© Tadatoshi Fujimaki/SHUEISHA,Team Kuroko

Im Januar brachte AniMoon Publishing bereits das dritte Volume der ersten Staffel von „Kuroko’s Basketball“ in den Handel. Wir haben uns erneut mit Tetsuya, Taiga und den anderen Jungs von Seirin ins Spielgeschehen gestürzt und verraten euch in unserer nachfolgenden Review, was ihr erwarten dürft.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Seirin ist tatsächlich ein kleines Wunder gelungen, denn sie haben mit Seiho den „König des Nordens“ bezwungen, der für seine ganz hervorragende Abwehr bekannt war. Doch am Ende gelang es Tetsuya und Co. tatsächlich, das Abwehrbollwerk zu überwinden und ins Finale der Vorrunde einzuziehen. Dort treffen sie mit der Shutoku-Oberschule auf einen weiteren von „Tokyos Königen“. Und diesmal wird es persönlicher, denn im Team der Shutoku spielt auch Shintaro Midorima, ein weiteres Mitglied der Wundergeneration, zu der auch Tetsuya gehörte. Shintaro ist dafür bekannt, dass seine Würfe immer treffen und er ist ziemlich abergläubig, weshalb seine spielerische Leistung oft auch zum Teil vom jeweiligen Tageshoroskop anhängt. Dummerweise verspricht das heutige Horoskop ihm großen Erfolg, als hätten die Jungs der Seirin nicht schon genug zu kämpfen, wo sie nun doch bereits ihr zweites Spiel gegen eines der stärksten Teams Tokyos in Folge bestreiten.

© Tadatoshi Fujimaki/SHUEISHA,Team Kuroko

Gleich zu Beginn wirkt es auch so, als könne sich Shutoku leicht die Oberhand sichern und das Momentum des Spiels zu den eigenen Gunsten beeinflussen. Das unterbindet Tetsuya jedoch mit einem genialen Pass einmal über das ganze Feld, der nicht nur seine Gegner, sondern auch die Zuschauer in der Halle schockt. Offenbar wird das Spiel nicht so einseitig, wie es einige zuvor erwartet hatten. Allerdings gelingt es dem Team der Shutoku-Oberschule recht schnell, den Kontrahenten von Seirin den gewonnenen Aufwind aus den Segeln zu nehmen. Durch einen geschickten Schachzug ihres Trainers stellen sie nämlich ihre Verteidigung um und Tetsuya wird fortan von Takao gedeckt. Dieser besitzt eine Fähigkeit namens Falkenauge, die es ihm erlaubt, Tetsuyas Ablenkungsversuche zu durchschauen. Auf dieser Basis ist er in der Lage dessen Pässe präzise zu erahnen und zu stoppen, was das Team der Seirin ganz schön in die Bredouille bringt.

Doch das ist nicht das einzige Problem, denn Midorima dreht nun auch auf und zeigt, wozu er fähig ist. Nachdem er zuvor schon Drei-Punkte-Würfe gelandet hat, wirft er plötzlich von der Mittellinie und trifft sogar von dort scheinbar spielend leicht in den Korb. Während die meisten Spieler der Seirin ziemlich geschockt sind, scheint nur Tetsuya cool zu bleiben, denn er wusste bereits zuvor, wozu sein ehemaliger Teamkollege in der Lage ist. Zumindest ist es das, was er glaubt, denn auch Midorima ist mit seinen Fähigkeiten seit der Mittelschulzeit nicht auf der Stelle getreten und offenbart, dass er unglaublicherweise sogar in der Lage ist, den gegnerischen Korb mit einem Wurf über das gesamte Feld zu treffen. Nachdem der Trainer der Shutoku ihm zudem das OK gegeben hat, dass er ab sofort alle Bälle für seine Würfe bekommen soll, scheinen die Jungs der Seirin-Oberschule keine Chance mehr zu haben.

