©SABUROUTA/ICHIJINSHA/citrus Project

Im November und Dezember 2020 brachte KAZÉ die Volumes 2 und 3 von „Citrus“ heraus, die eine interessante Geschichte von zwei Mädchen weiter erzählen, die ungewollt Schwestern werden und unterschiedlicher kaum sein könnten. Wir haben uns auch die weiteren Episoden angesehen und wie uns die Fortsetzung der Serie gefallen hat, das erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Die Rückkehr

Der Konflikt zwischen Yuzu und Himeko spitzt sich weiter zu. Beide wollen die Gunst von Mei gewinnen, die sich still und ablehnend verhält. Trotzdem stichelt Himeko weiter gegen Yuzu und behauptet erneut, dass Mei und sie den nächsten Schritt gegangen sind. Das erweist sich später jedoch als Lüge. Da ein Ausflug in den Vergnügungspark geplant ist, versuchen Yuzu und Himeko bis dahin, das Verhältnis mit Mei zu verbessern. Yuzu bittet ihre neue Schwester, sie zu ihrem Vater zu begleiten. Nach einem gemeinsamen Tag zusammen besuchen die beiden zur Überraschung Meis den Friedhof, wo Yuzus Vater begraben ist. Dort sprechen sie miteinander und lernen sich besser zu verstehen. Als die beiden nach Hause kommen, wartet eine erneute Überraschung: Meis Vater ist zurückgekehrt. Da er jedoch nicht an die Akademie ihres Opas zurückkehren möchte, lehnt Mei ihn komplett ab, da sie sich seit dem Kollaps des Opas um alle Angelegenheiten der Akademie kümmert und das alles nur getan hat, damit ihr Vater nach seiner Rückkehr dort weiter machen kann. Yuzu versucht zwischen den beiden zu vermitteln, doch am Ende verlässt ihr Vater das Land wieder ohne große Vorwarnung und Mei bleibt enttäuscht zurück, jedoch konnte sie sich mit Yuzus Hilfe ihrem Vater etwas mehr annähern.

Ein Besuch aus der Kindheit

Während Yuzu mit ihrer Freundin Harumi in einer Spielhalle ist, trifft sie ihre Sandkastenfreundin Matsuri wieder. Diese hat es jedoch darauf angelegt, Yuzu zu treffen. Gemeinsam gehen die drei zum Karaoke, nachdem Matsuri eigenartige Dinge erzählt, z.B., dass sie erotische Bilder gegen Geld verkauft. Als Harumi plötzlich los muss, gesteht Matsuri Yuzu ihre Liebe und zieht sie damit auf, dass sie in ihre neue Schwester verliebt ist, als sie ein Foto auf ihrem Handy sieht. Später besucht Matsuri Yuzu in ihrer Schule, wird von Mei aber verwiesen, da sie ohne Anmeldung das Schulgelände nicht betreten darf. Um keinen Aufstand vor den anderen Schülerinnen zu machen, verspricht Yuzu, mit ihr nachmittags ein Date zu haben, zu dem sie Mei aber mitnimmt, ganz zum Unmut von Matsuri. Diese verschwindet heimlich mit Mei in der Tiefgarage für eine Aussprache. Mei interessiert das aber nicht, jedoch küsst sie Matsuri, um sich den Kuss zurückzuholen, den Matsuri einst Yuzu gab, als Mei in der Nähe war. Was Mei dabei nicht wusste: Matsuri hat jemanden beauftragt, ein Foto davon zu machen, was ihr gelungen ist.

Neue Konkurrenz?

Mit diesem Foto versucht sie Mei zu erpressen. Sie soll sich mit einem unbekannten Mann zu einem Date treffen und das Weihnachtstreffen mit Yuzu und ihrer Mutter absagen. Das macht Mei auch und bei Nachfragen von Yuzu erwidert Mei, dass sich Yuzu mit Matsuri treffen soll, da sie Yuzu dringender braucht. Nach einigem Hin und Her verlässt Yuzu am Heiligabend das Date mit Matsuri und läuft zum Treffpunkt, wo Mei ihr Blinddate treffen soll und die Situation löst sich zur Zufriedenheit aller auf. Trotzdem gibt es abends einen Streit zwischen Yuzu und Mei, als Mei andeutet, sexuelle Handlungen mit Yuzu vollziehen zu wollen, die es aber ablehnt. In der Zeit danach verhält Mei sich sehr distanziert. Auf einer Klassenfahrt gibt es dann jedoch den nächsten Trubel. Mei und Yuzu treffen unabhängig voneinander Sara, die mit ihrer Zwillingsschwester Nina ebenfalls eine Klassenfahrt macht. Dort verliebt sich Sara in Mei und macht ihr später sogar ein Liebesgeständnis, was Mei zum Erschrecken von Yuzu annimmt. Wie ernst ist diese Beziehung und wird Yuzu für ihre Liebe zu Mei kämpfen? Das verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Dazu schaut am besten selbst die beiden letzten Volumes von „Citrus“.

