©TAISHI TSUTSUI/SHUEISHA, BOKUBEN COMMITTEE

Anfang November erschien das dritte Volume der ersten Staffel von „We Never Learn“ auf Disc. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns auch das Finale der ersten Staffel der RomCom für euch genauer anzusehen und verraten euch in unserer Review, was der vorläufige Abschluss zu bieten hat.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Kameradin in der Paukschule

Aufgrund der Erfolge bei seiner Tätigkeit als Nachhilfelehrer bezahlt die Schule Nariyuki in den Ferien den Besuch der Paukschule, in der er sich auf die Universitätsaufnahmeprüfung vorbereiten und auch allgemein weiterbilden kann. Dort trifft er auf Asumi Kominami, die er aufgrund ihres Aussehens zunächst für eine Mittelschülerin hält. Es stellt sich jedoch heraus, dass Asumi nicht nur eine Alumni von Nariyukis Oberschule ist, sondern sich in der Paukschule auch auf den Aufnahmetest für ein Medizinstudium vorbereitet.

Nach Ende des Kurses verläuft sich Nariyuki in der ungewohnten Gegend und wird von zwei seltsamen Männern aufgegabelt, die ihn in ein Maid-Café namens High Stage lotsen. Unerwarteter Weise trifft er dort erneut auf Asumi, die in dem Café als Maid arbeitet, um sich die Prüfungsvorbereitung zu finanzieren. Als Nariyuki mitbekommt, dass sich das Mädchen mit Naturwissenschaften schwertut, hilft er ihr beim Lernen, was sie bei wenig Betrieb auch im Maid-Café machen darf. Die anderen Angestellten bekommen das mit und versprechen Nariyuki kostenlose Getränke, wenn er Asumi weiter mit dem Lernen hilft.

Die Notlüge

Kurz darauf rempelt Yuiga aus Versehen einen älteren Mann an. Als plötzlich Asumi auftaucht, die ihm sein Zugticket bringen möchte, das er im Café vergessen hat, wird schnell klar, dass es sich bei dem Mann um ihren Vater handelt, der mehr als erstaunt ist, als er seine Tochter in dem aufreizenden Maid-Outfit sieht. Um ihren Nebenjob vor ihrem Vater zu verbergen, fällt Asumi in diesem Moment nichts Besseres ein, als ihrem Vater vorzulügen, dass Nariyuki ihr fester Freund sei und einen Maid-Fetisch besitzt, wobei dieser wohl oder übel mitspielen muss. Als ihr Vater ihr etwas später rät, endlich den Traum vom Medizinstudium zu begraben, lässt er sich tatsächlich von Nariyuki umstimmen, der verspricht, Asumi weiter beim Lernen zu unterstützen.

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Einige Tage später trifft sich Nariyuki mit seinen drei Nachhilfeschülerinnen, Uruka, Fumino und Rizu, in einem Familienrestaurant, um dort zu lernen. Bei dieser Gelegenheit treffen sie auf Asumi und schon am nächsten Tag besuchen plötzlich auch die anderen drei Kurse in der Paukschule. Als danach alle gemeinsam nach Hause gehen, fängt es plötzlich an zu regnen und Asumi lädt die Gruppe zu sich nach Hause ein, da die Klinik ihres Vaters, der Arzt ist, nicht zu weit entfernt ist. Bei dieser Gelegenheit erfährt Fumino, dass Nariyuki vorgibt, Asumis Freund zu sein. Dabei erkennt Asumi im Gegenzug aber, dass offenbar auch Fumino insgeheim Gefühle für ihren Nachhilfelehrer hegt. Kurz bevor er geht, fragt Asumi Nariyuki daher, auf welches der Mädels er es abgesehen hat und er merkt, dass er sich eigentlich nie Gedanken über so etwas wie eine Beziehung gemacht hat.

Immer Ärger mit Frau Kirisu

Einige Zeit später fokussiert sich die Story wieder auf Frau Kirisu, denn diese sieht Nariyuki zufällig in das Maid Café verschwinden, wo Asumi arbeitet, und will ihn zurechtweisen. Dabei wird klar, dass Asumi eine ehemalige Schülerin von Frau Kirisu ist. Letztere ist aus Versehen dafür verantwortlich, dass sich eine der Kellnerinnen am Knöchel verletzt und springt nun selbst ein, um dem knapp besetzten Laden auszuhelfen. Dabei wird aber einmal mehr deutlich, wie schlecht Frau Kirisu und Hausarbeitstätigkeiten zueinander passen. Mit Nariyukis Hilfe geht aber auch diese Schicht irgendwie vorbei, doch bei einem anschließenden Beisammensein wird Frau Kirisu durch nur einen einzigen Schluck Alkohol betrunken, weshalb Nariyuki sie auf seinem Rücken zu ihrem Appartement tragen muss.

