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Kann man eine Horror-Fantasy-Geschichte mit Niedlichkeit verbinden? „Kyoto Animation“ versucht es jedenfalls mit „Beyond the Boundary – Kyokai no Kanata“. Mit den ersten vier Episoden, welche auf Volume 1 enthalten sind, bekommen wir, als Zuschauer, schon mal einen Ausblick darauf, was in den restlichen acht Episoden noch folgen mag. Selten hat man so einen action- und spannungsreichen Anime gesehen, der sogar locker mit einem Kinofilm mithalten kann, was Animationen angeht Doch gehen wir erst einmal auf die Handlung und die Charaktere an.

 

Die Handlung beginnt, indem dem Zuschauer, durch die Off-Stimme von Akihito, berichtet wird, wie er Mirai kennen gelernt hat. Es wäre eigentlich alles normal, doch dann kommt schon die erste Wendung, dann der Vorspann und wir befinden uns schon in der Welt von „Beyond the Boundary“. Langsam, aber sicher wird uns, als Zuschauer, klar, dass hier nichts normal ist. Akihito hat diesen Fetisch für Mädchen mit Brillen, doch das ist noch das Normalste an ihm. Zwar ist Mirai genau sein Typ, doch da gibt es ein kleines Problem: sie will ihn immer wieder töten, denn Akihito ist ein Halb-Yomu, ein dämonisches Wesen, was unsterblich ist und Mirai hingegen, ist eine Geisterjägerin, die Yomus jagt. Doch so einfach ist das alles auch nicht. Darauf baut die Handlung auf. Die Welt ist voller Mysterien und nicht jeder ist so böse wie es im ersten Moment erscheint. Es gibt viele Geheimnisse und Wendungen. Schon in den ersten vier Folgen bekommt man eine Spannungskurve serviert, die einen an den Stuhl fesselt.
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Bei „Beyond the Boundary“ bemerkt man gleich, dass die Handlung wirklich gut durchdacht und strukturiert ist, jedenfalls ist das der Schluss, den man nach den ersten Folgen ziehen kann. Allein schon die Gestaltung der Charaktere fällt auf. Akiito, der so fixiert auf Mädchen mit Brille ist und Mirai, die genau seinem Typ entspricht, aber auch total schusselig und ängstlich ist. Beide haben eine Vergangenheit, die langsam ans Licht kommt. So durchleben sie schon einen Teil ihrer Katharsis in nur vier Folgen. Man lernt so viel über die beiden, sie wachsen einem richtig ans Herz, aber auch die Nebencharaktere werden gut genutzt. Man fühlt, dass die Welt von „Beyond the Boundary“ lebendig ist und die Figuren auch existieren könnten, wenn wir sie einmal nicht in einer Folge sehen. Durch diese lebendige Charakterisierung und durch die immer wieder ansteigende Spannung, will man einfach immer mehr sehen.

Durch die Yomu und dadurch, dass einige Charaktere Geisterjäger sind, komme Elemente aus dem Horror- und Fantasy-Genre zu tragen. Der Film hat seine eigentliche Mythologie durch diese ganzen Wesen. Man erfährt immer wieder etwas Neues und verbindet dies mit der Handlung. So solltet ihr unbedingt bei Episode vier noch den Abspann abwarten, da kommt nicht nur eine Vorschau für die nächste Folge, sondern schon ein kleines Handlungselement, was noch wichtig werden könnte für die nächsten Folgen.
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Die Animation ist, wie in der Einleitung schon kurz aufgeführt, wirklich gelungen. „Kyoto Animation“ zeigt hier sein ganzes Können als Produktionsfirma. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und Mirai ist der Inbegriff des Kawaii (niedlich, süß auf Japanisch). Auch die anderen Figuren sind natürlich in ihrer Art niedlich oder sexy, es gibt sogar etwas Fanservice. So hat man neben der tollen Handlung von „Beyond the Boundary“ auch sehr schön gezeichnete Charaktere. Doch auch die Hintergründe und die Welt drumherum sind sehr gut animiert. Man bekommt sehr viele Details zu sehen und muss bemerken, wie viele Liebe man in Häuser, Gelände und der ganzen Umgebung gesteckt hat. Auch Horror Elemente tauchen immer wieder auf. Es ist düster und die Yomu, die man sieht, kommen in vielen Größen und Formen daher. Die Niedlichkeit vermischt sich immer mehr mit den anderen Elementen und passt sich der Handlung an. Doch man bricht auch immer wieder, mit den typische Comedy-Elementen, die man wohl bei dieser Art von Anime erwartet, aus diesem Schema aus.

Da „Beyond the Boundary“ neben den Horror- und Fantasy-Elemente auch auf Action setzt, bekommt man schon in der ersten Folge eine wirklich erstklassig animierte Actionszene zu sehen. Hier wird Spannung aufbaut und jedes Detail durch Zeitlupen und gutem Schnitt sichtbar. So kann man genau sehen, wie Mirai einen Eimer zerteilt oder andere Gegenstände. Dies ist mit so einer Detailfreude animiert, die beim Anschauen direkt auf einen übergeht und man hier einfach mehr haben will. Das steigert sich dann sogar in den Folgen. Episode vier bietet schon einen Höhepunkt, der für manche Filme schon das Finale gewesen wäre. Man bekommt hier einiges geboten und das schon am Anfang.

Steht nur noch eine Frage im Raum: kann ich mir „Beyond the Boundary“ auch in der deutschen Synchronisation anschauen? Ja das könnt ihr, denn man gab sich viel Mühe bei den Sprechern, obwohl natürlich der Kawaii-Faktor im japanischen O-Ton bei Mirai höher ist. Jedoch sind die Stimmen gut gewählt und man versucht, nah am Original zu bleiben. Sogar bestimmte Anreden, wie „Senpai“ sind in der deutschen Synchronisation enthalten, vielleicht sind manche Betonungen von Namen nicht immer 100% perfekt, aber das ist fast unmöglich.
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Beyond the Boundary“ Vol. 1 liefert einen Start in eine wunderschöne Anime-Serie, die so viel Spannung, Humor und Niedlichkeit bietet, wie es nur geht. Der Anime gehört zu den Highlights des Jahres und man sollte sich die ersten vier Folgen unbedingt anschauen, wenn man auf Action, Horror, Fantasy und viel Kawaii steht. „Kyoto Animation“ hat hier einen Anime geschaffen, den man, wenn die anderen 8 Folgen auch so sind, getrost als Meisterwerk bezeichnen kann.

 

 

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Handlung:

Akihito Kanbara ist kein normaler Oberschüler! Zur Hälfte ist er eine unsterbliche Kreatur, genannt Yomu, und zur anderen Hälfte Mensch – mit einer Vorliebe für Brillenträgerinnen. Gerade als Akihito nichts ahnend über den Schulhof spaziert, kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung … Er beobachtet, wie die junge Mirai Kuriyama in Begriff ist, sich vom Schuldach in den Tod zu stürzen. Und das, obwohl sie doch so süß aussieht mit ihrer roten Brille! Gerade noch rechtzeitig kann er sie von ihrem Sprung abbringen. Doch statt sich zu bedanken, greift die ängstliche Mirai, die ausgerechnet eine Yomu-jagende Geisterkriegerin ist, ihn mit einem Schwert an. Nachdem sie begreift, dass sie Akihito nichts anhaben kann, wittert sie ihre Chance, ihn zu benutzen, um das Töten zu üben!

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Anime/Manga Fan, Review und Newsautor.
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