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Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Auf CG-Elemente wurde komplett verzichtet, was bei diesem Anime auch keinen Mehrwert bringen würde. Die Figuren sind weiterhin detailliert gezeichnet, was man vor allem an den schönen Augen der Charaktere erkennt. Die Hintergründe sind in einigen Szenen etwas schlichter gehalten, was aber kein großes Manko darstellt, da der Fokus oftmals auf den Personen liegt. Die Farben sind in Bezug auf Yuzu oft sehr fröhlich und bunt gewählt und im Kontrast dazu eher monoton und dunkler, wenn es um die Schule und die anderen Schülerinnen geht, was die Einzigartigkeit von Yuzu nochmal hervorhebt. Das bleibt auch in den Volumes 2 und 3 erhalten.

Ton und Synchronisation

Wie bei den meisten Anime ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (Dolby Digital 2.0) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Dabei fällt es kaum auf, dass der Anime nicht im sonst meist üblichen DTS HD Format gehalten ist. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut gelungen und keine Stimme fiel beim ersten Hören negativ auf. Besonders Moira May (bekannt aus Granblue Fantasy und Assassination Classroom) kann die extrovertierte und quirlige Yuzu hervorragend umsetzen und auch Julia Bautz (bekannt aus Orange und Spice and Wolf) spricht Mei sehr gut und zeigt dabei eine ernstere und ruhigere Seite, die man in noch nicht so vielen Serien von ihr gehört hat. Mit der Stimme von Kirstin Hesse als Matsuri wurden wir anfangs nicht direkt warm, aber das hat sich im Verlauf der Serie wieder gelegt. Das Dialogbuch ist ebenfalls gelungen und sorgt exzellent dafür, dass die Emotionen in den Gesprächen gut zum Zuschauer transportiert werden.

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Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von Citrus Vol. 2 und 3.

Der Anime kommt in einem Digipack daher. Als Illustrationsmotiv wurden Mei und Himeko für Volume 2 und Matsuri und Yuzu für Volume 3 ausgewählt. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo wurde verzichtet. Dieses ist nur auf der Blu-ray selbst zu sehen.

Als physische Extras sind zwei Artboards und ein Booklet pro Volume mit dabei. Als digitale Extras sind die Credits, Clean Opening und Ending sowie einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von KAZÉ enthalten.

Fazit

Auch in den Volumes 2 und 3 weiß „Citrus“ zu überzeugen. Die leicht erotischen Momente werden vereinzelt eingestreut, aber der Hauptfokus liegt auf den Problemen und Beziehungen der einzelnen Charaktere. Mit Matsuri wurde ein guter neuer Charakter eingeführt, der sowohl als Antagonist, aber auch als Protagonist mit vielen Problemen gesehen werden kann. Die Animationen sind weiterhin gut und auch die Synchronisation ist exzellent gelungen. Für Freunde des Genres, die gerne tiefgründigere Alltagsstories mögen, ist Citrus auf jeden Fall zu empfehlen, jedoch sollte man Volume 1 dazu natürlich gesehen haben.

Review: Citrus Vol. 2 + 3 [Blu-ray]
8.2 / 10 Team
Handlung8
Charakterentwicklung8.5
Animation8
Synchronisation8.5
Unterhaltung8
Allgemeine Daten

Erscheinungstermin:  05. November 2020 (Vol. 2), 03. Dezember 2020 (Vol. 3)

Publisher: KAZÉ

Genre: Drama, Girls Love, Romance

Laufzeit: 100 min. pro Volume

FSK: 12

Bild: 1080p

Ton/Sprache: Dolby Digital 2.0 Deutsch und Japanisch

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Handlung Vol. 2

Zwischen Mei und Yuzu hat es endlich angefangen, etwas besser zu laufen, da versucht Störenfried Himeko, die zwei auseinanderzutreiben. Um die Wogen zu glätten, schlägt Harumi vor, zu viert einen Freizeitpark zu besuchen. Doch bevor es so weit kommen kann, bricht die Schülerratspräsidentin, die einige Aufgaben ihres Großvaters übernommen hat, vor Überarbeitung zusammen … Die ganze Situation wird auch nicht besser, als Sho Aihara unangekündigt wieder nach Hause kommt. Mei, die ihren Vater seit fünf Jahren nicht gesehen hat, ist von dessen plötzlichem Auftauchen sichtlich überrascht und weiß nicht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten soll. Während Yuzu sich mit ihrem Stiefvater unterhält und etwas aus der Vergangenheit erfährt, zieht Mei sich verletzt zurück. Denn es gibt einen Grund, warum sie bisher keinen seiner Briefe geöffnet hat …

Handlung Vol. 3

Matsuri sieht sich gezwungen, zu härteren Maßnahmen zu greifen: Sie schießt ein heikles Foto von der Schülerratspräsidentin und droht dieser nun, es zu veröffentlichen, wenn sie weiterhin mit Yuzu auf Tuchfühlung geht. Der Blondschopf wiederum hat von alldem keine Ahnung und legt sich unterdessen mächtig ins Zeug, denn sie möchte für das diesjährige Weihnachtsfest endlich mal wieder einen Kuchen selber backen – extra für Mei. Doch dann sagt diese kurzfristig ab … Ein paar Wochen später ist das Verhältnis der beiden zwar immer noch angespannt, aber auch der Tag der Klassenfahrt gekommen. Yuzu verschläft natürlich und verpasst den Zug. Glücklicherweise findet sie schnell eine Leidensgenossin mit demselben Ziel, Sara Tachibana, die ihr sogleich von ihrer schicksalhaften Begegnung am Morgen erzählt. Nur dass es sich dabei um Mei handelt, hätte Yuzu im Traum nicht gedacht …


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