©FLIPFLOPs (AKITASHOTEN) / DARWIN’S GAME PROJECT
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Mitte Januar veröffentlichte peppermint anime die ersten fünf Episoden der Serie „Darwin’s Game“ auf Disc. Natürlich haben wir für euch in den Titel reingeschaut und verraten euch in unserer nachfolgenden Review, was ihr von Kanames Start in das verrückte Survival Game erwarten dürft.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Survival Game wider Willen

„Darwin’s Game“ fackelt nicht lange: Der Anime wirft den Zuschauer direkt ohne große Erklärungen in die Action, denn gleich zu Beginn zeigt die Serie einen jungen namens Hamada, der sich offenbar auf der hektischen Flucht vor einem unsichtbaren Feind befindet. Dabei stößt er auf eine Sackgasse und wird von seinem unsichtbaren Verfolger getötet, jedoch nicht ohne vorher noch eine Hilfsanfrage per Handy an seinen Klassenkameraden Kaname Sudo zu senden. Dieser findet auf seinem Handy am nächsten Morgen eine Einladung von Hamada vor, ein mysteriöses Free-to-Play Smartphone-Game namens „Darwin’s Game“ zu installieren. Er denkt sich nichts Besonderes dabei und installiert die App, nur um kurz darauf eine Vision zu haben, wie aus seinem Handy eine Schlange erscheint, die ihn in den Hals beißt.

©FLIPFLOPs (AKITASHOTEN) / DARWIN’S GAME PROJECT

Auch wenn zunächst nichts weiter zu passieren scheint, geschehen auf seinem Heimweg plötzlich seltsame Dinge mit Kaname. In der App wird er von einem seltsamen Panda-Maskottchen namens Banda-kun zu einem Deathmatch herausgefordert und es stellt sich heraus, dass dieses Match realer abläuft, als es sich Kaname wünschen würde, denn Banda-kan taucht plötzlich mit einem Messer in der Hand vor ihm auf und attackiert ihn. Auf seiner Flucht wird er von seinem Kumpel Kyoda gerettet, der Kaname einige Basisinformationen zum „Darwin’s Game“ erklärt, da er selber auch ein Spieler ist. Das „Darwin’s Game“ ist eine App, die Spieler in grausamen Deathmatches gegeneinander antreten lässt, wobei die Kontrahenten Punkte erhalten können, die entweder für nützliche Items im Shop des Spiels genutzt oder sogar gegen große Summen an realem Geld eingetauscht werden können. Während einige Spieler auf den Nervenkitzel scharf sind, ist es für andere diese Möglichkeit an Geld zu kommen, die sie zum Spiel bewegt hat. Jeder Spieler bekommt bei seiner Registrierung vom Game zudem eine besondere Fähigkeit namens Sigil verpasst, deren Art von in der App ablesen kann. Bei Kaname erscheint an besagter Stelle jedoch eine Fehlermeldung. Zudem ist es während eines Matchs nicht möglich, Hilfe von außerhalb anzufordern. Nur über die App sind Hilferufe im Tausch gegen Punkte möglich.

Während Kaname nun mit seinem verletzten Kumpel Kyoda flieht und sich ohne eine Ahnung von seiner Spezialfähigkeit zu haben mit ihm in einem Parkhaus versteckt, wird er weiter von Banda-kun verfolgt, dessen Sigil die Unsichtbarkeit ist, was es für Kaname noch schwerer macht, gegen ihn zu bestehen. Als Banda-kun die Spur der beiden Schüler in das Parkhaus verfolgen kann, stellt sich Kaname zum Kampf, steht aber am Ende kurz davor zu verlieren, nur um durch pures Glück zu überleben, als ein Auto den unsichtbaren Banda-kun überfährt. Sein Kumpel Kyoda hat derweil weniger Glück, denn er ist in der Zeit seinen Verletzungen erlegen. Stirbt ein Spieler des „Darwin’s Game“, dann wird sein Körper zersetzt und übrig bleibt eine Art menschlicher Abdruck im Untergrund. So war es auch bei Kyoda, der Kaname vor seinem Tod noch eine SMS-Nachricht hinterlassen hat, in der ihn darum bittet, unbedingt zu überleben.

