©TADAHIRO MIURA/SHUEISHA, YURAGISONOYUNASAN COMMITTEE
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Wie ist es, als junger Mann in einer Pension mit Geistern und anderen mysteriösen weiblichen Gestalten zu leben? Das könnt ihr in der Anime-Adaption von “Yunas Geisterhaus” erfahren. Wir haben uns die ersten beiden Volumes angeguckt und wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Review.

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

Ein Onsen, in dem es spukt

Kogarashi Fuyuzora wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Schüler, doch sein Leben unterscheidet sich sehr davon. Denn er ist ein Geistermedium und wurde als Kind oft von den Seelen der Verstorbenen heimgesucht und gesteuert. Nachdem er einen Meister fand und lernte, damit umzugehen, ist er nun auf dem Weg zu einem Onsenhotel, in dem er einen Geist austreiben möchte. Jedoch funktioniert seine Austreibungsmethode ausschließlich mit seinen Fäusten und als er bemerkt, dass der Geist namens Yuna Yunohana wie eine Oberschülerin aussieht, hat er Hemmungen, diese zu schlagen und teilt sich fortan sogar mit ihr ein Zimmer.

Im Hotel gibt es weitere Mädchen, die dort wohnen und alle sehr eigen zu sein scheinen. Als ein zuvor von Kogarashi besiegter Exorzist mit seinem Clan erscheint, ebenfalls um Yuna auszutreiben, wird erkennbar, dass jedes Mädchen eine besondere Herkunft hat, die von Dämon bis zur Besessenheit mit einer Katzengöttin reicht und so schaffen sie es gemeinsam, die Exorzistenbande zu verjagen.

Das Chaos geht weiter

Das Zusammenleben mit Geistern und anderen kuriosen Geschöpfen ist für Kogarashi nicht immer einfach und so gerät er des Öfteren in zweideutige Situationen. Aus diesem Grund wollen ihn einige der Hotelbewohnerinnen rausschmeißen. Dies wird traditionsgemäß mit einem Doppel im Tischtennis entschieden. Kogarashi und Yuna gegen Sagiri und Yaya. Nach einem seltsamen und mit vielen Fähigkeiten manipulierten Duell können Kogarashi und Yuna gewinnen und Kogarashi darf weiterhin im Onsen bleiben.

Am nächsten Tag geht dann die Schule los und dieses Mal möchte Kogarashi seine Kindheit nachholen, denn durch die Besessenheit von Geistern und das harte Training danach, war ein normaler Schulbesuch für ihn nie möglich. Yuna folgt ihm in die Schule und bringt Kogarashi in einige unangenehme Situationen, da nur er sie sehen kann. Als er sich als Neuling der Klasse offiziell vorstellt, erwähnt er seine Geisteraffinität, doch niemand scheint ihm zu glauben – außer dem hübschen Schulidol Chisaki Miyasaki, die ihn auch um Hilfe bittet, einen Geist aus ihrem Haus zu vertreiben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten können sie den Urheber des Spuks ausfindig machen: Es handelt sich um ein Marderhundgeistermädchen namens Koyuzu, das Chisaki stalkte, da es neidisch auf ihre großen Brüste war. Kurzerhand zieht sie ebenfalls ins Onsen und das Chaos dort spitzt sich weiter zu.

Kurzgeschichten

Im weiteren Verlauf lernt Kogarashi seine neuen Mitbewohner besser kennen und erlebt mit ihnen kleine Abenteuer. So beginnt es mit Sagiri, die nachts böse Geister jagt und nun seine Hilfe braucht. Denn ein Geist greift verliebte Pärchen im Park an und so müssen Sagiri und Kogarashi so tun, als ob sie ein Paar sind, um den Geist zu erledigen.

Mit der schüchternden Yaya bekommt Kogarashi mehr zu tun, nachdem er ihr ein Fischgericht zubereitet hat und sie ihm daraufhin auf Schritt und Tritt folgt. Aber warum? Nonko hingegen ist eine Mangazeichnerin und sie hat eine Deadline zu erfüllen. So hilft ihr Kogarashi dabei, eine Nacht durchzuarbeiten, damit sie ihren Manga rechtzeitig fertig bekommt, was gar nicht so einfach ist. Chitose geht währenddessen heimlich zur Mittelschule und möchte nicht, dass es jemand herausfindet.

Chisaki und Yuna beginnen zudem über einige Hilfsmittel, wie etwas auf Zettel zu schreiben, miteinander zu kommunizieren und letztlich hat Kogarashi sogar ein Date mit Yuna. Wie werden diese ganzen Geschehnisse ausgehen? Das wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Dazu schaut euch “Yunas Geisterhaus” am besten selbst an.

©TADAHIRO MIURA/SHUEISHA, YURAGISONOYUNASAN COMMITTEE
Bild und Animationen

Der Anime ist im 16:9 Standardformat gehalten und hat eine Auflösung von 1080p. Die Animationen sind gut gelungen und es fielen keine Bildfehler negativ ins Auge. Das Bild ist jederzeit scharf und die Animationen sind flüssig. Zensur findet nur gelegentlich statt. In den meisten anrüchigen Szenen sind die Brustwarzen der Charaktere zu sehen und nicht verdeckt. Auf CG-Elemente wurde weitestgehend verzichtet, lediglich bei einigen Geisterwesen hat man den Eindruck, dass sie zum Teil dadurch animiert wurden.

