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Ryûhei Kitamura ist einer der jungen, japanischen Regisseure, der vor allem bei den Horrorfans mit seinem Splattersamuraifilm „Versus“ überzeugen konnte. Doch er hatte auch Filme wie „Azumi“, „Alive“ oder in den USA „Midnight Meat Train“ oder „No One Lives Forever“. 2006 drehte er „LoveDeath“ nach dem Manga „69“ von Tsutomu Takahashi. Ein Film, der vielleicht weniger bekannt von ihm ist. „Midori Impuls“ hat den Film jetzt im Mediabook auf Blu-ray und DVD veröffentlicht, das gleich in der Langfassung.

 

Die Handlung von „LoveDeath“ ist vielleicht gar nicht so abgefahren, wie man denken mag. Sie ist sehr geradlinig und erzählt die Geschichte eines von zwei Menschen, die sich für einen Tag zusammen tun. Das Ganze entwickelt sich zu einem Roadmovie, mit Yakuza- Filmanleihen. Die Handlung wird mit viel Tempo erzählt, sodass die 159 Minuten fast im Flug vergehen. Doch was den Film dann doch sehr abgefahren macht, sind die Charaktere. Hier gibt es mangatypische Figuren und auch der Humor ist sehr typisch. So gibt es unzählige, verrückte Figuren, alleine die Auftragskiller- Gruppe, die mit einem Running- Gag im Film immer wieder auftaucht oder dem Yakuza- Clan- Boss, der sein Mädchen wieder haben will und seine Truppe. Hier entsteht auch viel Situationshumor. Dabei gibt es aber immer wieder Referenzen zu anderen Film, was zu Szenen führt, wie z.B. einer Folterung, wo das Opfer aussuchen kann, wie es gefoltert werden will. Dabei dienen Filme wie „Leathal Weaon“ oder „Rambo 2“ als Vorbild.

 

So bekommt man bei „LoveDeath“ immer wieder eine Handlung geboten, wo man nie weiß, was als nächstes kommt. Auch wenn sie immer geradeaus ist und auf das Tempo setzt, gibt es viele Wendungen und Gags. Man hat wirklich das Gefühl, man halte sich an den Manga und die Kapitel, die man umsetzt, mit all den verrückte Nebencharakteren.

 

Die Kamera und wie Ryûhei Kitamura sie nutzt, ist immer sehr unterschiedlich. Dabei hat er aber einen sehr visuellen Stil. So gibt es immer wieder Szenen, wo es blutig zur Sache geht und jedes Detail eingefangen wird. Das wirkt aber alles so übertrieben in dem Film, dass es niemals wirklich brutal wirkt, sondern eher wie comicartige Gewalt. So gibt es in „LoveDeath“ immer wieder was fürs Auge. Man merkt, dass Kitamura vielleicht Tarantino oder Rodriguez als Vorbild hatte. Denn wie die Hollywood Regisseure, hat der Japaner auch immer wieder Referenzen zu anderen Filme, die durch die Kameraeinstellungen deutlich werden. So wirkt „LoveDeath“ wie ein wilde Mischung aus Pulp Fiction, Yakuza Film und absurder Komödie.

 

LoveDeath“ ist ein abgefahrener Film, voller verrückter Charaktere und Ideen. Hier wird man dem Manga gerecht und erlebt 159 Minuten lang einen temporeichen Roadmovie. Ein absoluter Geheimtipp.

 

 

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Handlung:

Der kleine Gangster Sai verliebt sich. Ausgerechnet an Sheela, die Freundin eines Yakuza-Bosses, verliert er sein Herz, und als er mit ihr durchbrennt, stimmt es ihren Ex-Geliebten nicht milder, dass sie ihn zuvor um eine Menge Yen erleichtert hat. Sai und Sheela finden sich schon bald auf der Flucht vor Yakuza und Polizei wieder, und der Yakuza-Boss will an Sai eine sehr persönliche Rache nehmen …

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