© Tadatoshi Fujimaki/SHUEISHA,Team Kuroko

Doch Taiga gibt nicht auf und es gelingt ihm mit seinen bereits zuvor sehr starken Sprüngen neue Höhen zu erreichen. Damit ist er tatsächlich in der Lage die Würfe von Midorima im Ansatz zu stoppen, so dass das Team der Seirin wieder Morgenluft schnuppert. Allerdings wird Taiga zugleich immer egozentrischer und vergisst komplett das Teamplay. Das gefällt Tetsuya gar nicht und im Verlauf des nächsten Timeouts holt er Taiga auf den Boden der Tatsachen zurück und verspricht, dass sie gewinnen können, wenn sie als Team zusammenhalten. Dafür entwickelt er sogar sein ohnehin schon starkes Passspiel weiter, was es ihm erlaubt, selbst der Deckung von Takao zu entkommen. Dadurch holt die eigentlich abgeschlagene Seirin wieder auf und das Spiel wird denkbar knapp. Doch Taigas hohe Sprünge zollen ihren Tribut, denn seine Kraft ist nahezu am Ende. Was kann das Team der Seirin noch tun, um Midorima aufzuhalten, wenn Taiga seine Sprünge nicht mehr nutzen kann? Wird es ihnen dennoch irgendwie gelingen, das Spiel gegen die Shutoku für sich zu entscheiden? Doch selbst wenn, so gibt es ja noch weitere Mitglieder der Wundergeneration, die früher oder später ebenfalls in Seirins Weg stehen würden… Um das Ergebnis des Matchs und wie es danach weitergeht zu erfahren, schaut euch das dritte Volume von „Kuroko’s Basketball“ doch einfach selbst an!

Bild und Animation

Natürlich kommt auch das dritte Volume der Serie einmal mehr in der Standardauflösung von 1080p und einem Format von 16:9 daher. Die Bildschärfe überzeugt dabei weiterhin zu jederzeit und die verwendeten Farben sind größtenteils vielfältig und kräftig.

Auch in Sachen Animationsleistung gibt es keine großen Änderungen zu berichten. Hier hat sich ein gleichbleibendes Niveau eingependelt. Dabei sind es vor allem die entscheidenden Szenen, die wirklich gut und dynamisch umgesetzt wurden. Im Großen und Ganzen wird nämlich auch weiterhin immer mal wieder mit Standbildern gearbeitet, die als Lückenfüller zwischen den flüssig animierten Parts dienen. Das stört jedoch nicht zu sehr und wird gerade bei action- oder bewegungslastigen Animes häufig so gemacht, um die zeitlichen und finanziellen Ressourcen auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gesamthaft ist das Bild von „Kuroko’s Basketball“ weiterhin allemal in Ordnung.

© Tadatoshi Fujimaki/SHUEISHA,Team Kuroko
Ton und Synchronisation

Auch beim Ton ändert sich zunächst einmal nichts Grundlegendes. So kommt dieser erneut im bereits bekannten und qualitativ absolut überzeugenden DTS HD Master Audio Format daher. Das Ganze wird dabei über eine Stereotonspur ausgegeben. Der fehlende Surroundton ist dabei zwar ein kleines Manko, fällt jedoch nicht zu sehr ins Gewicht.

Die deutsche Vertonung der Serie überzeugt weiterhin. Die bereits bekannten Sprecher, von denen viele große Erfahrung in die Waagschale werfen können, machen allesamt auch im Verlauf der Episoden 11 bis 15 einen hervorragenden Job. Eine wichtigere Rolle nimmt diesmal René Dawn-Claude ein, der Shintaro Midorima seine Stimme leiht. Dabei macht er seine Sache aber sehr gut und routiniert, wie man es von ihm bereits von Rollen wie Gray in „Fairy Tail“ gewohnt ist. Hinzu kommen im Verlauf des dritten Volumes zudem Florian Clyde als Daiki Aomine sowie Daniela Molina als Satsuki Momoi, die ebenfalls überzeugen und deren Stimmen nicht nur gut zu ihren Charakteren passen, sondern die sich auch insgesamt gut in das Gesamtbild des Casts einfügen. Für Fans des Originaltons befindet sich aber natürlich auch dieser wieder mit deutschen Untertiteln auf der Disc.

