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Ende November 2020 erschien bei KAZÉ das erste von zwei Volumes der ersten Staffel von „Nicht schon wieder, Takagi-san“ auf DVD und Blu-Ray. Wir haben uns für euch natürlich angesehen, wie sich Nishikata von seiner Klassenkameradin Takagi-san ärgern lassen hat und verraten euch, was ihr vom Start der Serie erwarten dürft.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Episodischer Aufbau

Zunächst einmal sollte erwähnt sein, dass im Prinzip jede Episode der Serie aus mehreren (meist drei oder vier) Kurzgeschichten besteht. Dabei drehen sich diese die meiste Zeit um den Mittelschüler Nishikata und die namensgebende Takagi-san, jedoch ist in jeder Episode auch mindestens eine kurze Story rund um deren drei Klassenkameradinnen Mina, Sanae und Yukari enthalten. Prinzipiell handelt es sich bei fast allen Stories um einfache Alltagsgeschichten, von denen die meisten – wie bei diesem Setting zu erwarten – in der Schule spielen. Dabei steigt der Anime gleich ohne große Vorstellung der Charaktere oder von deren Umfeld bzw. der Grundprämissen in die Handlung ein.

Nishikata muss sich dabei damit rumschlagen, dass er wirklich andauernd von seiner Klassenkameradin Takagi geärgert wird, die auch noch seine Sitznachbarin ist. Grund dafür sind Nishikatas lustige Reaktionen, denn dieser ist immer sehr schnell peinlich berührt oder errötet sofort. Man merkt aber auch schnell, dass Takagi ihn wohl auch deshalb nicht in Ruhe lassen kann, weil es ihr einfach Spaß macht in seiner Gesellschaft zu sein und sie in ihn verliebt ist. Was für den Zuschauer offensichtlich ist, bekommt Nishikata jedoch nicht wirklich mit – selbst mit den vielen Hinweisen, die sie ihm zwischendurch gibt.

Takagi und Nishikata

Doch auch Nishikata ist nicht ganz unschuldig an der Situation, denn natürlich versucht er andauernd es seiner Sitznachbarin heimzuzahlen, indem er sie endlich einmal drankriegt. Dumm nur, dass diese Aktionen wirklich konstant nach hinten losgehen, denn Takagi scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Das merkt man gleich, als er sie zu Beginn der Serie mit einem Springteufel erschrecken möchte, sie ihn aber vorher mit der gleichen Methode erwischt. Oft macht er sich auch einfach so viele Gedanken, dass er nachher nicht die offensichtliche Lösung wählt, was ihm dann wieder eine Niederlage beschert. Ein Beispiel dafür ist, als er mit Takagi Schere, Stein, Papier spielt und diese ihm vorher sogar sagt, dass sie Stein wählen wird. Da er ihr jedoch nicht glaubt, entscheidet er sich für Schere und verliert gnadenlos.

Ein andermal hat Nishikata Klassendienst und erscheint daher bereits früh vor allen anderen in der Schule. Takagi ist allerdings sogar noch vor ihm da. Als er aber in die Klasse kommt, hat sie sich vor ihm versteckt. Ihre Schuhe schauen allerdings unter dem Lehrerpult hervor. Nishikata ist jedoch klar, dass das nur eine Falle sein kann, so dass er stattdessen im Besenschrank nachsieht – dem eigentlich einzigen weiteren möglichen Versteck. Doch dort findet er seine Sitznachbarin auch nicht, die stattdessen hinter den Vorhängen hervorkommt und ihn einmal mehr drangekriegt hat. Und auch in den Sommerferien sehen sich die beiden, denn Takagi gelingt es Nishikata dazu überreden, mit ihr in den Ferien zu üben, zu zweit auf einem Fahrrad zu fahren und freut sich sehr darüber, dass sie ihn dadurch auch in den Ferien zu sehen bekommt. Für Nishikata bedeutet das aber auch wieder viele weitere Gelegenheiten gefoppt zu werden. Was hat sich Takagi wohl noch so alles für ihren Sitznachbarn ausgedacht? Und wie will sich Nishikata bei ihr revanchieren? Das möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Schaut euch das erste Volume der Serie doch einfach selbst an, um noch mehr lustige Geschichten mit den beiden zu erleben.

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Bild und Animationen

Da die Serie aus dem Jahr 2018 stammt wundert es nicht, dass „Nicht schon wieder, Takagi-san“ im aktuellen Standardformat von 16:9 daherkommt und das bei einer Full-HD Auflösung von 1080p. Das Bild ist dabei jederzeit scharf und kann mit fröhlichen und kräftigen Farben punkten, die gut zur lockeren Stimmung des Anime passen.

Bezüglich der Animationen stellt das Seriengenre keine allzu großen Ansprüche. Alltagsszenen sind im Prinzip gut umgesetzt. Kleine Schwächen fallen dafür schon einmal bei Bewegungen, wie dem Werfen von Dosen in Richtung eines Mülleimers, auf, was in einer Episode vorkommt und etwas ungelenk wirkt. Im Großen und Ganzen gibt es an der Animationsqualität aber wenig auszusetzen, auch wenn die Serie sicherlich feinere Details vermissen lässt. Da aber auch die Manga-Vorlage eher einfache Zeichnungen aufweist, passt das ganz gut zusammen.

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Ton und Synchronisation

Der Ton von „Nicht schon wieder, Takagi-san“ kommt im qualitativ ganz hervorragenden DTS-HD MA Format daher. Dabei gibt es im Prinzip nichts zu beanstanden. Auch die fehlende Surroundtonspur ist kein großes Manko. Der Slice-of-Life- bzw. Comedy-Charakter des Anime macht die vorhandene Stereotonspur völlig ausreichend, da sich die Serie primär auf die Dialoge zwischen Nishikata und Takagi fokussiert.

