©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Anfang September startete peppermint anime mit der deutschen Disc-Veröffentlichung von „Sword Art Online Alicization – War of Underworld“. Natürlich haben wir uns erneut mit Kirito nach Underworld begeben und verraten euch, was die ersten Episoden der neuen Geschichte zu bieten haben.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Kirito im Hintergrund

Kirito, Eugeo und Alice ist es tatsächlich gelungen nicht nur Chudelkin, sondern auch die oberste Priesterin Administrator höchstselbst zu besiegen – allerdings zu einem hohen Preis, denn Eugeo hat bei dieser Aktion sein Leben verloren. Als Kirito sich dafür noch selbst verantwortlich macht, dringen in der realen Welt bewaffnete Spezialtruppen in die Ocean Turtle ein, um den Light Cube von Alice zu bergen und der Organisation Rath zu entreißen. Dabei kappen sie die Hauptstromleitung, was in Kiritos STL zu einem Kurzschluss führt, der seine Gefühle kurzzeitig um ein vielfaches verstärkt, was wiederum dazu führt, dass sein eigenes Persönlichkeitsempfinden durch die starken negativen Schuldgefühle extrem geschädigt wird und er in Underworld zu einer Art dahinvegetierender Hülle wird, die einzig und allein einfache Bewegungen nach Reflexen ausführen kann.

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Alice nimmt sich seiner jedoch an und verlässt mit Kirito gemeinsam die Central Cathedral, als sie merkt, dass er dort vermutlich nicht sicher ist, denn zu viele hassen ihn dafür, dass er die oberste Priesterin besiegt hat. Um Schutz zu suchen, begeben sich die beiden in Alices und Eugeos Heimatdorf Rulid, wo sie jedoch keinesfall freundlich aufgenommen werden. Immerhin gestattet man ihnen aber in der Nähe des Dorfes zu wohnen und Alices Schwester Selka kommt häufig zu Besuch, um nach Alice und Kirito, der nun schweigend in einem Rollstuhl sitzt, zu sehen. Eines Tages taucht plötzlich der Integritätsritter Eldrie auf, den Alice in der Schwertkunst unterwiesen hat. Er hat seine Meisterin und Kirito dabei aber nur durch Zufall aufgespürt, bittet Alice jedoch in die Hauptstadt zurückzukehren, um als Integritätsritterin die Armee zu verstärken, die sich ohne Adminsitrator und deutlich in ihrer Kraft geschwächt vor einer Invasion aus dem Dark Territory fürchtet.

Die Angreifer betreten Underworld

Nachdem Alice zunächst ablehnt wird das Dorf Rulid in der gleichen Nacht plötzlich von einer Horde Monster aus dem Dark Territory angegriffen und sie macht sich auf, um die Dorfbewohner zu beschützen. Erst bei dieser Gelegenheit gibt sie sich ihnen gegenüber auch als Integritätsritterin zu erkennen und nutzt ihren Status, um die Menschen zur Flucht zu bewegen. Nachdem es ihr anschließend gelungen ist, die Monsterhorde aus dem Dorf zu vertreiben, macht sie sich gleich am nächsten Tag mit Kirito zum Lager der Integritätsritter auf.

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Derweil haben die Angreifer auf der Ocean Turtle den Hauptkontrollraum eingenommen, während sich die Mitarbeiter von Rath und Asuna in den Nebenkontrollraum zurückgezogen haben. Glücklicherweise konnte Higa die wichtigsten Kontrolloptionen von Underworld vorab sperren, doch die Eindringlinge kommen auf die Idee, sich mit vorgefertigten Accounts in Underworld einzuloggen, um Alice dort ausfindig zu machen. Dabei stehen ihnen aufgrund von Passwortsperren allerdings nur Accounts für das Dark Territory zur Verfügung, die dafür äußerst mächtig sind. Neben einem Dark Knight gehört dazu nämlich auch der Account des dunklen Fürsten Vekta.

Aufbau eines Antagonisten

Derweil plant aber auch Asuna nach Underworld zu diven, um dort Kontakt mit Kirito aufzunehmen, ihm Vergebung zukommen zu lassen und ihn hoffentlich aus seinem Schockzustand zu befreien. Als unsere Antagonisten in Underworld eintreffen, bekommt man als Zuschauer erstmals auch die Stämme und Fürsten dieses Reiches vorgestellt. Zudem kristallisiert sich heraus, dass es eine kleine Fraktion gibt, die den Kriegsplan von Vekta verurteilt und eigentlich lieber Frieden mit den Menschen schließen würde. Diese Gedanken werden jedoch schnell durch den dunklen Fürsten niedergeschlagen. Überhaupt gibt es gleich zu Beginn der Dark Territory Story zwei Szenen, die dazu führen, dass man Vekta bzw. Gabriel Miller als Zuschauer schnell verabscheuungswürdig findet und direkt als echtes Feindbild wahrnimmt.