Shuka

Sein unwahrscheinlicher Sieg über einen eher starken Spieler, der auch als Noobkiller bekannt war, bringt Kaname die Aufmerksamkeit der bisher noch unbesiegten Spielerin Shuka Karino ein, die ihn zu einem Treffen in einem Lagerhaus bestellt, um ihn kennenzulernen. Da Kaname ihr jedoch nicht sein Sigil verrät und obendrein noch einige Waffen, wie beispielsweise einen Elektroschocker, zum Selbstschutz eingepackt hat, vertraut Shuka ihm nicht und fordert ihn zum Kampf heraus. Dabei gelingt es Kaname meist nur knapp den mächtigen Ketten, die Shuka offenbar frei kontrollieren kann und die sie auch für waghalsige Fortbewegungsmanöver nutzt, auszuweichen. Doch als er in die Enge getrieben wird, findet er endlich heraus, was seine spezielle Kraft ist, denn plötzlich erscheint in seiner Hand eine Pistole, die genauso aussieht, wie die Waffe, die er sich kurz zuvor im Ingame-Shop gekauft und nach Hause geliefert bekommen hat. Offenbar ist Kaname mit seinem Sigil in der Lage, Waffen, die er bereits berührt hat und die er versteht, erschaffen zu können.

Dadurch gelingt es ihm tatsächlich Shuka eine Falle zu stellen und sie zu besiegen. Er tötet sie dabei natürlich nicht, doch er erhält für seinen Sieg jede Menge Punkte und Shukas Vertrauen, was vielleicht noch deutlich wichtiger ist. Als er nach einem Ohnmachtsanfall am nächsten Tag wieder aufwacht, findet er sich mit der nackten Shuka im Bett in deren Zuhause wieder und Shuka lädt ihn dazu ein, mit ihr gemeinsam einen Clan zu gründen. Da sie es jedoch als seine Aufgabe betrachtet das zu tun und er dafür erst einen bestimmten Status erreicht haben muss, belassen sie es zunächst einmal dabei, dass sie im Spiel zu Freunden werden.

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Schatzsuche in Shibuya

Nachdem Shuka Kaname noch darauf hingewiesen hat, dass er keine Informationen über das „Darwin’s Game“ an Außenstehende weitergeben darf, erhalten die beiden eine Einladung zu einem ersten großen Event im „Darwin’s Game“ – eine Schatzsuche in Shibuya. Als sich die beiden in Shibuya umsehen und auf einer Art Shopping-Date unterwegs sind, gerät Kaname plötzlich in eine Auseinandersetzung mit einem anderen Spieler. Doch kurz darauf werden die Teilnehmer des Events bereits an zufällige Positionen im Stadtteil Shibuya teleportiert und ihnen werden die Regeln erläutert. Insgesamt nehmen 300 Spieler am Event Teil und müssen versuchen, Ringe zu finden. Wer am Ende nicht mindestens 300 Ringe vorweisen kann, der verliert, was mit dem Tod gleichzusetzen ist.

Natürlich gibt es aber gar nicht genug Ringe für alle Teilnehmer, so dass es sich nicht nur um eine einfache Suche nach Ringen, sondern vielmehr um ein Battle Royale handelt, bei dem sich die Spieler untereinander angreifen, um an die Ringe zu gelangen, die die anderen bereits gefunden haben. Kaname startet dabei in einem Hotel-Hochhaus, wobei von Shuka jede Spur fehlt, da sie offenbar an einem ganz anderen Ort in das Event gestartet ist. Schon gleich nach Start stößt Kaname auf erste Probleme, denn es sind nicht nur einige weitere Spieler ebenfalls im Hotel gestartet, sondern ein mächtiger Player namens Hiragi, den man auch „Florist“ nennt, und der sich auch darunter befindet, kontrolliert mit seinen Pflanzenkräften das Geschehen im gesamten Gebäude und überwacht dabei alles aus dem Erdgeschoss.