Ton und Synchronisation

Wie in den meisten Anime ist wieder sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur verfügbar (DTS HD MA 2.0) – wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist im Großen und Ganzen gut gelungen, jedoch wirken einige der Synchronstimmen beim ersten Hören nicht immer perfekt auf die Figur zugeschnitten. Trotzdem machen die Sprecher ihre Sache ordentlich und können situationsgerecht ihre Stimme variieren und man gewöhnt sich recht schnell an alle Stimmen.

Physische Umsetzung

Wie ihr es bereits kennt: Die physische Umsetzung des Produkts ist natürlich wieder kein wertungsrelevanter Punkt unserer Kritik, soll euch aber ein Bild von dem vermitteln, was ihr als Käufer erwarten könnt. Die folgende Beschreibung und die Bilder beziehen sich dabei auf die Blu-Ray-Version von “Yunas Geisterhaus” Volume 1 und 2.

Der Anime kommt in einer Standard Amaray-Hülle daher. Als Illustrationsmotiv für Volume 1 wurde Yuna und für Volume 2 Nonko verwendet. Das FSK-Logo ist fest aufgedruckt, lässt sich aber durch Wendecover verdecken. Auf dem Volume 1 beigelegten Sammelschuber für alle Volumes befindet sich kein FSK-Logo.

Als physisches Extra ist jeweils ein 16-seitiges Booklet beigelegt. Als digitale Extras sind das Clean Opening (Volume 1), Clean Ending (Volume 2) und einige weitere Trailer zu anderen Veröffentlichungen von Kazé enthalten.

Fazit

“Yunas Geisterhaus” ist ein witziger Anime mit viel Fanservice. Das sollte jedem bewusst sein, der sich diese Serie anschauen möchte. Die Animationen sind gut gelungen und die Synchronisation im Großen und Ganzen auch, nur einige wenige Stimmen wirken beim ersten Hören etwas unpassend, doch man gewöhnt sich schnell daran.

Die Story bleibt innerhalb der ersten beiden Volumes noch relativ belanglos und vorallem viele kurze Geschichten mit den einzelnen Charakteren prägen das Gesamtbild. Wer auf Fanservice steht und sich einen lustigen Anime anschauen möchte, der darf bei “Yunas Geisterhaus” bedenkenlos zugreifen. Wem es aber mehr nach tiefgründiger Hintergrundgeschichte und Ernsthaftigkeit gelüstet, der ist hier womöglich falsch aufgehoben.

Review: Yunas Geisterhaus Vol. 1 + 2 [Blu-ray]
7.6 / 10 Team
Handlung6.5
Charakterentwicklung7
Animation8.5
Synchronisation7.5
Unterhaltung8.5
Allgemeine Daten
©TADAHIRO MIURA/SHUEISHA, YURAGISONOYUNASAN COMMITTEE

Erscheinungstermin:  19. August (Vol. 1) und 16. September (Vol. 2) 2019

Publisher: Kazé

Genre: Mystery, Comedy

Laufzeit: 75 min. (pro Volume)

FSK: 16

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 2.0 Deutsch und DTS HD MA 2.0 Japanisch

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Yunas Geisterhaus – Vol. 1 [Blu-ray]
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Yunas Geisterhaus – Vol. 2 [Blu-ray]
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Handlung

Lebenslanges kostenloses Wohnrecht – das käme Kogarashi gerade sehr recht! Seit er in seiner Kindheit nämlich von einem Geist besessen wurde, der ihn in massive Schulden gestürzt hat, ist er obdachlos und dauerpleite. Aus dem Grund hat er sich auch zu einem Medium ausbilden lassen, was ihm bei dem Angebot der Pension Yuragi nun sehr zunutze kommt. Die einzige Bedingung: Der Schüler soll den Geist austreiben, der in der Herberge spukt. Doch als sich herausstellt, dass es sich bei dem Geist um ein wahnsinnig süßes Mädchen ohne böse Absichten handelt, zögert Kogarashi. Anstatt sie zwanghaft zu erlösen, möchte er dem naiven Geisterteenie Yuna lieber dabei helfen, den Grund zu finden, warum sie die Welt der Lebenden noch nicht verlassen konnte. Im Badehaus wohnen jedoch noch andere nicht ganz normale junge Frauen – eine attraktiver als die andere – und nicht alle befürworten Kogarashis Aufenthalt, der unabsichtlich von einer schlüpfrigen Situation in die nächste stolpert …


Alle Reviews auf AnimeNachrichten.de spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

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Ich bin Frank und seit 2018 bei AnimeNachrichten als Redakteur tätig. Neben des Verfassens von News bin ich stark in das Korrekturlesen von Rezensionen und News eingebunden. Mich interessieren vor allem die Bereiche Anime und Gaming, aber ein paar wenige Mangareihen verfolge ich ebenso aktiv.
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