Derweil trifft Alice bei den restlichen Integritätsrittern und der Armee des Menschenreichs ein, die sich in der finalen Phase der Kriegsvorbereitung befinden, bei dem sich nur wenige Integritätsritter und gut 3000 Soldaten einer Übermacht von etwa 50000 Mann aus dem Dark Territory gegenübersehen werden. Doch was passiert als Alice im Camp eintrifft? Und wie geht es weiter, als das große östliche Tor zwischen den zwei Reichen tatsächlich einstürzt? Das möchten wir an dieser Stelle natürlich noch nicht vorweg nehmen. Schaut euch das erste Volume von „Sword Art Online Alicization – War of Underworld“ doch einfach selbst an.

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Bild und Animationen

Natürlich liegt das Bild auch bei „Sword Art Online Alicization – War of Underworld“ im aktuellen Standardformat von 16:9 bei einer Full-HD Auflösung von 1080p vor. An der Bildschärfe gibt es dabei zu keiner Zeit etwas zu bemängeln. Auch die genutzten Farbtöne unterstreichen das Geschehen der Serie bisher wieder hervorragend.

Die Animationsqualität des Anime kann dabei nahtlos an die sehr gute Performance von „Sword Art Online Alicization“ anknüpfen. Die actionreicheren Szenen wirken dynamisch und detailreich und vor allem spezielle Effekte, wie beispielsweise bei bestimmten Objektkontrollskills, können sich besonders sehen lassen. Wenn man überhaupt etwas bemängeln möchte, dann wären das an der ein oder anderen Stelle (z.B. Ocean Turtle) wohl die CGI-Elemente, da man diese noch ein wenig besser auf die traditionell umgesetzten Parts hätte anpassen können. Das soll keinesfalls bedeuten, dass diese schlecht umgesetzt wurden, denn wir haben durchaus schon deutlich Schlechteres gesehen. Doch klar ist, dass es auch noch besser geht, denn das beweist beispielsweise das Studio ufotable mit den „Fate/stay night Heaven’s Feel“-Filmen oder der Serie zu „Demon Slayer“. Gesamthaft ist das Bild dennoch hervorragend umgesetzt worden.

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Ton und Synchronisation

Auch der Ton hat sich bezüglich des Formats und der Ausgestaltung der Tonspur nicht verändert. Das bedeutet, dass dieser weiterhin im DTS-HD Master Audio Format vorliegt, das über eine 2.0 Stereotonspur wiedergegeben wird. Letzteres ist wieder einmal ein kleines Manko, denn SAO bietet mit seiner sehr guten Hintergrundvertonung und vielen actionreichen Szenen durchaus Potenzial für Surroundsound. Dessen Fehlen ist aber dennoch verschmerzbar. Zudem ist das DTS-HD Master Audio Format zu jeder Zeit qualitativ einwandfrei und lässt keine Wünsche offen.

Bezüglich der deutschen Synchronisation möchten wir zunächst einmal positiv anmerken, dass wirklich fast alle Sprecher aus „Sword Art Online Alicization“ auch bei „War of Underworld“ wieder mit an Bord sind. Gerade für die wichtigsten Charaktere gilt das ausnahmslos, was auf jeden Fall ein Pluspunkt ist. In den ersten Episoden machen besagte Sprecher zudem wieder einen sehr guten Job. Gerade Lydia Morgenstern als Alice übernimmt nun eine noch umfangreichere Rolle als zuvor, was ihr aber gut gelingt. Gleiches gilt für Karlo Hackenberger als Gabriel Miller, den Anführer der Anthagonisten, der nun ebenfalls eine Schlüsselrolle einnimmt. Die Performance stimmt dabei jederzeit, nur die Stimme hätte für den Charakter vielleicht ein bisschen tiefer sein können. Ganz hervorragend getroffen wurde dafür Vassago Casals, dem Wolfgang Wagner seine Stimme leiht. Zudem hat man eine sehr gute Auswahl der Stimmen für die Fürsten des Dark Territory getroffen, die nun neu mit dabei sind. Insgesamt ist die deutsche Vertonung, die einmal mehr bei den Oxygen Sound Studios in Berlin entstand, bis dato wieder durchaus empfehlenswert. Für alle Verfechter des Originals ist aber auch der japanische Ton mit deutschen Untertiteln auf der Disc vorhanden.

