Review: Nagi no Asukara Vol. 1 – 3 [Blu-Ray]

© Project-118/Nagi-Asu Production Committee

Wer wollte nicht auch schon immer über und unter Wasser leben können? Bei Nagi no Asukara ist diese Vorstellung Wirklichkeit geworden. Wie uns die ersten drei Volumes dieses Animes gefallen haben, erfahrt ihr hier:

Achtung, ab dieser Stelle wie gewohnt: Spoiler voraus!!!

In der Welt von Nagi no Asukara gibt es zwei Arten von Menschen: Zum einen normale Menschen, wie in jedem anderen Anime auch, die an Land leben und ihrem Alltag nachgehen. Zum anderen gibt es aber noch Menschen, die mit Hilfe des sogenannten „Ena“ unter Wasser leben und atmen können. Das Ena ist eine leicht schimmernde Schicht, die sich über die Haut legt und langsam austrocknet, wenn sich diese Menschen zu lange an Land befinden. Hauptcharaktere der Serie sind vier Kinder aus dem Meeresdorf – die Jungen Hikari und Kaname, sowie die beiden Mädchen Chisaki und Manaka. Diese sind schon seit ihrer Kindheit befreundet und müssen zusammen eine Schule an Land besuchen, nachdem ihre Schule im Meer geschlossen wurde. Da die Menschen vom Land und vom Meer sich gegenseitig nicht wirklich leiden können, haben es die vier Freunde anfangs auch nicht leicht, sich in ihrer neuen Klasse zurechtzufinden. Mobbing, Ausgrenzung und viele Auseinandersetzungen mit ihren Klassenkameraden stehen an der Tagesordnung.

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Liebe und Eifersucht

Ausgenommen bei der Feindschaft zwischen Land- und Meeresmenschen ist der Junge Tsumugu. Er hilft seinem Großvater beim Fischen und fängt gleich am ersten Schultag Manaka, die sich in seinem Fischernetz verfängt. Interessiert an den Meeresmenschen beginnt eine Freundschaft zu den vier Meereskindern, besonders zu Manaka, die sich in ihn zu verlieben scheint. Das geschieht ganz zum Leidwesen des trotzigen und stürmischen Hikari, der insgeheim mehr für Manaka empfindet, als er sich selbst eingestehen vermag und fortan von Eifersucht geplagt wird. Gleichzeitig empfindet Chisaki für Hikari mehr als nur Freundschaft. Gefühlschaos auf allen Seiten ist vorprogrammiert.

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Nicht nur Teenie-Probleme

Doch der Anime beschäftigt sich nicht nur mit den Sorgen und Problemen pubertierender Jugendlicher. Er zeigt auch einen generellen Zwist zwischen Meeres- und Landmenschen auf, der unüberbrückbar scheint. So werden Meeresmenschen, die Landmenschen heiraten, für immer aus dem Meeresdorf verbannt. So soll es auch Hikaris Schwester ergehen, die sich in einen Landmenschen verliebt hat und zu ihm zieht.

Gegen Ende von Vol. 2 nimmt der Anime auch eine Wende und eine Katastrophe bahnt sich an, die alle Landmenschen auslöschen könnte und dem Anime etwas die Leichtigkeit nimmt. Dadurch, dass der Meeresgott im Laufe der Zeit immer mehr vergessen wurde, sinken weltweit die Temperaturen und auch an Land fällt Meeresschnee – eine Art Fluch des Meeresgottes. Meeresmenschen können sich durch eine Art Winterschlaf schützen, doch dazu ist das Ena notwendig, das Landmenschen nicht besitzen. Allerdings wollen sich Hikari und seine Freunde  dem Schicksal nicht beugen und denken sich zusammen mit den Landmenschen einen Plan aus, um den Meeresgott noch einmal versöhnlich zu stimmen.

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Achtung, ab dieser Stelle noch größere Spoiler!!