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Glücklicherweise trifft Kaname auf die junge Rein, eine Spielerin, die normalerweise mit Informationen handelt, jedoch auch eine Fähigkeit besitzt, die es ihr erlaubt, bestimmte Schritte ihres Gegners vorauszuberechnen. Sie tut sich mit Kaname zusammen, um sich gemeinsam in das Erdgeschoss des Gebäudes durchzuschlagen und sich dort dem Florist zu stellen. Zur gleichen Zeit ist auch der mächtige Clan Eighth aktiv, der Shibuya unabhängig von dem Event in Sachen „Darwin’s Game“ kontrolliert und dessen Anführer Wang vor nichts zurückschreckt. Wird es Kaname und Rein wirklich gelingen, bis zu ihrem Gegner durchzudringen und sich dann auch mit diesem zu messen? Und was macht derweil eigentlich Shuka? Und was hat Wang, der skrupellose Anführer von Eighth, vor? Das alles verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Schaut euch das erste Volume von „Darwin’s Game“ doch einfach selbst an!

Bild und Animationen

Da „Darwin’s Game“ zu den ziemlich aktuellen Serien zählt, kommt der Anime natürlich im derzeitigen Standardformat von 16:9 und das bei einer Full HD Auflösung von 1080p daher. Die gewählten Farben sind vielfältig, jedoch nicht unnötig kräftig. Insgesamt hat man versucht, realitätsnahe Farbtöne zu verwenden, was durchaus gelungen ist. Das Bild ist zudem jederzeit wunderbar scharf. Hier gibt es nichts zu bemängeln.

Bezüglich der Animationen fällt schnell auf, dass diese gut umgesetzt wurden. Gerade bei Shukas waghalsigen Luftmanövern oder auch in den mannigfaltigen Kämpfen, in denen Spezialtechniken und/oder Waffen zum Einsatz kommen, merkt man schnell, dass das Studio Nexus keine Probleme mit Dynamik oder Effekten hatte. Die Szenen wirken zudem flüssig und abgestimmt umgesetzt. Zwar sticht der Anime in Sachen Animationen nicht unbedingt aus der großen Masse heraus, doch präsentiert er sich in diesem Aspekt gesamthaft auf alle Fälle alles andere als schlecht.

Ton und Synchronisation

Der Ton der Serie – sowohl bei der deutschen, als auch der japanischen Tonspur – im DTS HD Master Audio Format aufgegeben, das aktueller Standard ist und qualitativ keine Mängel aufweist. Dabei liegt jeweils eine Steretonspur vor, was ob des hohen Actionanteils der Serie ein kleines Manko darstellt. Die Abmischung zwischen der Hintergrundvertonung bzw. den Hintergrundgeräuschen und den Dialogen ist dafür sehr gut gelungen. Hier gibt es nichts zu beanstanden.

Die deutsche Synchronisation der Serie war zur Zeit der Ausstrahlung bei Streaming-Anbieter WAKANIM ein sogenannter Simuldub, bei dem bereits immer wenige Wochen nach der Erstausstrahlung der japanischen Episoden die deutsche Version folgte. Glücklicherweise wird schnell klar, dass diese hohe Veröffentlichungsgeschwindigkeit aber keine negativen Auswirkung auf die Qualität der Synchronisation hatte. Die Sprecher machen nämlich allesamt einen guten Job und gerade Eleni Möller Architektonidou als Shuka gefiel uns sehr gut. Hinzu kommt, dass auch das Dialogbuch keine großen Schwächen aufweist, weshalb sich Ton und Synchronisation des Anime auf Basis der ersten Episoden durchaus positiv präsentieren.

