der Blu-Ray-Variante.

Auf der Front des Mediabooks ist diesmal das Hasenmädchen Shea Haulia abgebildet, während auf der Rückseite der Charakter Tio Klarus zu sehen ist. Auf ein aufgedrucktes FSK-Kennzeichen wurde verzichtet. Ein solches befindet sich nur auf dem verlängerten Backflyer, der zudem die wichtigsten Details zum Release verrät.

Als physische Extras sind diesmal neben dem integrierten Booklet ein Pappaufsteller von Shea sowie ein Maxiposter, das als Motiv die gleiche Illustration hat, wie der Sammelschuber, mit an Bord. Digital dürfen sich Käufer neben dem Clean Opening und Ending auch auf weitere untertitelte Episoden des Twitter Picture Dramas sowie auf eine ca. neunminütige OVA freuen, die auch auf Deutsch vertont wurde.

Fazit

Im zweiten Volume von „Arifureta“ verlassen Hajime und Yue endlich das „Große Orcus-Labyrinth“ und treffen auf weitere wichtige Charaktere, wie Shea und Tio. Dabei ist die Handlung durchaus interessant und unterhaltsam, doch leider wirkt das Pacing der Serie wenig durchdacht und zumindest in den Episoden 6 bis 9 deutlich zu schnell. So bezwingen Hajime und Co ein gesamtes Labyrinth in nur einer Folge oder man handelt Hajimes Hilfe bei den Hasenmenschen in einer Art Diashow ab, um nur einige Beispiele dafür zu nennen. Berücksichtigt man zudem den weiterhin ausgedehnten und dabei leider eher schlechten Einsatz von CG-Elementen bei der Animation, weist „Arifureta“ auch im Verlauf des zweiten Volumes wieder mannigfaltige Schwächen auf. Doch auch wenn man diese sicherlich nicht ignorieren kann, so ist die Serie doch sehr unterhaltsam, wenn man auf Stories steht, in denen sich ein anfangs schwacher Protagonist zu einem mächtigen Kämpfer entwickelt. Hinzu kommt auch eine weiterhin gelungene deutsche Vertonung.

Gesamthaft dürften viele Isekai-Fantasy-Fans mit „Arifureta“ somit trotz aller Schwächen ihren Spaß haben. Ein Blick in die Serie kann sich also durchaus lohnen.

Review: Arifureta Vol. 2 [Blu-Ray]
7 / 10 Team
Handlung7.5
Charakterentwicklung6
Animation5.5
Synchronisation8
Unterhaltung8
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 19. Februar 2020

Publisher: AniMoon Publishing

Genre: Isekai, Fantasy, Harem

Laufzeit: ca. 105 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

Bestellen bei Amazon.de:
Handlung:

Hajime und Yue haben das „Große Orcus-Labyrinth“ bezwungen und suchen nun nach einer Möglichkeit, um zurück in seine alte Welt zu gelangen. Ihr Weg führt sie in die „Reisen-Schlucht“, einem der gefährlichsten Orte in „Tortus“. Dort erwartet sie bereits das Hasenmenschen-Mädchen Shea, welches mit ihrem Stamm aus dem Dorf „Verbergen“ vertrieben wurde. Kann Hajime mit seiner Stärke dem hilflosen Häschen helfen…?


Alle Reviews auf AnimeNachrichten.de spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

Affiliate-Links

*Bei den Kauf-Angeboten in diesem Beitrag handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn ihr ein Produkt über einen solchen Link erwerbt, habt ihr dadurch keinerlei Nachteile. Wir erhalten vom Anbieter jedoch eine kleine Provision, wodurch ihr AnimeNachrichten unterstützt.

Die IP- sowie E-Mail Adresse wird aus Sicherheitsgründen dauerhaft gespeichert, aber nicht veröffentlicht. Das erfolgt zu unserer Sicherheit, falls jemand in Kommentaren und Beiträgen widerrechtliche Inhalte hinterlässt.
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments