© 2011 Yomi Hirasaka / Media Factory / Haganai Project

Keine Freunde zu haben kann eine schwere Last sein. So geht es den Protagonisten von „Haganai“. Aus diesem Grund gründen sie einen Club, um neue Freundschaften zu schließen. Wie uns das dritte Volume zu diesem Anime gefallen hat, das AniMoon Publishing heute offiziell in den Handel bringt, das erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Übernachtung mit Hindernissen

Kodaka und Kobato sagen die Clubaktivitäten für einen Tag ab, denn sie wurden von Senas Vater eingeladen, der die beiden kennenlernen möchte, denn er ist nicht nur der Schulleiter von Kodakas Schule, sondern auch ein alter Bekannter seines Vaters. Direkt zur Begrüßung merkt Kodaka, dass Senas Vater ein seltsamer Typ ist, der direkt errötet, als er seinen Vornamen nennt: Pegasus. Beim gemeinsamen Essen fällt ihm auf, dass Kodaka viel von seinem Vater, der als Reliktsammler immer unterwegs ist und Kobato viel von der früh verstorbenen Mutter geerbt hat. Als es spät wird beschließen die beiden Gäste dort zu übernachten, da kein Bus mehr zurück fährt. Während Sena mit Kobato zusammen badet, trinkt Pegasus mit Kodaka gemeinsam Wein, wie er es früher mit seinem Vater tat. Pegasus verträgt allerdings nicht sehr viel Alkohol und schläft relativ schnell auf Kodakas Bett ein. Als dieser Hilfe sucht, sieht er Kobato vor Sena aus dem Badezimmer fliehen und erblickt sie dabei vollkommen nackt. Am nächsten Morgen täuscht er einen Gedächtnisschwund aufgrund des Alkohols vor, um Sena nicht in Verlegenheit zu bringen.

Der Clubausflug

Der Freundeclub beschließt einen Ausflug zu machen. Im Schwimmbad war es der Gruppe letztens zu überfüllt und so fahren sie mit dem Zug ans Meer, wo Senas Familie einen Privatstrand mit Ferienhaus besitzt. Dort angekommen schmeißen sie sich gleich in die Badeklamotten und verbringen ihre Zeit am Strand, wo es wieder zu einigen Streitigkeiten kommt. So cremt Yozora Sena mit Sonnenmilch ein, was zu einer sehr perversen Situation führt, da Yozora dies mit ihren Füßen macht und Sena als unterwürfige Sklavin agiert, die das erregt. Derweil kämpfen Kobato und Maria um die Gunst von Kodaka und wollen beide von ihm mit Sonnenschutz eingerieben werden. Nachdem sich die Lage beruhigt hat, kann die Gruppe ihren Tag am Strand noch genießen. Abends fällt ihnen auf, dass sie noch keine wirklichen Clubaktivitäten durchgeführt haben und so beschließen sie, sich gegenseitig Gruselgeschichten zu erzählen, was bei den meisten Anwesenden scheitert. Nur die Geschichte von Yozora ist halbwegs furchteinflößend, was dazu führt, dass die Mädels nach dem Schlafengehen der Reihe nach bei Kodaka klopfen, damit er sie nachts auf die Toilette begleitet, da sie zu viel Angst haben, alleine zu gehen.

Das Yukata-Fest

Als nächste Aktivität möchte der Freundeclub nach seinem Ausflug ein Fest besuchen, bei dem man traditionell Yukatas trägt. Einige der Clubmitglieder sind davon aber nicht begeistert. Als sie aber merken, dass Kodaka mit Kobato und Maria dorthin geht, sagen sie auch zu, unter dem Vorwand, unbedingt Takoyaki essen zu wollen. Und so begibt sich die ungleiche Gruppe auf den Weg zum Fest. In einem Yukata-Laden leihen sich Kobato und Kodaka noch schnell einen Yukata aus. Nur Yozora kann dem Kleidungsstück nichts abgewinnen und geht in normalen Klamotten. Dort angekommen probieren die Freunde alle möglichen Naschereien, sodass sie auf Takoyaki gar keinen Appetit mehr haben. Dennoch bleiben sie auf dem Fest, denn Sena und Yozora duellieren sich bei den verschiedenen Spielebuden, bei denen sie sich oft so schlecht benehmen, dass sie fortgeschickt werden. Am Ende des Fests holt Kodaka noch etwas Feuerwerk und der Club hat noch einen versöhnlichen Abschluss, bis auf die Tatsache, dass Yozora die Szenerie gekränkt verlässt, nachdem ihre Haarspitzen Feuer fingen und Kodaka sie mit einem Eimer Wasser löschte. Daraufhin hat Yozora auch nicht mehr den Club besucht. Als sie am ersten Schultag dann wieder erscheint, hat sie ihre Haare gekürzt und Kodaka erkennt völlig überrascht, dass sie in Wahrheit sein bisher einziger Freund war. Ein Junge namens Zora, den er seit 10 Jahren nicht mehr gesehen hat und der in Wahrheit Yozora ist. Wie verändert diese Erkenntnis das Verhältnis der beiden zueinander? Kann der Club weiterhin bestehen? Das verraten wir an dieser Stelle noch nicht, dazu schaut euch am besten selbst das finale Volume der ersten Staffel von Haganai an.

