© PSYCHO-PASS Committee

Die Psycho-Pass Reihe umfasst mittlerweile drei Staffeln. Die letzte davon konnte bei Amazon Prime Video im Simulcast gesehen werden. Im Juli diesen Jahres hat Publisher KAZÉ mit „Psycho-Pass: Sinners of the System“ noch eine Box mit drei Filmen veröffentlicht. Wir haben uns die Filme angeschaut und was wir davon halten, erfahrt ihr in unserer Rezension.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Die Reha, die keine ist

Der erste der drei Filme beschäftigt sich mit einer Rehabilitationseinrichtung, genannt Sanctuary, für Personen, deren Psycho-Pass getrübt ist. Eine Frau, die sichtlich verwirrt gefunden wird und deren Psycho-Pass durch eine Droge beeinflusst wurde, wird auf Befehl von höherer Stelle wieder in diese Einrichtung zurückgebracht, denn sie ist einst von dort geflohen. Mika und Nobuchika vom AÖS (Amt für öffentlichte Sicherheit) bringen sie in die Anlage und verbleiben auch dort, da ihnen etwas merkwürdig vorkommt und sie herausfinden wollen, was es ist. Während die Beamten und die Vollstrecker in der Einrichtung mit Insassen reden, um den Grund für die Flucht herauszufinden, verschwindet die Frau erneut, doch Mika kann sie finden und entdeckt, dass sie ein Kind bei sich hat. Dieses wurde in der Anlage geboren, doch ihre Mutter lebt nicht mehr. Nun versucht die Frau das Kind zu beschützen. Mika hilft ihr dabei und die AÖS-Beamten bekommen es mit den Wärtern zu tun und ebenso mit den anderen Insassen, bei denen eine Gehirnwäsche unternommen wurde, damit sie der Leiterin der Einrichtung blind gehorchen. Bei ihrer Flucht entdeckt Mika dann das wahre Geheimnis, das diese Anlage hütet und für das bereits Morde geschehen sind. Was ist der wahre Grund dieser Einrichtung und kann Mika das Geheimnis ans Licht bringen? Und wie ergeht es den Vollstreckern, die von den Mitarbeitern der Anlage festgesetzt wurden? Das wollen wir noch nicht verraten. Dazu schaut euch selbst den ersten Film an.

Operation Footstep

Der zweite Film dreht sich hauptsächlich um Teppei Sugo, der beim AÖS angestellt ist. Eine Mitarbeiterin vom Außenministerium, Frederica Hanashiro, versucht ihn für sein Ministerium zu gewinnen, was dieser ablehnt. Das ist jedoch nur der äußere Rahmen, der als Anlass genommen wird, über seine Vergangenheit zu berichten. Denn einst war er Pilot beim Militär und hat seinen Kameraden Feuerschutz aus seinem Flugzeug gegeben. Eines Tages wurde die sogenannten Operation Footstep durchgeführt. Nachdem die Bodentruppen hart zu kämpfen hatten, wurde Sugo beauftragt, eine Kiste mit Nachschub abzuwerfen. Das hat er getan und danach musste er zur Basis zurückkehren. Dort erfährt er jedoch, dass sein bester Freund und Kamerad Otomo getötet wurde, der bei den Bodentruppen im Einsatz war. Jahre später werden auf hochrangige Personen plötzlich Angriffe mit Kampfdrohnen durchgeführt und Sugo soll dabei helfen, den Fall aufzuklären, denn es gibt Hinweise, dass Otomo doch noch lebt und dafür verantwortlich sein soll. Als er ihn in einem geheimen U-Bootversteck ausfindig machen kann und im Kampf besiegt, kommt die ganze Wahrheit ans Licht, die Sugo wie ein Schlag trifft. Was sind die wahren Hintergründe dieser Angriffe? Und warum ist Otomo augenscheinlich dafür verantwortlich? Das verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht. Dazu schaut ihr am besten selbst den zweiten Psycho-Pass Film.

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Kogamis Vergangenheit

Der dritte Film zeigt, was Shin’ya Kogami vor seiner Zeit beim AÖS gemacht hat. Der Film beginnt mit einer Befreiungsaktion von Flüchtlingen, die von Guerillas in Tibet angegriffen werden. Kurz darauf lernt Kogami ein junges Mädchen kennen, das seine gesamte Familie durch die Terroristen verloren hat. Sie bittet ihn, sie im Kampf zu unterrichten. Kogami willigt ein, aber er betont, dass er ihr nur zeigen wird, wie sie sich verteidigen kann, weil er nicht möchte, dass sie in einer sinnlosen Racheaktion ihr Leben verliert. So übt er mit ihr das Kämpfen und freundet sich langsam mit dem Mädchen an. Eines Tages wird er jedoch zu einem Einsatz gerufen, um die Guerillas zu besiegen. Dort zögert Kogami kurz, als er einen vermeintlich schwachen Jungen vor sich liegen sieht. Dies wird ihm jedoch fast zum Verhängnis und er überlebt nur knapp, als dieser plötzlich eine Waffe zückt und auf ihn schießt. Nach diesem Geschehnis ist er vorsichtiger, jedoch kann er nicht verhindern, dass das Mädchen, das bei ihm trainiert, bei einem weiteren Einsatz schwer durch ein Messer verwundet wird. Als er sieht, wer sie verwundet hat, muss er sich nicht nur seinen Feinden stellen, sondern auch seinen Freunden. Kann Kogami diese Situation überstehen und wie ergeht es seiner Schülerin? Wenn ihr das wissen wollt, dann schaut am besten auch den dritten Film von Psycho-Pass.

Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Die Farben sind oft dunkel und matt gewählt, was auch schon in den TV-Staffeln der Fall war und ausschlaggebend für die oft düstere und postmoderne Stimmung ist. Die Augen der einzelnen Charaktere unterscheiden sich erheblich und reichen von klein und schmal bis zu groß und rund. Eine klare Linie lässt sich wie bei anderen Animes nicht erkennen, was aber nicht negativ ist. CG-Elemente wurden verwendet, reihen sich aber gut ins Gesamtbild ein und passen zu diesem Anime, ohne störend oder künstlich zu wirken.

Ton und Synchronisation

Wie bei den meisten Anime ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (DTS HD MA 5.1 Surroundtonspur) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist insgesamt gut gelungen. Die Stimmen der Hauptcharaktere sind passend, wie auch schon in der Serie und auch bei den Nebencharakteren gibt es keine negativen Ausreißer. Große Emotionen zeigen wenige Charaktere, sodass es sicherlich Serien und Filme gibt, in denen das Potential der Sprecher mehr ausgenutzt werden kann. Aber auch solche Filme mit weniger Gefühlstiefe muss man gut vertonen, was hier eindeutig gelungen ist.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild vom dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von „Psycho-Pass: Sinners of the System“.

Der Anime kommt in einem Steelcase daher. Als Illustrationsmotiv für selbiges wurden die jeweiligen Hauptfiguren der drei Filme gewählt. Das FSK-Logo wurde nur aufgeklebt und lässt sich probemlos entfernen.

Auf physische Extras wurde verzichtet. Als digitale Extras sind die Credits, Clean Opening und Ending sowie einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von KAZÉ enthalten.

Fazit

Die Compilation aus drei Psycho-Pass Filmen darf in keiner Sammlung von Fans fehlen. Die Filme sind sehr verschieden und zeigen einige neue Aspekte von bekannten Charakteren. Interessant ist vorallem, mehr über die Vergangenheit einiger Protagonisten zu erfahren. Das Sibyl-System, das in der Serie oft im Hauptfokus steht, rückt dabei eher in den Hintergrund und es erhalten Personen Aufmerksamkeit, die sonst oft nur Nebenrollen einnehmen. Die Animationen sind gut gelungen und auch die Synchronisation weist keine Mängel auf. Für Fans der Serie sind die Filme damit sehr zu empfehlen. Wer die Serie jedoch nicht kennt, der wird mit den Filmen nicht viel anfangen können, da schon einiges an Vorwissen benötigt wird.

Review: Psycho-Pass: Sinners of the System (3 Movies) [Blu-ray]
8 / 10 Team
Handlung8
Charakterentwicklung7.5
Animation8
Synchronisation8.5
Unterhaltung8
Allgemeine Daten

Erscheinungstermin:  20. Juli 2020

Publisher:  KAZÉ

Genre: Sci-fi, Action

Laufzeit: 188 min.

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 5.1 Deutsch und Japanisch

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Handlung

Spannender Cyberpunk-Krimi, schockierende Science-Fiction, actiongeladener Thriller – in drei neuen Fällen rund um das Sybil-System und die Ermittler vom Amt für Öffentliche Sicherheit:

Case.1 (Schuld und Sühne): Da Ermittlerin Akane Tsunemori in Tokyo bleiben muss, soll sich die systemtreue Mika Shimotsuki zusammen mit Vollstrecker Nobuchika Ginoza einem besonders heiklen Fall in einer Isolationseinrichtung für Kriminelle in Aomori widmen.

Case.2 (First Guardian): Im Jahr 2112 trifft Drohnenpilot Teppei Sugo in Okinawa auf den Vollstrecker Tomomi Masaoka vom Amt für Öffentliche Sicherheit, nachdem unbemannte bewaffnete Drohnen Tokyo angegriffen haben.

Case.3 (Jenseits von Liebe und Hass): Shinya Kogami, den es nach Tibet verschlagen hat, rettet Flüchtlinge, die von Guerillas angegriffen werden. Daraufhin bittet ihn ein kleines Mädchen, ihm das Kämpfen beizubringen, um sich zu rächen …


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