© Sekina Aoi,Saboten,KADOKAWA/GAMERS! PRODUCTION COMMITTEE

Stellt euch vor, ihr seid ein wahrer Videospielfan, der keine Freunde hat und plötzlich spricht euch das hübscheste Mädchen der Schule an und lädt euch in ihren Game-Club ein! Genau so ergeht es Keita in „Gamers!“. Wir haben uns Volume 2 und 3 des Anime, herausgebracht von KAZÉ, angesehen und wie uns die Fortsetzung der Serie gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Liebeschaos

Die Welt von Keita wird immer komplizierter. Er ist immer noch ein leidenschaftlicher Gamer, der lernen möchte mit Karen vernünftig zu sprechen, doch Chiaki, mit der er das geübt hat, ist mittlerweile seine größte Rivalin und sie streiten fast täglich über Gaming-Themen. Tasuku ist der einzige, der bemerkt, dass sie sehr viel gemeinsam haben und eigentlich beste Freunde sein müssten. Eines Tages trifft er Chiaki und entdeckt zufällig, dass sie Keitas beste Online-Freundin in einem mobile Game ist, das beide miteinander spielen, ohne die wahre Identität des anderen zu kennen. Das führt zu einer fehlinterpretierten Situation, denn Keita und Aguri beobachten die beiden und Aguri glaubt, dass Tasuku sie möglicherweise betrügt. Anstatt, dass es zur Aufklärung kommt, wird es immer komplizierter, denn Tasuku gründet einen Gaming-Verein, um Chiaki und Keita die Augen zu öffnen. Doch das führt am Ende dazu, dass Aguri auch glaubt, dass Tasuku ebenfalls an Karen interessiert ist, die er auch in den Gaming-Verein eingeladen hat. Da Aguri viel Zeit mit Keita verbringt, um den möglichen Betrug aufzudecken, glaubt Tasuku wiederum, dass Aguri womöglich was mit Keita hat und am Ende herrscht pures Gefühlschaos, bis eines Tages Keita vor versammelter Klasse Karen fragen möchte, ob sie mit ihm befreundet sein mag. Er fragt sie jedoch ausversehen, ob sie mit ihm gehen möchte und die hübsche Karen bejat dies, woraufhin die beiden offiziell zusammen sind.

Ein Geheimnis wird gelüftet

Karen und Keita beschließen auf ein Date zu gehen und verbringen einen schönen Tag in einem großen Freizeitcenter. Im Schwimmbad des Centers treffen sie Chiaki, die mit ihrer kleinen Schwester da ist und diese sucht. Sie finden ihre Schwester nicht, aber verbringen danach den Tag zusammen im Center. Chiakis Schwester Konoha trifft Keita dann zufällig später in einem Gaming Center, ohne zu wissen, wer er ist und beobachtet ihn dabei, wie er einem Freund ihr Lieblings-Sim-Game empfiehlt, das sonst kaum Beachtung in der Gamingwelt gefunden hat. Da einige der Liebesmissverständnisse noch nicht geklärt sind, treffen sich Keita, Tasuku, Karen und Aguri bei Chiaki und spielen noch ein Brettspiel, bei dem es zunächst mit dem Chaos weitergeht. Als Chiaki kurz ihrer Schwester helfen muss, sprechen sich Aguri und Tasuku aus und erkennen, dass ihre Gedanken und das Misstrauen nur ein Versehen waren. Nachdem Chiaki zurück in den Raum kommt, bekommt sie einen Schock, als sie zufällig mitbekommt, dass Keita in Wahrheit ihr unbekannter Gaming-Partner ist und zudem großer Fan der Spiele, die Chiaki selbst programmiert.

© Sekina Aoi,Saboten,KADOKAWA/GAMERS! PRODUCTION COMMITTEE
Eifersucht

Chiaki ist sehr verwirrt, als sie den Schock überwunden hat. Sie fühlt nun mehr Zuneigung zu Keita und möchte einerseits ihre Gefühle zulassen, aber andererseits hat sie auch Angst davor. Als sie Keita unterwegs trifft und er ihr sagt, dass er seine Fahrkarte für den Zug bei ihr vergessen hat, nimmt sie ihn mit zu sich nach Hause. Dort entdeckt er durch Zufall, dass Chiaki seine Lieblingsspieleentwicklerin und Onlinefreundin ist. Bevor er es jedoch zuordnen kann, erklärt Chiaki, dass ihre Schwester Konoha in Wirklichkeit Nobe bzw. Mono ist und so kommt es seitdem zu noch mehr verwirrenden Situationen. Nur Tasuku kennt die Wahrheit, sagt aber nichts, da er Chiakis Entscheidung akzeptiert, das Problem so gehandhabt zu haben. So schreitet das Jahr voran und der Gaming-Verein macht einen Ausflug in ein Ferienhaus von Karen, wo sie versuchen, Aguri den Sinn von Videospielen näher zu bringen. Sie versteht es zwar, kann dem Ganzen aber dennoch nichts abgewinnen. Um ihre Beziehungen zu stärken, beschließen Karen, Keita, Aguri und Tasukuauf ein Doppeldate zu gehen. Konoha bekommt das heimlich mit und überredet Chiaki, ebenfalls mit ihr in den Freizeitpark zu gehen, wo das Date stattfindet, damit sie Keita für sich erobern kann. Wird Chiaki Keita ihre wahren Gefühle offenbaren? Oder endet das Doppeldate in purem Chaos? Das verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Dazu guckt euch selbst die Volumes 2 und 3 von „Gamers!“ an.