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An einem Wochenende nach dieser Begebenheit trifft Nariyuki dann einmal mehr auf seine Lehrerin, die diesmal alle ihre Klamotten gleichzeitig in der Wäsche hat und nun mit ihrer alten Oberschuluniform bekleidet zur Schule fahren möchte, da sie dort unbedingt noch etwas holen muss. Das führt zu einem seltsamen Missverständnis mit einem Polizisten, aus dem Nariyuki seine Lehrerin jedoch befreien kann. Da auch er noch etwas in der Schulbibliothek zu erledigen hat, machen sich beide gemeinsam auf den Weg zur Schule, doch natürlich läuft dabei auch nicht alles so glatt, wie sie es sich wünschen würden…

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Und dann ist da ja auch noch die Sache mit Uruka, die Nariyuki gegenüber zwar abgestritten hat, dass sie in ihn verliebt ist, was aber nichts daran ändert, dass die Stimmung zwischen den beiden komisch geworden ist. Und auch ein Festival, bei dem Nariyuki und Fumino den letzten Zug nach Hause verpassen, steht noch ins Haus. Wie wird sich die Situation zwischen unserem Protagonisten und all den Frauen in seinem Leben wohl entwickeln? Das möchten wir an dieser Stelle noch nicht vorwegnehmen. Schaut euch das Ende der ersten Anime-Staffel doch einfach selbst an!

Bild und Animationen

An den Fakten zum Bild hat sich natürlich auch beim finalen dritten Volume nichts geändert. So liegt dieses weiterhin im aktuellen Standardformat von 16:9 bei einer Full-HD Auflösung von 1080p vor. Die Farben sind weiterhin – passend zur fröhlichen RomCom-Atmosphäre der Serie – sehr bunt und kräftig gehalten. In Sachen Bildschärfe gibt es zudem bis zum Schluss nichts zu bemängeln.

Animationstechnisch stellt die Serie auch weiterhin keine großen Ansprüche, was natürlich am Genre liegt. Prinzipiell muss man aber sagen, dass das Ganze durchaus solide umgesetzt wurde. Natürlich mangelt es in einigen Einstellungen vielleicht auch mal an Details, aber das trübt den Gesamteindruck nicht, da der Fokus bei „We Never Learn“ einfach nicht auf der Animationsqualität liegt. Dennoch sind selbige sowie die Bildqualität bis zum Schluss auf jeden Fall in Ordnung.

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Ton und Synchronisation

Wie gehabt liegt der Ton der Serie wieder im Dolby Digital-Format vor. Dieses überzeugt durchaus, auch wenn die Qualität nicht ganz mit DTS mithalten kann. In der Praxis fällt dieser Umstand bei der Stereotonspur, über die der Ton ausgegeben wird, und dem dialoglastigen RomCom-Genre von „We Never Learn“ aber nicht weiter ins Gewicht.

Die Qualität der deutschen Synchronisation der finalen Episoden schließt nahtlos an die vorherigen Folgen an. Dabei macht vor allem Philip Süß als Protagonist Nariyuki wieder eine gute Figur. Hervorzuheben ist, dass mit Eleni Möller Architektonidou in der Rolle von Asumi Kominami nun noch eine weitere Sprecherin zur Riege des Hauptcasts hinzugestoßen ist. Diese bringt dabei durchaus einige Erfahrung im Anime-Bereich mit, kennt man sie doch beispielsweise als Shuka in „Darwin’s Game“ oder auch als Beelzebub in „Seven Mortal Sins“ um nur zwei Rollen zu nennen. Diese Erfahrung merkt man auch bei der durchweg gelungenen Performance. Hinzu kommt, dass wir die Stimme für passend zum Charakter gewählt halten. Somit präsentiert sich die deutsche Vertonung des Anime bis zum Schluss solide, auch wenn an der einen oder anderen Ecke vielleicht ein wenig die Unerfahrenheit einzelner Sprecher durchblitzt. Deren Motivation sowie die starke Performance der erfahreneren Kollegen und Kolleginnen sorgen aber für ein gelungenes Gesamtbild. Für alle Fans der japanischen Synchronisation ist aber natürlich auch diese mit deutschen Untertiteln auf der Disc enthalten.