© 2011 Yomi Hirasaka / Media Factory / Haganai Project
Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Die Hintergründe wirken oft etwas statisch und leer, aber das fällt nicht sonderlich negativ auf, da der Fokus auf den Charakteren liegt. Die Farben wurden hell und fröhlich gewählt. Auf CG-Elemente wurde komplett verzichtet. In der Szene nach dem Abspann hat man den Stil geändert, denn diese wird immer im Chibi-Format gezeigt, was gut passt und nochmal einen humorvollen Abschluss zu jeder Episode darstellt. Alles bleibt also, wie bereits in den Vorgängervolumes.

Ton und Synchronisation

Wie bei den meisten Animes ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (DTS HD MA 2.0) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Auf eine Surroundtonspur wurde verzichtet, was man bei einem Anime ohne Actionszenen verschmerzen kann. Die deutsche Synchronisation ist derweil sehr gut gelungen und keine Stimme fiel beim ersten Hören als unpassend zu dem Charakter auf. Besonders die Hauptcharaktere, wie Sebastian Schulz als Kodaka, Laurine Betz als Yozora oder Nicole Hannak als Sena, bringen ihre Charaktere auch in Volume 3 gut zur Geltung und sorgen für einen guten Abschluss. Ob in den perverseren Szenen am Strand oder den gruseligen Szenen beim Horrorgeschichtenerzählen: Die Aufgaben wurden immer gut erfüllt. Das Dialogbuch, geschrieben von Julia Bautz und Marie-Jeanne Widera, ist wieder gut gelungen und kann auch im letzten Volume punkten.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von „Haganai“ Volume 3.

Der Anime kommt als Mediabook-Edition daher. Kobato ziert dabei diesmal das Mediabook. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo wurde wieder verzichtet. Ein solches ist nur auf der Disc zu sehen und auf dem verlängerten Backflyer.

Als physisches Extra liegen drei herzförmige Artcards bei. Als digitale Extras sind eine OVA, sowie Clean Opening und Ending und einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von AniMoon Publishing enthalten.

Fazit

„Haganai“ zeigt auch im finalen Volume seine Stärken. Zu Beginn sind die Folgen noch sehr dominiert von Fanservice und albernem Humor, gegen Ende kommt aber auch wieder etwas mehr Ernsthaftigkeit in die Serie, auch wenn diese nicht im Fokus steht. Die Synchronisation ist gut gelungen und die Animationen sind solide. Die OVA, die als Bonus auf der Disc ist, bildet dabei einen amüsanten Abschluss. Insgesamt können „Haganai“-Fans wieder ohne Bedenken zugreifen. Alle anderen sollten natürlich erst einmal die Vorgängervolumes anschauen und dann entscheiden, ob die Serie und der Humor etwas für sie ist.

Review: Haganai Vol. 3 [Blu-ray]
7.6 / 10 Team
Handlung6
Charakterentwicklung7.5
Animation7.5
Synchronisation9
Unterhaltung8

Allgemeine Daten

Erscheinungstermin: 27. November 2020

Publisher: AniMoon Publishing

Genre: Comedy

Laufzeit: 123 min.

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und DTS HD MA 2.0 Japanisch

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Handlung

Nach dem missglückten Schwimmbadbesuch lädt Sena die Klubmitglieder zu einem feucht-fröhlichen Ausflug in ihr privates Strandhaus ein. Der Klub beschließt kurzerhand, dort ein Trainingscamp zu veranstalten, um mehr über wahre Freundschaften zu lernen. Schwimmen am Strand, schaurige Gruselgeschichten und Mutproben stehen auf dem Programm, bis schließlich mehr als nur nackte Tatsachen ans Licht kommen…


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