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Auf CG-Elemente wurde weitesgehend verzichtet, nur in wenigen Szenen wurden sie verwendet. Das stört nicht sonderlich, gibt dem Anime aber auch keinen Mehrwert. In einigen Szenen werden die Charaktere und besonders deren Gesichter oft vereinfacht dargestellt, was in manchen Einstellungen stilistisch durchaus passend wirkt, aber in anderen Szenen auch zu simpel rüberkommt. Insgesamt ist das aber nur ein kleines Manko, was dem Gesamtbild nur wenig Abbruch tut. Die Farben sind insgesamt immer noch sehr froh und hell gewählt, was der Stimmung im Anime gut tut und dazu passt. Etwas auffallend ist, dass die Haare der Figuren oben oft etwas heller und abgegrenzt wirken, was gewollt ist und ein stilistisches Alleinstellungsmerkmal des Anime darstellt.

Ton und Synchronisation

Wie bei den meisten Anime ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (DTS HD MA 2.0) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Es wurde auf eine Surroundtonspur verzichtet, was aber überhaupt nicht stört, da der Actionanteil bei diesem Anime äußerst gering ist und sich auf wenige Szenen von Kampfspielen auf dem Fernseher beschränkt. Die deutsche Synchronisation ist insgesamt gut gelungen und keine der Stimmen fiel uns beim ersten Hören negativ auf, was am Ende aber natürlich auch alles Geschmackssache ist. Uns konnten vor allem Lisa Dzyadyk (bekannt aus Angeloid und Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online) als Karen und Tobias John von Freyend (bekannt aus Game of Thrones und Cells at Work!) als Keita überzeugen, die oft einen Wechsel von Gefühlen stimmlich darstellen mussten, was nicht einfach, aber gut gelungen ist. Auch die neuen Stimmen, wie Eleni Möller-Architektonidou als Konoha passen gut zum restlichen Ensemble. Das Dialogbuch ist zudem gut geschrieben und passend zu den jeweiligen Szenen umgesetzt worden. Der Humor konnte dabei gut ins Deutsche transferiert werden.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von „Gamers!“ Vol. 2 und 3.

Der Anime kommt in einem Digipack daher. Als Illustrationsmotiv für die Digipacks wurden Chiaki und Aguri ausgewählt. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo wurde löblicherweise verzichtet und dieses ist nur auf der Blu-ray selbst zu sehen.

Als physisches Extra ist ein Booklet bei jedem Volume mit dabei. Als digitale Extras sind die Credits, Clean Opening und Ending sowie einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von KAZÉ enthalten.

Fazit

Gamers! ist auch in den Volumes 2 und 3 eine interessante Serien, die sich rund um Liebe und Gaming dreht. Der Gaming-Anteil rückt jedoch im Vergleich zu Volume 1 etwas mehr in den Hintergrund und so bilden die zwischenmenschlichen Beziehungen und viele Missverständnisse den Großteil der Handlung. Ob einem diese leichte Änderung zusagt, das ist Geschmackssache. Die Animationen sind immer noch auf einem soliden Niveau und die Synchronisation weiterhin gut gelungen. Auch die neuen Stimmen fügen sich gut ein. Für Fans von Volume 1 sind auch die Folgevolumes zu empfehlen.

Review: Gamers! Vol. 2 + 3 [Blu-ray]
8 / 10 Team
Handlung7.5
Charakterentwicklung8.5
Animation7.5
Synchronisation8.5
Unterhaltung8
Allgemeine Daten

Erscheinungstermin:  01. Oktober 2020 (Vol. 2), 05. November 2020 (Vol. 3)

Publisher:  KAZÉ

Genre: Comedy, Gaming, Romance

Laufzeit: 100 min. pro Volume

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und DTS HD MA 2.0 Japanisch

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Handlung Vol. 2

Das Spiel geht weiter, die Quests werden härter! Seit Keita die Einladung in den Game-Klub abgelehnt hat, hat sich sein Leben schlagartig verändert: Plötzlich hat er Freunde, kann mit Mädchen sprechen und entdeckt völlig unerwartet sein Interesse am Leben seiner Mitschüler. Doch dies hat nicht nur positive Effekte, denn seine neu entdeckte Offenheit führt auch zu so manchem Missverständnis. So denkt nun Karen, dass Keita in eine andere verliebt ist, die Freundin von Keitas neuem besten Freund heult sich bei Keita aus, was ihr Freund wiederum als Fremdgehen interpretiert, und Keita denkt, dass dieser in Wirklichkeit Interesse an Karen hat. So summieren sich die Verstrickungen, bis keiner dem anderen mehr so recht über den Weg traut. Um die ganze Situation aufzuklären, will Keita ganz offiziell eine Freundschaftsanfrage an Karen richten. Doch stattdessen bittet er sie, mit ihm zu gehen?!

Handlung Vol. 3

Dieses für die Gamers so ereignisreiche Schuljahr geht zu Ende, doch das Spiel läuft nach wie vor im Expertenmodus: Chiaki bekommt nämlich durch Zufall mit, dass Keita in Wahrheit nicht nur ihr Verbündeter bei ihrem Mobile Game ist, sondern obendrein auch noch der größte Fan der von ihr entwickelten Gratisspiele. Nach dieser Offenbarung hat sie einen leichten Nervenzusammenbruch und muss wohl oder übel ihre Einstellung zu Keita überdenken. Tasuku, der schon länger von der schicksalhaften Verbindung zwischen den beiden weiß, will Chiaki zwar helfen, aber zugleich nicht die Beziehung zwischen Keita und Karen gefährden. Als er sich letztlich doch entschließt, Chiaki zu unterstützen, formuliert er das so unbeholfen, dass diese nun denkt, er hätte ihr seine Liebe gestanden … Ob die fünf Freunde all diese Verwirrungen wohl jemals entknoten können?!


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