Physische Umsetzung

Ihr seid es ja bereits gewohnt: Die physische Aufmachung des Produkts spielt keine Rolle für die Gesamtwertung unseres Reviews. Dennoch geben wir euch einen entsprechenden Überblick, um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern. Die nachfolgenden Bilder und Informationen beziehen sich dabei auf die Standard-Version des ersten Volumes von „Sword Art Online Alicization – War of Underworld“ in der Blu-Ray-Variante.

Bei der Veröffentlichung hat man sich an den weiteren Releases von SAO und natürlich besonders an der Disc-Veröffentlichung von „Sword Art Online Alicization“ orientiert, so dass auch das erste Volume von „War of Underworld“ wieder als schmales Digipack im eigenen Pappschuber daherkommt. Letzterer wirkt ausreichend stabil, sollte aber unbedingt trotzdem mit Vorsicht behandelt werden. Auf ein aufgedrucktes FSK-Logo konnte beim Schuber wieder verzichtet werden. Stattdessen ist dieses nur aufgeklebt und lässt sich mit ein wenig Vorsicht rückstandslos und ohne Probleme ablösen. Aufgedruckt ist hingegen das FSK-Logo auf dem Digipack selbst, das vom Design her wieder sehr schlicht gehalten wurde, während der Schuber auf seiner Front Alice und die beiden Antagonisten des Arcs zeigt.

Als digitale Boni sind das Clean Opening und Ending sowie Trailer zu weiteren Veröffentlichungen von peppermint anime mit an Bord. Auf physische Extras hat man einmal mehr verzichtet. Wer darauf Wert legt, hat im AKIBA PASS Shop von peppermint anime die Möglichkeit, eine recht üppig ausgestattete Collector’s Edition zu erwerben. Zudem wurde dort wieder ein Sammelschuber für die Serie angeboten, der allerdings ausverkauft ist.

Fazit

Mit dem Beginn des „War of Underworld“-Arcs tritt Kirito bei „Sword Art Online Alicization“ in den Hintergrund und überlässt Alice das Feld, die nicht nur eine echte Protagonistenrolle einnimmt, sondern sich in den anfänglichen Episoden bereits als wirklich starker Charakter etabliert – eine Entwicklung, die sich am Ende des vorherigen Arcs bereits angedeutet hatte. Mit Gabriel Miller, der in Underworld die Rolle des dunklen Fürsten Vekta übernimmt, gelingt es den Machern zudem innerhalb nur einer kurzen Episode einen wirklich hassenswerten Antagonisten aufzubauen, was keine Selbstverständlichkeit ist.

Auch wenn die Handlung in den anfänglichen Episoden zunächst von Characterbuilding und Storyaufbau bestimmt wird, bekommen die Zuschauer am Ende des ersten Volumes bereits einige sehr actionreiche Szenen geboten. Da zudem große Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen, macht der Start der neuen Storyline direkt Lust auf mehr. Dazu tragen auch die weiterhin ganz hervorragenden Animationen bei, die sich nahezu keine Schwächen erlauben. Auch die deutsche Vertonung kann mit Kontinuität bei den Sprechern und einer gelungen Performance selbiger punkten. Dadurch gibt es auch hier nur wenig zu beanstanden, was das erste Volume von „Sword Art Online Alicization – War of Underworld“ gesamthaft wieder zu einem klaren Kauftipp für Fans der Serie macht. Vor allem der Fokus auf Alice gibt dem Ganzen dabei den nötigen frischen Wind. Wer allerdings auf große Kirito-Action aus ist, der wird zunächst einmal enttäuscht.

Review: Sword Art Online Alicization – War of Underworld Vol. 1 [Blu-Ray]
8.6 / 10 Team
Handlung8
Charakterentwicklung9
Animation9
Synchronisation8.5
Unterhaltung8.5
ALLGEMEINE DATEN

Veröffentlichung: 03. September 2020

Publisher: peppermint anime

Genre: Abenteuer, Fantasy, Sci-Fi

Laufzeit: ca. 175 Minuten

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS-HD MA 2.0 Deutsch und Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Handlung:

Sechs Monate sind seit dem erbitterten Kampf gegen Administrator vergangen! Kirito hat nicht nur seinen rechten Arm verloren, sondern auch sein Geist hat Schaden genommen, denn er scheint nur noch eine leere Hülle zu sein. Alice hat sich mit ihm in die Nähe von ihrem Heimatdorf Rulid zurückgezogen, um dort zur Ruhe zu kommen. Doch dann zwingt ein nächtlicher Überraschungsangriff der Armee des Dark Territory Alice dazu, wieder ins Rampenlicht zu treten. Währenddessen spitzt sich die Lage für Asuna und die Angestellten von Rath auf der Ocean Turtle zu! Gabriel Miller und seine kampferprobten Mitstreiter setzen alles daran A.L.I.C.E in die Hände zu bekommen, egal wie.


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