Physische Umsetzung

Wie von unseren weiteren Rezensionen bereits bekannt, spielt die physische Gestaltung des Produkts wieder keine Rolle für unsere Gesamtwertung. Wir geben euch nachfolgend dennoch einen Überblick, um euch zu vermitteln, was euch bei einem Kauf erwartet. Dabei beziehen sich die Informationen und die Bilder auf die Blu-Ray-Version des dritten Volumes der ersten Staffel von „We Never Learn“.

Einmal mehr kommt dieses als Digipack im eigenen Pappschuber daher. Letzterer ist einigermaßen stabil, ist jedoch trotzdem druckempfindlich, so dass es beispielsweise bei unsachgemäßem Versand zu Beschädigungen und Quetschungen des Digipacks kommen kann. Während auf dem Schuber, auf dem diesmal der neue Charakter Asumi Kominami abgebildet ist, wieder auf ein aufgedrucktes FSK-Kennzeichen verzichtet wurde, befindet sich ein solches auf dem Digipack selbst. Dieses zeigt in aufgeklappter Form eine Illustration der fünf weiblichen Hauptcharaktere Mafuyu, Asumi, Uruka, Rizu und Fumino, die sich in Yukatas gekleidet auf einem Fest befinden.

Als Extra ist auch beim finalen Volume wieder ein 20-seitiges Special Booklet mit an Bord.

Fazit

Auch wenn im finalen Volume der ersten Staffel von „We Never Learn“ mit Asumi Kominami nochmal ein neuer weiblicher Charakter eingeführt wird, gelingt es der Serie dennoch, die Screentime der verbliebenen Episoden vernünftig auf die unterschiedlichen Protagonistinnen aufzuteilen. Einzig Rizu kommt dabei vielleicht ein wenig kurz.

Dabei überzeugt der Anime auch in den Episoden 10 bis 13 mit gutem Humor, der durch klassische RomCom-Settings erzeugt wird. Natürlich erfindet die Serie das Genre nicht neu, sondern nutzt eher bewährte Konzepte. Das ist jedoch nicht tragisch, denn insgesamt entsteht daraus solide Unterhaltung, die von einer guten Bildqualität und einer durchschnittlichen bis guten deutschen Vertonung unterstützt wird. Ernstere Themen werden von der Serie aber maximal oberflächlich tangiert. Wer also eine romantische Komödie mit größerer emotionaler Tiefe sucht, der sollte vielleicht eher zu „ReLife“ oder „The Pet Girl of Sakurasou“ greifen. Wer aber bereits mit den ersten Volumes von „We Never Learn“ seinen Spaß hatte, der darf auch bedenkenlos bei Volume 3 zugreifen!

Review: We Never Learn Vol. 3 [Blu-Ray]
7.4 / 10 Team
Handlung7
Charakterentwicklung7
Animation7
Synchronisation8
Unterhaltung8
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 05. November 2020

Publisher: KAZÉ

Genre: Romance, Comedy, Schule

Laufzeit: ca. 100 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: Dolby Digital 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Die Sommerferien beginnen und mit ihnen Sonne, Strand und Nachhilfeschule! Denn statt sich endlich mal eine wohlverdiente Auszeit zu gönnen, will Nariyuki die freie Zeit nutzen, um an seinen eigenen schulischen Leistungen zu feilen. In der Nachhilfeschule macht er Bekanntschaft mit Asumi, einer ehemaligen Schülerin seiner Oberschule, die sich auf die Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium vorbereitet. Und weil Nariyuki eben Nariyuki ist, kann er nicht anders, als auch ihr beim Lernen zu helfen. Unterdessen gibt Fumino ihr Bestes, um Uruka dabei zu helfen, Nariyuki näherzukommen, denn auch wenn sie es niemals zugeben würde, ist sie schon seit der Mittelschule heimlich in ihn verliebt. Als Fumino jedoch durch einen Zufall gezwungen ist, mit Nariyuki einen Futon zu teilen, muss auch sie sich fragen, was sie eigentlich wirklich für ihren Nachhilfelehrer empfindet.  


Alle Reviews auf AnimeNachrichten.de spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

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