Bei der deutschen Synchronisation muss man zunächst einmal Publisher KAZÉ ein Lob dafür aussprechen, dass man die gleichen Sprecher für Staffel 1 engagiert hat, die auch schon in der zweiten Staffel auf Netflix zu hören waren. Man hätte sich prinzipiell auch für Sprecherwechsel entscheiden können, hat hier aber sicherlich die Kontinuität, die vielen Fans wichtig ist, in den Vordergrund gestellt. Dabei sind in den Hauptrollen Anna Gamburg (u.a. Haruna in Is This a Zombie?) als Takagi und Lasse Dreyer (u.a. Gabiru in That Time I Got Reincarnated as a Slime) als Nishikata zu hören. Beide machen ihre Sache dabei recht gut und liefern eine solide Performance ab, auch wenn die Synchronisation nicht ganz mit einigen anderen deutschen Vertonungen mithalten kann. Einen sehr guten Job liefern dafür aber auch die drei Sprecherinnen Rieke Werner, Moira May und Peggy Pollow ab, die in der Serie als Mina, Sanae und Yukari zu hören sind. Man merkt ihnen ihre Synchronerfahrung durchaus an, obwohl es sich hierbei diesmal um eher kleinere Rollen handelt. Gesamthaft ist die hiesige Vertonung also allemal in Ordnung. Wer dennoch lieber den japanischen Originalton hören möchte, findet diesen ebenfalls mit deutschen Untertiteln auf der Disc vor.

Physische Umsetzung

Genau wie bei unseren weiteren Rezensionen hat die physische Gestaltung des Produkts keine Auswirkungen auf die Gesamtwertung des Reviews. Der nachfolgende Überblick dient euch dabei stattdessen als Überblick über das, was euch bei einem Kauf erwartet. Die Bilder und Informationen beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version des ersten Volumes der Serie „Nicht schon wieder, Takagi-san.“

Bei der Veröffentlichung hat sich KAZÉ für eine Standard-Amaray in einer Papp-O-Card entschieden. Dabei ist auf der O-Card, auf deren Rückseite die wichtigsten Details zum Release verraten werden, und dem Amaray-Cover jeweils das gleiche Motiv von Takagi und Nishikata abgebildet. Während man auf der O-Card auf ein aufgedrucktes FSK-Logo verzichtet hat, befindet sich ein solches zwar auf dem Cover der Amaray, kann dort aber dank eines Wendecovers versteckt werden. Die O-Card ist – wie üblich – übrigens relativ instabil und sollte auf alle Fälle mit der nötigen Vorsicht behandelt werden.

Auf physische Extras hat man bei der Veröffentlichung komplett verzichtet. Digital sind Trailer zu weiteren Releases von KAZÉ sowie vier Clean Endings mit an Bord.

Fazit

Mit Nishikata und Takagi dreht sich die Geschichte der Serie um zwei sympathische Charaktere. Zwar würde man Nishikata zwischendurch auch mal ein Erfolgserlebnis gönnen, doch es ist einfach lustig dabei zuzuschauen, wie er gegen seine Klassenkameradin immer wieder den Kürzeren zieht und sich mit den vielen Gedanken, die er sich macht, oft selbst mehr im Weg steht, als das es ihm hilft. Dabei ist positiv anzumerken, dass KAZÉ in Sachen deutscher Synchronisation für Kontinuität gesorgt hat, indem man den gleichen Cast engagiert hat, den Netflix für die zuvor vertonte zweite Staffel gewählt hat.

Durch den episodischen Aufbau und die Tatsache, dass die Geschichten nur selten aufeinander aufbauen, ist der Anime übrigens auch keine Serie, die man unbedingt am Stück hintereinander weg schauen müsste. Stattdessen bietet sich die Geschichte durchaus dafür an, immer wieder mal eine Folge zu schauen, wenn man in der Stimmung dafür ist.

Bisher lässt sich auf jeden Fall festhalten: „Nicht schon wieder, Takagi-san“ ist eine herzerwärmende, niedliche und lustige Serie – eben ein schöner Anime für zwischendurch, der Comedy-Fans sicherlich Freude bereiten wird.

Review: Nicht schon wieder, Takagi-san Vol. 1 [Blu-Ray]
7.6 / 10 Team
Handlung7.5
Charakterentwicklung7
Animation7.5
Synchronisation7.5
Unterhaltung8.5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 23. November 2020

Publisher: KAZÉ

Genre: Comedy, Romance, Slice of Life

Laufzeit: ca. 150 Minuten

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Der Mittelschüler Nishikata hat es wahrlich nicht leicht: Jeden einzelnen Tag wird er in der Schule von seiner Sitznachbarin Takagi aufgezogen. Immer wieder probiert er, sie endlich auch mal zu necken, doch egal wie raffiniert ihm seine Pläne selbst erscheinen mögen, am Ende gehen sie stets nach hinten los. Die Meisterneckerin Takagi ist einfach verdammt clever und liest Nishikata wie ein offenes Buch, was stets dazu führt, dass der Springteufel ihm letztlich selber ins Gesicht hüpft oder die Runde Schere, Stein, Papier damit endet, dass der Lehrer ihm die Kreide an den Kopf wirft. Doch Nishikata gibt nicht auf, ehe er nicht sieht, wie Takagis niedliches Gesicht rot anläuft …


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