©FLIPFLOPs (AKITASHOTEN) / DARWIN’S GAME PROJECT
Physische Umsetzung

Wie gehabt hat die physische Ausgestaltung des Produkts auch diesmal keinen Einfluss auf unsere Review-Gesamtwertung. Stattdessen dient die folgende Beschreibung einzig dazu, euch ein Bild von dem zu vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die nachfolgenden Informationen und Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray des ersten Volumes von „Darwin’s Game“.

Im Falle von „Darwin’s Game“ hat sich peppermint anime für eine Veröffentlichung in einer Standard Amaray Hülle entschieden, die in einer Papp-O-Card daherkommt. Letztere sollte aufgrund mangelnder Stabilität mit Vorsicht behandelt werden. Während auf der Front der O-Card Shuka zu sehen ist, sind auf der Rückseite die wichtigsten Informationen zum Release zusammengefasst. Das FSK-Logo auf der Front ist – wie bei peppermint anime üblich – nur aufgeklebt und lässt sich mit der nötigen Vorsicht leicht ablösen. Auf dem Cover der Amaray, das auf der Front Rein und auf der Rückseite Ryuuji zeigt, ist das FSK-Kennzeichen aufgedruckt. Durch ein Wendecover kann es jedoch versteckt werden.

Auf physische Extras wurde bei diesem Release wieder komplett verzichtet. Digital sind das Clean Opening und Ending sowie Trailer zu weiteren Veröffentlichungen von peppermint anime mit an Bord.

Fazit

Das erste Volume von „Darwin’s Game“ verliert keine Zeit und schmeißt den Zuschauer sofort unvorbereitet in die Action. Das ist aber nicht schlimm, denn die wichtigen Zusammenhänge werden in den darauffolgenden Szenen und Episoden hinreichend und nachvollziehbar erklärt. Hinzu kommt, dass es gerade diese Action, die von Anfang an Teil der Serie ist, ist, die den Kern des Anime und dessen Unterhaltungswert ausmacht. Dabei ist es schön, dass man den stets flüssigen und dynamischen Animationen die Mühe anmerkt, die das Studio Nexus in die Serie gesteckt hat. Es reicht zwar nicht, um sich im Vergleich mit anderen Serien besonders zu profilieren, ist aber dennoch eine gute Leistung. Hinzu kommt eine gelungene deutsche Vertonung, die glücklicherweise qualitativ nicht durch den Release als Streaming-Simuldub gelitten hat. Gesamthaft bietet die Serie somit durchaus gute Unterhaltung.

Actionfans dürfen also gerne mal einen Blick in „Darwin’s Game“ werfen, vor allem dann, wenn sie der Survival Game Thematik nicht abgeneigt sind.

Review: Darwin’s Game Vol. 1 [Blu-Ray]
7.6 / 10 Team
Handlung7.5
Charakterentwicklung6.5
Animation8
Synchronisation8
Unterhaltung8

ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 14. Januar 2021

Publisher: peppermint anime

Genre: Action, Survival

Laufzeit: ca. 150 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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  • Darwin’s Game – Vol. 1 (Blu-Ray)
  • Darwin’s Game – Vol. 2 (Blu-Ray)
Handlung:

Als Kaname Sudo von einem Freund eine Nachricht auf sein Smartphone bekommt, die ihn zu einem unbekannten Spiel einlädt, denkt er nicht lange nach, bevor er annimmt. Doch womöglich hat er damit gerade den größten Fehler seines Lebens begangen! Als ihn kurz darauf ein scheinbar Verrückter mit einem Messer angreift, merkt Kaname bald, dass er im „Darwin’s Game“ nur zwei Möglichkeiten zu haben scheint: Töten oder getötet werden. Noch dazu scheint jeder Spieler mit einer übernatürlichen Fähigkeit ausgestattet worden zu sein. Wird Kaname als kompletter Neuling den Attacken der viel erfahreneren Gegner auf Dauer etwas entgegenzusetzen haben? Ein brutaler Kampf ums Überleben beginnt…


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