Der größte Cut der Serie beginnt ab Mitte von Volume 3. Nach der missglückten Zeremonie, um den Meeresgott zu besänftigen, sind alle Meereskinder, außer Chisaki, in den Schlaf gefallen und spurlos im Meer verschwunden. Die Handlung setzt dann 5 Jahre nach diesem Ereignis ein und es wird zunächst in Rückblicken gezeigt, was bis dahin alles passiert ist. Bis eines Tages Hikari aus seinem Schlaf erwacht und die Welt für ihn völlig neu ist, da ihm die 5 Jahre nur wie ein Tag vorkommen und er auch äußerlich nicht gealtert ist. Er muss sich in dieser neuen Welt zunächst zurecht finden und seine Gefühle neu ordnen. Chisaki ist erwachsener geworden, seine Schwester hat ein Kind bekommen mit ihrem Ehemann vom Land, die See ist zugefroren und das Meeresdorf durch wilde Strömungen unpassierbar. Doch Hikari gibt die Hoffnung nicht auf.

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Bild und Animation

Nagi no Asukara kommt im Standardformat 16:9 daher und hat eine Auflösung von 1080p. Das Bild ist jederzeit scharf und hat eine hohe Qualität.

Die Animationen sind insgesamt sehr gut gelungen. Vorallem die lebendige Unterwasserwelt, in der die Meeresmenschen leben ist großartig dargestellt. Aber auch die Darstellung der Charaktere ist liebevoll ausgearbeitet. Manaka als süßes und unschuldiges Mädchen hat dabei im Gegensatz zu den anderen Charakteren sehr große Animeaugen spendiert bekommen, was im Ansatz störend wirken kann, da es auf keinen anderen Charakter so zutrifft, aber ihre liebevolle Art darstellen soll.

Ton und Synchronisation

Wie für Animes üblich, ist sowohl die deutsche (DTS-HD MA 5.1) als auch die japanische (DTS-HD MA 2.0) Tonspur verfügbar – wahlweise mit deutschen Untertiteln.

Die deutschen Stimmen sind gut gewählt, lediglich Tsumugus Stimme klingt etwas tief und emotionslos, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache und soll seinen Charakter widerspiegeln.

Für die musikalische Untermalung war Yoshiaki DEWA zuständig, der auch schon an Amnesia, Gamers! und Flying Witch mitgewirkt hat. Die Musik integriert sich stets gut in das Gesamtbild und begleitet die Szenerie hervorragend.

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Fazit

Wie die gesamte Geschichte ausgeht, bleibt abzuwarten. Ende August wird Volume 4 in Deutschland erscheinen. Bis dahin lässt sich aber anmerken, dass die Geschichte von Nagi no Asukara leicht und lustig beginnt, aber schnell ernster wird. Viele Probleme und viel unerwiderte Liebe dominieren spätestens ab Vol. 2 das Geschehen. Mitunter wird es schon etwas zu viel, wenn alle fünf Minuten jemand weint: Gefühlschaos in höchster Form. Nichtsdestotrotz weiß Nagi no Asukara bei Laune zu halten und wartet mit unerwarteten Wendungen auf. Besonders nach dem Zeitsprung in Volume 3 fühlt sich der Anime noch um einiges erwachsener an. Auf Fanservice wird weitestgehend verzichtet. Lediglich in Vol. 1 findet man einige Andeutungen dazu.

Für Fans von leicht dramatisch verlaufenden Animes und bei denen Action nicht im Mittelpunkt steht, können wir diesen Anime klar empfehlen. Er ist oft ruhiger und beschäftigt sich viel mit Alltagsproblemen, steigert sich dann aber zu ernsthaften Konflikten mit stetig steigender Spannungskurve.

Review: Nagi no Asukara Vol. 1 – 3 [Blu-Ray]
8.1 Team
Handlung7.5
Charakterentwicklung9
Animation8.5
Synchronisation8
Unterhaltung7.5
Allgemeine Daten

Publisher:  KSM

Genre: Comedy, Liebe, Drama

Laufzeit: 142 min (Vol.1), 118 min (Vol.2 und 3)

FSK: 6

Bild: 1080p

Ton/Sprache: DTS HD MA 5.1 Deutsch und DTS HD MA 2.0 Japanisch

Untertitel: Deutsch

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Volume 4 mit den Episoden 17-21 wird am 23. August 2018 veröffentlicht. Der Releasetermin für Vol. 5 ist noch nicht bekannt.

Trailer

Nagi No Asukara – Trailer (Deutsch)

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