Physische Umsetzung

Wie gehabt ist die physische Aufmachung des Produkts einmal mehr kein Teil unserer Reviewgesamtwertung. Der folgende Überblick dient daher mehr eurer Information, damit ihr wisst, was euch bei einem Kauf erwartet. Dabei beziehen sich die Bilder und Informationen auf die limitierte Steelcase-Edition des dritten Volumes von „Kuroko’s Basketball“ in der Blu-Ray-Variante.

Wie zuvor bereits erwähnt bleibt man der eingeschlagenen Designlinie treu, so dass auch Volume 3 wieder im schicken Steelcase daherkommt, das in einer transparenten PET-O-Card steckt. Auf der Front des Cases sind diesmal Shintaro Midorima und Kazunari Takao zu sehen. Auf der Rückseite prangt hingegen nur das Serienlogo. Ein aufgedrucktes FSK-Kennzeichen existiert nur auf dem verlängerten Backflyer, der zudem wieder die wichtigsten Details zur Veröffentlichung beschreibt.

Als digitale Extras sind diesmal wieder Outtakes mit an Bord, während physisch erneut zwei PANINI-Sammelkarten beiliegen. Zudem dürfen sich Käufer auf eine Chibi-Acrylfigur von Kasamatsu freuen.

Fazit

Beim dritten Volume der Serie besinnt sich „Kuroko’s Basketball“ einmal mehr auf seine Stärken. Dazu gehört vor allem auch eine Handlung, die die einzelnen Spiele und Charaktere in der nötigen Tiefe behandelt, dabei aber nichts unnötig streckt, so dass der Anime nie langatmig wirkt. Ganz im Gegenteil bietet Volume 3 mit dem Spiel zwischen den Teams der Seirin- und der Shutoku-Oberschulen einmal mehr spannende Unterhaltung, die von weitergehender Charakterentwicklung, gerade in den späteren Episoden des Volumes, unterstützt wird. Dabei ist es vor allem auch die deutsche Synchronisation mit ihren erfahrenen Sprechern, die wieder punkten kann. Doch auch das Bild und die Animationen präsentieren sich wieder solide und wirken in den Szenen, auf die es ankommt, stets dynamisch. Das wird durch eingestreute, gut durchdachte Zeitlupeneinstellungen noch unterstützt.

Fans von mitreißenden Sport-Animes werden mit „Kuroko’s Basketball“ bisher ihre Freude haben. Und auch wer sich schon immer einmal an dieses Genre herantrauen wollte, der findet mit der Serie bislang einen guten Einstieg.

Review: Kuroko’s Basketball – Season 1 – Vol. 3 [Blu-Ray]
8.4 / 10 Team
Handlung8.5
Charakterentwicklung8
Animation8
Synchronisation9
Unterhaltung8.5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 29. Januar 2021

Publisher: AniMoon Publishing

Genre: Sport

Laufzeit: ca. 121 Minuten

FSK: 6

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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  • Kuroko’s Basketball Season 1 Vol. 3 (Blu-Ray/DVD)
Handlung:

Das Spiel gegen den zweiten König, das Basketballteam der Shutoku-Oberschule, mit ihrem unbesiegbaren Werfer aus der Wundergeneration, Shintaro Midorima, geht in die entscheidende Phase. Beide Seiten schenken sich nichts und dennoch wird Seirin vor eine ungeahnte Herausforderung gestellt, denn nicht nur die Mitglieder der Wundergeneration weisen atemberaubende Techniken auf! Gelingt es ihnen, sich gegen Shutoku und die unglaublichen Würfe von Midorima zu behaupten?


Alle Reviews auf AnimeNachrichten.de spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

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